© Katharina Laurer

Sonntagsessen Hygge mit Zimt

Skandinavische Gemütlichkeit lässt sich auch im Sommer ganz einfach herbeibacken. Mit diesen Rezepten für finnischen Hefezopf, Waffeln oder schwedische Zimtschnecken. Von

Wenn das Leben dir Zimt gibt, mach Schnecken daraus. Nach diesem Prinzip lebt Katharina Laurer, Autorin des Blogs Wienerbrød. Worum es dort geht, verrät der Untertitel Backen mit einer Prise Skandinavien. So oft wie möglich verlässt die 40-Jährige ihre schwäbische Wahlheimat in Richtung Norden. Besonders Dänemark hat es ihr angetan, dort hat sie sogar eine Zeit gelebt. Zu Hause in Stuttgart empfiehlt sie die Breuninger Confiserie für Macarons und Törtchen und für einen Nachmittag mit guten Freundinnen die Riceteria im Korbmayer. Ihr Vorbild in Sachen skandinavischer Backkunst ist der Däne Claus Meyer, Mitbegründer des berühmten Noma.

Im Gegensatz zu ihrer geliebten dänischen Küchenmaschine muss Laurer ihre Lieblingszutat nicht importieren. Zimt eignet sich für Gebäck in allen Variationen. Einen Tipp hat die ausgebildete Vertriebsingenieurin: "Hefeteig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen, das spart Zeit, wenn frisches Hefegebäck auf den Frühstückstisch kommen soll." Schnell gehen muss es bei diesem finnischen Hefekranz nicht, schließlich ist heute Sonntag. Was die Skandinavier uns voraushaben, ist ja vor allem eines: hygge, zu Deutsch "Gemütlichkeit".

Rezept für Pulla, den finnischen Hefekranz

Zutaten für den Teig:


  • 10 g frische Hefe
  • 165 ml Wasser, lauwarm
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Zucker
  • 1 TL Kardamom, gemahlen
  • 250 bis 275 g Mehl
  • 65 g Butter, Raumtemperatur

Für die Füllung:


  • 4 EL Muscovado-Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 35 g Butter, Raumtemperatur

Für die Glasur:

  • 
2 bis 3 EL Milch
  • Hagelzucker

Zubereitung

Hefe in lauwarmes Wasser geben und mit einem Schneebesen so lange rühren, bis sie sich vollständig aufgelöst hat. Salz, Zucker und Kardamom unterrühren. Mit Hilfe einer Küchenmaschine oder eines Handmixers 3/4 des Mehls einrühren, am besten gelingt das mit dem Schneebesenaufsatz. Anschließend mit dem Knethaken erst die Butter in Stückchen einarbeiten, dann das restliche Mehl. So lange kneten, bis sich der Teig zu einer Kugel formt. Eventuell mehr Mehl zugeben. Den Teig für etwa 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.


In der Zwischenzeit in einer kleinen Schüssel Zucker und Zimt mischen.

Nach Ablauf der Zeit den Teig zu einem Rechteck ausrollen, deutlich länger als breit. Der Teig sollte höchstens 5 mm dick sein. Mit Butter bestreichen und mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen. In der Mitte längs durchschneiden und beide Hälften zu einer langen, dünnen Rolle aufrollen.

Auf einer Seite gleichmäßig einschneiden. Beide Rollen umeinanderschlingen und zu einem Kranz formen. Auf ein Backblech legen, mit Milch bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Bei 200 Grad für 20 bis 25 Minuten backen.

Wienerbrød Snegler © Katharina Laurer

Statt nur aus Hefe bestehen diese dänischen Wienerbrød Snegler zusätzlich aus Blätterteig.

Zimtschneckenwaffeln © Katharina Laurer

Von Dänemark nach Norwegen: Blaubeeren kommen dort rund um die Uhr auf den Tisch, als Marmelade zum Frühstück, nachmittags mit Vanilleeis oder abends zu Wildgerichten. Laurer kombiniert sie mit warmen Zimtschneckenwaffeln.

Kanelbullar - Schwedische Zimtschnecken © Katharina Laurer

Am 4. Oktober feiern die Schweden den Kanelbullens Dag. Die Bloggerin feiert mit.

Kanelknuter © Katharina Laurer

Und noch einmal Schweden. Trotz Marzipan-Nuss-Füllung schmecken diese Kanelknuter an Mittsommer genauso gut wie an Weihnachten. Smaklig måltid!

Kommentare

16 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Na ja, ich habe aber noch nie deutsche Gemütlichkeit gesehen. Ihr habt zwar leckere Kuchen, aber Essen ist halt eben nicht hygge. Hygge ist eine Lebenseinstellung und eine Begebenheit. Und die habe ich nur von skandinavischen Landsmännern in Deutschland erlebt, nicht wirklich von Deutschen.

Nichts gegen Deutschland und Deutsche. Ihr habt dafür andere Qualitäten :-)