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Street Food Auf die Hand

Karoline Hatt und Tim Harpers haben einen Traumjob: Sie kochen, essen und schreiben darüber. Uns verraten sie ihr Rezept für Piadina mit Thunfisch, Ziegenkäse und Apfel. Von

Er trinkt seinen Kaffee mit Zucker, sie mit Milch. Sie pfeffert gern nach, ohne Salz geht bei ihm nichts. Sommer und Bettsocken sind für sie kein Widerspruch, Gleiches gilt für ihn und seine Mütze. Karoline Hatt und Tim Harpers ergänzen sich in vielerlei Hinsicht. Nur beim Namen ihres gemeinsamen Blogs hat sie das letzte Wort. Zwar leben die hauptberuflichen Journalisten und Autoren von Hattgekocht in Duisburg, sehen ihren Lebensmittelpunkt allerdings eher in Düsseldorf.

Der Vater von Karoline Hatt stammt aus dem Allgäu, entsprechend oft kamen Kässpatzen, Krautfleckerl und Kaiserschmarrn auf den Tisch. Im Gegensatz dazu ist der 28-jährige Harper mit der Küche des Rheinlands aufgewachsen, etwa Grünkohl mit Pinkel, Kohlrabi und Béchamel oder "Himmel und Äd", einem Kartoffelstampf mit Blutwurst und Apfelmus. Ein Klassiker ihrer Heimatstadt Duisburg ist die Currywurst, der Bloggerin zufolge ein "Grundnahrungsmittel für Berg- und Stahlarbeiter sowie Fußballfans". Gemeinhin erhebe der Ruhrpott den Anspruch, die beste Currywurst der Welt zu machen. Berliner könnten das als Provokation verstehen.

Was früher ein Synonym für eine achtlose Zwischenmahlzeit war, heißt heute Streetfood und kann es mit mancher Gourmetküche aufnehmen. "Auf die Hand" ist auch das Motto von Hatt und Harpers Sonntagsessen. Auf eine Sitzgelegenheit wollen sie dabei allerdings nicht verzichten. "Wir lieben es, mit vielen Menschen am Tisch zu sitzen und das Essen in die Mitte zu stellen." So wie diese Thunfisch-Piadina, ein aus der italienischen Region Romagna stammendes Fladenbrot. Ein bisschen Ruhrpott muss trotzdem sein: Den Teig verfeinern die Blogger mit Curry.

Rezept für Piadina mit Thunfisch, Ziegenkäse und Apfel

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 4 TL Backpulver
  • ½ EL Currypulver
  • 100 ml lauwarmes Wasser
  • Salz

Für die Füllung:

  • 4 EL Ziegenfrischkäse
  • 1 Schalotte
  • 30 g Cheddar
  • 1 saurer Apfel
  • 1 Dose Thunfisch
  • 2 Spritzer Tabasco
  • 1 EL Weißweinessig
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Aus Mehl, Backpulver, Currypulver, Salz und lauwarmem Wasser einen geschmeidigen Teig kneten. Ist er zu klebrig, mehr Mehl hinzufügen.

Ziegenfrischkäse, Schalotte, Cheddar, Apfel und Thunfisch in einer Rührschüssel mit einem Löffel gründlich vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Tabasco abschmecken.

Teig halbieren. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und zu zwei jeweils etwa zwei Zentimeter dicken Fladen formen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die beiden Fladen nacheinander von beiden Seiten goldgelb ausbacken. Aus der Pfanne nehmen, horizontal durchschneiden und aufklappen. Jeweils mit der Hälfte der Füllung bestreichen, wieder zuklappen und für weitere fünf Minuten in der Pfanne backen. Warm servieren.

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Zum Abschluss reichen Hatt und Harpers bretonische Crêpes. Raffiniert werden sie durch zerstoßenes Baiser. 

Kommentare

7 Kommentare Kommentieren

'Klar kann man das auch anders machen, aber dann ist es eben keine Piadina mehr, eher Flammkuchen oder Tortilla.'

Naja, das ist jetzt von der Aussage her auch nicht besser. Flammkuchen wird auch ohne Fett gebacken und Tortilla hat einfach nichts mit einem 'Brotteig' zu tun.

Übrigens steht im Blog: 'Aber was ist eigentlich eine Piadina?

Ein dünnes italienisches Fladenbrot, das auf einer Platte oder ohne Fett in der Pfanne gebacken wird und in der Romagna beheimatet ist. Das Grundrezept ist von Region zu Region verschieden.'

Also den Hinweis auf eine Abwandlung gibt es.