© Jessy Snyder

Sonntagsessen Köstliches Fernweh

Jessie Snyders Köstlichkeiten auf ihrem Blog "Faring Well" entführen einen in ferne Länder. Ganz vom heimischen Esstisch aus. Von

Jessie Snyder hat ein Händchen für spektakuläre Wohnorte. Sie lebte in der Wüste Arizonas und am Strand Kaliforniens. Seit drei Jahren wohnt die 25-Jährige in Colorado, am Fuße der Rocky Mountains. Dort, mit Blick auf die Felsen, kreiert sie seither die Rezepte für ihr Foodblog Faring Well.

Gelernt hat Snyder das Kochen in der Küche ihrer Großmutter, die früher oft auf sie aufpasste. Heute ist ihre große Leidenschaft die auf Pflanzen basierende vegane Lebensweise. "Von Anfang habe ich darauf geachtet, nur beste, saisonale Produkte zu verwenden", sagt sie. Besonders wichtig ist ihr der gentechnikfreie und biologische Anbau der Zutaten.

Wenn Snyder nicht gerade in der Küche neue Rezepte ausprobiert, zieht es sie in die Weiten der amerikanischen Nationalparks. Ihr Ziel ist es, in jedem dieser gut 60 Paradiese einmal übernachtet zu haben. Während ihre kleinen Abenteuer sie bisher nicht über die Grenzen der USA geführt haben, ist ihre Küche der Ort, von dem aus sie wenigstens kulinarisch jeden Fleck der Erde bereisen kann.

Das ist auch ihr persönlicher Anspruch an ihr Blog – Rezepte, die die Geschmäcker und kulinarischen Traditionen verschiedenster Kulturen zu uns ins Esszimmer holen. Beginnen wir unseren Sonntag mit einer Reise nach Italien, wo man schon zum Frühstück Süßes isst. Für die knusprigen Kokosnuss-Macadamia-Biscotti hat sich Snyder von dieser erfreulichen Angewohnheit der Italiener inspirieren lassen. Als schmackhafte Ersatzzutaten für gewöhnliches Mehl und Butter empfiehlt sie Mandelmehl und Kokosnuss-Öl. Ganze Macadamianüsse und Kokosnussraspel sorgen für den nötigen Biss.

Zum Mittagessen geht es in den Mittleren Osten – Snyder serviert cremiges Hummus und einen Tabbouleh Salat. Für den Hummus gibt sie gekochte Kichererbsen, Tahin, zwei Knoblauchzehen sowie Zitronensaft und etwas warmes Wasser in einen Mixer, um alle Zutaten zu einer cremigen Paste zu verarbeiten. Anschließend schmeckt sie mit Salz ab. Für den frischen Salat zerkleinert sie zwei Bündel Petersilie, Tomate, Gurke und Schalotten. Der Saft einer Zitrone, Olivenöl und eine Prise Salz runden das Ganze ab.

Die ägyptische Gewürzmischung Dukkah, als feines Extra auf Avocado-Toast gestreut, bringt uns am Nachmittag auf den afrikanischen Kontinent. Es gibt viele Arten, die würzige Mischung herzustellen – Snyder vermengt Pinienkerne, Pistazien und Sesamsaaten mit Koriander, Kreuzkümmel, pinkem Meersalz und etwas schwarzem Pfeffer.

Nur das Beste in einer Schüssel – so nimmt der Sonntag ein gutes Ende. Gemeint ist die würzige "Asien-Schale des Guten", die als wärmendes Abendessen dient. Dafür kombiniert Snyder wilden Reis, Brokkoli und Goldene Bete mit einem Dressing aus Tamari, Reisessig, Satsumasaft, Sesamsaaten und Gewürzen. Zum Abschluss werden einige Löffel scharfes Kimchi auf das dreifarbige Trio gegeben – unerlässlich für die koreanische Note.

Doch bevor diese kulinarische Exkursion vorbei ist, bringt uns Snyder noch nach Colorado. Leider können wir die raue Bergwelt nicht wie sie vom Sofa aus genießen, aber zumindest erinnern die Rocky Mountain Cookies mit Schokoladenstückchen an – zugegeben – sehr kleine Felsbrocken. Die verarbeiteten Mini-Marshmallows imitieren die schneebedeckten Höhenlagen.

Kokosnuss-Macadamia-Biscotti © Jessie Snyder
Hummus mit Tabbouleh-Salat © Jessie Snyder
Wilder Reis, Brokkoli und Goldene Bete mit einem Tamari-Sesamdressing © Jessie Snyder
Rocky-Mountain-Cookies © Jessie Snyder

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