© Meeta K. Wolff

Indische Küche Curry für Weltenbummler

Meeta K. Wolff überwältigt in ihrer Küche mit Aromen aus Indien, vom Persischen Golf und aus den Straßen New Yorks. Zum Niederknien lecker! Von

Von Indien nach Thüringen: Irgendwo auf ihrem langen Weg nach Weimar gestand sich Meeta K. Wolff ihre Obsession für Essen ein. 2003 gelangte die in Mumbai geborene, in Katar, Dubai und den USA aufgewachsene Food-Autorin und -Fotografin in jene Stadt, die so untrennbar mit der Weimarer Klassik, dem Bauhaus sowie Walter Gropius und dessen wegweisenden Designs verbunden ist. Die 45-Jährige arbeitet in Teilzeit an der Bauhaus-Universität, sie hat Hotelmanagement studiert. In Weimar, sagt Wolff, sei sie nach ihren langen Wanderjahren erstmals wirklich zur Ruhe gekommen. Dort lebt sie mit ihrem in Sachsen geborenen Mann und ihrem mittlerweile elfjährigen Sohn.

What’s for lunch, honey? heißt ihr bereits 2003 gegründetes Blog. "Elf Jahre … ich fühle mich wie ein Foodblog-Dinosaurier", sagt Wolff, die Hotelmanagement studiert hat. Sie liebt satte, komplexe Aromen, die nach ihrer Kindheit schmecken: nach "klebrigem Sirup an einem Monsun-Tag in Mumbai und den vor Ghee triefenden Parathas meiner Großmutter und den Zitronen-Pancakes der Mutter meiner besten Freundin in Kuwait. Nach den scharfen Käsewraps, die wir in einem kleinen Geschäft nahe meiner Schule in Doha kauften und jenen unglaublichen persischen Khoresht, das ich mit meinem Vater auf einem Bürgersteig im New Yorker Stadtteil Queens verschlungen habe."

Zu einer ordentlichen Thüringer Rostbratwurst sage sie trotzdem nicht Nein. Auch nicht zu den Rinderrouladen mit Rotkohl und grünen Klößen ihrer Schwiegermutter. Für ihr Sonntagsessen bleibt sie aber ihren indischen Wurzeln treu. Zum Glück! Um das volle Aroma der dafür typischen Gewürze zu entfalten, empfiehlt Wolff, sie von Hand zu mahlen.

Als Hauptgericht serviert sie Keema Matar, ein mit Erbsen verfeinertes Lammcurry der Punjab-Küche, mit der die Bloggerin aufgewachsen ist. Das Rezept stammt von ihrer Großmutter und ist ein wahres Festessen.

Rezept für Keema Matar – Lammcurry mit Erbsen


Zutaten:

  • 700 g Lammhack
  • 1 rote Zwiebel, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 3-4 cm großes Stück Ingwer, zerrieben
  • 250 g frische oder tiefgefrorene Erbsen
  • 1 grüne Chili, fein geschnitten
  • ½ TL Chilipulver
  • 1 TL Korianderpulver
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • ½ TL Garam-Masala-Pulver
  • ¼ TL Kurkuma
  • 2 TL griechischer Joghurt
  • 2 TL Tomatenmark
  • 2 Tomaten, geschnitten
  • 4 Eier, hartgekocht
  • 1 Bund Koriander
  • 1 TL Ghee

Für das Garam Masala:

  • 4 Nelken
  • 4 Kardamomkapseln
  • 2 cm großes Stück Zimtstange
  • 4-5 Pfefferstrauchkörner

Zubereitung:

Ghee in einer großen Bratpfanne erhitzen. Alle Gewürze für das Garam Masala erhitzen, bis sie zu zischen beginnen. Zwiebeln zufügen und etwa fünf Minuten dünsten, bis sie Farbe annehmen. Knoblauch und Ingwer zufügen und einige Minuten weiter braten.

Chili, gemahlenen Koriander, Kreuzkümmel und Kurkuma zufügen. Zehn Minuten unter ständigem Rühren anschwitzen. Sollte die Masse am Boden kleben, mit einigen Spritzern Wasser ablöschen.

Anschließend Tomatenmark und frische Tomaten einrühren. Gut mischen, dann griechischen Joghurt zufügen und einige Minuten anschwitzen. Die Hitze reduzieren und für etwa fünf bis acht Minuten köcheln lassen, bis eine ölige Konsistenz erreicht ist. Dann die Hitze wieder erhöhen und grüne Chili und Lammhack in die Pfanne geben. Alles gut verrühren, dabei entstehende Klumpen mit einem Holzlöffel trennen.

Sobald das Fleisch gleichmäßig gebräunt ist, 120 Milliliter Wasser zufügen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss erst die Erbsen einrühren, dann Garam-Masala-Pulver. Abschmecken. Einige Minuten weiter kochen, bis die Erbsen gar sind. Die Konsistenz des Currys sollte feucht sein, aber nicht flüssig.

Curry in eine Schüssel geben, ein halbes hartgekochtes Ei pro Portion dazugeben und mit frischem Koriander bestreuen. Mit Ghee und Chiliflocken verfeinern und sofort servieren. Dazu passt indisches Brot: entweder warmes Pita, Roti oder Paratha.

Granola © Meeta K. Wolff

Fürs Frühstück lässt sich Meeta K. Wolff von ihrem ehemaligen Wohnsitz, den USA, inspirieren. Neben Mandelbutter, Ahornsirup und Zimt enthält ihr Granola vor allem viele verschiedene Nusssorten.

Kumquat-Marmeladenkuchen © Meeta K. Wolff

Wer lieber Marmeladenbrot als Müsli isst, sollte es mal mit diesem Kumquat-Marmeladenkuchen versuchen.

Sellerie-Kohlrabisuppe © Meeta K. Wolff

Mit einer Sellerie-Kohlrabisuppe kann man auch in Thüringen überzeugen. Exotisch wird sie durch Zugabe von Kokosmilch, Ghee und Chia-Samen.

Blumenkohl-Couscous mit Fenchelsamen und frischem Koriander © Meeta K. Wolff

Die indische Küche ist ein Traum für Vegetarier. Wer daran zweifelt, sollte diesen Blumenkohl-Couscous mit Fenchelsamen und frischem Koriander probieren.

Kommentare

22 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren