© Samuel Nyholm

Fleischlose Ernährung Her mit der Wurst!

Fleischlose Ernährung soll besser sein: für die Umwelt, die Gesundheit, die Moral. Das stimmt nur leider nicht. Sieben Gründe, warum Vegetarier und Veganer falsch liegen. Von

1. Die Annahme: Man darf Tiere nicht töten, nur weil sie Tiere sind.

Das ist eine Meinung, eine völlig legitime Meinung, aber keine, die auf Fakten beruht. Es gibt wenige Untersuchungen und wenige empirische Ergebnisse zur Gefühlswelt von Tieren. Was der Tod für ein Tier bedeutet – darüber gehen die Auffassungen auch unter den Tierethikern weit auseinander. Es gibt durchaus einige, die sagen: Man darf Tiere essen, sofern sie getötet wurden, ohne gelitten zu haben.

2. Die Annahme: Den Nutztieren in deutschen Ställen geht es nicht gut. Wenn ich auf Fleisch verzichte, ist das ein Boykott.

Die Wirklichkeit: eine Geste. Verständlich. Und sehr praktisch für den Bundeslandwirtschaftsminister. Zusammen mit Veganern und Vegetariern schiebt er die Schuld für die Tiermisere dem verfressenen Verbraucher in die Schuhe. Das bewahrt ihn davor, sich mit der milliardenschweren Lebensmittelindustrie über den absurd niedrigen Fleischpreis in diesem Land auseinanderzusetzen.

3. Die Annahme: Vegan is the future

Die Wirklichkeit: Wären alle Menschen Veganer, gäbe es keine Bauernhoftiere mehr, und also keinen Kuhmist, keine Kuhmistdüngung und keine biologisch-dynamische Landwirtschaft mehr – immerhin die nachhaltigste Landwirtschaftsform, die wir derzeit kennen. Stattdessen gäbe es noch mehr Phosphatdünger auf den Feldern, wie er in der konventionellen Landwirtschaft in großen Mengen eingesetzt wird. Der ist leider giftig. Könnte man durch Düngung mit Pflanzenresten und durch Anbau von stickstoffbildenden Zwischenfrüchten Erträge erwirtschaften und die Bodenfruchtbarkeit erhalten? Nein. Zumindest nur in sehr wenigen Weltgegenden.

4. Die Annahme: Wenn man Fleisch isst, ist man Schuld am Welthunger, weil Nutztiere den Menschen das Getreide wegfressen.

Die Wirklichkeit: Zwei Drittel der weltweit landwirtschaftlich genutzten Flächen sind Grasland, das man nicht in Ackerland umwidmen kann. Menschen können kein Gras essen, Wiederkäuer schon: Sie machen hochwertige Proteine daraus, die uns ernähren.

5. Die Annahme: Für den Anbau von Futtermitteln wird der Regenwald gerodet, was dem Klima schadet.

Die Wirklichkeit: Das ist EU-Politik. Gefördert wird die Einfuhr von Futtermitteln aus Brasilien und Argentinien, indem keine Zölle erhoben werden. Nicht gefördert werden dagegen die Weidehaltung und die Tiergesundheit. Billiges Futter macht das Fleisch und die Milch billig. So lässt sich viel Geld verdienen. Es wäre offensichtlich wirkungsvoller, diese Politik infrage zu stellen und nicht den Fleischkonsum.

6. Die Annahme: Fleischlose Ernährung ist gesünder.

Die Wirklichkeit: Bislang hat noch keine Studie nach wissenschaftlichen Kriterien nachweisen können, dass die vegane oder vegetarische Ernährung gesünder wäre als die abwechslungsreiche Vollwertkost, wie sie zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt.

ZEITmagazin Nr. 30 vom 17. Juli 2014 @ ZEITmagazin

7. Die Annahme: Die meisten Leute machen sich doch überhaupt nicht bewusst, dass sie ein totes Lebewesen verspeisen.

Die Wirklichkeit: Es stimmt. Wenn Fleischesser mal ehrlich sind, graut es ihnen vor dem toten Tier genauso wie den Vegetariern. Deshalb gibt es nur noch Filets und appetitliche Fleischstücke in den Auslagen und auf den Tellern – und kaum noch Innereien. Deshalb hat das Masthuhn heute einen so niedrigen Fettanteil, dass es nach fast nichts schmeckt. Der Ekel vor Blut, Tod und Körpern, ein Zeichen von Zivilisation? Oder ein Zeichen von Entfremdung und ein großer Verlust? 

Den Essay "Ran an die Buletten" von Elisabeth Raether lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des ZEITmagazins, die Sie am Kiosk oder online erwerben können.

215 Kommentare

Nachdem ich ihnen Versprochen habe, ihnen einige Links zum Thema zukommen zu lassen, bitte schön:

1. Fakten haben hier tatsächlich noch wenig zu suchen, auch wenn aktuelle Forschung, Tieren immer komplexere Gefühle (also Gefühle von denen man dachte sie wären exklusiv menschlich), ein immer breiter werdendes Spektrum an Gefühlen zuspricht. Meistens geht es dann doch um höhere Säugetiere, also Meeressäuger und Affen. Dennoch stellt sich die Frage, ob hier nicht das Vorsichtsprinzip walten sollte. Riskieren wir Tiere zu töten, obwohl sie vielleicht komplexe Gefühle, gar Mitgefühl haben oder riskieren wir sie nicht zu töten, obwohl sie diese Emotionen nicht haben. Trickfrage: Welcher der beiden ist der Alphafehler?
http://www.zeit.de/2011/0...
http://www.swr.de/odysso/...
http://www.focus.de/wisse...
http://www.fu-berlin.de/p...

2. Den Nutztieren geht es nicht gut und es is eine Geste und ein Boykott, per Definition: http://www.duden.de/suche.... Nochmal, politischer Unwille etwas zu ändern ist kein Grund auf dem persönlichen Niveau Konsequenzen aus Missständen zu ziehen. Vegetarier und Veganer die ich kenne, sind gleichzeitig die Leute, die sich am stärksten für bessere Haltungsbedingungen einsetzen, aktiv in Vereinen und/oder Politik.

3. Maybe vegan is not the future, aber ihr Argument Kuhmist würde die Welt retten ist völlig absurd und aus der Luft gegriffen, wie ich in meinem Kommentar zu ihrem anderen Artikel bereits angesprochen habe. Weniger Viehzucht, weniger Monokultur und Flächenbedarf, sinnvollere Fruchtfolgen, weniger Düngerbedarf. Man wird Lösungen für dieses Problem finden, heute und die nächsten Hundert Jahre stellt die Viehzucht ein Problem, nicht zu wenig Dünger auf den Feldern.

4. Die Wahrheit: fast 80% aller landwirtschaftlich genutzten Flächen gehen in die Viehzucht; Weideflächen zerstören Primärwälder irreversibel, 90% der Rodung seit den 70ern geschah auf Grund von Viehzucht; abgegraste, übergraste Flächen verwüsten und so weiter. Die Liste der ökologischen Probleme assoziiert und verursacht durch Viehzucht ist beinahe endlos und reicht vom Verlust von Biodiversität über Wasserverschwendung -verschmutzung, bis hin zu einem der Hauptmotoren des menschlich verursachten Klimawandels. Zudem ist das einer der bestdokumentierten und bewiesenen Bereiche, die in diesem Artikel hier angesprochen werden. Diese Fakten zu ignorieren ist mehr als ignorant! Mehr dazu in meinem anderen Kommentar.
http://www.fao.org/docrep...

5. EU-Politik hin oder her, Ursache ist der übertrieben hohe Fleischbedarf, hauptsächlich der westlichen Welt und zunehmend des globalen Südens. Zölle sind und können keine wirkliche Lösung sein und das Argument, wie zuvor, schlichtweg ein Abwälzen von Verantwortung. Es ist sinnvoll sowohl Politik, als auch unseren Konsum zu hinterfragen!

6. Hanebüchen, an den Haaren herbei gezogen. Es besteht wissenschaftlich kein Zweifel mehr daran, dass Vegetarier gesünder leben, als Fleischesser. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Effekte statistisch überschätzt werden auf Grund von anderen, nicht-beobachtbaren oder übersehenen Variablen, sind die Ergebnisse eindeutig. Selbst nach statistischer Kontrolle auf Effekte durch allgemein gesündere Lebensstile zeigen sich noch positive Auswirkungen, wie deutlich geringere Sterberaten durch Herz-/Kreislauferkrankungen und bestimmte Formen von Krebs (Darm-, Prostatakrebs u.a.):
http://www.nhmrc.gov.au/_...
http://www.aerzteblatt.de...
http://www.focus.de/gesun...
http://www.vebu.de/files/...
https://vebu.de/lifestyle...
oder einfach mal die Suchmaschinen der Unibibliotheken nutzen.

7. Ein Dilemma mit dem ich auch zu kämpfen habe und das ist auch gut so, zeigt es doch, dass Gewissen noch existiert.

Guten Appetit

Endlich mal eine Artikelserie, die die Dinge in Sachen Ernährung auf den Punkt bringt - wurde auch ZEIT. Wer übrigens immer noch glaubt, dass Rindviecher Klimakiller seien, der sollte sich mal mit den Arbeiten von Allan Savory beschäftigen. Der führt vor, wie man mittels systematischer Beweidung, im Zustand der Versteppung/Desertification befindliches Grasland, wieder renaturiert und wie man damit möglicherweise sogar die Klimaproblematik lösen könnte . - Also dann - Guten Appetit beim nächsten Entrecôte. Muss ja nicht immer gleich ein Stierhoden sein.

Sehr geehrte Frau Raether,
ein großer Rundumschlag! Beim Lesen des Artikels im Zeit-Magazin musste ich mich mehrmals schütteln! Ihr Quatsch (nach meiner Meinung) zeigt ja, auch Sie beschleicht das Gefühl, dass in unserem Umgang mit (Nutz)Tieren etwas nicht stimmt.

Extreme sind schlecht. Da stimmen sicher verfressene Verbraucher, die das Thema nicht interessiert, gleichgültige oder "getriebene" Bauern, Veganer oder Vegetarier aus Trend, provitorientierte Konzerne, genauso aber auch viele Menschen, die sich ernsthaft Gedanken machen und in einer komplizierten und unübersichtlichen Welt versuchen, nicht einfach alles so "laufen zu lassen". Denen tun Sie mit Ihrem Artikel wirklich gemeines Unrecht!

Das Thema so zusammenzudampfen und den Schluss zu ziehen, aus Trotz, wegen Komplexität oder vermeintlichem Komfortverlust so weiterzuwurschteln - mein Gott! Nun zeigen Sie doch die "Eier", statt in krampfhafter Selbstüberwindung Stierhoden zu essen.

Vielleicht sollten Sie abwägen - Ihren erwähnten Ekel vor Tod, Blut, Körpern, Schlachthäusern , gegen etwas Selbstdisziplin! Entsagung hie und da - und an der richtigen stelle - ist gar nicht schwer - und tut wirklich gut. Die Diskussion mit den Veganern/Vegetariern wird dann auch einfacher, und Sie können bei Fragen des Tierwohls auch wieder mitreden, hurra!

Also etwas gesunder Menschenverstand für den richtigen Weg, das wünsche ich Ihnen.

Richtig: Phosphor ist ein wertvoller und knapper Dünger, der tatsächlich von den Nutztieren in Form von Mist ausgeschieden wird. Dummerweise können Tiere nur Phosphoratome ausscheiden, die sie zuvor über die Nahrung zu sich genommen haben. Der in diesem Futter enthaltene Phosphor stammt aus dem Bodenvorrat ergänzt durch Mineraldünger, der zum Beispiel aus China oder Marokko kommt. Über die Tierhaltung wird in jedem Fall mehr Phosphor verbraucht als bei vegetarischer Ernährung , da ja zur Herstellung eines Kilogramm Fleisches mehrere Kilogramm Futter benötigt werden. Das Argument, dass die Tierhaltung die Versorgung der Böden mit Phosphor sichert, ist global gesehen falsch. Das Gegenteil ist richtig.

Sie sind einfach unpräzise in Ihrer Argumentation." Über die Tierhaltung wird in jedem Fall mehr Phosphor verbraucht als bei vegetarischer Ernährung , da ja zur Herstellung eines Kilogramm Fleisches mehrere Kilogramm Futter benötigt werden." - Es mag zwar sein, dass das heute in Zeiten der Massentierhaltung noch überwiegend der Fall ist, wenn mann jedoch mit der Mast aufhört und die Rindviecher das essen lässt, was sie am liebsten essen, nämlich Gras, bricht Ihr ganzes schönes Rechengebäude in sich zusammen.

Mal wieder wird das Spiel "Fakten gegen Fakten" gespielt - wie beim Klimawandel, bei dem man versucht hat durch verwirrende „Anti-Fakten“ vom Thema abzulenken. Zu suggerieren, dass wir ja eh nix tun müssten... Dabei geht es einfach darum: Das Bewusstsein zu wecken - „Hey, da läuft was gewaltig schief in unserer Gesellschaft, und wir sind alle daran beteiligt – schauen wir hin und tun wir was!“ So beim Thema Fleischessen. Irgendwann haben ein paar Leute genau hingeschaut und kapiert: Massentierhaltung mit all ihren perversen Auswirkungen bis hin zum entfremdeten Verhältnis des Menschen zum Tier tun uns nicht gut, verursachen eine Kettenreaktion negativer Auswirkungen auf unser Leben. Es geht gar nicht ums einzelne Schnitzel, seuuufz – es geht ums BEWUSSTSEIN, dass da was vom Grundprinzip her schief läuft und immer mehr Menschen wollen das durch ihr unmittelbares Verhalten zum Ausdruck bringen – das ist gut, genau das brauchen wir. Wer hat jemals erlebt, dass sich die Politik mit starken Industrien anlegt? Frau Raethers Vorwurf, man müsse sich an die Politiker wenden, ist ein ganz seltsames Argument: Erstens tun das schon ganz viele, und soll ich während der furchtbar langsam mahlenden Mühlen der Politik mein Herz und Hirn parken? Hinschauen und in sich selbst reinspüren ist der Anfang. Dafür muss ich gar nicht von heut auf morgen Vegetarier werden. Die großen globalen Probleme werden letztlich nur durch das Aufwachen vieler einzelner, vernetzter Individuen gelöst werden.

Sehr geehrter Herr Wendt,
wenn Meinung die Recherche, Beliebigkeit die Logik und die Debattenkultur durch einen prominent platzierten Alleinunterhaltertext ersetzt werden, und das bei einem politisch, ethisch, ökologisch und ökonomisch sehr relevanten zeitgenössischen Thema, dann macht das Lesen keinen Spass mehr. Kopf und Meinung wollen woanders gebildet werden.

Hervorragender Artikel, der nicht nur die Wissenschaftlichen Expertisen zur sog. "China Studie" (http://rawfoodsos.com/201...) sondern auch Expertenmeinung zu den zahlreichen "Vegetariermythen" (http://www.oneworld.at/st...) einer breiten Leserschaft zugänglich macht. Schade, dass dies von Vegetariern, die gerne tierische Produkte konsumieren aber eben keine Mehrkosten aufgrund einer notwendigen Tierhaltung auf Gnadenhofbasis akzeptieren.

Man kann Vegetarier sein, ohne dass man unbedingt wollen muss, dass alle Menschen überall auf jede Art von Fleisch verzichten sollten! Es geht den meisten Vegetariern doch um die Fleischproduktion hier im Westen; und nicht darum, dass Menschen in ärmeren Ländern zur Subsistenzwirtschaft auch Viecher halten und verspeisen! Das ist doch etwas völlig anderes als unsere industrialisierte Qualtierzucht!!
Wer behauptet, dass man als Vegetarier ein generelles omnipräsentes Allzeit-Verbot von Fleisch anstreben müsste? Dass dann alle Bauern pleitegehen sollen und alle Äcker aufgrund von Düngermangel veröden würden? Übertriebenes Horrorszenario. Und selbst wenn man allen Fleisch-Verzehr abschaffen würde, wer sagt denn, dass man dann nicht zur Düngerproduktion noch Tiere HALTEN könnte?!

Der Gipfel Ihrer Absurdität, dass Sie es den Vegetariern anlasten, wenn Fleischesser sich aus Tierrechts-Diskussionen heraushalten..."Wer ein schlechtes Gewissen hat, beschwert sich nicht." Stimmt erstens nicht, denn man kann ja GERADE WEGEN seines schlechten Gewissens auf verbesserte Tierhaltungsbedingungen hinwirken. Und zweitens ist das doch nicht die Schuld der Vegetarier, dass sich Fleischesser aus Tierrechtsdiskussionen zurückziehen!
...
Ich könnte noch lange weitermachen, um Ihre von Kategorienfehlern, Definitionsdefiziten und irrationalen Behauptungen strotzende "Argumentation" ad absurdum zu führen, aber dafür ist hier nicht der richtige Ort.

Sehr geehrte Frau Raether, schlimmer als die zusammengestauchten "Argumente" gegen Fleischverzicht ist Ihr PrintArtikel. In der ZEIT habe ich wirklich noch nie einen soo schlecht recherchierten Artikel gelesen.
Sie hätten ja wenigstens mal in einen Kuhstall gehen können! Ich bin des öfteren im Allgäu und auf der Schwäbischen Alb wandern. Nach wie vor gibt es da fast ausschließlich Bauernhöfe mit Anbindehaltung. Die Ställe sind oft so dreckig, dass die Gülle auf den Hof läuft. Und die (bewegungsfreudigen) Kühe können entweder aufstehen oder sich in ihren Dreck legen. Die Silage stinkt so eklig, dass ich mich jedes Mal wundere, dass die Kühe sowas überhaupt fressen. Ich bin in einem kleinen Ort aufgewachsen in dem früher die Kühe noch auf die Wiese gebracht wurden. Heute stehen sie nur noch auf dem Betonboden, bis der Viehtransporter kommt.
Auch in den Laufställen sieht es nicht viel besser aus: Die jungen Rinder werden auf engem Raum gehalten und rutschen erstmal in ihrem Dung aus, bevor sie aufstehen können. Außerdem werden die Kälber für die Laufställe (i.d.R. ohne Betäubung) enthornt. Von solch konventionell geführten Betrieben kaufe ich nichts mehr (Gruß an alle Bauern!).
In unserer Familie gibt es nur noch Sonntags Fleisch von H. Meier. Die Familien seiner Rinder leben im natürlichen Verband das ganze Jahr draußen, die Kälber sind bei ihren Müttern, alle haben Hörner und sie müssen nicht in den Schlachthof, weil Herr Meier selber schießen darf. Den Rest der Woche leben wir vegan.

Ich stimme Ihnen voll zu!

Ich stimme Ihnen voll zu! Ich habe so ein grade enthorntes Kälbchen mit blutigem Lappen um den Kopf schreiend im Stall schon gesehen (ich kam grade zum Milch kaufen - das verging mir dann).
Und danke, dass Sie die Uria-Rinder erwähnen! Es gab mal einen tollen Fernsehfilm darüber!

Bin Ihrem link gefolgt und echt voll beeindruckt was da so zu lesen ist: "Man darf Frau Raether nicht einfach gepflegt vor den Koffer schiffen, wenn man sie mal im Flughafen antrifft, nur weil es Frau Raether ist. Nun, eine legitime Meinung. Ich persönlich denke aber, dass man ruhig auf Frau Raethers Gepäck urinieren kann." Echt super argumtativ und so wissenschaftlich fundiert.
Guter Tipp : Gleich in die Vollen gehen und nicht nur (wie angekündigt) das Abo, sondern gleich auch die Kommentarfunktion kündigen. Quasi Totalboykott fürs gequälte Tier.

Ich geb' mich geschlagen

Ich geb' mich geschlagen (bevor Sie demnächst noch auf welt-online verlinken) und leiste Abbitte.
Und ehrlich, wer könnte es besser formulieren, wenn's um Wahres und Gutes geht, als Wiglaf Droste: "Uhus, Störche, Wiedehöpfe / kommen mir nicht in die Töpfe / Spinnen, Kakerlaken, Zecken / sollen niemandem mehr schmecken / Tintenfisch und Mantarochen / sollst Du ehren und nicht kochen! / Orang-Utans und Primaten / darfst Du streicheln, niemals braten! / Siehst Du eine Taube trudeln: / Laß sie leben. Komm! Iß Nudeln!"

Das Niveau des Graslutscher-Textes ist unterirdisch und eher als das Aufheulen der Vegetarier/Veganer Gemeinde zu verstehen. Für mich auch ein Zeichen dafür, dass Frau Raether den Finger in eine Wunde gelegt hat.
Ein Zeitungsabo deswegen zu kündigen, ist so albern wie infantil und Ausdruck einer Haltung, die keine andere Meinung neben der eigenen zulassen will.
Zu Horsti Schmandhoffs Zitat Drostes möchte ich hier noch den Link hinzufügen, damit der Leser in den Genuß des ganzen Textes kommt.
http://www.spiegel.de/spi...
Abschließend dies: wer auf Fleisch verzichten möchte, kann dies gerne tun. Militanz jedoch, und sich im Besitz der Wahrheit wähnen, hat so etwas Deutsches und Weltverbesserndes an sich, bei dem mir leicht unwohl wird.
Ist es der Fluch des Bewußtseins, mit dem der Mensch sich vom (Raub-)Tier unterscheidet? "Ich denke, also darf ich keine Tiere essen"?

Niemals hätte ich erwartet, so einen wissenschaftlich unfundierten Artikel voll von verquerer "Meinungsethik" in der Zeit zu lesen. Gerade die in der Zeit immer wieder gut recherchierten und aus ethischer Sicht umfassend beleuchteten Themen machten sie bisher zu einer meiner Lieblingszeitungen. Und dann das. Diese selbstgestrickten, ja, wie soll ich das nennen, eigenartigen und bemühten Winkelzüge, um eine Logik für Fleischkonsum zu generieren. Ich habe mein nun 10 Jahre bestehendes Abonnement sofort gekündigt, das ging leider wirklich nicht anders. Dieser Artikel spricht Bände über den redaktionellen Anspruch an Artikel. Vielen Dank für die 10 Jahre voller spannender Informationen und herrlicher Reportagen.

Frau Warander, vielen Dank! Sie sprechen mir aus der Seele! Und genau wie Sie habe ich vor, aufgrund des beiliegenden ZEIT-Magazins der letzten Ausgabe, mein Abo zu kündigen. Für eine Stammtischmeinung mit Argumenten, die bereits mehrfach widerlegt sind und wissenschaftlich völlig unfundiert, muss ich wirklich nicht die ZEIT abonnieren. Meine Lieblings-Stelle der Print-Ausgabe, die alle anderen Aussagen toppt, ist die, an der Fleischkonsum tatsächlich und ernst gemeint mit Sex verglichen wird - fleischliche Lust, alles klar. Da habe ich mich gefragt: vielleicht ist dieser ganze Artikel ein Witz? Denn diesen Vergleich ziehen ja auch Kabarettisten und Comedians, die sich über Vegetarismus lustig machen. Aber, ganz ehrlich, da gebe ich mein Geld lieber für Jürgen von Lippe-Karten aus in Zukunft - da werde ich wenigstens gut unterhalten.

Ich habe hier selten...

... einen dergestalt unwissenschaftlichen Artikel gelesen, der die Existenz bestehender Studien, wie der China Study, wahllos nivelliert und durch seine volksverdummende Alogik beschämt! Die polemischen Argumente klingen, als würden sie irgendwo aus den Tiefen des 19. Jahrhunderts in die Gegenwart katapultiert, um alte Ressentiments zu schüren und die empirische Wirklichkeit zu verleugnen - samt des altruistischen Menschenbilds.

via ZEIT ONLINE plus App

Nun, gerade die Chinastudy sagt das Gegenteil dessen aus, was sie vorgibt. Wissenschaftler, die sich die Zahlen ansahen, fanden nicht einen statistisch signifikanten Wert, der belegen kann, dass Vegetarisch einen gesundheitlichen Vorteil bringt. Denken sie an die allergrößte Studie, die EPIC: Keinerlei Vorteil von Obst und Gemüse auf die Gesundheit, obwohl diese Megastudie genau dieses belegen sollte.

Seit vielen Jahren befasse ich mich wissenschaftlich mit dem Thema der nachhaltigen Ernährung und bin entsetzt diese substanzielle Debatte zum Fleischkonsum im Artikel „Ran an die Buletten. Über die guten Gründe Fleisch zu essen“ von Elisabeth Raether ins Reich der „zusammengegoogelte Gerüchte“ verwiesen wird.
Nun kann man natürlich Gedankenspiele darüber anstellen, ob eine vegetarische oder vegane Ernährung für alle, immer und weltweit Sinn macht. Dass aber der Fleischkonsum in westlichen Ländern sinken muss ist unbestritten. Stichwort Umweltschutz und Welternährung: Zur Produktion von tierischem Protein ist ein Vielfaches an natürlichen Ressourcen notwendig. Die Produktion von Fleischprotein im Vergleich zur Produktion von Sojaprotein erfordert je nach Produkt 6-17 mal mehr Land, 6-20 mal mehr fossile Energie und 4-26 mal mehr Wasser (Reijnders und Soret 2003).
Allerdings habe ich ernsthafte Zweifel, ob der Aufruf zu einem „Weiter so!“ die Absicht von Elisabeth Raether war, denn interessanterweise scheint die Autorin ja eine Menge der Überzeugungen zu teilen, die Menschen dazu bewegen, vegetarisch zu leben.
Warum man dafür Vegetarier, die i.d.R. für dieselben Ziele eintreten nur in anderer Konsequenz abwerten muss, entzieht sich allerdings meinem Verständnis.
Dies ist umso bedauerlicher, als dass der Artikel es versäumt, über den Konjunktiv hinauszukommen und mit einem deutlichen Statement zu schließen, das über den Konsum von Stierhoden und Vegetarier“bashing“ hinausgeht.

hören sich an wie argumente für den kindergarten

Fleischessen hat dramatisch perverse formen angenommen, weshalb es notwendig ist, über eine wendung um 180 grad nachzudenken, also vegane ernährung.

Fleisch ist günstiger als gemüse ... das ist eine erscheinung die pervers ist: es ist einfacher ein leben zu nehmen, wenn auch mit wenig schmerz verbunden, obwohl: was können wir menschen wissen über das sterben einer kuh durch einen schlachter, der im akkord arbeitet, wenn wir über unser eigenes sterben lieber nichts wissen wollen und unsere angehörigen beim sterben nicht begleiten wollen, weil der gedanke unerträglich ist!

Gemüse und getreide brauchen pflege, nicht nur mit pflanzenschutzmitteln und sprühdüngern. Nur wenige kennen die geduld, die es braucht, um die pflanzen wachsen zu sehen bis zur ernte. Alle argumente kommen durch ein leben mit dem verständnis, dass fleisch essen gut ist. Jedoch nicht jeden tag und in diesen mengen. Und ja, es besteht ein gleichgewicht zwischen menschen, tieren und pflanzen und anbauflächen.

LEIDER IST BEI UNS DIESES GLEICHGEWICHT SCHON LANGE ZERSTÖRT! Das sieht man in argumenten des berichts. Leider ist man nicht in der lage ein paar andere gedanken aufzunehmen in die welthungerdiskzssion: 1,1 milliarden menschen hungern in der welt, während 1,1 milliarden fettleibig sind, tendenz steigend ...

via ZEIT ONLINE plus App

gerade von der ZEIT erwarte ich solche Artikel - einen anderen Standpunkt beleuchten und eine Diskussion anregen.
Das die gewünschte Diskussion teilweise zu einem Shitstorm ausartet liegt fast alleine bei intoleraten Vegs - Kommentare die manchmal einen erschütternd engen Horizont zeigen - eben wie es von Sektenmitgliedern erwartet werden kann.

Zwei Anmerkungen
- so einen Artikel bitte auch mal zu Homöopathie, Bachblütengeschwurbel usw.
- "echte" Veganer haben es schwer - Impfungen sind ja auch tabu für sie. Oder gelten die Grundsätze dann nicht mehr, wenn es um sie selber geht?

Es gibt Menschen, die essen aus ethischen Gründen kein Fleisch. Ich gehöre seit meinem 25. Lebensjahr dazu. Heute bin ich 58 und ein gesunder Mensch. Was musste ich mir nicht alles anhören: von Mangelerscheinungen bis zu Potenzverlust prophezeiten mir meine Kollegen und Freunde mein Vegetarierdasein. Ausgelacht wurde ich auf jeder Grillparty, bekam meinen Salat und Schafskäse. Nie habe ich versucht zu missionieren. Jeder soll das tun, was er mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Nur 15 Jahre aktiver politischer Tierschutz ließen mich hinter die Kulissen schauen und ich sah verdammt viel Elend: die Massentierhaltungen und Schlachthöfe, wo im Akkord getötet und zerlegt wird. Nichts hat sich bis heute geändert, Nur wenn es Fleischskandale gibt denken die Menschen kurz nach und essen munter weiter. Deshalb lässt mich der Artikel kalt. Diese Dame hat zu wenig gesehen oder sie hat keinen Respekt vor dem Leben. Warum man Hoden essen MUSS, erschließt sich mir nicht.

Provkation oder Satire ?

Die "Wirklichkeit" von der Raether schreibt, stellt sich in sämtlichen betroffenen Wissenschaftgebieten anders dar.

Somit kann es bei diesem Artikel sich nur um eine Provokation handeln, um diese wichtige Thema in die Diskussion zu bringen.

Raethers fragwürdige Argumentation erinnert mich die der Atomlobby.Das kann man nicht wirklich ernst meinen.

Fleischreduzierte Ernährung geht übrgiens auch...

Vielen Dank an das Team vom Zeit Magazin, sich einmal ernsthaft mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Ich finde es immer wieder erschütternd, wie in vielen Medien über Tierhaltung, Fleischkonsum und die moralische Überlegenheit der Nicht-Fleischesser berichtet wird.
Laut einer aktuellen Umfrage leben gerade einmal 6,88% (https://www.vebu.de/lifes...), bei intensiven Medienkonsum bekommt man allerdings oft den Eindruck, Fleischgeniesser sind in der Minderheit.
Ich bin natürlich befangen als schweinhaltender Landwirt.
Jedoch stimmt es mich schon traurig, dass viele Argumente gegen Fleischgenuss fachlich falsch sind und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Thema auch gar nicht gewollt ist.
Deshalb habe ich mich über eine kritische und objektive Recherche gefreut. Es wird ja auch einiges kritisiert. Wir Landwirte sind einer Veränderung aber immer offen eingestellt.

Ich weiss, dass es meinen Tieren gut geht, ich weiß, was ich alles für meine Tiere tue.

Erschüttert hat mich aber auch das Nieveau und das nicht Wissen der Kommentare. Bitte googeln Sie wenigsten vorher, bevor hier irgendetwas geschrieben wird, was einfach falsch ist (z.B: "purplemind über Grasnutzung durch Rinder": selbst wenn nicht jede Kuh auf der Weide steht, frist Sie doch das Gras der Wiesen oder nicht?)
Es kann doch nicht sein, dass immer dann wenn eine Recherche nicht der Ideologie entspricht, man nur mit Beschimpfungen antwortet.

Also nochmals Danke Frau Raether für Ihren Mut

Auch wenn die Argumentation nicht gerade schlagend argumentativ untermauert erscheint ist es doch sehr wohltuend, mal eine andere, nicht die ewig: "wir sind die besseren Menschen" Meinung weil ..... zu lesen.

Ich persönlich bin der Meinung, dass JEDE Form eine ins Extrem getriebenen Lebensweise nicht natürlich = nicht gesund sein kann.

Vegetarier und Veganer betreiben diesen Extremismus in ihrer Ernährungsweise, was zwangsläufig einer unnatürlichen = ungesunden Lebensweise entspricht.

Die moralische Aufblähung, sich als die besseren Menschen und -Retter der (Um)Welt hinzustellen, halte ich persönlich für ein klares Indiz dieser bröckligen Hypris. Sonst wäre es unnötig andere, die "bösen Fleischesse", zu belehren, anzugreifen, zu verunglimpfen und in sonstiger Weise höchst intolerant zu behandeln.

Da können die Veganer und Vegetarier von den Fleischessern wirklich noch viel lernen.

Hut ab, Frau Raether!
Bereits am Donnerstag beim Lesen des ZEIT-Magazins, dachte ich mir, das wird einen ordentlichen Shitstorm geben, wenn das online geht.
Es dann noch so pointiert zu verkürzen - sehr schön. Da kocht die Veganerseele, was ja oft eine Vielzahl von Neuanmeldungen im Kommentarbereich nach sich zieht, um seiner Entrüstung Ausdruck zu verleihen. Ob dies tatsächlich durchweg unterschiedliche Kommentatoren sind, wage ich zu bezweifeln.
Zum Thema selbst ist ja hier in den letzten Jahren eigentlich schon alles gesagt worden. Ich bleibe weiterhin bei meinem gemäßigten Fleischgenuss (der tatsächlich in den letzten Jahren geringer wurde - insofern haben die aufgeheizten Diskussionen schon ihre Wirkung gezeigt).
Mein ZEIT-Abo werde ich jedenfalls nicht kündigen, zumal die Zweitverwertung auf dem Kotbrett unseres Hühnerstalles (das Zeitungsformat ist hierfür optimal und schlägt unser provinzielles Tagesblatt um Längen) unbezahlbar ist. Die Hühner danken es uns mit Eiern.

Mich würden die wirklichen Gründe interessieren, die die Autorin dazu bewogen haben, diesen Artikel zu verfassen. Der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht! Soll der Artikel polarisieren oder den Fleischessern mit schlechtem Gewissen dieses nehmen, oder sollte es eine Satire werden? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Dieser Artikel ist auf dem Niveau von grinsenden Schweinen auf Tiertransportern. Wie konnte ein solch hanebüchener Unsinn in den Druck gehen? Die Absurdität von Frau Raethers Argumenten ist bereits in zahlreichen Kommentaren vorgebracht worden. Ich kann mich da nur anschließen. Die infantilen Illustrationen untermalen nur noch den Schwachsinn. Vielleicht sollte Frau Raether sich einen neuen Arbeitgeber suchen. In den Presseabteilungen von Wiesenhof, Tönnies, Strathoff usw. ist sie bestimmt willkommen. Die Zeit stand eigentlich immer für guten und ausgewogenen Journalismus. Hoffe es bleibt eine Ausnahme.

Wenn Fleischesser mal ehrlich sind, graut es ihnen vor dem toten Tier genauso wie den Vegetariern. Deshalb gibt es nur noch Filets und appetitliche Fleischstücke in den Auslagen und auf den Tellern – und kaum noch Innereien. Deshalb hat das Masthuhn heute einen so niedrigen Fettanteil, dass es nach fast nichts schmeckt. Der Ekel vor Blut, Tod und Körpern, ein Zeichen von Zivilisation?

Ich bin dafür, dass Frau Raether mal eine Recherche-Woche mit Hands-on-Experience auf einem "Bauerhof" macht, der von div. Tierschutz-Organisationen für sie ausgewählt wird.
Danach möge sie diesen Artikel bitte noch einmal schreiben.

Zur Einstimmung empfehle ich den PETA-Kanal auf YouTube.

Nach den ersten beiden Punkten zu lesen aufgehört, da ich ungern dummes Zeug lese.
Dass Fleisch essen moralisch höchst fraglich ist, kann doch heutzutage niemand mehr bestreiten. Ich tue selbst genug Dinge, die moralisch nicht in Ordnung sind, kaufe zB in Geschäften ein, in denen man eigentlich nicht einkaufen sollte. Doch ich versuche mein Verhalten nicht durch absolut dumme Argumente zu legitimieren.
Wenn mich dieser Essay nicht so sehr aufregen würde, würde ich gerne dutzende Argumente liefern, warum das Geschriebene absolut lächerlich ist, allerdings würde ich gerne so schnell wie möglich vergessen, dass es Personen gibt, die solchen Dreck von sich lassen und sich dabei auch noch klug vorkommen. Die Zeit sehe ich jetzt leider auch in einem anderen Licht.
Over and out

vermutlich ist die ZEIT nicht auf der Höhe der Selbigen. Ein solch kontroverses und sensibles Thema so einseitig abzubilden ist wirklich alles andere als klug und glücklich. Was -, bzw. ,haben die sich bei der Veröffentlichung des Artikels überhaupt etwas gedacht?
Wenn es da keinen klugen und differenzierten Gegenartikel gibt ist für mich die ZEIT als Medium verloren.

Also für mich ist das kein Artikel sondern ein Kommentar, bzw. die persönliche Meinung von Frau Raether, die zudem nicht wirklich fundiert ist.
ad 1:
Über Moral und Ethik lässt sich nur bedingt streiten, der Eine versucht sich ethisch zu verhalten, der Andere ist vielleicht eher egoistisch veranlagt und weniger empathisch.
So weit ist dieser Punkt in Ordnung.
Bei der 2. Annahme geht es dann aber schon dahin, da weder die Schlachtung noch die Haltung bei dem Großteil der Tiere nicht so abläuft, dass es kein Leid gibt, wie hier postuliert, und dazu gibt es bereits genug Beweise, dass der Tierschutz spätestens im Schlachthof aufhört.

ad2:
Frau Raether widerlegt in diesem Absatz nicht die These, die oben drüber steht sondern beschäftigt sich mit etwas völlig anderem und das zudem unlogisch.
Der Verbraucher ist also schuld am Preis aber es bringt nichts, wenn er boykottiert?
Das hinkt schon sehr...

ad 3:
Völliger Quatsch, als ob man nur mit Fäkalien ökologisch düngen könnte. Zudem wird mal völlig verschwiegen, was diese Unmengen von Fäkalien sonst für Auswirkungen haben, z.B. Verseuchung von Grundwasser und Übersäuerung von Böden. (steht so übrigens auch in ihrer eigens verlinkten Quelle von Punkt 4)

und weiter gehts wg Platzmangel:
ad 4:
Das klingt sehr nett, aber wenn man hier auch mal den letzten Satz der von Frau Raether selbst verlinkten Quelle mal auch mit angibt steht hier "Eine solche extensive Viehhaltung (=die Weidehaltung) ist allerdings kaum möglich, will man die aktuelle Nachfrage nach Rindfleisch weltweit decken."

ad 5:
Auch hier wird die Annahme wieder nicht widerlegt sondern sich über etwas völlig Anderes ausgelassen. Wieder einmal ist es völlig egal ob das EU Politik oder sonst was ist. Fakt ist, dass für Futter- Soja Regenwald gerodet wird.
Und obendrein stimmt es immer noch, dass man viel mehr füttern muss, als man rausbekommt.

ad 6:
"Gesünder", nun, bei Ernährung lässt sich etwas so einfach nicht sagen, da sind die Faktoren zu viele und letztendlich kann man jede Form der Ernährung auch sehr schlecht betreiben.
Diverse Erkrankungen die wissenschaftlich mit tierischen Produkten in Verbindung gebracht werden (z.B. Darmkrebs, Probleme des Herz Kreislaufsystems, Harnsäureprobleme) vermeidet man bei vegetarisch oder veganer Ernährung auf jeden Fall. Und dazu kommt noch, dass man keine Unmengen von Antibiotika oral zu sich nimmt.
ad 7:
Ja wunderbar, stecken wir den Kopf in den Sand und ignorieren den Irrsinn, der in der heutigen Massenhaltung geschieht, weil "es schmeckt ja so gut". Dieser Punkt ist kein Argument sondern ein großes "ist mir egal"

Selten habe ich einen derart niveaulosen Artikel gelesen (aber ich lese ja auch nicht die "Bild"). Schon die Aussage der Autorin "Es gibt wenige Untersuchungen und wenige empirische Ergebnisse zur Gefühlswelt von Tieren" macht klar, wie wenig sie sich in der Materie auskennt. Es gibt haufenweise Untersuchungen und empirische Ergebnisse. Ich verweise beispielhaft auf die "Cambridge Declaration on Consciousness".

Liebe Frau Raether!

Noch können sie klarstellen, dass sie den Artikel gar nicht geschrieben haben, sondern aus Zeitmangel ihren kleinen Neffen baten, er solle seine Ansicht zum Thema in ihrem Namen schreiben.

Denn spätestens ab dem Satz :" Es gibt wenige Untersuchungen und wenige empirische Ergebnisse zur Gefühlswelt von Tieren.......",; meint man, dümmer geht es gar nicht mehr!
Wenn man aber bis Punkt vier und fünf weiterliest, bemerkt man den Irrtum schnell.

Also, bitte klären sie die Leserschaft über dieses Missverständnis auf!

Ich musste mich noch einmal vergewissern, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Artikel in der Zeit handelt - und ich nicht unabsichtlich auf die Seite der Heute-Zeitung gestoßen bin. Ich hätte nie gedacht, dass die Zeit - von deren gut recherchierten Artikeln ich immer begeistert war - so einen Artikel publizieren würde. Wenn die Autorin dieses Artikels Fleisch essen will, fein. Wenn sie den nicht-Konsum von tierischen Produkten kritisch hinterfragen möchte, gut. Aber bitte nicht auf solch verantwortungslose Art und Weise (es geht immerhin um Lebewesen !)

Ich bin fassungslos über diesen Artikel. Selbst als Nicht-Journalistin hätte ich einen besser recherchierten Artikel hingebracht. Ich könnte zu jedem Punkt etwas sagen, denn jeder enthält absurde Argumente. Ich möchte hier nur exemplarisch auf Punkt 4 eingehen "Zwei Drittel der weltweit landwirtschaftlich genutzten Flächen sind Grasland." Was soll das beweisen? Dass man mit diesem Gras Kühe füttern kann? Ich komme aus einer ländlichen Gegend: Auch auf dem Land stehen die meisten Kühe das ganze Jahr im Stall und bekommen Kraftfutter und kein Gras, weil sie sonst die Milchleistung nicht erbringen können!!! Bitte besuchen Sie doch wenigstens einmal einen Kuhstall bevor Sie so einen Artikel schreiben. Das ist wirklich nicht zu viel verlangt. Ich bin wirklich fassungslos und werde mir nie wieder eine Zeit kaufen!

Absurderweise sind die mit Kraftfutter vollgestopften Kühe total ausgemergelt ob der irrsinnigen Milchproduktion, die die Tiere zu häßlichen Industrieprodukten herabwürdigt. Und sie vertragen diese Fütterung nicht mal gut und sondern deswegen viel Methangas ab.
Und die ZEIT kaufe mir trotzdem - es gibt auch ab und an gegenteilige Artikel vernünftiger Autoren ...

Es ist schon sehr spaßig, die Reaktionen hier zu lesen. Dieser Artikel ist genau die richtige Antwort auf unzählige Beiträge aus der V-Ecke, die genau so die Dinge vereinfachen, damit das Weltbild passt. Insofern ist der Bericht als Blick in den Spiegel für manchen bestens geeignet. Ein erfrischender Gegenpart zur Flut der Beiträge aus der Feder von "Fleischhassern".

Soll das Satire sein?

Ich kann gar nicht beschreiben, wie oberflächlich und schlicht niveaulos dieser Artikel ist.
Allein die Tatsache, Menschen zum Fleisch essen zu motivieren...Warum? Ach ja, richtig, der Dünger. Dieses Argument stellt natürlich jeden Grund vegan zu leben in den Schatten.
Vielleicht nächstes Mal ein wenig informieren bevor hier so ein Müll veröffentlich wird.
Kein einziges Argument mit Sinn und Niveau. Nichts als ein gescheiteter Versuch der Selbstrechtfertigung.

via ZEIT ONLINE plus App

Ich habe die ZEIT vor 25 Jahren abonniert, weil sie komplexe Themen ausführlich hinterfragt und von verschiedenen Seiten objektiv beleuchtet. Dieser Artikel gibt nur die Vorurteile von Fleischessern wieder und hat sich weder mit den Auswüchsen der Massentierhaltung noch mit dem Anliegen des Veganismus wirklich ernsthaft auseinander gesetzt. Das hat Bildzeitungsniveau! Der längere Text in der Print-Ausgabe ist zwar weniger reißerisch, aber auch kein guter Journalismus. Nach früheren Enttäuschungen (Guttenberg-Interview, doppelte Stimmabgabe bei der EU-Wahl) war dieser Artikel für mich der Anstoß, dass ich vor 10 Minuten mein Abonnement gekündigt habe.

Hallo Margitt,
Ich bin sehr froh über Ihre Meinung, ich sehe das genauso!
Nach längerem Überlegen war ich mir sicher, dass ich in der Zeit wirklich noch nie einen guten oder wenigstens ausführlichen Artikel über Vegetarismus oder Veganismus gelesen hatte. Und das bei dieser ökologischen, politischen ökonomischen und ethischen Relevanz! Und dann das. Ich habe ebenfalls sofort mein Abo gekündigt, ein Freund genauso. Ich hoffe, die Zeit merkt etwas. Viele Liebe Grüße,

Lisa

Zu 4.:
Kühe essen nur Gras. Sie werden nicht mit Getreidemonokultren vollgepumpt...
In Latein Amerika wird auch kein Soja angebaut das zu Mastzwecken billig nach Europa und die USA exportiert wird.

Diese Ackerflächen sind verschwendet... für deutschen Fleischkonsum.

Und wenn sie ernsthaft behaupten, dass Kühe nur Gras essen, dann falten ihre Zitronenfalter ihre Zitronen.
Selbst eine Artgerecht gehaltene Kuh wird in den letzte Tagen mit Kraftfutter auf Schlachtgewicht gebracht. Und das alle Kühe eine Weide gesehen haben haben sie wohl auch von "Landliebe" gesteckt bekommen...

Wahnsinn.
Völlige Sprachlosigkeit.
Ich habe nun wirklich noch nie, niemals nie nicht einen derart lumpig recherchierten Artikel gelesen.
Wie kann man nur jeglichen Funken journalistischer Verantwortung so dermaßen über Board werfen?
Sehr enttäuschend ist in meinen Augen auch die Tatsache, dass die "Zeit" sich offensichtlich nicht zu schade ist, für einen Bericht, dessen Maß an Polemik, Einseitigkeit und falschen Aussagen selbst den Redakteuren der "Bild" die Schamesröte ins Gesicht treiben würde.
Es ist bei einer Fragestellung wie dieser UNMÖGLICH eine derartige schwarz/weiß Stellung einzunehmen.
Allerdings ist eine objektive Hintergrundrecherche anstrengend und mit extrem viel Aufwand verbunden.
Man müsste dazu Lehrbücher der praktischen und theoretischen Ethik, der Ernährungswissenschaft und der Medizin, sowie der Ökologie und Soziologie uvm. wälzen....ODER man schreibt einen Haufen Mist, der nicht einmal an der Oberfläche der Thematik kratzt und von Subjektivität nur so trieft.
Dafür hat man polemisiert und die Kommentarleiste glüht.
Herzlichen Glückwunsch zum Verlust ihrer journalistischen Integrität!
Elisabeth Raether, die deutsche Ann Coulter.

Nach diversen Artikeln bei zeit-online über Vegetarismus und Fleischkonsum die mir doch recht positiv in Erinnerung geblieben sind muss ich es hier einfach mal drastisch sagen: was für ein schwachsinniger Artikel ist das denn bitte?
Nur um mal auf ein paar Punkte ganz kurz einzugehen...
zu 2.: natürlich muss die Lebensmittelindustrie dafür kritisiert werden und das findet auch regelmäßig statt. Nichtsdestotrotz hat der Verbraucher es selbst in der Hand welche Produkte er kauft und sobald der Bedarf an Billigfleisch schrumpft (sich damit also kein Geld mehr verdienen lässt) werden Wiesenhof und Co. ganz automatisch umschwenken (müssen).
zu 3.: aktuell wird so enorm viel Gülle produziert dass wir im warsten Sinne nicht wissen wohin mit dem ganzen Scheiß. Vielfach ist eine Überdüngung zu beobachten die enorme Auswirkung auf das Ökosystem hat. Mal ganz davon abgesehen, dass unsere aktuelle Gesellschaft doch "ein wenig" entfernt ist vom "totalen Veganismus". Darin also ein Problem zu sehen ist bei der aktuellen Situation doch mehr als bizarr.
zu 4.: oh ja natürlich die friedliebenden Kühe auf der Weide quasi wie im Werbespot. Wir blenden also sämtliche anderen Tiere aus der Massentierhaltung mal aus die von vorne und hinten mit proteinreichen Soja vollgestopft werden um möglichst schnell zu wachsen. Und ja die enormen Mengen an Futtermittel müssen tatsächlich auch irgendwo angebaut werden...

Liebe Frau Raether,

das ist ein ganz schöner journalistischer Dummsinn den Sie hier verzapfet haben. Da weiß man gar nicht wo man mit der Kritik anfangen soll.

ABER: Sie können sich meinen Respekt zurückverdienen.

Treffen wir uns und Sie schlachten uns wahlweise ein Huhn oder Hasen. Den nehmen Sie aus und wir braten ihn und essen ihn gemeinsam. - Ich mache da gerne eine vegetarische Ausnahme.

Wenn Sie das können, dann dürfen Sie auch eine solche Meinung vertreten wie hier beschrieben. Das ist dann völlig legitim. Und dann, ja dann diskutiere ich gerne mit Ihnen über den Sinn und Unsinn veganer Ernährung.

Da ich, wie Sie auch, in Hamburg wohne, sollte das kein großer Akt sein. Ort und Zeit Ihrer Wahl. Wir können das dann fotografisch und sonstwie dokumentieren und veröffentlichen. - vielleicht wollen ja noch andere hier mit dabei sein.

Damit stehen Sie zu Ihrem geschriebenen Wort.

Haben Sie den Mut?

Ich freue mich auf Ihre Nachricht.
Ihr Christian Knips

Verehrte Chefredaktion der ZEIT,
ich lese diesen Artikel in Ihrer Wochenzeitung, die ich seit TTIP- und Ukraine-Berichterstattung etwas kritischer betrachte und traue meinen Augen nicht. Welcher Drittmittelgeber sponsort denn so einen, verzeihen Sie meine Wortwahl, anachronistischen Schwachsinn? Das ist nicht seriös! Haben Sie denn nicht in Sachen moderner Ernährungswissenschaft so gründlich recherchiert, dass Sie es besser wissen könnten? Ich glaube eher, Ihre Autorin hat im Frühsommer begeistert ein Grillmaster-Diplom gemacht. Da kommen Fremdschämgefühle auf und das jahrelange Vertrauen in Ihren Journalismus schwindet.

Viele machen hier wieder den gleichen Gutmenschenfehler, der immer wieder und wieder gemacht wird. Nicht der Nahrungsmangel ist das Problem, sondern die massive Überbevölkerung in bestimmten Regionen, welche heute schon unseren Planeten zugrunde richtet.

Sie verstehen einfach keine Exponentialfunktionen, ganz simple Mathematik.

Nahrungsknappheit -> Umstellung auf vegane Kost für alle Menschen -> mehr Nahrung -> mehr Menschen -> Nahrungsknappheit.

deshalb eher das Gehirn einschalten und endlich erkennen, dass es nur 2 realistische Lösungswege gibt:

1. Nahrungsknappheit -> Geburtenkontrolle (alles was überhalb des Selbsterhaltungssatzes von 2.1 Kindern pro Frau liegt wird verboten, bzw. Zwangsabgetrieben) -> Problem gelöst

oder

2. Nahrungsknappheit -> Krieg -> Problem gelöst

Was wollen Sie?

Diejenigen, die glauben, dass der Mensch einen vollständig anderen Ursprung hat als die Natur und das es da keinen Zusammenhang und keine fließenden Übergänge gibt und dass man über alle Anderswesen nichts wissen kann, glauben wahrscheinlich auch, dass die Welt in 6 Tagen erschaffen wurde ...

Zu Annahme 1.
Dass man etwas nicht weiss, dürfte bei einem so hochintelligenten Wesen, wie der Mensch, dazu führen, in Verlegenheit zu geraten. Wissen wir, was die Tiere darüber denken, was der Tod für uns bedeutet? Wissen wir selbst das?
Da wir zu wenig wissen, sollten wir logischwerseise zunächst davon ausgehen, dass es genauso viel bedeutet wie für uns. Die Beweispflicht, dass es eventuell anders ist, hat derjenige, der tötet, nicht derjenige, der getötet wird.
Ich kann durchaus davon ausgehen, dass Ihr Tod, Liebe Autorin, für Sie nichts bedeutet. Jetzt beweisen Sie mir schnell, dass es anders ist, sonst töte ich Sie auf der Stelle, weil mes ja irrelevant ist.
Typisch "mensch" (Kleinschrift ist absichtlich).

Diese Annahmen sind völlig willkürlich. Zunächst Antworten verfasst, dann "entsprechende" Fragen gestellt. Das ganze auf einem Kindergartenniveau - bitte Kinder um Entschuldigung, manche könnten sich beleidigt fühlen.
Identisch ist der katholische Katechismus verfasst. Man geht davon aus, dass es den Gott zweifelslos gibt und erwartet von Andersdenkenden Beweise, dass es ihn nicht gibt.
Jeder ist frei, an einen Wurstgott zu glauben. Manche glauben an Plastikgott oder an einen Machogott. Das aber auf katechetische Art in einer seriösen (???) Zeitung darzulegen, ist nicht mal lächerlich.

Fragwürdige Argumentation II
Zu 2.: Der Duden definiert Boykott als " (...)b. (besonders durch passiven Widerstand) die Ausführung von etwas ablehnen und erschweren oder zu verhindern suchen; c. zum Ausdruck der Ablehnung bewusst meiden (...)". Insofern ist die Bezeichnung "Boykott" durchaus treffend. Sie sprechen mit der Bezeichnung als "Geste" individuellem politischen Handeln generell Bedeutung ab. Zählt es, wenn ICH wählen gehe? Wenn jeder dies verneinte, ginge keiner mehr wählen und wir hätten keine Demokratie mehr. Und Vegetarier/Veganer (interressante Verallgemeinerung) schieben es keinesfalls nur dem Verbraucher in die Schuhe, der ja die Nachfrage erzeugt. Die Lebensmittelindustrie ist da ebenfalls zu kritisieren und wird auch kritisiert.
Zu 4.: Weltweit werden 2/3 der Getreideproduktion an Nutztiere verfüttert. Diesen Umweg könnte man sich doch sparen, oder? Die Frage nach der Gesundheit vegetarischer/veganer Ernährung stellen Sie ja später noch, vorrausgreifend möchte ich nur erwähnen: Nicht nur tierische Proteine ernähren die Menschheit.

Fragwürdige Argumentation III
Zu 5.: Die EU als Schuldigen vorzuschieben ändert nichts an der Aussage. Eine Lösung wäre, die EU-Politik zu ändern, eine andere Fleischkonsum zu verringern. Was daran "offensichtlich" sei, die Politik in Frage zu stellen und nicht den (eigenen) Fleischkonsum zu reflektieren, bleibt ungeklärt.
Zu 6.: Statistisch gesehen ernähren sich Vegetarier/Veganer gesünder als Fleischkonsumenten. Da dies auch an fehlender Beschäftigung mit Ernährung liegt, ist dabei jedoch zu beachten. Wenn man sich jedoch mit Ernährung und Ernährungsempfehlungen beschäftigt, kann man sich auch die Frage nach dem Sinn von Fleischkonsum stellen. Und dass Fleischkonsum gesünder sei, ist noch viel weniger bewiesen. Dazu besonders zu empfehlen ist die Lekütre von Campbell und Campbell: China Study, einer groß angelegten, wissenschaftlich fundierten Betrachtung veganer Ernährung, welche besonders den Zusammenhang zwischen tiereiweißreicher Ernährung und chronischen Krankheiten in den Mittelpunkt stellt.

Fragwürdige Argumentation IV
Zu 7.: Warum haben Sie diese Behauptung aufgenommen? Damit Sie quantitativ mehr Argumente "entkräften" können? Oder weil es immer drei oder sieben sein müssen?
Am Ende bleibt eine fragwürdige Argumentationslinie, welche Verantwortung abzuschieben versucht, wissenschaftliche Lücken zu Gunsten des Fleischkonsum auslegt und bei der grundlegenden tierethischen Frage Sach- und Werturteile höchst farlässig vermischt. Es bleibt also ein Versuch der Rechtfertigung von Fleischkonsum, welche bei näherer Betrrachtung kaum zu halten seien wird.
(Bitte entschuldigen Sie die Unordnung, ich kam mit dem Kommentarsystem leider noch nicht zurecht.)

Fragwürdige Argumentation I
Sehr geehrte Frau Raether,
leider ist Ihnen da nur eine eher fragwürdige Argumentation gelungen.
Zu 1.: Ihren Argumenten folgend könnte man sagen, dass das Gegenteil ebenso gilt. Die Annahme, man dürfe Tiere töten, beruht ebenfalls nicht auf Fakten. Sie sprachen an, dass es umstritten ist, inwieweit Tiere wärend des Tötungsvorganges an sich leiden. Somit könnte man das ethische Argument gänzlich aus der Debatte streichen. Das ist jedoch ein großer Fehler, da Sie nicht zwischen Wert- und Sachurteil unterscheiden. Nach der Logik, man dürfe töten, wenn es schmerzfrei sei, dürfte man ja auch Menschen töten. Vielmehr sollte hier die Frage nach dem Wert des Lebens an sich gestellt werden. Insbesondere ob es gerechtfertigt ist, ein Tier zum Zweck des Lustgewinns (hier: Geschmack) zu töten. Sachlich lässt sich dies nur schwerlich begründen, da es sowohl quantitativ als auch qualitativ mehr als genug Alternativen zum Fleischkonsum gibt. Außerdeme kann man von der bestehenden Massentierhaltung schwerlich behaupten, sie liefe ohne Leid für die Tiere ab.

Uiuiui, da stellen sich ja selbst einem Fleischesser angesichts solch abstruser Argumentation die Nackenhaare hoch. Auch ohne fundiertes Hintergrundwissen wage ich zu behaupten, dass Massentierhaltung in dem von Vegetariern und Veganern oft kritisierten Maße nicht auf dem von Ihnen beschriebenen Grasland stattfindet, sondern diese anscheinend unfassbare Zahl an Tieren auf geringem Raum in Ställen gehalten und mit Futtermitteln aus der ganzen Welt zur schlachtreife gebracht werden. Ohne Ackerland für dieses Futter geht da vermutlich nicht viel. Ich wäre sehr daran interessiert zu erfahren welche Quellen Sie für solche Thesen herangezogen haben, Frau Raether. Oder wollen Sie uns weismachen, Sie hätten lediglich einen "well educated guess" abgegeben?

1.u. 2. Das Problem ist

1.u. 2. Das Problem ist nicht nur der Tod des Tieres, sondern die Art und Weise, wie es gelebt hat. Und daß das Leben dass unsere Nutztiere zumindest in Massentierhaltung führen ist nicht schön. Abgesehen davon ist ( ob willentlich oder nicht) JEDES Lebewesen bestrebt, sich selbst am Leben zu erhalten. Und zumindest alle Wirbeltiere wissen, was Schmerz ist.

3. Nicht nur Tierexkremente können für natürliche Düngung eingesetzt werden. Es gibt auch Gründüngung. Außerdem erschließt sich mir nicht, wie vornehmlich Stickstoffdünger liefernde Tierexkremente mit Phosphatdünger gleichgesetzt werden.

4. und 5. Der Großteil der hier gezüchteten Nutztiere weidet aber nicht. Sie leben in Ställen und werden mit heran gekarrten Kraftfutter gefüttert. Das ist billiger, aber auch weniger umweltschonend. und ja, das ist so, weil wir eben keine 6 Euro für 500 Gramm Hack bezahlen wollen. Wir können auf die böse Politik warten, oder selber was tun. Was ist wohl Erfolgsversprechender?

6. Meinedwegen. UNgesünder ist es aber auf keinen Fall. ;)

Wenn ich mit pflanzlicher Ernährung genau so gesund bleibe, wie mit teilweise fleischlicher Kost, dann liegt das doch eigentlich am Gemüseanteil und nicht am Fleisch, das ja offensichtlich keinen Unterschied macht. ;)

"3. Nicht nur Tierexkremente

"3. Nicht nur Tierexkremente können für natürliche Düngung eingesetzt werden. Es gibt auch Gründüngung."

Das Ergebnis des Verdauungsprozesses gerade von Pflanzenfressern ist mit Gründünger nicht vergleichbar. Der Ertrag aus Mist und Gülle ist um Welten ergiebiger. Ein Punkt welchen nur erfahrungsfreie Großstädter nicht sehen können.

Nach meiner Meinung liegt die Zukunft in ökologischer, regionaler & kleinteiliger Landwirtschaft. Vegetarische, insbesondere vegane Lebensweise, stehen einer sinnvollen Neu- und Weiterentwicklung dieser entgegen.

Die Masse der weltweiten Anbauzonen ist ohne Tierhaltung & -nutzung nicht tragfähig zu bewirtschaften.

Fleischlose Lebensweise zementiert somit nur die derzeitige Abhängigkeit der Menschen von Großkapital und Konzernen, nur mit anderem Etikett.

Darüber sollten Sie einmal nachdenken.

Super Artikel. Bin erstaunt und positiv überrascht, daß man solche relativ objektiven Artikel in der ZON veröffentlicht. Danke dafür!

Die Autorin tut mir allerdings leid, weil jede Menge Extremisten über sie herfallen werden. Aber: die schweigende Mehrheit ist auf ihrer Seite!

Danke!

Die Fleischlobby und ein riesiger Marketing und Werbeapparat verhindert eine wichtige und verantwortungsvolle Aufklärung und Diskussion zu diesem Thema. Der anscheinend wissenden Autorin, dürfte entgangen sein, dass der Verzehr von tierischem Eiweiss bei entsprechender Disposition kanzerogen ist, häuftig zu koronaren Herzkrankheiten und zu Diabetes führt. Ganz abgesehen davon ist die Massentierhaltung eine tierethische und ökologische Katastrophe (Methanausstoss etc.) noch ungahnten Ausmasses. Schon heute wissen viele Massentierbetriebe nicht mehr wohin mit den Exkrementen der Tiere. Ich kann nur davor warnen den 7 Gründen der Autorin uneingeschränkt Glauben zu schenken. Gott sei Dank haben wir bei wirklichem Interesse unzählige Quellen, die uns über eine zeitgemäße Ernährung, die meiner Meinung nach vegetarisch orientiert sein sollte, zu informieren.

8. Wenn ein Feld für den

8. Wenn ein Feld für den Anbau gepflügt wird, sterben eine ganze Menge Kleintiere: Mäuse, Hamster, Maulwürfe, Würmer, Insekten. Außerdem: wer in unserer hochzivilisierten Welt lebt, Technik und Infrastruktur mitbenutzt - was für Veganer sogar notwendig ist, wenn sie sich abwechslungsreich und halbwegs gesund ernähren wollen - ist mit für das Artensterben verantwortlich. Wenn Veganer und Vegetarier das Töten von Tieren aus unserer technischen Umwelt eliminieren wollen, ändert das nichts daran, dass auch der vegan-vegetarische Lebensstil den Tod von Tieren bewusst in Kauf nimmt.

Merkwürdige Argumentation. Es hat nie jemand behauptet, dass Veganer nicht auch mal eine Ameise tottreten, einen Igel überfahren würden etc. ABER sie machen sich nicht mitverantwortlich für die systematische, tierquälerische Ausbeutung von Tieren in der industriellen Massentierhaltung nur damit sie das Fleisch essen können. "Kleiner", aber feiner Unterschied, wa?
Und außerdem: was maßen sie sich eigentlich an Veganer dafür zu verurteilen, wenn sie offensichtlich freimütig selbst tierische Produkte konsumieren? Sie tun gar nichts, andere tun etwas, deshalb sind die anderen schlecht? Merken sie was?

Da sind Quecksilber, Nemathoden und unfruchtbar machende Hormone in Fisch, Antibiotika in Fleisch, Vogelgrippe, Schweinepest, Rinderwahn, Maul und Klauenseuche natürlich die bessere Wahl. Ein bisschen gequält werden sollten die Tiere natürlich auch noch vorher durch den Transport oder unwürdige Haltung, nicht gleich getötet, wie die männlichen Küken.
Aber der Weizen! Oh, der Weizen... ach, den gibts auch Bio?

@bernhand1964 Wie gesagt, Weizen ist das schlimmste, da seit 1985 eine jaaanz neue Sorte im Umlauf...

@kapla Denken mal nach, warum so viele Kerne giftig sind. Tipp - Pflanzen haben was dagegen, dass die gegessen werden. Es gibt durchaus Tiere die sich an die Gifte anpassen können (Vögel, Mäuse usw.) wir aber nicht. Wir sind nicht so schnell wie Mäuse und nicht so lange hier wie Vögel. Stattdessen sollten wir unsere Köpfe einsetzen und bestimmte Produkte meiden. Und bitte, verwechseln Sie nicht Grundsätzliches (wir können der Krieg gegen Pflanzen nicht gewinnen) mit Problemen die durch unsere Idiotie (Rinderwahn) und Geiz (unwürdige Haltung etc.) entstehen sind aber lösbar.

Man muss nicht Vegetarier und schon gar nicht Veganer sein, um gesund zu leben. Aber wenn es um das Wohl der Tiere der Umwelt geht, liegt die Verantwortung auch beim Konsumenten. Mann muss ja nicht täglich Fleisch essen. Lieber den Fleischkonsum reduzieren und teures Biofleisch kaufen. Ich glaub schon, dass Boykott von Billigfleisch funktionieren würde, wenn jeder bereit wäre mehr auszugeben. Damit tun wir auch unserer Gesundheit was Gutes. Weniger Antibiotika und Östrogene im Trinkwasser etc. Vote with your dollar.

Ich habe es getestet und keinen merklichen Unterschied zwischen dem heiligen Biofleisch und den Angeboten von Aldi & Co. festgestellt. Warum sollte ich also Discounter boykottieren?

Wenn "Antibiotika und Östrogene im Trinkwasser " ein Problem wären, hätten wir das in den letzten 20 Jahren ja wohl bemerkt. Stattdessen ist die Lebenserwartung in D stetig angestiegen.

Liebe Frau Rebeckakkkk,
Ich habe die letzten Jahre mit intensiven Studium der Agrarökologie verbracht und kann ihnen versichern, dass ich nur so vor wissenschaftlich fundiertem Wissen strotze.

Ebenfalls versichern kann ich ihnen dass es sich bei Frau Raethers Artikel um einen außerordentlich schlecht recherchiertes Stück Populismus handelt.
Ich empfehle ihnen sich einmal genauer mit den ökologischen Folgen der industriellen Fleischproduktion auseinander zu setzen.

Science hatte schon vor Jahren einen Artikel in dem vorgerechnet wurde, dass vegan für alle nicht funktioniert. Jeder der das in Punkt 4 vorgebrachte Argument bezweifelt, sollte sich mal mit einem Landwirt seinen Vertrauens unterhalten, der kann ihm das dann detailliert erklären.

Aus zu viel ist schädlich folgt nun mal nicht das gar nichts am Besten ist. Eine Logik der leider sehr viele Veganer/Vegetarier anhängen. Diese Logik funktioniert weder bei der Gesundheit noch bei ökologischen Aspekten.

Eine Reduzierung wäre jedoch sehr zu begrüßen. Aus Sicht der Tiere wie auch aus ökologischer Sicht. Das damit der Hunger in der 3. Welt auch nur gemildert werden könnte, bezweifel ich aber. Nahrungsanbau für die Ärmsten wird sich wirtschaftlich nie lohnen. Egal ob man auf den Feldern Tierfutter, Kakao, Baumwolle, Biosprit oder ein beliebiges anderes Gut produziert. Es ist sogar lohnenswerter Wegwerfklamotten à la Primark zu produzieren, als Nahrung für Menschen die sie nicht bezahlen können.

Die Lösung muss imho auf anderen Wegen gesucht werden.

Ich lebe übrigens seit knapp 7 Jahren ohne Fleisch. In manchen Teilen der Welt wäre das absurd, in Dtland kann ich mir diesen Luxus besten Gewissens leisten.

Punkt4 hat global gesehen seine Berechtigung. Marginale Standorte können durchaus bis zum gewissen Maße nachhaltig zur Fleischproduktion genutzt werden. In der Sahel-Zone beispielsweise werden sie auch kaum eine vegane Bewegung finden. Als Rechtfertigung für die aktuelle Fleischproduktion in der BRD ist das Argument allerdings hinfällig. Die Kapazität des heimischen Grünlands würde nachhaltig genutzt nur einen Bruchteil des deutschen Fleischbedarfs decken. Selbst wenn eine Deckung des globalen Fleischbedarfs ohne Ackernutzung theoretisch möglich wäre, so ist dies faktisch derzeit aus ökonomischen Gründen dennoch nicht der Fall.

@marcoph Teil 1
Da bin ich absolut bei ihnen. Die USA hat mit der immensen Beifütterung von Getreide welches auch für den menschlichen Konsum geeignet wäre, begonnen. In Deutschland ist sie mittlerweile zumindest in der Massentierhaltung auch üblich. In ländlichen Gegenden wird idR kaum mit "hochwertigem" Getreide beigefüttert.

Und ich bin auch bei Ihnen, dass der Fleischkonsum massiv reduziert werden sollte. Die aktuelle Fleischproduktion in der BRD ist viel zu hoch. Das es sich jedoch um ausschließlich marginale Standorte handelt, die für den Ackerbau nicht geeignet sind, würde ich nicht unterschreiben (Wikipedia spricht davon, dass "nur etwa 11% der globalen Landfläche (...) für die Produktion von Pflanzen, die direkt für die menschliche Ernährung bestimmt sind, verwendbar [seien]". Tierhaltung ist imho notwendig, auch in der BRD, denn auch hier sind große Teile nicht für den Ackerbau geeignet (Wasserschutzgebiete, Bergiges Gebiet [s. Eifel], Baumreiche Flächen, Flächen mit hohem Grundwasser, etc.) und auch auch Abfälle aus der Landwirtschaft (Rapskuchen, Ölschrot, Grassilage, etc.) finden so Verwendung.
Daraus resultiert dann letztendlich auch ein gewisser Fleischkonsum. Natürlich reden wir dann aber von Mengen die nicht ansatzweise etwas mit den heutigen Zahlen zu tun habe. Ich beziehe mich hier auf Tierhaltung aus ökologischer Notwendigkeit. Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass das durch den Fleischkonsum verursachte Leid bei mir mehr Unbehagen verursacht als der Genuss des Fleisches mir Freude bereitet.

@marcoph Teil 2
Ihren abschließenden Satz bzgl. der ökonomischen Gründe habe ich bereits in meinem Beitrag vorweggenommen. Ein Reduzierung des Fleischkonsums alleine wird jedoch an diesem grundsätzlichen ökonomischen Problem sehr wahrscheinlich nichts ändern. Man kann sogar provokant behaupten, dass durch den Fleischverzicht auf absehbare Zeit nicht ein Tier weniger stirbt, da die Weltnachfrage in den nächsten 50 Jahren allein schon wg. China und Indien weiterhin massiv steigen wird. Der Fleischverzicht, selbst wenn er in naher Zukunft noch weitere Teile der Industrienationen erfasst, sorgt nur dafür, dass der Fleischpreis etwas langsamer steigt.

Man sollte sich keine Illusionen über die Auswirkungen des eigenen Handelns machen, trotzdem muss natürlich irgendwo ein Anfang gemacht werden.

Der beste Satz steht am Schluss: "Der Ekel vor Blut, Tod und Körpern, ein Zeichen von Zivilisation? "
Ja, Frau Raether, genau so ist es meiner Meinung nach.
Ich ekle mich davor, anderen Körpern Leid zuzufügen, ihr Blut fließen zu sehen und ihren Tod herbeizuführen. Und ich bin überzeugt, dass es nirgendwo auf der Welt Frieden geben wird, wenn das nicht eines Tages für die gesamte Menschheit gilt. Ist noch ein langer Weg bis dahin. Aber das ist kein Grund, vorzeitig die Hoffnung aufzugeben.

Wirklich ein schlecht recherchierter und völlig überflüssiger Beitrag! Und - vegetarisch ist auf jeden Fall gesünder! Seit 1998 essen wir (mein Mann und ich) kein Fleisch und keine Wurst mehr. Unsere Blutwerte, Blutdruck, Leberwerte etc. sind erstklassig. Was vor dem Fleischverzicht (es ist kein Verzicht, sondern einfach ein Weglassen) beileibe nicht der Fall war!

Ich bin selber Fleischesser und stimme einigen Punkten in diesem Artikel zu. Aber zu Punkten 2 und 5: Dass die Politik etwas tun muss haben Sie gut erkannt. Aber die These, der Verbraucher habe mit einem Boykott keinen Einfluss, der Bürger könne nichts verändern, halte ich für gefährlich und falsch.

Kommt jetzt die große Gegenbewegung? Ich kann es nur hoffen: Fleischgenuss ist eines unserer ältesten Kulturgüter. Man muss nur mal in ein Kochbuch hineinschauen. 80% aller überlieferten Rezepte beinhalten Fleisch, 95% zumindest tierische Produkte. Wollen wir das alles wegwerfen, zugunsten einer fragwürdigen Ideologie?

die große Gegenbewegung? Der durchschnittliche Fleischkonsum in Deutschland liegt schon jetzt bei 150g pro person pro Tag. Die Produktionsbedingungen die diesen Konsum ermöglichen sind ökonomisch unnachhaltig und ökologisch katastrophal. Wollen sie sich aus Protest gegen eine Minderheit der Bevölkerung die sich gegen die Beteiligung an dieser schädlichen Wirtschaftsweise entschieden hat jetzt ausschließlich von Fleisch ernähren?

Die Befürchtung das "Kulturgut Fleischkonsum" könnte durch den Einfluss der vegetarischen Bewegung verloren gehen ist abstrus. Die wahre Gefahr für dieses Kulturgut liegt wohl eher in der
Entwicklung des Fleischkonsums selbst: drastischer Verfall der Fleischqualität und Trend zum Fast-Food welcher zum Verfall der Diversität der Rezepte führt.

Erstens: Nur, weil etwas schon seit Ewigkeiten praktiziert wird, ist es nicht automatisch gut.

Zweitens: Damals wurden Tiere noch deutlich umweltfreundlicher gehalten, weil die technischen Möglichkeiten der Massentierhaltung noch nicht verfügbar waren.

Drittens: Man kann diese Rezepte weiterhin problemlos anwenden - nur nimmt man eben statt Fleisch Gemüse, da geht auch geschmacklich nichts verloren ;)

zu 4.: Dies ist eine extrem undifferenzierte Betrachtung. Schließlich ist die Fleischproduktion nicht gleichmäßig über diese Grasflächen verteilt. Tatsächlich findet ein Großteil der Fleischproduktion in Europa in Ställen auf Basis von Kraftfutter aus Ackerproduktion statt. Sie haben Recht, dass die Förderung solcher Futterquellen ein politisches Problem ist. Die Ursache für eine solche Politik allerdings liegt in der hohen Nachfrage nach billigem Fleisch. Sowohl die Politik als auch das Konsumentenbewusstsein sind also Stellschrauben, die Einfluss auf die Nahrungsproduktion und die Welt-Getreidepreise haben. Die Verantwortung vollständig auf die Politik zu schieben erscheint mir feige.
Zu Punkt 5: Auch die heimische Grünlandhaltung hat verheerende Klimafolgen, zumal sie zu großen Teilen auf degradierten Moorstandorten stattfindet, auf denen durch Mineralisierung des Torfes große Mengen Co2 freigesetzt werden. Ob mit oder ohne Beweidung von Moorstandorten, wäre eine reine Weidehaltung ohne Kraftfutter nicht ansaztweise in der Lage wäre den Milch- / Fleischbedarf der BRD zu decken. Ein Wandel im Verbraucherbewusstsein ist hier also dringend notwendig. Eine ausschließlich politische Lösung des Problems ist nichr denkbar.
Zu Punkt 6: Auch wenn ihre Ergebnisse kontrovers diskutiert werden, sollte die China Study an dieser Stelle doch wenigstens erwähnt werden. Sie einfach zu übergehen ist entweder ein Hinweis auf unzureichende Recherche in einem Maße, dass sie völlig diskreditieren würde oder bewusste Manipulation.

zu 4) Ich finde, man muss einen Großteil der Verantwortung an die Politik geben, da die Fleischproduktion immer mehr auf Export ausgerichtet ist. Da die Futtermittel oft importiert werden, sehen wir also: das hat auch mit der wirtschaftlichen Globalisierung zu tun. Bei Absegnung von TTIP und vergleichbaren Verträgen muss man über Tierhaltung und Tierleid nicht mehr diskutieren, weil es nichts mehr zu ändern geben wird.

Zu Punkt 3: Die Kritik am Fleischkonsum zielt in der Regel auf industrielle Fleischproduktion in Mastanlagen. Diese führt zu Hypertrophierung der umliegenden Landschaft und ist somit das krasse Gegenteil, der idyllischen, nachhaltigen Landwirtschaft, die sie hier skizzieren. Die wenigsten Veganer die ich kenne üben Kritik an nachhaltiger (biologisch-dynamischer o.ä.) Landwirtschaft. Die Fleischmengen die eine solche Landwirtschaft allersings produzieren kann, würden eine drastische Reduktion des Fleischkonsums erfordern. Ihr Argument ist also gegen extreme vegane Positionen legitim, sollte aber keinenfalls als Verteidigung des aktuellen Fleischkonsums in der BRD gewertet werden.
Die Behauptung Phosphat-Dünger sei toxisch ist schlichtweg falsch. Sie verwechseln das vermutlich mit Nitrat. Phosphor hat lediglich ökologische Folgen (Eutrophierung der Gewässer), eine toxische Wirkung ist nicht bekannt . Eine unmittelbare Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen weniger Kuhdünger und mehr Phosphat-Dünger herzustellen scheint mir auch gewagt. Aufgrund des deutlich geringeren Flächenbedarfs einer fleischlosen Ernährung ist eine auf Leguminosen basiernde Landwirtschaft durchaus denkbar.

Ich muss sagen dass mich die Veröffentlichung eines Artikels von solch niedriger Qualität über ein so viel diskutiertes und gut erforschtes Thema doch stark verwundert. Der Artikel steckt voller Mutmaßungen und unfundierten, undiferenzierten Behauptungen. Hier einige Anmerkungen:
zu 2.: Die Natur eines Boykotts erfordert eine ökonomisch relevante Beteiligung. Der einzelne hat auf die Zahl der Boykottierenden aber keinen unmittelbaren Einfluss. Unter Punkt 3 stellen sie eine Überlegung bezüglich der landwirtschaftlichen Folgen eines Massenveganismus an. Unter Punkt 2 allerdings trauen sie der veganen Bewegung das Erreichen der kritischen Masse nicht zu. Das ist Willkür.

Achja, wenn man die Nutztiere alle abschafft und man nicht mehr ihren Dünger zur Verfügung stehen hat (so wie von der Autorin angesprochen) muss man dem Ackerland auch mal eine "Ruhepause" gönnen, sprich es "brach" liegen lassen. Sicher schon mal in der Grundschule gehört^^, nannte man Dreifelderwirtschaft. Dies würde heissen, mindestens ein Drittel bis die Hälfte (!!!) von diesem Ackerland stünde ca. alle drei Jahre nicht für menschliche Nahrung zur Verfügung! Man könnte aber wiederum dieses brach liegende Land dennoch von Tieren abweiden (und düngen) lassen^^. Ach Leute, vergesst doch den veganen Kram.

Es gibt auch pflanzlichen Dünger - in der bioveganen Landwirtschaft hat man damit Erfahrung. Es ist klar, dass dann natürlich ein Teil der Anbauflächen für Düngerpflanzen gebraucht wird, aber pro Agrarfläche kann immer noch viel mehr Nahrung produziert werden als wenn man den verschwenderischen Umweg wählt, bei dem zuerst Tiere mit vielen Pflanzen gemästet werden und dann daraus eine kleinere Menge an Tierprodukten hergestellt wird, anstatt dass Menschen direkt Pflanzen essen.

Ich habe in meinem sehr ertragreichen Gemüsegarten noch nie Scheiße oder Jauche als Dünger verwendet. Mit rein pflanzlichem Dünger und untermengen von Lupinen gedeiht alles überaus üppig. Es ist ein großer Irrtum, wenn man meint, ohne tierische Ausscheidungen geht es nicht...Dies wird nur propagiert, weil man nicht weiß, wohin mit der vielen Kacke. Alles Auswüchse der Massentierhaltung!

Zum Stichpunkt frei werdendes Ackerland: Schweine sind auf keiner Weide, die Abholzung wird kaum für Weideflächen vollzogen, das meiste Zuchtvieh sieht nie mehr als den Weg von einem in den anderen Stall in ihrem Leben.
Das Ackerland was frei wird, ist Ackerland, auf dem statts Weizen oder Mais für Futterzwecke dann Weizen oder Gemüse für die direkte menschliche Ernährung angeplanzt werden kann. Und es entstehen ggf. tatsächlich wieder Weideflächen, auf denen zwar teuer ein Rind schlachtreif werden darf, aber zu einer ganz anderen Qualtiät. Und wir werden trotzdem alle satt und freuen uns dann wieder auf die wenigen Grillfeste im Jahr.
Also bitte alle die dieses Stichwort hier aufgreifen, lesen sie mal nach, was so ein Rind oder ein Schwein an Grünzeug und Wasser auch für das Grünzeug verbraucht, bevor sie ein Kilo Fleisch auf dem Tisch haben. Und mir kann niemand logisch erklären, warum das Grünzeug gesünder werden soll, wenn es erstmal durch den Magen eines Tieres verarbeitet worden ist. Menschen sind Allesfresser, was den Vorteil hat, wir können uns auch ernähren, wenn der Hirsch eben nur einmal die Woche vor die Lanze kommt!

Artgerecht gehaltene Schweine werden auf Weiden gehalten. Das Tiere in Weidehaltung Wasser "verbrauchen" ist Unsinn, denn sie geben das Wasser wieder direkt in die Umwelt ab.
Es geht darum, dass Ernährung mit Fleisch nicht "falsch" ist, sehr wohl aber der Wahnsinnskonsum an Fleisch, dem unsere Gesellschaft derzeit frönt. Für erwachsene Menschen reichen ein bis zwei Fleischmahlzeiten die Woche, für Kinder darf es gern mehr sein. Und dann ist es auch nicht schlimm, dass das Fleisch deutlich teurer sein wird, dafür aber gut mundet, gesund ist - und zusätzlich von artgerecht gehaltenen Lebewesen stammt.
Man sollte mal einfach seinen Fundamentalismus ausblenden.

Dann darf ich also, vorausgesetzt er hat nicht gelitten, auch einen Menschen töten? Tiere, vor allem Säugetiere, haben eine Gefühlswelt welche unserer ähnlich, bisweilen sogar überlegen ist. Dies wurde durch Versuche und Studien schon mehrfach bewiesen. Nur weil jemand sagt es wäre normal Tiere zu töten, ist es dies noch lange nicht.

Wieso gibt es denn die absurd niedrigen Fleischpreise? Weil der Verbraucher es fordert! Hauptsache 10kg für 2€. Die Lebensmittelindustrie stellt eben dieses nur zu Verfügung.

30% der Landfläche wird für die Fütterung von Schlachttieren genommen. Dabei gehen aus vielen afirkanischen Ländern bisweilen 70-80% der Sojaerträge an Zuchtkonzerne, obwohl die eigenen Menschen hungern. Hier es geht es nicht um Weideland (was keines der Tiere in den Massenanlagen je gesehen hat) sondern um für den Menschen verwertbare Nahrung.

Zu wissenschaftlichen Auswertungen über zB den Zusammenhang von rotem Fleisch und einer erhöhten Brustkrebsrate bei Frauen sei dem Autor an dieser Stelle die China Study empfohlen. Diese Studie wird seit den 70ern (!) u.a. durch den chinesischen Staat unterstützt und von namhaften Professoren bis heute fortgeführt. Dort sich Krankheiten und Zusammenhänge von sich vegan ernährenden Menschen und fFeischessern/Vegetariern aufs Genaueste aufgelistet.

Mehr kann man hier eh nicht schreiben, weil es im Wind verhallt.

Der Autorin dieses Artikel fehlt jeglicher Realitätssinn. Sie scheint weder mit Haustieren noch mit Nutztieren aufgwachsen zu sein.
Meine Eltern haben bis in die frühen 70er Jahre selbst Hühner im Kleingarten gehalten, ich kenne also aus eigener Anschauung, was es bedeutete, ein Huhn zu schlachten und mein Vater erklärte mir auch warum er es so und nicht anders tat. Auf dem Land wurden noch Schweine für den eigenen Bedarf gehalten, die hatten einen Kosenamen, wurde ihr Leben lang gestreichelt und verwöhnt, ordentliche gefüttert, denn dann wusste man nachher, was man für eine Qualtiät an Fleisch später auf dem Tisch haben würde. Wer solche Erfahrungen gemacht hat, der kennt den Unterschied. Und mein Vetrinär und mein Tiermediziner um die Ecke kennt sie auch. So oder so.

Hallo Liebe Autorin dieses Artikels.
Es kommt eigentlich nicht vor dass ich einen Autor/Autorin persönlich angreife, aber das was sie da als undurchdachtes Geschreibsel von sich geben haut mich aus den Latschen.
"Man darf Tiere Essen solange sie getötet wurden ohne gelitten zu haben." Haben sie die letzten 20 Jahre im Koma gelegen oder waren die Berichte über Schlachthöfe zu Ihhh und sie haben sie nicht zur Kenntnis genommen.
Lassen Sie sich doch mal zum Beispiel in so einem Schlachthof per Elektroschock betäuben und berichten uns danach vom angenehmen Gefühl.

"Regenwaldabholzung." Das ist doch EU Politik. Klaaar und das relativiert die Abholzung natürlich Wenn es EU Politik ist. Wie konnte ich das übersehen.
....
..
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Ich schlage vor Sie machen mal die nächste Zeit die Augen und Ohren auf, nehmen mal ein Bisschen was von der Welt zur Kenntnis und schreiben Ihren Text dann nochmal.
Ich habe nichts dagegen, dass sie Pro Fleischgenuss sind, aber der Artikel ist nur dümmlich

Nein, nicht schon wieder diese Diskussion. Ich kenne gesunde Veganer, gesunde Vegetarier und gesunde Fleischesser (die einen kontrollierten Fleischkonsum geniesen).

Und genau darum geht es. Und ich spreche aus Erfahrung. Ich habe in meinem Leben verschiedene Varianten gelebt. Am besten ging und geht es mir nun wieder mit eingeschränktem Fleischkonsum, dafür aber mit mehr Qualität. Meinem Gewicht tut es gut, meinem Darm tut es merklich gut und meinem Denken auch.
Kann mir jemand denn nur mal ökonomisch erklären, was daran effizient und gesund sein soll, wenn ich riesige Flächen nur dafür brauche, Grünzeug anzupflanzen, um sie an diese Zuchttiere in Massenhaltung zu verfüttern, obwohl ich wir Menschen uns mit einem Bruchteil der Fläche selbst mit abwechslungsreichen Grünzeug selbst direkt ernähren könnten?

Re: 1. Die Annahme: Man darf Tiere nicht töten, nur weil sie Tiere sind.

"Es gibt wenige Untersuchungen und wenige empirische Ergebnisse zur Gefühlswelt von Tieren."

Wie bitte? Ist das Ihr ernst? Es gibt nun wahrlich genug wissenschaftliche Nachweise, die zeigen, dass Tiere Schmerz, Angst und diverse andere Gefühlswelten kennen.

"Was der Tod für ein Tier bedeutet – darüber gehen die Auffassungen auch unter den Tierethikern weit auseinander."

Für einen geistig behinderten Menschen oder ein Baby bedeutet der Tod genausowenig bzw viel wie für manches Tier. Erkennen Sie ihre unsinnige Argumentation?

"Es gibt durchaus einige, die sagen: Man darf Tiere essen, sofern sie getötet wurden, ohne gelitten zu haben. "

Das Tierleid zu minimieren ist ja wohl das absolut Mindeste und hat mit Fleischesser oder Nichtfleischesser mal so gar nichts zu tun, sondern vielmehr mit Mitgefühl und Emphatie.

Viele Grüße von einem nachdenklichen Fleischesser.

zu 3.: Das Auslaugen der Böden wird durch einen nachhaltigen Pflanzenbau grad stark reduziert. Ergo weniger Dünger nötig. Wo doch nötig, wird ja wohl die Menschheit heute o. bald die Techniken haben, durch lokale Bodenanalyse und angepasste Kunstdüngerproduktion Defizite zu minimieren.

"Die Wirklichkeit:

"Die Wirklichkeit: Zweidrittel der weltweit landwirtschaftlich genutzten Flächen sind Grasland, das man nicht in Ackerland umwidmen kann. Menschen können kein Gras essen, Wiederkäuer schon: Sie machen hochwertige Proteine daraus, die uns ernähren."

Jetzt kommt also wieder einmal das alte Gras-Scheinargument. Bei ein wenig Nachdenken sollte einem auffallen, dass der grösste Teil des in Europa konsumierten Fleisches von Tieren kommt, die überhaupt kein Gras fressen (Schweine, Hühner). Zu dem Teil, der von Wiederkäuern kommt, ist zu sagen, dass es sehr viel weniger Fleisch gäbe, wenn als Futter tatsächlich nur Gras von Wiesen, die sich für Ackerbau eignen gebraucht würden (und nicht auch Kraftfutter, für das grosse Ackerflächen benötigt werden und zum Teil Gras aus Gebieten, die sich sehr wohl für den Anbau pflanzlicher Nahrungsmittel für Menschen eignen). Sentience Politics hat für die Schweiz ausgerechnet, wie viel Fleisch noch konsumiert werden könnte, wenn als Tierfutter tatsächlich nur Gras von Naturwiesen und Abfälle der sonstigen Nahrungsmittelproduktion verwendet würden: http://sentience.ch/2014/... Es ist ein kleiner Bruchteil der aktuellen Fleischmenge, und weltweit sind die Zahlenverhältnisse ziemlich ähnlich wie in der Schweiz.

Hier wurde erwähnt das 15000 Liter Wasser für 1kg Rindfleisch "verbraucht" wird. Ich kann bei soviel Quatsch nur den Kopf schütteln. Haben die Leser hier schon mal etwas von sogenannten "virtuellen" Wasser (Erklärung hier: http://de.wikipedia.org/w...) gehört? Dieses Wasser das verbraucht wird, besteht aus Regenwasser, Wasser das die Pflanzen "trinken" die das Rind isst, usw. Dieses Wasser gelangt wieder in den natürlichen Kreislauf zurück und kann somit gar nicht "verbraucht" werden, vorausgesetzt man isst Fleisch aus der heimischen Region und nicht aus Südamerika. So gesehen sind Tomaten und Gurken aus Spanien wesentlich schädlicher für die Umwelt: http://www.transatlantikb...

unfassbar

Was ist denn das für ein Springer-Text? Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Selten habe ich so einen oberflächlichen und feigen Text in Eurer Zeitung gelesen.
Erwähnenswert sind doch auch die 15.000 Liter Wasser die benötigt werden um 1 Kilo Rindfleisch zu bekommen. Das könnt ihr besser.

via ZEIT ONLINE plus App

Sehr geehrte Frau Raether,

1. Sind Tiere unbestritten dazu fähig, Schmerzen, Angst, Leid etc. zu empfinden. Und es gibt auch keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, was der Tod für einen Menschen bedeutet. Dies kann also kein Kriterium sein.
2. Natürlich hat das Nachfrageverhalten der Verbraucher einen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung des Angebots. Und der bewusste und konsequente Verzicht auf bestimmte Konsumgüter IST ein Boykott. Was die Zurückhaltung der Politik gegenüber der Lebensmittelindustrie angeht, stimme ich Ihnen zu.
3. Der Anteil des ökologischen Landbaus an der weltweiten Lebensmittelproduktion liegt bei 0,3% - dies kann somit ebenfalls nicht als Argument dienen. Selbst angesichts der aktuell exzessiven Tierhaltung kann der Düngerbedarf nur zu Bruchteilen mit biologischem Dünger gedeckt werden.
4. Das ändert nichts daran, dass man die Menschheit mit den vorhandenen Ackerflächen ernähren könnte. Es muss niemand verhungern, wenn man auf diesen Grasflächen keine Tierzucht betreibt.
5. Dies ist zwar ein Gegenargument zu der entprechenden Behauptung, aber kein Argument für den Konsum von Tieren. Noch besser für die "Tiergesundheit" wäre es wohl, Tiere nicht zu töten...
6. Die meisten Veganer behaupten nicht, dass eine vegane Ernährung gesünder ist, als eine ausgewogene Vollwerkost, sondern erwehren sich lediglich der Behauptung, die vegane Ernährung sei weniger gesund als die omnivore. Für eine vegane Ernährung entscheiden sich die meisten Menschen hierzulande aus ethischen Apekten heraus.
7. Zustimmung.

MfG

Nachsatz: Ein erheblicher

Nachsatz:

Ein erheblicher Teil der diversen Argumente gegen einen veganen Lebensstil entspringt meiner Meinung nach dem Bedürfnis, das eigene Konsumverhalten als notwendig und gerechtfertigt darzustellen, weil die Verdrängung (Punkt 7) angesichts der öffentlichen Diskussion nicht mehr umfassend genug funktioniert.

MfG

Hier sieht man schön was passiert, wenn Menschen versuchen, sich ihres Verstandes zu bedienen und dabei alles andere, was sie zum Mensch macht, ausblenden. Hauptsache man kann damit irgendwie seinen Standpunkt rechtfertigen. Ich wünsche der Autorin eine Prise Mitgefühl...
Mit einem warmen Herzen lebt sich´s besser als mit kalter Wurst.

vegan, ohne aufdringlich zu sein

Ich lebe seit fast einem Jahr vegan. Aber meiner Meinung nach sollte jeder seine Ansichten für sich behalten. Mit diesem Artikel rufen sie ja gerade zu dazu auf, dass sich die "Hardcore" Veganer gegen diesen Artikel wenden und sie nun mit bösartigen Gegenargumenten bombardiert. Ich finde einige ihre Argumente zwar schlüssig, andere hingegen lehne ich ab. Ohne hier genauer ins Detail gehen zu wollen...seit ich vegan lebe, geht es mir beweisbar (Blutbilder vom Onkel Doc) besser. Meine Einkäufe sind günstiger, somit kann ich mir von dem was über bleibt andere tolle Dinge zulegen. Und meine Entscheidung vegan zu leben kam anfänglich nicht aus einer rein ethischen Basis heraus, Sorry! Ehrlich gesagt, nervt mich diese ständige Pro und Kontra Diskussion (man erinnere hier an die sinnlosen Fernsehsendungen, á la schmecken sie den Unterschied?...) Sind wir doch mal ehrlich, jeder neue Trend/ Diät etc. steht doch anfänglich in den Medien in der Kritik, bis keiner mehr was zu meckern hat! Ich bin kein Heiliger, nur weil ich vegan lebe. Es wäre doch so schön, wenn jeder so leben kann wie er will, ohne dabei ständig in eine Diskussion oder Rechtfertigung zu gelangen. Mich interessiert doch schließlich auch nicht, welche Stellung mein schwarzer, muslimischer Nachbar im Bett bevorzugt?! Oder?!

via ZEIT ONLINE plus App

Es wäre so schön ... wenn Tiere auch so leben dürfen, wie sie möchten. Da wir sicher sein können, dass wir auch vegetarisch oder vegan überleben; wäre moralisch (wenn der Mensch tatsächlich ein moralisches Wesen ist, da bin ich nicht sicher) korrekt, dass wir mit veganem Diät anfangen und erst ein Tier fressen, nachdem wir beweisen können, dass dem Tier egal ist, ob es lebt oder nicht.

5. Annahme: 3 700 000 Rinder, 58 000 000 Schweine, 168 000 000 Gefluegel werden jaehrlich in Deutschland geschlachtet. Die Eu hat einen Flaechenbedarf von 30 000 000 Hektar allein fuer die Fleischproduktion, den sie alleine nicht befriedigen kann. Hier der Politik alleine die schuld zu geben reicht wohl nicht aus.

6. Annahme: Fleischkonsum hat heute Formen angenommen die nicht mehr viel mit einer abwechlungsreichen Vollwertkost zu tun haben und an sich schon ungesundt ist.

7. Annahme: Entfremdung als Zeichen von Zivilisation? Vielleicht als systematischer Fehler der Aufgabenteilung? Wenn wir alle nicht mehr Nachvollziehen koennen welche Folgen unser Handeln hat, werden wir leichter zu lenken und schwer verantworlich zu machen sein. Zum schaden aller!

1. Annahme: Frau Kraetke, sie machen es swich ein wenig zu leicht, indem sie den Tod der Tiere auf den Zustand beschraenken, und den Vorgang nur in einem Nebensatz erwaehnen. Natuerlich geht es um das wie! Und das ist in der industriellen Fleischverarbeitung weder ethisch noch moralisch vertretar.

2. Annahme: Wenn man aus Gruenden gegen die Industrielle Massentierhaltung sich gegen (uebermaessigen) Fleischkonsum entscheidet ist ganz offensichtlich eine Auseinandersetzung mit der Lebensmittelindustrie vorrausgegangen. Das diese Einstellung politisch missbraucht wird ist tatsaechlich nicht hinnehmbar ( Vegetarier vereinigt euch). Positive Effekte der angewandten "Consumers Power" sind aber gerade hier bereits erkennbar

3. Annahme: Vielleicht sollten sie sich hier einfach noch mal genauer informieren. Es gibt wesentlich mehr alternativen zum industriellen Duenger als nur Kuhmist fuer eine Biologische Landwirtschaft. Ebenso wie Modelle die ganz ohne Duengung auskommen

4. Annahme: Interessanter als die Gruenflaeche in Deutscland ist wohl der Getreideanteil im Futtermittel. 27 000 000 Tonnen des Futtermittels von 2008/09 stammt von Getreidekulturen, allein fuer Deutschland. Hier steht dei Fleischproduktion in direkter Konkurrenz zum Menschen.

Ich freue mich gerade sehr über die vielen tollen Kommentare, die sehr detailliert den "Artikel" auseinander nehmen. Fast allem, was in den Kommentaren geschrieben wurde, kann ich mich anschließen.

Liebe Zeit: Mit solchen Artikeln begebt ihr euch Meilenweit unter euer Niveau. So einen Artikel hätte ich nicht bei euch sondern in der BILD erwartet.
Bitte lest euch die kritischen Kommentare von bekennenden Fleischessern zu diesem Artikel noch einmal durch - sie üben die Kritik in einer Form, die ihr sehr, sehr ernst nehmen solltet.

Meine Güte.
60 Milliarden Landtiere, die jährlich geschlachtet werden, 2000 Milliarden Wassertiere und Sie schreiben solch einen dürftigen Mist.
Ach Gottchen und die drohende Katastrophe, weil es bald keine "Nutztiere" mehr gibt, die Dünger liefern, huuuu, da muss man sich ja fürchten, morgen bricht die Nahrungsknappheit aus.
Angesichts völlig überdüngter Böden und der Tatsache, dass der Methanausstoß durch die Milliarden Tiersklaven der größte Klimakiller ist, ist ihr Geschreibsel wirklich keine Diskussion wert.
Allerdings werden Sie wieder viel Zustimmung ERNTEN und schön viele Klicks.
Ach ja, gute Ernten kommen ja von Gülle. oder wie sagt man altdeutsch? Sch...!

Ich halte Fleischkonsum nicht für unmoralisch.Immerhin verdankt der Mensch dem Fleischverzehr die Entwicklung des Gehirns.Trotzdem halte ich es für völligen Unsinn,Fleisch in so enormen Mengen aus anderen Kontinenten zu beziehen.Dieses globale Hin und Hergeschiebe von Nahrungsmitteln ist völlig absurd.Meine Lebensqualität würde nicht besonders sinken, wenn ich kein Steak aus Amerika esse.
Natürlich haben wir uns den tierischen Lebensmitteln entfremdet.
Meine Großeltern konnten alle noch einen Hasen oder ein Huhn schlachten.
Für die meisten, mich eingeschlossen, undenkbar.Müsste ich ein Tier selber töten, würde ich wahrscheinlich auf Fleischkonsum verzichten.
Man kann sich auch die globalen Folgen des Fleischkonsums nicht schönreden.Deshalb verzichte ich bewusst, öfter mal auf Fleisch.Aber solange alles einer hirnrissigen Profitmaximierung unterliegt, werde wir weiter Krabben zum pulen nach Marroko schicken und Hähnchen aus Amerika importieren.Man kann sich nur noch an den Kopf fassen.

Dass uns ein Verhalten Vorteile gebracht hat, macht es nicht moralisch richtig. Vorteile bringt zum Beispiel auch ein Raub.

Massstab kann nur sein, wie viel Leiden das eine oder andere Verhalten erzeugt, ohne die Interessen des einen oder anderen Leidtragenden auf Grund seines Geschlechts, seiner Rasse, oder aber auch seiner Spezies gering zu schaetzen.

Das Ergebnis faellt dann recht eindeutig aus: Das durch Fleischkonsum verursachte Leid ist enorm, das Leid durch Verzicht gering.

"Fleischlose Ernährung soll

"Fleischlose Ernährung soll besser sein: für die Umwelt, die Gesundheit, die Moral. Das stimmt nur leider nicht." - Fleischverzicht ist trotzdem praktisch richtiges handeln!

Eine fleischhaltige Ernährung, bei der alle Aspekte, die Umwelt, die Gesundheit und die Moral, gleichwertig und unbedingt berücksichtigt werden, ist also besser als absoluter Fleischverzicht.

Da ein solcher Fleischkonsum in Deutschland nur sehr bedingt möglich ist, handeln die Menschen ganz praktisch richtig, die auf Fleisch und tierische Produkte verzichten.

Wenn die Deutschen als Gruppe den "richtigen", den besseren Fleichkonsum anstrebten, wären sie allen Vegetarieren und Veganern dankbar, aber sie sind mit dem schlechtesten zufrieden.

Was der Tod für ein Tier beduetet mag uns unbekannt sein, aber geschlachtet zu werden ist für ein Tier genauso mit Schmerzen und Angst verbunden wie für einen Menschen. Nur weil Tiere keinen philosofischen Diskurs über den Sinn des Lebens führen und sich vieleicht nicht wundern, was nach dem Tod kommt, heisst das noch lange nicht, dass ihre Gehirne, ihre Nervensysteme plötzlich abschalten, wenn der Bolzenschuss kommt. Wir töten Tiere, weil wir es können, nicht weil es irgendwo im Universum als Recht des Menschen verankert ist. Die moralische Frage, ob man Tiere töten sollte basiert auf der Tatsache, dass sie als Wirbeltiere während ihrer Zucht, ihres Transports, ihrer Trennung von ihrem Nachwuchs, ihrer Schlachtung leiden wie wir. Sie haben den selben Selbsterhaltungstrieb wie wir, und wenn sie sich Filmaufnahmen von Dokumentarfilmen wie "Earthlings" oder "Unity" anschauen, können Sie sehr genau beobachten, dass das Rind, das in der Schlange steht, um geschlachtet zu werden, alles tut, um sich umdrehen und entfliehen zu können, weil es eben nicht sterben will. Das Argument des emotionslosen Tieres, mit dem machen kann was man will, existiert schon seit Jahrtausenden und basiert noch weniger auf Fakten oder empirischen Werten. Genauso wie das Morden von Menschen anderer Rassen, Religionen, Ansichten, usw. Punkt Nr. 1 ist an den Haaren herbeigezogen.

Herrgott nochmal, lasst doch endlich das leidige Thema in Ruhe und lasst jeden selbst entscheiden was er isst und was nicht.

Ich bin seit Jahren Vegetarier und habe diese Debatte mittlerweile sowas von Leid. Immer wieder kommt so eine selbernannte Fleischfresserin dahergelaufen und meint mir ihre Moral- und Essvorstellungen auf's Auge drücken zu müssen. "Sieben Gründe warum Vegetarier und Veganer falsch liegen". Really?

Ich habe noch nie eine einzige der Thesen - in der völlig überspitzten Form in der sie sie aufführen - von einem Vegetarier oder Veganer gehört. Die einzigen Menschen, von denen solch überzogene Schwarz-Weiß-Thesen wie "Wenn man Fleisch isst, ist man Schuld am Welthunger, weil Nutztiere den Menschen das Getreide wegfressen" stammen sind meiner Erfahrung nach (auch) Fleischesser, die diese Thesen nur aufstellen um sie danach jedes mal in belehrender monologform zu widerlegen.

Wenn sie, Frau Raether der Meinung sind Tiere zu töten und zu essen ist okay, dann tun sie es halt, aber tun sie bitte allen einen Gefallen und machen sie nicht jedes mal ein Drama daraus.

Ich möchte mich meinen Vorrednern anschließen. Der Artikel ist sehr oberflächlich, sobald es komplexer wird, wird nach der Politik gerufen ohne die eigene Verantwortung zu Überdenken. Das Argument des erhöhten Treibhauseffektes durch Fleischproduktion wird gar nicht erst erwähnt.... Des Weiteren wird nur versucht (und das recht kläglich) Schwächen in den Argumenten der Vegetarier zu finden, ohne jedoch ein sinnvolles Argument für Fleischkonsum zu benennen. So ein Argument gibt es nämlich nicht.

Doch gibt es (und es ist auch erwähnt worden, leider sind die Meisten dafür zu weit von der Landwirtschaft und dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft entfernt um es wirklich zu verstehen! Die Mengen an pflanzlicher Nahrung (wir können uns übrigens nicht von Gras ernähren) lassen sich kaum nur durch Kunstdünger erzeugen. Nebenbei: dessen Produktion lässt neue Treibhausgase entstehen (Haber-Bosch, ...), die ganz anders bilanziert werden müssen!!

Zugegeben, der Artikel ist etwas vereinfacht und die Entscheidung ob jemand Vegetarier oder soger Veganer sein möchte ist eine Gewissensfrage und sollte von jedem Menschen selbst entschieden, sowie von jedem Anderen respektiert werden.
Aber, ganz grundsätzlich stellt der Artikel grundsätzlich die richtigen Fakten dar. Leider ist den meisten die Ideologie u.ä. wichtiger, als ein viel schwierigeres bemühen und Arbeiten an einer nachhaltigen Fleischproduktion.
Wie wenig sich viele Leute auskennen wird leider an den meisten Kommentaren deutlich: keine einzige Kuh auf der Welt bekommt nur Soja. Das ist blanker Unfug, so leid es mir tut, et cetera, ...

Gilt Ihre Aussage, es sei "eine Gewissensfrage und sollte von jedem Menschen selbst entschieden, sowie von jedem Anderen respektiert werden" fuer alle Bereiche, in den der einer Nutzen aus dem Leiden anderer zieht? Ich vermute, das ist nicht so. Warum wollen Sie dann gerade den Bereich unseres Verhaltens gegenueber Tieren ausnehmen? Weil die Leidtragenden Tiere sind?

Oh je, langsam dämmert es ja schon den tumbesten Zeitgenossen, dass die traditionelle Fleischernährung ganz gewaltig auf dem Prüfstand steht. Da mag sich mancher nun schon ein wenig mulmig fühlen; aber es soll ja kein Bedarf ungedeckt bleiben, und da ist so ein Artikelchen gleich Labsal für den von Zweifeln geplagten Fleischesser ... wirklich absurd, was man hier so an reflexartigen Abwehrmechanismen mitbekommt. Aha: Es kann sein, dass Tieren ihr Leben nichts bedeutet. Kann sein, ja, deswegen machen wir einfach so weiter wie bisher ... alles klar. Also mal echt, wer nicht sieht, dass Tiere leidensfähig sind und an ihrem Leben hängen wie wir Menschen, dem ist wohl echt nicht mehr zu helfen.

Ich kann mich den Kommentaren vor mir nur anschließen! Unfassbar schlecht recherchiert, dieser Artikel. Das könnt ihr besser liebes Zeit Magazin. Alleine zu 4.: Schweine zum Beispiel (deutschlands liebstes Fleisch) sind Allesfresser und bekommen bestimmt kein GRAS gefüttert. Und auch Kühe kriegen heutzutage kein Gras, sondern SOJA und soweit ich weiß, können Menschen davon ganz hervorragend satt werden.

stimmt - die Sojabohne (die inzwischen zunehmend in Deutschland angebaut wird) ist sozusagen "die bunte Kuh des Veganers"...
Sie liefert Ersatz für Milch, Joghurt, Pudding, Frischkäse, Rindfleisch (in Form von Sojaschnetzel), und Würze, und Sojasprossen...
Zu schade, um sie nur an Tiere zu verfüttern.

Ich bin nichtmal Veganer oder Vegetarier (esse Fleisch bewusst und eher selten) und finde die Argumentation von Frau Raether einfach nur schwach.
Man macht es sich schon sehr einfach wenn man alles auf die Landwirtschaftspolitik oder EU-Subventionen für Futtermittel schiebt, offenbart man damit doch, dass man völlig unwillig ist Verantwortung für seine Lebensweise zu übernehmen.
Fakt ist das mit weniger Fleischkonsum, weniger Tiere sterben, weniger Futtermittel aus zweifelhaften Regionen gebraucht wird, weniger Wasser verbraucht wird weniger Tiere leiden etc.
Zu Punkt 4: Vermutlich die Mehrheit der Tiere in der Fleischzucht lebt in Ställen in denen Mastfutter verfüttert wird. Dieses besteht aus Getreide, Soja, Mais oder ähnlichen Lebensmitteln die genauso gut ein Mensch essen könnte.
Zu Punkt 5: Frau Raether bestreitet ja nichtmal das Fleischkonsum zu Flächenrodung führt. Es scheint einfacher zu sein mit dem Finger auf die Politik zu zeigen als einzusehen, dass man mit jedem Steak was man isst dazu beiträgt.

Wirklich absurd, dass einem solchen hanebüchenen Gereder hier eine Plattform geboten wird. Wer wurde denn da von wem geschmiert, dass so ein Artikel veröffentlicht wird? Und das auch noch in der Druckausgabe?

Und zur "Argumentation" braucht man nicht mehr zu sagen als: Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass man nicht für jede Handlung oder Einstellung rationale oder objektive Gründe benötigt, sondern dass man auch einfach etwas nicht mehr tut, weil man sich ekelt, weil es es einem dabei nicht gut geht oder weil man schlicht und einfach nicht mehr will? Ist das noch erlaubt, oder sind wir alle Computer, die auf rationales Handeln programmiert sind? Angenommen, es gäbe möglicherweise tatsächlich keinen einzigen rationalen Grund dagegen, Fleisch zu essen, bin ich dann dazu verpflichtet oder bleibt mir trotzdem doch das Recht auf freie Wahl?

"Angenommen, es gäbe

"Angenommen, es gäbe möglicherweise tatsächlich keinen einzigen rationalen Grund dagegen, Fleisch zu essen, bin ich dann dazu verpflichtet oder bleibt mir trotzdem doch das Recht auf freie Wahl?"

Natürlich bleibt Ihnen die frei Wahl, aber gestehen Sie diese freie Wahl den Fleischessern auch zu? ;-)

Ach ja, es gibt übrigens in der Tat keinen einzigen rationalen Grund nicht mal gelegentlich Fleisch zu essen.

Ein derart komplexes Thema kann so knapp nicht mit falsch oder richtig beantwortet werden.
Betrachtet man mal den deutschen Fleischkonsum, ist es tatsächlich gesünder, kein Fleisch zu essen, als in welchem Maße es sonst hierzulande geschieht. Würden die Menschen nur 1-2 mal die Woche Fleisch konsumieren, könnte auch der Fleischpreis steigen.

Wie wollen Sie die Politik in Frage stellen ohne selbst großartig politisch aktiv zu werden? Sie ändern Ihr Kaufverhalten. Bei größerer Nachfrage von vegetarischen Lebensmitteln und einem Sinken der Nachfrage von Fleisch könnten die Politiker ihre Schwerpunkte der Subvention mal überdenken, ohne, dass es aufgezwungen wird wie beispielsweise der Veggie-day in den Kantinen, der so vehement abgelehnt wird.

Und nur weil Landfläche nicht bebaut werden kann heißt das nicht, dass dort Tiere weiden. Die stellen wir lieber in den Stall und füttern sie mit billigem Sojamehl aus Brasilien und dafür wird leider wirklich der Regenwald abgeholzt.
Trick dabei: Gefördert wird nur "Regenwaldfreies Soja", das nicht auf extra gerodetem Land angebaut wird. Dafür werden einfach die Viehwirte mit ihren Rindern von ihren Grundstücken weg gekauft und dort Soja angebaut. Dass diese Fläche mal gerodet wurde und die Bauern nun woanders roden fällt der EU nicht auf.

Ein total aus der Luft her gegriffener Artikel der Zeit! Ich lese schon länger die Zeit, aber so einen schlechten Artikel habe ich lange nicht gesehen.
1. Welcher Mensch nimmt sich überhaupt das Recht heraus andere Lebewesen zu töten?
2. Am Montagabend lief eine wunderschöne Dokumentation im Ersten Deutschen Fernsehen über die ach so tolle Tierhaltung. Man konnte sehen, wie die Schweine auf 1cm Abstand gemästet und wie die kleinen Ferkel, mit Überlebenschance, einfach so tot geschlagen wurden. Wer so sein Steak für 3,99 im Supermarkt genießen will, Bitteschön!
3. Vegan is the Future. Wenn alle Menschen umdenken würden, wäre es kein Problem sich komplett Vegan zu ernähren. Schon alleine aus dem Grund, dass ca. 20% der Treibstoffgase, die für den Klimawandel verantwortlich sind, durch die Tierhaltung kommt.
6. Eine Vegane Ernährung ist nicht nur gesünder, sondern auch besser für die Tiere und für die Umwelt.
7. Der Großteil der Menschheit macht sich über das Essen keinen einzigen Gedanken. Es wird einfach nur stumpf konsumiert, ohne dabei über die eigene Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere zu denken.

Wie wäre es denn einfach mal mit ein paar Argumenten?

1. Mit dieser Argumentation müssten Sie jedem Raubtier das Jagen verbieten.

2. Das in der modernen Massentierhaltung vieles schief läuft, wird niemals ernsthaft bestreiten, aber es gibt ja durchaus Alternativen, man muss sich halt nur informieren.

6. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass eine vegane Ernährung gesünder ist. Eine Ernahru , die nicht ohne Nahrungsergänzungsmittel auskommt, finde ich alles andere als gesund.
7. Bei diesem Punkt stimme ich Ihnen sogar ausnahmsweise einmal zu. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sich zukünftig alle vegan ernähren müssen...

In Deutschland gibt es unter 10% Vegetarier, die Veganer bewegen sich weit daunter. Nichts ist wohlfeiler als einer Mehrheit von über 90% mit unbelegten Behauptungen nach dem Mund zu reden. Dass Vegetarier oder Veganer nicht besser SIND ist erwiesen, dass sie besser HANDELN aber auch. Im übrigen ist gerade auf einem internationalen Kongress von Onkologen festgestellt worden, dass die Aufnahme tierischer Proteine jenseits der Lebensmitte das Tumorwachstum ungünstig beeinflussen kann.

Ich halte Fleischkonsum nicht für unmoralisch.Immerhin verdankt der Mensch dem Fleischverzehr die Entwicklung des Gehirns.Trotzdem halte ich es für völligen Unsinn,Fleisch in so enormen Mengen aus anderen Kontinenten zu beziehen.Dieses globale Hin und Hergeschiebe von Nahrungsmitteln ist völlig absurd.Meine Lebensqualität würde nicht besonders sinken, wenn ich kein Steak aus Amerika esse.
Natürlich haben wir uns den tierischen Lebensmitteln entfremdet.
Meine Großeltern konnten alle noch einen Hasen oder ein Huhn schlachten.
Für die meisten, mich eingeschlossen, undenkbar.Müsste ich ein Tier selber töten, würde ich wahrscheinlich auf Fleischkonsum verzichten.
Man kann sich auch die globalen Folgen des Fleischkonsums nicht schönreden.Deshalb verzichte ich bewusst, öfter mal auf Fleisch.Aber solange alles einer hirnrissigen Profitmaximierung unterliegt, werde wir weiter Krabben zum pulen nach Marroko schicken und Hähnchen aus Amerika importieren.Man kann sich nur noch an den Kopf fassen.

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