© Fabienne Sophie Engel

Sonntagsessen Gutes ohne Gluten

Allergien nerven. Gutes Essen tröstet. Diese veganen Crêpes mit Orange Curd sind nett zu Kopf und Körper. Genau wie selbst gemachtes Buchweizenporridge und Hirsewaffeln. Von

Pseudogetreide? Das klingt nach Mogelei. Tatsächlich gehört Buchweizen zur Familie der Knöterichgewächse und wurde sogar einst zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Vor allem aber fügt er sich gut ein in das Konzept der glutenfreien Ernährung. Das verfolgt Fabienne Sophie Engel wegen ihres allergischen Asthmas. Ihren Blog freiknuspern versteht sie als Anlaufstelle für Menschen, die unter einer Allergie leiden und trotzdem lecker essen wollen. Im Falle einer Zöliakie, dem medizinischen Ausdruck für Glutenunverträglichkeit, sind das aktuellen Schätzungen zufolge weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Was nicht bedeutet, dass sich die restlichen 99 Prozent keine Inspiration holen dürfen.

Die 24-Jährige Bloggerin lebt in der Nähe von Frankfurt. Eine der lokalen Spezialitäten ist die sogenannte Grüne Soße, die deutschlandweit ihre Fans hat. Engel entwickelte ihre eigene Version ohne Senf und Sahne. Zu Hause im Kühlschrank lagern stets frisches Obst und Gemüse, vegane Joghurt- und Milchprodukte, außerdem Kartoffeln, glutenfreie Pasta, Quinoa, Reis, Hirse, Buchweizen, Saaten und Nüsse. Auswärts essen geht sie zwar eher selten, aber wenn dann ins Wiesbadener Bistro Noglla.


Engels Sonntagsessen steht im Zeichen des Buchweizens und ist kein bisschen pseudo. Auf ein Crêpeeisen kann die Bloggerin gut verzichten, besser gelingen die veganen Crêpes in einer beschichteten Pfanne. Beim Topping ist jeder zu Kreativität aufgerufen. In unserem Fall gibt es Orange Curd, einen herben Fruchtaufstrich, der in Großbritannien klassischerweise zur Tea Time gereicht wird, und vegane Nutella.


Rezept für vegane Crêpes mit Orange Curd

Zutaten

Für die Crêpes

  • 1 EL Chiasamen
  • Eine Prise Meersalz
  • Mark einer Vanilleschote
  • 160 ml Reismilch
  • 30 g Kokosöl
  • 250 ml Mineralwasser
  • 70 g Reismehl
  • 30 g Buchweizenmehl
  • 30 g Tapiokastärke
  • 30 g Traubenzucker

Für zwei Gläser Orange Curd

  • Saft und Abrieb einer Bio-Orange
  • 40 g Reissirup
  • 100 g Traubenzucker
  • 100 g Kokosmus
  • 120 g Pflanzenmargarine, zum Beispiel Alsan
  • 200 ml Reismilch
  • 20 g Speisestärke

Zubereitung

Chiasamen in drei Esslöffeln Wasser zehn Minuten quellen lassen. Anschließend mit Milch, Kokosöl, Vanillemark und Traubenzucker verrühren. Salz, Reismehl, Buchweizenmehl und Tapiokastärke vermengen und unter die Chia-Milch-Mischung rühren, anschließend das Mineralwasser. So lange weiterrühren, bis ein homogener, leicht dickflüssiger Teig entsteht. Sollte der Teig zu fest sein, etwas mehr Milch oder Mineralwasser dazugeben.

Eine Pfanne mit etwas Öl einfetten und heiß werden lassen. Eine Kelle Teig hineingeben und durch Schwenken gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Bei mittlerer Hitze den Crêpe etwa fünf bis acht Minuten backen, bis er sich am Rand löst und die Oberfläche Blasen wirft. Vorsichtig mithilfe von zwei Teigschabern wenden und weitere fünf Minuten von der anderen Seite ausbacken. Auf diese Weise portionsweise mit dem restlichen Teig verfahren.

Für das Orange Curd Orangenschale abreiben und den Saft auspressen, etwa vier Esslöffel davon beiseitestellen. Reissirup, Traubenzucker und Kokosmus mit dem restlichen Orangensaft und der Pflanzenmargarine in einem Topf erhitzen. Sobald die Mischung flüssig ist, Milch zugeben.

Den beiseitegestellten Orangensaft mit Speisestärke verrühren und in den Topf geben. Bei niedriger Hitze und unter ständigem Rühren fünf bis zehn Minuten erhitzen, bis die Mischung leicht eindickt. Sofort in luftdichte Marmeladengläser umfüllen und gut verschließen. Restliches Curd nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren, dort hält es sich einige Tage.

Die fertigen Crêpes direkt aus der Pfanne auf einem Teller zu einem Dreieck einschlagen, mit Orange Curd, frischen Früchten, Nutella und Nüssen garnieren.

Buchweizenporridge mit Rhabarber © Fabienne Sophie Engel

Porridge gehört mittlerweile beinahe schon zu den Frühstücksklassikern. Mit Buchweizen bekommt er eine herb-nussige Note, eine säuerliche durch Rhabarber.

Gepuffte Buchweizenriegel © Fabienne Sophie Engel

Wirklich knusprig wird es mit den gepufften Buchweizenriegeln. Reissirup und Cashewmus sorgen für Cremigkeit.

Hefezopf © Fabienne Sophie Engel

Engels Familie freut sich über Anregungen. Omas Nachmittagskaffee zum Beispiel wird mit diesem glutenfreien Hefezopf aufgewertet.

Hirsewaffeln © Fabienne Sophie Engel

Waffeln schmecken für Engel wie kaum ein anderes Gericht nach Kindheit. Als Erwachsene genießt sie sie auf Basis von Reismehl, Hirseflocken und Kokosöl.

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