© Tobias Müller

Sonntagsessen Gib dem Fisch Saures

Der Hobbybäcker Tobias Müller liebt es rustikal- saisonal: Sein Menü verbindet frischen Lachs mit frühherbstlichem Pilzgenuss. Am Ende setzt er dann auf Konfitüre. Von

Der Blogger und Kochbuchautor Tobias Müller beschreibt sich als einen "Mann, der nicht nur backen kann", was erst mal auf kulinarische Genüsse hoffen lässt. 

Aufgewachsen ist der 38–Jährige im Ruhrgebiet mit einer "bürgerlich-bodenständigen Küche", seit 15 Jahren lebt er in Offenbach am Main. Bei aller Liebe zu den hessischen Spezialitäten geht ihm doch nichts über Schwarzwälder Kirschtorte. "Meine Henkersmahlzeit", wie Müller sagt, in dessen Küche alles penibel abgewogen wird und der immer gleiche Song in Endlosschleife läuft. 

Müller backt zu jedem Anlass: egal, ob Geburtstag, Umzug oder Kaffeekränzchen. Sein Lieblingsessen mutet dagegen rustikal an: Grünkohl mit Mettenden. Auch sein Blog Kuchenbäcker hält nicht nur süße Rezepte bereit. Ganz im Gegenteil.

So ist Müllers Sonntagsmenü ein herzhaftes geworden und hat mit Backen erst mal so gar nicht so viel zu tun. Als Hauptgericht gibt es Lachs mit Zitronensoße, Thaispargel und Drillingen: "Ich wollte saisonale Zutaten wie Pfifferlinge, sommerliche Frische wie Zitronensoße und hatte, ehrlich gesagt, einfach Lust darauf." Mit seinem Faible für Fisch steht Müller, stolzer Besitzer eines Bundesfischereischeins, zu Hause alleine dar. Noch ein Grund für ihn, hier aufs Ganze zu gehen.

Für alle Schleckermäuler, die sich Sorgen machen, zu kurz zu kommen: Zum Abschluss unseres Sonntagsessens wird ein süßes Dessert serviert. Versprochen!

Rezept für Lachs mit Zitronensoße, Thaispargel und Drillingen

Zutaten:

  • 800 g Lachsfilet
  • 200 g Thaispargel
  • 500 g Drillinge (Frühkartoffeln)

Für die Soße:

  • 1 ½ Becher Crème Double
  • 50 ml Fischfond
  • 2–3 EL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • ¼  TL Kurkuma
  • 1 TL Speisestärke
  • 3 TL Wasser

Zubereitung:

Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Drillinge in Rapsöl wenden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und großzügig salzen. Auf der mittleren Schiene des Ofens 30 bis 35 Minuten garen.

Währenddessen Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Thaispargel zwei bis drei Minuten darin blanchieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Etwas neutrales Speiseöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Lachs mit der Hautseite nach oben in die heiße Pfanne geben und so lange anbraten, bis die Unterseite leicht gebräunt ist. Anschließend den Fisch vorsichtig auf die Hautseite drehen und weiter braten, bis er rundum gar ist.

Für die Soße Crème Double, Fischfond und Zitronensaft in einen Topf geben und erhitzen. Unter ständigem Rühren zehn Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Kurkuma würzen. Speisestärke mit Wasser glatt rühren und dazugießen. Weitere ein bis zwei Minuten köcheln lassen und die Soße anschließend in eine Sauciere füllen.

Vor dem Servieren Thaispargel auf einen Teller geben, Lachsfilet daraufsetzen. Drillinge an den Rand legen und den Fisch mit der Soße übergießen.

Bruschetta mit Pfifferlingen © Tobias Müller

Als Vorspeise serviert der Wahlhesse Müller Bruschetta mit Pfifferlingen.

Wassermelonensüppchen mit Ziegenkäse © Tobias Müller

Weiter geht es mit einem Wassermelonensüppchen mit Ziegenkäse, als wehmütigem Abschiedsgruß an unsere Lieblingsjahreszeit. Sommer, komm bald wieder!

Risotto mit eingelegten Meeresfrüchten © Tobias Müller

Neben Kreuzkümmel ist Balsamico die zweite Lieblingszutat des 38-Jährigen. Er verfeinert damit Desserts, Eis, Beeren und dieses Risotto mit eingelegten Meeresfrüchten.

Zitronenpudding mit Konfitürespiegel © Tobias Müller

Und endlich, endlich als süßer Abschluss: ein Zitronenpudding mit Konfitürespiegel.

Kommentare

5 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Sieht ja alles sehr lecker aus, aber ich schrecke vor solchen Tellern mit den schönen Verzierungen zurück. Aus einem Grund: Nach dem Essen von diesen Tellern, so wie sie gezeigt sind, sehen ja wirklich toll aus, muß ich aufstehen und an die nächste Würstchenbude gehen, da esse ich mich satt. Die Portionen auf diesen Tellern sind mir irgendwie zu klein oder zu wenig.