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Sonntagsessen Endgegner Kohldampf

Kinder haben ihren ganz eigenen Geschmack, wenn es ums Essen geht. Und Eltern häufig wenig Zeit. Diese ausgewählten Rezepte sind eltern- und kinderfreundlich. Von

Kochen kann die Hölle sein. Wenn man beim Einkaufen mal wieder die Hälfte der Zutaten vergessen hat, wenn das fertige Gericht nicht aussieht wie auf dem Foto oder wenn es wirklich schnell gehen muss, weil drei hungrige Menschen am Tisch sitzen. Als Ehefrau eines Feuerwehrmanns weiß Katie Bryson sich zu helfen, wenn es brennt. Die Rezepte ihres Blogs Feeding boys sind nichts für Gourmets, sondern einfach, schnell und sättigend. So wie ihr SOS-Gericht Mac and cheese mit Brokkoli.

Üblicherweise plant die Britin eine Woche im Voraus, was auf den Tisch kommt und kauft entsprechend strategisch ein. Als Mutter zweier Söhne hat sie sich von der Vorstellung befreit, alles selbst herstellen zu müssen. Statt Croûtons von Hand zu rösten, greift sie auf Cornflakes zurück, der Teig ihrer Ziegenkäsetarte kommt auch mal aus dem Supermarkt. Bei solchen Geständnissen bleibt so manchem Foodblogger der Avocadotoast im Hals stecken. Dabei ist das nicht nur in der nordostbritischen Küstenstadt Whitley Bay die Realität, sondern in Familienküchen auf der ganzen Welt.

Für ihr Sonntagsessen bleibt die Bloggerin ihrem Motto treu: schnelle Rezepte für eine hungrige Familie. "Gelegentlich ist meine Rolle als Köchin sehr undankbar", sagt Bryson dazu. "Umso besser, wenn der Aufwand gering und das Ergebnis beeindruckend ist." Gelernt hat sie das nicht zuletzt bei ihrer eigenen Mutter, die früher Autorin des britischen Magazins Good Housekeeping war. "Mein Tipp: alle Reste einfrieren. Von überreifen Bananen über Zitronenscheiben bis hin zu geschnittenen Zwiebeln. Auch das spart Zeit und Nerven." Brysons Hauptgericht, ein mit Ahornsirup und Senf gegrilltes Hähnchen, ist ein echter Sattmacher. Denn auch das ist Realität: Mit einer veganen Buddha Bowl braucht man ausgehungerten Teenagern nicht zu kommen.

Zutaten für gegrilltes Hähnchen mit Ahornsirup und Senf

  • 4 Hähnchenbrüste
  • 4 TL Ahornsirup
  • 2 TL Dijonsenf
  • 1 TL Thymianblätter, gezupft
  • 1 TL Olivenöl

Zubereitung

Die Hähnchenbrüste nacheinander in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz flachklopfen. Je flacher sie sind, desto schneller garen sie durch. Anschließend nebeneinander auf einen Teller legen, salzen und pfeffern. Aus den übrigen Zutaten eine Marinade machen – Bryson empfiehlt, sie in einem geschlossenen Marmeladenglas zu schütteln – und diese über die Hähnchenbrüste gießen. Den Teller mit Klarsichtfolie umwickeln und für mindestens 20 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Marinade durchziehen kann. Anschließend in einer Pfanne in Olivenöl beidseitig anbraten. Mit grünem Salat und Kartoffeln servieren.

Brotaufstriche © Feeding boys

Für den kleinen Hunger davor oder danach empfiehlt Bryson ihre neun verschiedenen Brotaufstriche. Von Schinken mit flüssigem Cheddar über weiße Bohnen mit Tahini bis hin zu zimtigem Frischkäse mit Ahornsirup und Blaubeeren– diese simplen Rezepte werten jede Lunchbox auf.

Halloumi-Tacos mit dreierlei Bohnen und Rotkrautsalat © Feeding boys

Auch die Halloumi-Tacos mit dreierlei Bohnen und Rotkrautsalat eignen sich als Proviant für Brysons Mann und ihre Söhne genauso wie als Fingerfood für Gäste. Die Mühe, den Krautsalat selbst zuzubereiten, kann man sich sparen.

Mango-Kokosnuss-Curry © Feeding boys

An fleischfreien Tagen kommt ein Mango-Kokosnuss-Curry auf den Tisch. Als zusätzliche Sättigungsbeilage reicht Bryson Naan-Brot.

Gebratener Reis mit Garnelen © Feeding boys

Und weil zu einer ausgewogenen Ernährung auch Fisch gehört, ergänzt Katie Bryson ihr Menü mit gebratenem Reis und Garnelen. Es schmeckt aber auch mit Hühnchen oder Tofu. Zum Schluss darf noch einmal gemogelt werden: Wenn es ganz schnell gehen muss, greift Bryson auf Reis aus der Mikrowelle zurück.

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