Unter Strom Mirko Borsche probiert nach einem Sturz mit dem Rad einen Fahrradhelm

© Lumos Helmet
ZEITmagazin Nr. 39/2017

Vor ein paar Wochen war ich abends mit dem Rad unterwegs. Es regnete leicht, und als ich am Nordfriedhof um die Ecke bog, war der moosige Asphalt im Schatten einer Mauer so rutschig, dass das Hinterrad wegglitschte und ich auf den Kopf stürzte. Mir ist nichts passiert, ich hatte wirklich Glück – aber ich wusste, dass es jetzt Zeit für einen Fahrradhelm ist.

Also fing ich an zu suchen. Wie jeder weiß, gehören Fahrradhelme nicht zu den Dingen, die einen unbedingt besser aussehen lassen. Das versuchen viele vergessen zu machen, indem sie sich einen vermeintlich trendigen Helm aussuchen, der eher an einen Retro-Mopedhelm erinnert. Ich gehöre nicht dazu, sondern akzeptiere, dass so ein Helm nie gut aussieht. Aber ich wollte einen, der besonders ist. Deshalb fiel mir der LED-Helm von Lumos auf. Er hat Leuchten vorn, hinten und an der Seite, was ein bisschen affig aussieht – aber praktisch ist es doch: Mit einem leuchtenden Helm wird man nachts besser gesehen. Und über einen Schalter am Lenkrad, der per Bluetooth mit dem Helm verbunden ist, kann man mit den Lichtern an der Seite beim Abbiegen blinken wie ein Auto. Zunächst erschien mir das sinnvoll. Aber als ich den Helm ausprobierte, wurde mir klar, dass es zwei Probleme gibt: Zum einen schaut man ja, wenn man auf dem Rad zum Beispiel nach rechts abbiegt, auch nach rechts – weswegen der Helm dann nach hinten blinkt. Außerdem deutet niemand die Lichter des Helms als Blinklichter. Zudem wird es unter dem Helm nach einer Weile doch recht warm, vielleicht wegen des Akkus. Im Winter mag das praktisch sein, aber im Sommer wünsche ich mir eher eine Kühlfunktion. Ich suche also weiter nach einem Helm – demnächst mehr.

Technische Daten

Gewicht: ca. 440 g

Akku-Laufzeit: 3–6 Stunden

Preis: ca. 200 Euro

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