Harald Martenstein Über die Berliner Police Academy

© Fengel
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ZEITmagazin Nr. 49/2017

In den achtziger Jahren gab es im Kino die Reihe Police Academy. Das waren Komödien über dämliche Polizeischüler. Ausgangspunkt ist der Wunsch einer neuen Bürgermeisterin, die Polizei zu einem echten Spiegelbild der Bevölkerung zu machen. Die Polizei soll bunter werden, weg mit Elitedenken und Bildungsanforderungen. Unter anderem stellen sie den Parkwächter Mahoney ein, der eigentlich in den Knast müsste. Weil der Polizeijob ihm den Knast erspart, ist er motiviert. Eine andere neue Kollegin heißt Karen Thompson. Sie will zur Polizei, weil man da interessante Menschen kennenlernt. Als die Berliner Polizeischule in "Polizeiakademie" umbenannt wurde, habe ich sofort gedacht: ein böses Omen.