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Sonntagsessen Mama, gibt's noch Nachschlag?

Gesund soll es sein, lecker soll es schmecken und Klein wie Groß begeistern. Auf "Kochmädchen" teilen zwei Mütter Familiengerichte. Von Blumenkohlpizza bis Erdbeermuffin. Von

Mädchen sind sie nun wirklich nicht mehr. Julia Neumann ist 29 Jahre alt, Susanne Brauer ist 33 und beide haben Familie und Kinder. Dennoch gibt es nur eine Sache, bei der sie so entspannt und glücklich sind, als wären sie noch sieben Jahre alt – beim Kochen. Ihr gemeinsamer Blog heißt deshalb Kochmädchen. Und er ist ein Querschnitt zweier Familien, der Müttern und Vätern allabendlich Alternativen zu Nudeln mit Tomatensoße bietet. Aber nicht nur Familienköche werden hier fündig: Es gibt auch Rezepte für Kuchenbäcker, Vegetarier, Veganer und Anhänger von Low Carb.

Für die Kochmädchen gilt es, eine Balance zwischen Pasta und Gemüseauflauf zu finden. Gesund sollen die Gerichte sein und kindgerecht, lecker sowieso, und obendrein der eigenen Freude am Kochen Genüge tun. "Das kochst du für's Internet", diesen Spruch bekommt Brauer oft von ihren Großen zu hören. Zugleich macht ihren Kindern das Testessen Spaß und sie helfen oft beim Bewerten, Verbessern und Fotografieren.

Unter der Woche geht es bei beiden Köchinnen im Moment so turbulent zu, dass auch sie am Abend auf eine Brotzeit, vorgekochte oder aufgewärmte Gerichte zurückgreifen. Dafür wird am Wochenende wieder mit der ganzen Familie geschlemmt. Und solange der Bärlauch noch treibt, schlagen Brauer und Neumann zum Einstieg in den Abend ihr Bärlauch-Pilzcreme-Süppchen vor. Der Bärlauch, getrocknete Steinpilze, frische Steinchampignons, Zwiebeln und Sahne sorgen in der Mischung für eine aromatische cremige Suppe, der Zitronensaft eine pikante Note verleiht.

Dazu machen sich Kartoffel-Dinkel-Brötchen mit Rapsöl gut. Man braucht Dinkelmehl, Buttermilch oder Naturjoghurt, der mit lauwarmem Wasser gemischt wird, bis er so cremig-flüssig ist wie die Buttermilch. Außerdem bedarf es Hefe, Kokosblütenzucker, der leichter vom Körper umgesetzt wird als raffinierter Zucker und deswegen gesünder ist, und natürlich gekochte Kartoffeln und Rapsöl. Mit einem Teil des Mehls wird die Hefe angesetzt, zu dem Gemisch werden später Joghurt oder Buttermilch und die zerdrückten Kartoffeln gegeben und alles wird auf einer Mehl bestäubten Arbeitsplatte ordentlich geknetet. Den Teig zu kleinen Kugeln formen, noch mal gehen lassen, und bei 250 Grad in den Ofen.

Im Mai sind die Abende wieder lang. Da bleibt Zeit zum Quatschen und Knabbern. Man gehe also über zum Zwischengang: Vegane Gemüsebällchen. Brauer hat sie als Partyhäppchen kreiert, um nach eigener Aussage allen Veganern, Vegetariern und Weizenverweigerern in ihrem Freundeskreis gerecht zu werden. Sie sind so gut gelungen, dass auch überzeugte Fleischesser gerne zugreifen. Was man dafür braucht? Gemüse. Welches, ist fast egal. Es wird gekocht und püriert und mit einer Hand voll Haferflocken und gegebenenfalls etwas Paniermehl vermengt, sodass ein formbarer Teig entsteht. Curry, Paprikagewürz und Pfeffer geben den Bällchen eine mild-scharfe, leicht süßliche Note. Da das Gemüse schon gar ist, müssen die Bällchen in der Pfanne nur so lange gebraten werden, bis sie die gewünschte Bräune haben.

Etwas richtig Sättigendes soll aber nicht fehlen, wie der deftige Amerikanische Nudelsalat mit Avocado von Susanne Brauer. Er enthält neben Avocado auch noch Bohnen, Tomaten, Mayonnaise, Cheddar-Käse und saure Sahne. Die Frühlingszwiebeln machen das Gericht etwas frischer und Tacco-Gewürz sorgt für Würze.

Eine kalorienarme Alternative ist Julia Neumanns low carb Pizza mit Blumenkohlboden. Die ist zudem glutenfrei. Die Blumenkohlröschen werden grob gehackt und mit geriebenen Mandeln und Eiern vermischt, sodass ein zäher Teig entsteht, den man gut auf einem Ofenblech ausbreiten kann. Der Teig wird erst vorgebacken und dann belegt, zum Beispiel mit Spinat und Feta und etwas Gorgonzola. Wer keine Lust auf Kalorienzählen hat, kann auch Kartoffelscheiben darauf legen.

Julias Erdbeer-Blondie-Cupcakes mit Erdbeer-Frosting schmecken am besten mit selbstgeernteten Erdbeeren. Für das Frosting werden Puderzucker, Butter und Frischkäse auf niedriger Stufe vermengt. Langsam löffelt man das Erdbeerpüree dazu. Die Masse wird in einen Spritzbeutel gefüllt und erst mal kalt gestellt. Jetzt der Teig, für den man Dinkelmehl, Weinsteinbackpulver, Butter, ein Ei, eine Vanilleschote, Schokoladentropfen aus weißer Schokolade und Vollmilch braucht. Und natürlich Erdbeeren, und zwar 100g in kleine Stücke geschnitten und einige weitere zum Dekorieren. Den Teig nach und nach grob vermengen, zuletzt vorsichtig die Schoko- und Erdbeerstücke unterheben. Die Masse füllt man in eine Muffinform und backt sie für etwa 25 Minuten bei 180 Grad. Beim Dekorieren können wieder alle mithelfen, wobei bestimmt die eine oder andere Erdbeere genascht wird. 

Bärlauch-Pilzcreme-Süppchen © Kochmädchen
Kartoffel-Dinkel-Brötchen © Kochmädchen
Vegane Buletten © Kochmädchen
Amerikanischer Nudelsalat mit Avocado © Kochmädchen
Erdbeer-Cupcakes © Kochmädchen

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