Victorinox CyberTool Lite Mirko Borsche erinnert sich an sein erstes Taschenmesser

© Victorinox
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 15/2018

Ich bin am Rande eines Waldes aufgewachsen, mit meinen Freunden habe ich dort Lager gebaut und Speere geschnitzt. Als Erstklässler wollte ich unbedingt ein Schweizer Taschenmesser haben, denn wer eines hatte, war jemand. Meine Mutter erlaubte es nicht, sie hatte Angst, ich könnte mich damit schneiden. Mein Vater, der davon nichts mitbekommen hatte, kaufte mir eines.

Natürlich wollte ich ein Taschenmesser mit vielen Funktionen haben. Mir war die kleine Schere wichtig, mit der ich Papier schneiden konnte, und die kleine Lupe, mit der ich meine Briefmarkensammlung begutachten und Feuer machen konnte. Daran musste ich denken, als ich kürzlich das Victorinox CyberTool Lite in den Händen hielt: ein Taschenmesser mit 36 Funktionen, inklusive Lupe, Schere und Taschenlampe.

Seit ich es habe, spare ich viel Zeit. Da ich für diese Kolumne sehr unterschiedliche Geräte teste, gibt es dauernd etwas auf- oder zuzuschrauben. In der Vergangenheit bin ich manchmal dreimal am Tag zu dem Industriedesigner im Erdgeschoss gelaufen, um Werkzeuge auszuleihen. Das hat sich mit dem Taschenmesser erledigt. Die eingebauten Tools sind zwar klein, funktionieren für einfache Aufgaben aber einwandfrei.

Das Schwierigste am Taschenmesser ist eh das Auf- und Zuklappen. Das weiß ich seit meiner Kindheit. Mit meinem ersten Taschenmesser setzte ich mich im Wald auf einen Stamm, um etwas zu schnitzen. Als ich das Messer zuklappen wollte, schnitt ich mich. Meiner Mutter durfte ich davon nichts erzählen, also holte ich mir beim Nachbarn ein Pflaster und vergrub mein Messer vor der Haustür. Erst zwei Wochen später habe ich mich getraut, es wieder auszugraben. Damals war es mir furchtbar unangenehm, doch heute kann ich darüber lachen.

Technische Daten:

Länge: 9,1 cm

Gewicht: 173 g

Funktionen: 36

Preis: 74,95 Euro

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