Sommersalat Alle lieben Otsu

Zu jeder Tageszeit eine gute Idee: japanischer Soba-Nudel-Salat © Zeit Online

Otsu ist ein Salat aus japanischen Soba-Nudeln, Tofu und Koriander. Wer den Nudelsalat auf ein Fest mitbringt, sollte auch gleich das Rezept in der Tasche haben. Von

Sommerzeit ist Salatzeit. Niemals im Jahr schmeckt gesund so gut. Mit steigenden Temperaturen liegt die Herausforderung in der Variation. Immer nur Tomate Mozzarella oder Kopfsalat mit Essig-Öl-Dressing ist fad. In unserer Serie Irgendwas mit Knack verraten wir die Lieblingsrezepte aus der ZEIT-ONLINE-Redaktion. Ob mediterran oder orientalisch, mit Fisch, Fleisch oder vegetarisch: Hauptsache, es knackt.


Wenn ich einen Salat zu Freunden mitbringe, muss ich nicht lange überlegen, denn es gibt kaum ein Gericht, das mehr Freude und Rezeptanfragen auslöst als Otsu. Erstmals bin ich darüber bei der Bloggerin Anke Gröner gestolpert, die es wiederum bei dem lesenswerten Foodblog 101 Cookbooks entdeckt hatte. Dort steht: "It is the sort of recipe you could serve anytime after 11 a.m. … lunch, dinner, potluck, picnic, warm or cold – this salad is going to be a hit." Besser kann man es eigentlich nicht sagen.  

Soba sind dünne, gekochte Nudeln aus Buchweizen, die man in jedem Asia-Geschäft finden kann, genauso wie Reisessig und dunkles Sesamöl. Mit Soba-Nudeln verhält es sich wie mit Spaghetti – die Unterschiede können bemerkenswert sein. Je nach Produkt hat man manchmal einen pampigen Haufen vor sich, manchmal bissfeste Teigwaren. Mein Tipp: Beim Abschrecken der Nudeln kann man gar nicht gewissenhaft genug sein: Ich spüle die Nudeln so lange, bis sie wieder kalt sind. Den Tofu brate ich in sehr viel Erdnussöl, sodass er fast schon frittiert wird. Auch wenn ich mir bei der Zubereitung mittlerweile etwas Freiheit gestatte, gebe ich hier eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Originalrezepts wieder.

Zutaten für drei bis vier Personen

geriebene Schale von einer Zitrone
Ein daumengroßes Stück Ingwer, geschält und gerieben
1 Esslöffel Honig
3/4 Teelöffel Cayennepfeffer
3/4 Teelöffel feines Meersalz
1 Esslöffel frischer Zitronensaft
60 ml ungewürzter brauner Reisessig
80 ml Sojasauce
2 Esslöffel Olivenöl plus mehr zum Braten
2 Esslöffel dunkles Sesamöl aus gerösteten Sesamkörnern
340 Gramm Soba-Nudeln
340 Gramm fester Tofu
1/2 Bund gehackter Koriander
3 Frühlingszwiebeln, dünn geschnitten
1/2 große oder 1 kleine Gurke, geschält, längs halbiert, entkernt und in dünne Scheiben geschnitten
Eine Handvoll Korianderblätter, zum Garnieren
4 Esslöffel geröstete Sesamsamen, zum Garnieren  

Die Soba-Nudeln in reichlich kochendem Wasser nach Anleitung 4 Minuten gar kochen, abgießen und unter kaltem Wasser abspülen. Die Sesamsamen in einer beschichteten Pfanne bei niedriger Temperatur ohne Fett rösten, bis sie Farbe annehmen und einen nussigen Duft verbreiten.

Den Tofu abtrocknen und in daumenbreite Stücke würfeln (1 cm breit und 2 cm lang). In einer Pfanne mit viel Olivenöl bei mittlerer Hitze solange braten, bis sie kross und golden sind.

Für das Dressing Zitronenschale, Ingwer, Honig, Cayennepfeffer und Salz in der Küchenmaschine oder mit einem Handmixer zu einem weichen Brei mixen. Zitronensaft, Reisessig und Sojasauce zugeben. Zum Schluss unter Rühren die Öle hinzufügen.

In einer großen Schüssel Soba-Nudeln, Koriander, Frühlingszwiebeln, Gurke und einen Großteil des Dressings zusammenfügen und gut mischen. Mit dem gebackenen Tofu vermengen. Zum Servieren mit dem restlichen Dressing, ein paar Korianderblättern und den gerösteten Sesamsamen garnieren.

16 Kommentare

Zu salzig! Ich habe mich auch sehr genau an das (köstlich klingende) Rezept gehalten. Leider war es mir viel zu salzig und das Dressing allgemein zu konzentriert (obwohl ich die japanische Küche gewohnt bin). Ich empfehle das zusätzliche Salz wegzulassen und das Dressing evtl. zu verdünnen. Meine Version war leider ungenießbar :-(

Ich habe mich ausnahmsweise mal wirklich sklavisch an das Rezept gehalten und alle Zutaten sowie Mengenangaben penibel eingehalten.

Der Salat hat mir und meinen Freunden einfach nur fantastisch geschmeckt.
Da wir keine Vegetarier sind habe ich mir erlaubt zu dem Salat einen in Sojasoße marinierten und mit Sesamkörnern "paniertes" Thunfischstick zu reichen, welches ich in heißem Olivenöl von jeder Seite nur eine Minute kurz angebrachten habe. Hammer!
Den Tour vor habe ich übrigens frisch bei einem japanischen Geschäft gekauft, und zwar einen der mir speziell zum Braten empfohlen wurde.
Geschmacklich gibt vor meiner Meinung nach nicht viel her, aber in heißem Öl quasi frittiert macht er sich in dem Salat trotzdem ganz gut.

Vielen Dank für dieses erstklassige Sommersalatsrezept!!!

An alle die welche hier so über den frischen Koriander hergezogen sind:
ihr sollt den Koriander ja auch nicht solo essen, in diesem Salat harmoniert das Aroma des frischen Koriander wunderbar mit den anderen Zutaten!
Vielleicht einfach mal probieren und sich trauen anstatt es kategorisch abzulehnen.

Einfach kreativ sein und variieren. Mal Pasta aus Italien anstelle der Soba Nudeln oder auch Halumi statt des Tofus. Öl nach Belieben und warum Koriander wenn es eben auch glatte Petersilie, Rucola, Sauerampfer und andere Kräuter gibt. Rezepte sind immer nur Anregungen die eigenen Kreativität zu erkunden. Irren gehört auch dazu.

Erstens sind es Buchweizen- und keine Sojanudeln. Geschmacklich von Pasta allerdings kaum zu unterscheiden, etwas zarter vielleicht. Zweitens ist es nun mal ein asiatisches Rezept und da wollen die Leute halt die originalen Zutaten des Landes und keinen Multi-Kulti-Freestyle, obwohl das in Eigenregie auch seinen Reiz haben kann.

Die Abneigung gegen Koriander ist nicht genetisch bedingt, es ist schlicht Gewohnheitssache! Ich selbst habe Koriander noch bis vor wenigen Jahren mit den Attributen Seife oder Wanze versehen, bis mir ein Kenner der Küche Asiens, der zu dem Zeitpunkt, als wir uns kennengelernt haben, bereits Koriander "gefressen" hat, gesagt hat, dass das lediglich eine Frage der Gewöhnung ist - und er hat Recht. Ich habe Koriander erst in kleiner Dosis an Gerichte gegeben, so dass man ihn kaum rausgeschmeckt hat. Es hat wenige Monate gedauert, da war ich bei den empfohlenen Mengen von 2-4 EL pro Gericht. Inzwischen esse ich Koriandersalat! Nicht nur im Sommer herrlich!

Der beschriebene Salat funktioniert übrigens auch sehr lecker mit Erdnüssen und Tomate http://goccus.com/rezept....

Ich habe mich ausnahmsweise mal wirklich sklavisch an das Rezept gehalten und alle Zutaten sowie Mengenangaben penibel eingehalten.

Der Salat hat mir und meinen Freunden einfach nur fantastisch geschmeckt.
Da wir keine Vegetarier sind habe ich mir erlaubt zu dem Salat einen in Sojasoße marinierten und mit Sesamkörnern "paniertes" Thunfischstick zu reichen, welches ich in heißem Olivenöl von jeder Seite nur eine Minute kurz angebrachten habe. Hammer!
Den Tour vor habe ich übrigens frisch bei einem japanischen Geschäft gekauft, und zwar einen der mir speziell zum Braten empfohlen wurde.
Geschmacklich gibt vor meiner Meinung nach nicht viel her, aber in heißem Öl quasi frittiert macht er sich in dem Salat trotzdem ganz gut.

Vielen Dank für dieses erstklassige Sommersalatsrezept!!!

An alle die welche hier so über den frischen Koriander hergezogen sind:
ihr sollt den Koriander ja auch nicht solo essen, in diesem Salat harmoniert das Aroma des frischen Koriander wunderbar mit den anderen Zutaten!
Vielleicht einfach mal probieren und sich trauen anstatt es kategorisch abzulehnen.

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