© Thomas Vonier

Sonntagsessen Papa, mir schmeckt's nicht!

Manchmal ist es sogar gut, wenn die Kinder das Essen nicht mögen. Von dem mit Gin gebeizten Lachstartar bleibt so mehr für die großen Esser. Der Spargel wird geteilt. Von

Thomas Voniers härteste Kritikerin ist seine Tochter: "Mein Papa kann total toll kochen – leider schmeckt es mir immer nicht." Wie kann das sein? Schließlich ist Vonier im Hobbykochen Profi, zumindest was die schwäbischen Krautkrapfen betrifft, die ihm zufolge niemandem in der Familie besser gelingen. Seine eigene Kindheit vereinte das Beste aus zwei Welten: "Bei mir zu Hause gab es typisch bayerische und schwäbische Küche ohne viel Schnickschnack. Mehlspeisen, Apfelstrudel, Dampfnudeln, Kaiserschmarren …" Was heute auf den Tisch kommt, dokumentiert der Münchner auf seinem Blog omoxx. Ein Spiegelei-Vater ist er nicht. Wenn es schnell gehen muss, gibt es Zwiebelkuchen, Spaghetti Carbonara oder Pizza, natürlich selbst gemacht.

Für uns entwirft Vonier ein Menü rund um sein aktuelles Lieblingsgemüse: Spargel. Wie fast alle frischen Lebensmittel kauft er Spargel bevorzugt auf dem Pasinger Viktualienmarkt. Seine Vorspeise, mit Gin gebeizter Lachs, ist etwas für Erwachsene. Immerhin kann seine Tochter dann nicht behaupten, es schmecke ihr nicht.

Rezept für mit Gin gebeizten Lachs

Zutaten

  • 400 g Wildlachs mit Haut
  • 3 EL Gin
  • 40 g Salz
  • 60 g Zucker
  • 1 Bund Dill
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • 1 Biozitrone 
  • 150 g Crème fraîche
  • 3 EL Olivenöl
  • etwas Limettensaft

Zubereitung

Lachs abspülen und trocken tupfen. Gräten entfernen. Mit Gin einreiben.

Salz und Zucker mischen, über den Lachs streuen und diesen mit Zitronenabrieb belegen. Etwa die Hälfte der Kräuter fein hacken und über den Lachs geben.

Mindestens einen, besser zwei Tage luftdicht in Folie verpackt im Kühlschrank beizen. Am besten geht das, wenn man den Fisch mit einem Teller beschwert.

Aus dem Kühlschrank nehmen, abspülen, trocken tupfen und von der Haut ablösen.

Die dünnen Seiten des Lachs abschneiden, diese werden später zu Tatar verarbeitet.

Das dickere Mittelstück mit etwas Olivenöl bestreichen und in den übrigen feingehackten Kräutern wälzen, sodass eine Kruste entsteht.

Für das Tatar die dünnen Lachsstücke sehr fein würfeln, dann mit Crème fraîche und Senf vermischen. Mit Limettensaft, etwas Gin und eventuell Salz abschmecken.

Tatar und Lachsstücke auf einem Teller anrichten. Dazu passt frisches Baguette und Gurkensalat.

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Rinderrouladen mit Dinkelgemüse © Thomas Vonier

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