Linguine Eine kulinarische Postkarte

Diese Linguine mit Sardellen, Walnüssen und Pecorino schmecken nach einem sonnigen Plätzchen an der italienischen Amalfiküste. Wie man sie zubereitet, sehen Sie im Video. Von

Postkarten gehören zu den wenigen Dingen, die noch von Hand geschrieben werden. Und man braucht gar nicht viel dafür, eine leicht krakelige Schrift, einen schmierenden Kugelschreiber aus der Pension, ein bisschen Salzwasser am Handgelenk und zwei Kleckse Sahneeis am Rand der Karte. Zum Schluss mit einer Briefmarke und ein paar Krümeln Sand dekorieren: fertig ist das Grinsen im Gesicht des Empfängers, wenn er das zerknickte Stück Pappe sechs Wochen später aus dem Briefkasten fischt. Es ist selten so einfach, jemandem eine Freude zu machen.

Die Mahlzeit dieser Woche ist eine kulinarische Postkarte. Und man braucht nicht einmal eine Briefmarke. Dafür aber Linguine, ein kleines Gläschen eingelegte Sardellen, Knoblauch, ein paar Walnüsse und etwas Chili. Im besten Fall auch eine Person, die mit einem isst. Sollten zum Nachtisch Amalfiküsse gereicht werden, empfehlen wir, dass vorher beide Menschen am Tisch von der Linguine essen. Die man übrigens auch durch Tagliatelle ersetzen kann.

Zutaten für zwei Portionen Linguine mit Sardellen

  • 180g Linguine
  • Salz
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • ½ TL Chiliflocken
  • 50g Walnusskerne
  • 4 Sardellenfilets
  • Pfeffer
  • Pecorino
  • Basilikum

Zubereitung

Linguine nach Anleitung kochen, nicht zu weich.

Linguine heißt im Italienischen kleine Zunge. © Elisabeth Rank für ZEITmagazin ONLINE


In der Zwischenzeit Knoblauch, Chiliflocken und Nüsse kurz in Olivenöl braten. Dann die Sardellen hinzugeben und mit dem Holzlöffel andrücken, damit sie anschmelzen.

Sardellen sind übrigens die kleineren, schlankeren Sardinen. © Elisabeth Rank für ZEITmagazin ONLINE

Vom Nudelwasser ein bisschen Flüssigkeit zu den Sardellen gießen. Die Pasta abgießen und einige Minuten in derselben Pfanne mitdünsten. Die Soße eindicken lassen und abschmecken.

Früher wurde Pecorino nur aus Schafsmilch gemacht, mittlerweile mischt man ihm aber auch häufiger Kuh- oder Ziegenmilch bei. © Elisabeth Rank für ZEITmagazin ONLINE

Den Pecorino reiben, darübergeben und mit Basilikum dekorieren. Mahlzeit!

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