© Lisa Strube

Sonntagsessen Kohlrabi auf Orientalisch

Braunschweiger Spinat mit arabischer Harissa oder Kohlrabi mit Kokos: Auf ihrem Blog "That's Food Darling" kombiniert Lisa Strube Regionales mit exotischen Gewürzen. Von

Kochen bildet. Lisa Strubes Englischkenntnisse jedenfalls haben sich seit sie bloggt um einiges verbessert. Ein Freund überredete sie, die Fotos von dem, was sie gekocht hat, auf Instagram zu teilen. Mit der Reichweite stiegen auch die Rezeptanfragen. Weil die meisten ihrer Follower keine deutschen Muttersprachler sind, postet Strube seit einem Jahr auf Englisch. Auf That's Food Darling präsentiert die 25-Jährige eine saisonale Küche aus regional angebautem Obst und Gemüse. Inspiration liefern die Bauernmärkte ihrer Heimatstadt Braunschweig, die sie als Studentin der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus mit professionellem Blick besucht. Dabei sind regionale Zutaten und Rezepte aus fernen Ländern kein Widerspruch. Strubes Lieblingsreiseziele sind Tel Aviv und Marrakesch – und das merkt man ihrer Küche an.

Das heutige Sonntagsessen beginnt mit einer Kohlrabi-Kokos-Suppe. Verfeinert wird sie mit Schwarzkümmel-Radieschen und Koriander-Gremolata, einer selbstgemachten Kräuter-Würzmischung. Während die Radieschenscheiben im Ofen rösten, Zwiebeln, Lauch, Kreuzkümmel und Koriander andünsten, Kohlrabi und Kartoffeln zugeben und das Ganze mit Gemüsebrühe und Kokosmilch etwa 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend pürieren und mit Apfelessig und einer Mischung aus Koriander, Knoblauch, Olivenöl und Zitrone abschmecken.

Jetzt im Herbst können Salate wieder reichhaltiger sein. Strube schlägt deswegen als nächstes einen Puy-Linsen-Salat mit Tamari-Ingwer-Vinaigrette, Roter Bete, Pilzen und Büffelmozzarella vor. Die Rote Bete kommt gestückelt für 25 Minuten in den Ofen. Die Linsen werden gekocht und anschließend mit einer Tamari-Ingwer-Vinaigrette angemacht, die Pilze zusammen mit Knoblauch und Thymian in einer Pfanne angebraten. Mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit Büffelmozzarella und Feldsalat anrichten. 

Einer von Strubes Favoriten ist das arabische Pfannengericht Shakshouka. Es existiert in unzähligen Variationen, die Bloggerin bereitet es mit Spinat und Schafskäse zu. In einer gusseisernen Pfanne brät sie Zwiebeln goldgelb an, fügt Knoblauch, Paprikagewürz, Kreuzkümmel, Dosentomaten und Harissapaste hinzu und lässt das Ganze für 15 Minuten einkochen. Kurz vor Schluss gibt sie den Spinat dazu. Ist die Soße abgeschmeckt, schlägt sie vorsichtig zwei Eier in die Pfanne, deckt sie ab und lässt sie so lange auf der Hitze, bis das Eiweiß fest und das Eigelb noch flüssig ist. Dazu serviert sie zerkrümelten Ziegenkäse, Basilikum und frisches Brot.

In Italien ist die Polentazubereitung eine Kunst für sich. Strube traut sich und interpretiert den Klassiker auf ihre Art. Für ihre Polenta mit Salbei-Pilzen und zitronigem Babyspinat bringt man zunächst Gemüsebrühe zum Kochen. Nach und nach gibt man den Maisgrieß unter ständigem Rühren hinzu, damit sich keine Klumpen bilden. Sobald die Polenta andickt, lässt man sie bei niedriger Hitze unter regelmäßigem Rühren etwa 20 Minuten köcheln. Währenddessen brät man die Pilze mit Zwiebeln und frischen Salbeiblättern an, dünstet den Babyspinat mit Knoblauch und schmeckt ihn mit Zitronensaft und Tamarisoße ab. Kurz vor Ende der Garzeit gibt man Butter oder Olivenöl zur Polenta und, je nach Geschmack, etwas Käse. 

Als süßen Abschluss empfiehlt Strube ihr Lieblings-Crumble-Rezept: Beeren-Hirse-Crumble mit griechischem Joghurt. Dafür die Beerenmischung in eine Backform geben und mit Kardamom, Ingwer und Ahornsirup mischen. In einer Schüssel Hirseflocken, Kokosmehl, Vanille, Salz, Ahornsirup und Kokosöl vermengen und die Masse über die Beeren streuen. Etwa eine halbe Stunde im Ofen goldbraun backen und warm mit Joghurt oder Vanilleeis servieren.

Puy-Linsen-Salat mit Tamari-Ingwer-Vinaigrette, roter Bete, Pilzen und Büffelmozzarella © Lisa Strube
Shakshouka © Lisa Strube
Polenta mit Salbei-Pilzen und zitronigem Babyspinat © Lisa Strube
Beeren-Hirse-Crumble mit griechischem Joghurt © Lisa Strube

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