© inaisst.blogspot.de

Sonntagsessen Pragmatischer Genuss

Foodblogger sind auch nur Menschen. Die Stress, schlechte Laune und mal keine Lust haben. Diese Sonntagsrezepte pfeifen auf große Inszenierung und schmecken einfach. Von

Beschäftigen sich Foodblogger wirklich den ganzen Tag mit Essen? Wenn Ina Speck die Augen aufschlägt, denkt sie vielleicht an Frühstück, ist aber oft zu faul, sich eines zuzubereiten. Stattdessen klickt sie sich durch die Fotos von anderen Foodbloggern, zum Beispiel von Michael Zee, der auf Symmetry Breakfast Fotos vom perfekten Pärchenfrühstück postet. Alleine abendessen geht Speck in ihrer Wahlheimat Nürnberg nie, zu zweit auch eher selten. Stattdessen kocht sie Nudeln, die so aussehen, dass man sich das dazugehörige Foto schenken kann, wenn man auf Instagram ein Star werden will. Während sie in der Küche steht, schaut sie Netflix. Oder bleibt nach einem anstrengenden Arbeitstag als Architektin gleich auf dem Sofa liegen, "weil ohne Wocheneinkauf nicht immer alles im Haus ist und meine Faulheit mich abends vom Supermarkt fernhält". Ihr liebstes Küchengerät ist keine Kitchen-Aid im Wert eines Kleinwagens, sondern der alte Toaster ihrer Großmutter, ein Hochzeitsgeschenk. Und trotzdem bezeichnet sich Ina Speck als Foodbloggerin und schreibt auf Ina isst. Denn darum geht es ja vor allem.

Am liebsten fotografiert Speck ihr Essen mit viel Schatten. Ihr Sonntagsessen soll die dunkle Seite des Foodbloggings zeigen. Als Erinnerung daran, dass Blogger auch nur Menschen sind mit Brotjob statt Backautomat. "Dark and moody ist für mich die stimmungsvollste Variante, Essen zu inszenieren", sagt die 28-Jährige. "Dabei geht es nicht um einen perfekt arrangierten Teller oder ein wahnsinnig aufwendiges Rezept." Das Innere ihrer Mohntarte mit Zitronencreme ist pechschwarz. Stimmungsaufhellend wirkt sie garantiert trotzdem.

Rezept für Mohntarte mit Zitronencreme

Zutaten:

Für den Boden

  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Puderzucker
  • 150 g Margarine
  • 50 ml kaltes Wasser

Für die Mohnfüllung

  • 125 g gemahlener Mohn
  • 1 EL Butter
  • 100 ml Milch
  • 3 EL Zucker

Für die Zitronencreme

  • 200 g Frischkäse (Natur)
  • 1 EL saure Sahne
  • Saft einer Zitrone
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 Päckchen Vanillezucker
  • eventuell 1/2 TL Guarkernmehl

Für den Zitronensirup



  • Saft einer Zitrone
  • 3 EL Zucker
  • Zesten einer Biozitrone zum Dekorieren 

Zubereitung

Eine Tarteform (Ø 24 cm) buttern. Mehl, Salz, Puderzucker, Margarine und Wasser in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.
 In der Zwischenzeit den Sirup zubereiten. Dafür Zucker und Zitronensaft in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und weitere fünf bis zehn Minuten einkochen lassen. Vom Herd nehmen und beiseitestellen. 


Milch, Butter und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Mohn einrühren und abgedeckt kurz quellen lassen.

In der Zwischenzeit den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, in die Tarteform geben und den Rand nach oben ziehen. Mit einer Gabel mehrmals den Boden einstechen und die Mohnmasse darauf verteilen. Bei 180° C Umluft für 40 Minuten backen.


In der Zwischenzeit alle Zutaten für die Zitronencreme miteinander verrühren. Sobald der Kuchen komplett abgekühlt ist, die Creme darauf verteilen. Zum Schluss mit Sirup beträufeln und mit Zitronenzesten verzieren.

Omas Schnittlauchsoße © inaisst.blogspot.de

Ein schnelles, leichtes Wieder-Kind-Sein-Gericht: Omas Schnittlauchsoße, die hervorragend zu Pellkartoffeln passt.


Bergkäserisotto © inaisst.blogspot.de

Risotto ist immer eine gute Idee. Dunkle Wintertage werden heller, Sommertage schmecken nach Italienurlaub.


Asiatische Hackfleischpfanne © inaisst.blogspot.de

Dunkel, fast schwarz ist das Fleisch dieser asiatischen Hackfleischpfanne. Ein schöner Kontrast zum weißen Reis.


Orientalische Brownies © inaisst.blogspot.de

Seit ihrem Dubai-Urlaub gehören Datteln zu den Grundzutaten in Specks Küche. In herzhaften Salaten oder zu Fleisch genauso wie in diesen orientalischen Brownies.

Kommentare

18 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren