Küchengeräte Sie brauchen keine Knoblauchpresse

© Jörg Block
Thermomix, Wärmeschublade, Edelstahlpfanne: Was gehört zur Kochausstattung? Und was kostet ein gutes Küchenmesser? Profis verraten ihre Dos und Don'ts.

Was brauche ich wirklich in der Küche? Salzen lieber vor oder nach dem Braten? Woran erkenne ich frischen Fisch? Kann ich Käse auch selbst machen? Wie geht eine Schwarzwälder Kirschtorte? Wir haben die Jeunes Restaurateurs, Deutschlands Vereinigung junger, kreativer Köche, gebeten, uns ihre Dos und Don'ts rund ums Thema Selbstmachen zu verraten.

Do

* Einen Kartoffelstampfer und ein Holz-Schneidebrett, das hält bei guter Pflege ewig.
Alexandro Pape, Hotel Fährhaus Sylt

* Ich bin ein Fan von Kohlenstoffstahl-Messern, sie sind nicht ganz so hart wie Edelstahlmesser. Für solch ein Messer müssen Sie nicht mehr als 40 bis 60 Euro ausgeben.
Karl-Josef Fuchs, Restaurant Spielweg

* Weniger ist mehr: ein antihaftbeschichteter Milchtopf, ein mittelgroßer (circa 2 Liter) und ein großer Topf (circa 5 Liter) genügen für fast alle Anwendungen. Gut ist es, noch eine oder zwei Sauteusen (kleine Stieltöpfe zum Schwenken) zu haben sowie zwei antihaftbeschichtete Pfannen: eine mittelgroße (circa 24 Zentimeter Durchmesser) und eine große (circa 29 Zentimeter).
Christian Mittermeier, Villa Mittermeier

* Eine Wärmeschublade für Geschirr, aber auch Speisen.
Stefan Rottner, Gasthaus Rottner

* Wenn man sich eine Küchenmaschine kauft, sollte man sich für ein stabiles Gerät entscheiden. Eine Kitchen Aid oder, wenn man lange genug spart, einen Thermomix. Diese Geräte ersparen viel Arbeit.
Michael Kammermeier, Restaurant Ente im Nassauer Hof

* Bei Messern unterscheidet man zwischen geschnittenen und geschmiedeten. Letztere sind nicht nur langlebiger, sondern auch schwerer als geschnittene. Gerade das Eigengewicht eines Messers ermöglicht ein kraftvolles Schneiden und Durchziehen ohne die Hand anzustrengen. Für ein geschnittenes Messer muss man mit 30 Euro aufwärts rechnen, bei geschmiedeten ist die Grenze nach oben offen.
Iris Bettinger, Hotel Restaurant Reuter


Don’t

* Eine Nudelmaschine mit Drehkurbel braucht kein Mensch.
Alexandro Pape, Hotel Fährhaus Sylt

* Ich warne vor fahrenden Händlern mit Bandschleifern. Für teure Küchenmesser ist das eine Katastrophe, da pro Schliff etwa 2 Millimeter wegfallen. Ich schleife meine Messer etwa zwei Mal pro Woche mit einem Schleifstein unter Zuhilfenahme von kaltem Wasser.
Karl-Josef Fuchs, Restaurant Spielweg

* Sie brauchen keine Knoblauchpresse und kein Wiegemesser.
Alexander Huber, Huberwirt

* Von Edelstahlpfannen rate ich ab, darin kleben die Steaks fest. Eine hochwertige Antihaftbeschichtung macht das Kochen leichter und das Saubermachen auch.
Christian Mittermeier, Villa Mittermeier

* Bitte keine Geräte beim Teleshopping kaufen!
Michael Kammermeier, Restaurant Ente im Nassauer Hof

* Thermomix ist überbewertet.
Andreas Hillejan, Das Marktrestaurant

Kommentare

29 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Die Tipps sind nicht schlecht, stellen aber eben auch persönliche Vorlieben da.
Man sollte also ebenso den eigenen Vorlieben folgen.
Wichtig ist sicherlich der Hinweis, gute Messer nicht mir Bandschleifern zu ruinieren, das normale Abziehen ist wohl die Methode, mit der man tendenziell am wenigsten falsch machen kann, das Schleifen per Hand will hingegen schon geübt sein. Und eine Pfanne ohne Beschichtung kann zum sehr heißen Anbraten mit genügend Fett schon mal ganz gut sein, da habe ich mir früher beschichtete Pfannen ruiniert.
Also Tipps halt, keine Gesetze.