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Italienische Küche Sommer zum Selbermachen

Dieses Sonntagsessen holt die Sonne auf den Teller, auch wenn sie mal nicht scheint. Der Sommer versteckt sich in Bruschetta mit Feigenragout, Panzanella und Cumeobutter. Von

Deutschland ist nicht Italien, das lehrt uns auch dieser Sommer. Krefeld ist nicht Rimini und trotzdem fühlen sich Theres und Benjamin Pluppins dort ausgesprochen wohl. Sie ist von Beruf Lehrerin, er Manager eines Onlineshops. Kennengelernt haben sie sich 2012, "im Internet", wie der 35-Jährige lachend erzählt: "Irgendwie prägt das World Wide Web unser ganzes Leben." Dazu passt, dass das Paar einen Foodblog schreibt. Auf Gerne kochen teilen die beiden jene Rezepte, die sie in ihrer Krefelder Küche zubereiten. Über die Stadt am Niederrhein sagt der von dort stammende Pluppins: "Hier passiert gerade einiges. Mein Tipp ist das vietnamesische Restaurant Green Chili und Phils Burger Bar." Während er gerne einmal mit Tim Mälzer kochen würde, träumt seine 31-jährige Frau davon, einer italienischen Nonna über die Schulter zu schauen.

Das Sonntagsessen der beiden kann Mut machen: "Wir wollten die Jahreszeit und das tolle Wetter im Sommer in Rezepten konservieren, damit man auch an einem regnerischen Tag die Sonne spürt." Ihr Rezept für Bruschetta mit Feigenragout, Ziegenfrischkäse und Coppa holt den Sommer auf den Teller, auch oder gerade wenn draußen die Regenwolken Ciao sagen. Es funktioniert als Teil eines sonntäglichen Antipastibuffets genauso gut wie als leichtes Abendessen nach einem langen Arbeitstag.

Rezept für Feigenragout-Bruschetta mit Ziegenfrischkäse und Coppa

Zutaten:

  • 4 frische Feigen
  • 1 Schalotte
  • 3 TL brauner Zucker
  • 30 ml Gemüsefond
  • 4 EL Rotweinessig
  • 6 Scheiben Coppa oder anderer Schinken
  • 1 Ciabatta
  • Ziegenfrischkäse
  • Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Coppa oder anderen Schinken in einer Pfanne auslassen und auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller geben.

Schalotte schälen und in Scheiben schneiden. Feigen vierteln. Ciabatta in ein bis zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

Zucker in einer Pfanne verteilen, bei großer Hitzezufuhr warten, bis er leicht karamellisiert, dann Feigen und Schalotte hineingeben und gut verrühren. Mit Essig ablöschen. Sobald dieser leicht verkocht ist, Hitze reduzieren, Gemüsefond dazu geben und  köcheln lassen, bis eine sämige Konsistenz erreicht ist.

Butterschmalz in eine heiße Pfanne geben und die Ciabattascheiben darin anrösten. Erst mit Ziegenfrischkäse bestreichen, dann mit Feigenragout und zuletzt einer Scheibe Coppa.

Panzanella © Gerne kochen

Auf Italienisch klingt Resteessen wesentlich verlockender. Als solches bezeichnen die beiden ihre Panzanella, für die man vom letzten Grillfest übrig gebliebenen Brote verwenden kann.

Cumeobutter © Gerne kochen

Cumeo heißt ein Pfeffer, der aufgrund seiner Zitrusaromen wunderbar mit der Grillsaison harmoniert. Zum Beispiel in Form einer Cumeobutter, die das Paar zu Garnelen reicht.

Rum-weg-Hähnchen © Gerne kochen

Noch einmal Resteverwertung der besonderen Art: Das Rum-weg-Hähnchen heißt so, weil bei seiner Erfindung alles verwendet wurde, was noch rumlag und wegmusste. Also Paprika, Knoblauch, Trauben und frische Kräuter.

Orangeneiscreme © Gerne kochen

Bei ihrem Dessert, einer Orangeneiscreme, müssen die Pluppins unweigerlich an ihre deutsche Kindheit denken. An Sommerferien, Tage im Freibad – und ihre Lieblingseissorten Capri und Solero. Wer noch keine Eismaschine hat, sollte sich jetzt eine kaufen. Für ein bisschen mediterranes Flair in zentraldeutschen Küchen. 

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