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Sonntagsessen Es werde Licht

In Indien feiert man zu dieser Jahreszeit das Lichterfest gegen die innere Dunkelheit. Diese Backrezepte lassen Gesichter und Bäuche leuchten. Von

Erst in der Fremde begann sie die Speisen ihrer Heimat zu kochen. Als Pavali Nandula vor fünfzehn Jahren zum Studium in die USA zog, war sie von hungrigen Kommilitonen umgeben. Ideal also für Küchenexperimente. 2004 startete sie ihren Blog Cook's Hideout. Nach ihrem Studium dann ließ sie sich mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in New Jersey nieder. Seit sie denken kann, lebt Pavali vegetarisch. In ihrer Geburtsstadt Hyderabad, der mit knapp sieben Millionen viertgrößten Stadt Indiens, kein Problem, weil Einflüsse sowohl von der fleischlastigen nordindischen als auch der eher vegetarischen Küche des Südens kommen.

In Indien feiert man im Spätherbst Diwali, das Lichterfest. Der Zeitpunkt variiert von Jahr zu Jahr, liegt aber immer zwischen Ende Oktober und Anfang November. Je nach Region feiert man zwischen einem und fünf Tagen lang. Familien entzünden vor ihrem Haus Öllampen und Kerzen und hängen Lichterketten gegen die innere Dunkelheit auf. Feuerwerk wird gezündet, Schmuck und neue Kleidung gekauft und das Haus sorgfältig geputzt. Diwali ist auch ein Fest des Naschens. Bereits viele Tage im Voraus beginnt das große Backen, dessen Ergebnis man mit Freunden und Familie teilt. Ihre Rezepte für das Sonntagsessen könnte man so auch für das Lichterfest zubereiten.

Zu Beginn reicht Pavani salzige Snacks. Im Gegensatz zu vielen anderen Diwali-Spezialitäten brauchen die Murmure Chiwda keine tagelange Vorbereitung. Tatsächlich gehen sie so schnell, dass man die Zutaten am besten schon zurechtlegt, bevor man mit dem ersten Schritt beginnt. Erdnüsse in Olivenöl erhitzen. Curryblätter und Cashewnüsse in die Pfanne geben, anschließend Rosinen, Paprika- und gelbes Kurkumapulver. Vorsichtig salzen, dann weißes Kurkumapulver einrühren. Alles gut vermischen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. In einer luftdichten Box hält sich das Murmure Chiwda einige Wochen.

Für den zweiten Gang gibt es drei verschiedene Bezeichnungen: Nimki, Namkeen oder Namak Para. Pavani macht die würzigen Teigtaschen am liebsten als Nachmittagssnack für ihre Kinder: "Sie sind ziemlich gehaltvoll – aber immer noch besser als herkömmliche Chips." Statt Öl empfiehlt sie Ghee, ein pflanzliches Butterschmalz, das häufig in der indischen Küche vorkommt. In einer Schüssel Vollkorn- und Weizenmehl mit Salz, Chat Masala, Schwarz- und Königskümmel mischen. Ghee oder Öl dazugeben und so viel Wasser, dass daraus ein glatter Teig wird. Beiseitestellen. Den Teig zu drei bis vier Kreisen ausrollen, dann in diamantförmige Teile schneiden. Bei mittlerer Hitze portionsweise von beiden Seiten in Öl ausbacken. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp auskühlen lassen.

Für die süßen Kokos-Ladoos braucht es lediglich vier Zutaten und zehn Minuten. So viel Zeit hat man selbst für Überraschungsgäste. Pistazien mahlen. In einer Pfanne Kokosraspel und Kondensmilch unter ständigem Rühren erhitzen. Nach etwa fünf Minuten hat die Mischung eine teigartige Konsistenz. Jetzt den Rosensirup hinzufügen und eine weitere Minute köcheln lassen, bis der Teig die Farbe angenommen hat. Abkühlen lassen. Die Handfläche mit etwas Ghee einreiben, den Teig portionsweise zu flachen Kreisen drücken, mit den Pistazien belegen und zu Kugeln formen. In Kokosraspeln wälzen.

Für den Mandelpudding Rajasthani Badam Halwa Mandeln über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag die Schale entfernen und mit Milch zu einer Paste mahlen. Ghee in einer Pfanne erhitzen, die Mandelpaste einrühren und etwa zwölf bis fünfzehn Minuten erhitzen. Milch, Zucker und gemahlenen Kardamom zufügen und so lange auf der Flamme lassen, bis das Ghee an der Seite der Pfanne zu quellen beginnt. Warm oder kalt servieren.

Wenn die Gäste nach Hause gehen, gibt Pavani ihnen eine Süßigkeit mit auf den Weg. Die Feigen-Dattel-Nuss-Riegel kommen ganz ohne Zucker aus. Getrocknete Feigen und Datteln getrennt in heißem Wasser einlegen, Wasser abgießen und die Früchte zu einer Paste verarbeiten. Ghee in einer Pfanne erhitzen, dann die Feigen- und Dattelpaste zugeben. Nach zehn bis fünfzehn Minuten Mandeln, Cashews und Pistazien einrühren und unter ständigem Rühren weitere zehn bis fünfzehn Minuten erhitzen. Auf einen Teller oder ein Blech geben, mit weiteren Nüssen garnieren und abkühlen lassen. Anschließend in Quadrate oder Diamantformen schneiden. Im Kühlschrank aufbewahren.

Murmure Chiwda © Cook's Hideout
Nimki © Cook's Hideout
Rajasthani Badam Halwa © Cook's Hideout
Feigen-Dattel-Nuss-Riegel © Cook's Hideout

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