© Onkel Kethe

Sonntagsessen Fleisch braucht kein Gemüse

Kevin Theermann bloggt über seine große Liebe: Fleisch. Und plädiert dafür, bewusst zu genießen. Sein Rezept für Porterhouse Steak vereint die besten Teile des Tiers. Von

In einem Alter, in dem sich bei Gleichaltrigen die erste Quarter-Life-Krise ankündigt, hat Kevin Theermann schon etwas mehr vorzuweisen als ein abgebrochenes Bachelorstudium. Mit gerade einmal 29 Jahren hat er eine abgeschlossene Kochausbildung hinter sich, einen neuen Job als Webentwickler, ist zweifacher Vater und außerdem eine Art Botschafter für achtsame Fleischkultur. Als Onkel Kethe bloggt er über seine große Liebe, das Fleisch. "Menschen sollten Fleisch bewusst genießen. Qualität statt Quantität", erklärt Theermann seine Mission. Ein gelegentlicher Veggieday ist für ihn selbstverständlich.

Seine Henkersmahlzeit wäre trotzdem Spaghetti Bolognese aus Dry Aged Beef – und der Wirsingeintopf seiner Oma. Burgerfans kommen bei ihm voll auf ihre Kosten, denn die Zutaten dafür – Fleisch, Speck und Burger Buns – hat der gelernte Koch immer vorrätig. Und einen Tipp fürs Zwiebelschneiden: Wasser im Mund verhindert Tränenfluss. Sollte er mal keine Lust auf Kochen haben, besucht er die Restaurants Emil und Hohoffs in seiner Heimatstadt Dortmund oder die Burgerläden Food Brothers und Jimmy Jimsen. 

Bei der Zubereitung seines fleischlastigen Sonntagsessens hört der 29-Jährige Old School Hip Hop. Und rät in der Küche wie am Grill zu Gelassenheit: "In meiner Ausbildung zum Koch hieß es immer: hauptsache gut. Deswegen improvisiere ich so gerne. Fehler passieren, aber in der Regel wird es lecker." Ein Adjektiv, das vielen Foodies sauer aufstößt, dabei ist Theermanns von einem toskanischen Bistecca alla Fiorentina inspirierte Porterhouse Steak genau das: lecker. Es vereint die besten Teile eines Tiers: Filet und Rumpsteak. 

Rezept für Porterhouse Steak

Zutaten:



  • 1 kg Dry Aged Porterhouse Steak

  • 200 ml Olivenöl 

  • 1 Zweig Rosmarin

  • 1 Zweig Thymian
  • 
1 Prise Murray River Salz

Zubereitung:

Grill vorheizen. Vorteilhaft ist eine (heißere) direkte und eine (kühlere) indirekte Grillzone. Fleisch aus der Kühlung nehmen. Sobald der Grill heiß genug ist, das Steak auf der direkten Seite beidseitig ungefähr zwei Minuten angrillen. Nach einer Minute auf der jeweiligen Seite um 45 Grad drehen. 
Kräuter mit den Fingern andrücken. Eine Gusspfanne auf die indirekte Grillseite stellen. Olivenöl und Kräuter darin erhitzen. 
Das von allen Seiten angegrillte Steak in die Pfanne geben. Mit einem Fleischthermometer die Temperatur messen, Ziel ist eine Kerntemperatur von 54 Grad. Darauf achten, dass sich die Nadel an der dicksten Stelle des Fleischs und nicht zu nahe am Knochen befindet. Nach zehn Minuten wenden und mit geschlossenem Deckel solange weiterbraten, bis die Temperatur 52 Grad beträgt. Dann das Steak aus dem Öl nehmen und nochmals kurz auf der direkten Fläche angrillen. Anschließend etwa fünf Minuten ruhen lassen. 
Tranchieren und mit etwas Murray River Salz sofort servieren.

BBQ Chicken Lollies © Onkel Kethe

Als Vorspeise serviert der Grillmeister BBQ Chicken Lollies.

Sommerlicher Grillsalat © Onkel Kethe

Mit diesem sommerlichen Grillsalat werden Vegetarier und Fleischesser Freunde.

Senfbraten © Onkel Kethe

Senfbraten ist ein Klassiker der Düsseldorfer Küche. Theermann wandelt ihn ab, indem er, statt die Bohnen in Speck einzuwickeln, Bacon-Marmelade dazugibt. 

Cinnamon Bacon Rolls © Onkel Kethe

Theermanns dritte Lieblingszutat ist Hefe. Diese kommt in seine Cinamon Rolls mit Bacon.  

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