Staubsaugerroboter Mirko Borsche passt auf einen Roboter auf

Foto: ECOVACS
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 7/2018

Über Weihnachten hatte unsere Putzhilfe Urlaub. Da dachte ich mir, das ist die richtige Zeit, um den neuen Staubsaugerroboter Deebot Ozmo 610 auszuprobieren. Vor einem Jahr haben wir ein Modell von einem anderen Hersteller getestet, das mehr als 1.000 Euro gekostet hat. Dieser hier liegt bei ungefähr 400 Euro. Er ist so groß wie eine Pizza und kann saugen. Man kann ihn per App von unterwegs steuern und ihm sagen, wann er putzen soll. Klingt erst mal praktisch. Aber ich würde ihn niemals allein lassen.

Meine Wohnung verteilt sich über zwei Etagen, Treppen aber packt dieser Sauger nicht. Man muss ihn erst auf die eine Fläche stellen, dann auf die andere. Er ist wie ein kleines Kind, das man die ganze Zeit beobachten muss. Ständig hat der Roboter gepiept. Entweder weil er unter einem Möbelstück feststeckte und ich ihn wieder herausholen musste. Oder weil er eines meiner Kabel aufgesaugt hat, die auf dem Boden liegen – aber da liegen Kabel nun einmal. Sie haben sich um die kleinen Rädchen gewickelt, mit denen er den Schmutz aufsaugt. Einmal hat er sogar unseren kleinen Weihnachtsbaum umgerissen – zum Glück ging außer ein paar Christbaumkugeln nichts zu Bruch.

Nach zwei Tagen habe ich ihn geleert, sein Fach war voller Staub. In dieser Hinsicht hat er einen guten Job gemacht. Gerade für nervige Stellen wie die Fläche unterm Bett ist er praktisch: Da fährt er im Zickzack drunter durch, man muss sich nicht hinlegen, um dort zu putzen. Im Vergleich zum alten Modell ist er recht leise, man kann ihn also beim Frühstück mitlaufen lassen. Wenn man alles hochstellen und alle Kabel entfernen würde, wäre er als Putzhilfe sicher super. Aber will ich für einen Staubsaugerroboter wirklich meine Wohnung umbauen?

Technische Daten:

Größe: 35 cm Durchmesser

Gewicht: 4,2 kg

Funktionen: Saugen und Wischen, Steuerung per App

Preis: 399 Euro

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