© Kathi Holzapfel

Sonntagsessen Das knackt

Am liebsten isst Kathi Holzapfel Salat. Zum Sommeranfang verrät uns die 30-jährige Bloggerin von "Kochfrosch" ihre grünen, gelben und roten Geheimnisse. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Kathi Holzapfel ist Food-Bloggerin in zweiter Generation. Mit ihrem Blog Kochfrosch tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Petra Holzapfel, die mit Chili und Ciabatta zu den ersten Kochbloggerinnen Deutschlands zählt. Mit gutem Essen ist Kathi Holzapfel also groß geworden. Als es sie aber zum Studieren nach Erlangen zog, wollte sie beweisen, dass man auch in einer Nische mit nur zwei Herdplatten tolle Gerichte kochen kann. Und zwar solche die schnell gehen und trotzdem lecker schmecken. Denn die inzwischen 30-jährige Apothekerin hat noch andere Hobbys als Kochen.

Nur wenn es um Mezze geht, die vielen kleinen Vorspeisen, die man in der arabischen Welt isst, macht sie eine Ausnahme. Für ihren Rote-Bete-Salat mit Granatapfel und Walnüssen lässt sie alles andere stehen und verschanzt sich in ihrer Küche, die mittlerweile keine Nische mehr ist und in Rheinfelden liegt. Der Salat ist farbenfroh und hält sich auch ohne Kühlung gut bis zum nächsten Tag. Man braucht dafür neben Nüssen, Granatapfelkernen und Rote-Bete nur noch Limettensaft, Granatapfelsirup, braunen Zucker und Thymian. Sogar die Rote-Bete-Muffel unter Holzapfels Freunden konnten nach dem Probieren nicht anders, als ihr ein Kompliment zu machen.

Nicht nur wenn es um Mezze geht, begeistert Holzapfel die Vielfalt von Salat. Ist man ein wenig kreativ, reichen die Aromen "von fruchtig über würzig bis krachig", wie sie sagt. Im Sommer spielen vor allem Tomaten in ihrer Küche die Hauptrolle. Der fruchtige Tomatensalat aus dem Ofen schmeckt lauwarm, zu Gegrilltem oder pur. Die Tomaten werden eineinhalb Stunden mit Knoblauch, Thymian und Olivenöl langsam im Ofen geröstet. Dazu kommen Oliven, gebackene Brotwürfel und frisches Basilikum.

Den Rucola-Fenchel-Linsensalat mag manch einer eher mit der kälteren Jahreszeit in Verbindung bringen. Dabei schmecken Linsen natürlich auch im Sommer und sind generell eine gute Grundlage für Salate, die satt machen sollen. In diesem Fall gesellen sich zu ihrem nussigen Aroma ein Dressing aus Dijonsenf, Zitrone und Olivenöl, würziger Rucola und gehobelter Fenchel.

Holzapfels Geheimtipp für ihren Salat mit Zucchini, Bohnen und Tahinidressing sind weniger die bissfesten Zutaten, sondern das Dressing aus Honig, Olivenöl, Zitronensaft und Sesampaste (Tahini). Die Zucchini werden in der Pfanne gebraten, bis sie weich und auf beiden Seiten braun sind. Für die Bohnen kocht man in der Zwischenzeit Salzwasser auf, in dem das Gemüse nur kurz blanchiert wird. Zusammen mit getrockneten Tomaten wird alles in eine flache Schale gegeben und am besten gleich verzehrt.

Um den Nudelsalat von seinem piefigen Ruf zu befreien, kreiert Holzapfel eine Variante mit vielen asiatischen Kräutern und Erdnüssen. Minze gehört hinein, Thai-Basilikum auch, ordentlich Koriander, ein paar grüne Bohnen, Gurke und geröstete Erdnüsse. Als Nudelsorte wählt man am besten Thai-Reis-Nudeln oder feine Eiernudeln. Darüber kommt noch ein leicht scharfes Limettendressing. Ideal fürs Picknick, weil der Salat nicht gekühlt werden muss und gerne länger ziehen darf.

Auch den Kartoffelsalat hat sie ähnlich aufgepeppt. Ihre Variante nach Steirischer Art bereitet sie mit Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen zu. Außerdem enthalten: frische Salatgurken. Für den Sud und Geschmack brät man Zwiebeln in Butter an und löscht sie mit Gemüsebrühe und Essig ab und rührt Sonnenblumenkernöl und Senf unter. Feinwürzige Kresse macht sich gut dazu. Der Salat muss mindestens zwei Stunden ziehen. Fleischesser können übrigens statt Gemüse- auch Fleischbrühe verwenden und – echt steirisch – Speck für den Sud.

Salat aus Granatapfelkernen mit Walnüssen © Kathi Holzapfel
Fruchtiger Tomatensalat aus dem Ofen © Kathi Holzapfel
Rucola-Fenchel-Salat mit Linsen © Kathi Holzapfel
Steirischer Kartoffelsalat © Kathi Holzapfel

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