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Sonntagsessen Einmal durch den Großstadtgarten

Die Zwillinge Maria und Sophia Giesecke machen regelmäßig die Restaurants der Hauptstadt unsicher. Für uns haben sie aktuelle Food-Trends zum Nachkochen zusammengestellt. Von

Auf die Frage nach ihrem ultimativen Küchentrick antwortet Maria Giesecke: "Schafft euch eine Schwester an, die sehr gut kochen kann. Stellt euch ein wenig dämlich an, lasst zum Beispiel mal etwas anbrennen, und spart nicht mit Lob. Gut möglich, dass ihr dann regelmäßig bekocht werdet." Praktischerweise gibt es diese Schwester, sie heißt Sophia. Gemeinsam mit Kai Kreuzmüller betreiben die Zwillinge aus Berlin den Blog In Search Of. Geprägt hat sie die Küche ihrer Brandenburger Kindheit, da gab es Gerichte wie Kartoffeln mit Quark und "Buttermilchdansch", eine Art Kartoffelauflauf mit Buttermilch und Leinöl. Was den Fleischverzicht betrifft, richten sich die beiden Um-die-dreißig-Jährigen nach ihrer Großmutter, die seit vierzig Jahren Vegetarierin ist. Trendsetterin!

Apropos: Als Mensch mit einem Hang zu Gemüse ist man in Berlin gut aufgehoben. Besonders angetan sind die beiden Schwestern von "gesunden Rezepten, die einfach zuzubereiten sind, den Geldbeutel nicht zu sehr belasten, trotzdem beeindruckend aussehen und schmecken". Glücklicherweise mengen sie ihren Rezepten obendrein eine gute Portion Selbstironie bei. Ihr Sonntagsessen versammelt alle aktuellen Food-Trends. Schließlich wohnen die drei in der deutschen Hauptstadt. Für wen die Schwestern am liebsten kochen? "Ich glaube, Sophia kocht am liebsten für mich, auch wenn sie das nicht gerne zugibt", bemerkt Maria Giesecke, deren Spezialität nach eigener Aussage immer schon "Gemüsepfanne" war. Neuerdings ist dieses Gericht besser bekannt als die trendsichere Buddha Bowl.


Zutaten für Buddha Bowl mit Kichererbsen und Quinoa

  • 1 Tasse Quinoasamen
  • 1 Glas eingelegte Kichererbsen
  • 2 Karotten
  • 1 Gurke
  • Radieschen
  • 1 Avocado
  • 1 Zucchini
  • Feldsalat
  • Currypulver
  • Chilipulver
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Für das Dressing:

  • 6 EL Tahini
  • 1 Zitrone
  • Schuss Wasser
  • 4 EL Naturjoghurt oder Sojajoghurt

Zubereitung

Um die Bitterstoffe zu entfernen, die Quinoasamen waschen, bis das Wasser klar wird. Nach Packungsanleitung zubereiten: eine Tasse Quinoasamen mit 2 ½  Tassen Wasser für etwa 15 Minuten kochen lassen. Kichererbsen abtropfen lassen und mit Olivenöl, Currypulver, Salz, Pfeffer und Chilipulver vermengen. Wer möchte, gibt noch etwas Paprikagewürz hinzu. Kichererbsen auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und für 15 Minuten bei 180 Grad im Ofen rösten. Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Zucchini in einer Pfanne mit Olivenöl scharf anbraten und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Tahini mit Zitrone vermengen, Joghurt oder Sojajoghurt unterrühren und die Mischung mit Wasser verdünnen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer und etwas Chili abschmecken. Auf einem Teller anrichten und mit dem Dressing übergießen.

Cold Brew – kalter Kaffee © insearchof.best

Die "Third-Wave-Coffee"-Welle rollt: Latte macchiato war gestern, heute trinkt man wieder Filterkaffee. An warmen Tagen gerne in Form eines Cold Brew, "der coolen Schwester des Eiskaffees".


Fischtacos mit Chilimayonnaise © insearchof.best

Tacos hingegen sind das Sushi der nuller Jahre. In Berlin hat man den beiden Bloggerinnen zufolge ganzjährig das Gefühl, es sei Mexikowoche. Was die Füllung betrifft, ist Variation angesagt: entweder als im Bierteig frittierter Kabeljau mit Chilimayonnaise, als Frühstückstaco mit Ei oder klassisch mit Guacamole.


Süßkartoffelkumpir mit Kichererbsen © insearchof.best

Wer durch Neukölln spaziert, kann sie nicht verfehlen: Kumpir, die türkische Version einer Ofenkartoffel. Gefüllt wird sie nach Lust und Laune, im Fall der Giesecke-Schwestern mit Tomaten, Avocado und Tahini. Gesteigert wird der Hipness-Faktor durch Verwendung einer Süßkartoffel.


Veganes Pad Thai – gebratene Nudeln © insearchof.best

Das letzte Gericht vereint gleich zwei Trends: Streetfood und vegane Küche. Dass es sich beim veganen Pad Thai genau genommen um nichts anderes als gebratene Nudeln handelt, muss man ja nicht verraten.

Kommentare

12 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Wie sind denn die Food Trends 2017? Tut mir leid, daß ich frage, ich weiss es einfach nicht. Gut, daß es diesen Quinoa und Avocado Hype schon länger gibt, das ist nicht an mir vorbeigegangen. Daß man vegane Rezepte mit Namen von nicht veganen Rezepten benennt, das habe ich auch schon länger mitbekommen. Ich finde es da schade, daß man nicht eigene Namen kreiert, wenn es gut ist setzt es sich durch. Wenn nicht hilft auch kein Bezug zu traditionellen Gerichten.

Manche Sachen davon klingen gut bis ok, bei anderen denke ich nicht darüber nach.

Aber jetzt interessiert mich der aktuelle Hype.