© Vivien Hannah Belschner

Sonntagsessen Salat kann so sexy sein

Vivien Hannah Belschner will, dass sich Fleischesser und Veganer wieder vertragen. Bei ihr kommen deshalb kreative Salate auf den Tisch, die satt und friedlich machen. Von

Ihre Henkersmahlzeit müsste ein Kaiserschmarrn sein, sagt Vivien Hannah Belschner. So weit kein Wunder in ihrer Heimatstadt Wien, die berühmt ist für Strudel, Schnitzel – und  eben Schmarrn, der bei Belschner dann aber bitte vegan sein sollte. Bis vor drei Jahren war sie eine Alles-Esserin, erzählt sie. Heute sei Salat ihr Lieblingsgericht.

Nun gab es an dieser Stelle ja schon öfter Seitenhiebe auf jene Simpsons-Folge, in der Bart seine Schwester Lisa mit deren Vegetarier-Sein aufzog: "Man findet keine Freunde mit Salat!" Eine Behauptung, die in etwa so haltbar ist wie die, dass Omnivoren herzlos sind. Warum so viele böse Worte? Das Beste für beide Seiten wäre eine doppelte Portion Toleranz. Fleischesser und Fleischverzichter: Werdet Freunde! Oder setzt Euch wenigstens gemeinsam an einen Tisch. Vivien Hannah Belschner weiß, wie das geht.

Auf ihrem Blog Vanillaholica teilt die 23-jährige Studentin der Lebensmittel- und Biotechnologie Tipps für Reisen mit vorbildlichem ökologischen Fußabdruck, für Fair-Trade-Kleidung und einen nachhaltigen Lebensstil. Und sie zeigt vegane Rezepte, die weder viel Zeit, noch ausgefallene Zutaten erfordern. Ideal also für Studenten, die keine Lust haben auf Toast Hawaii oder Currywurst. Stattdessen vielleicht auf  Erdbeeren, gepaart mit saftigem Rucola? Klingt leichtgewichtig, aber bei Vanillaholica wird auch an die Sättigungsbeilagen gedacht.

Rezept für Erdbeer-Rucola-Salat mit Mandelrahm-Dressing

Zutaten:

  • 1 Handvoll Erdbeeren
  • Rucola-Salat
  • 200 g Kräutertofu
  • 3 Falafel
  • 1 Handvoll Pinienkerne
  • 1 EL Mandelmus
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Rucola waschen. Erdbeeren putzen und halbieren. Tofu in mundgerechte Stücke schneiden.

Für das Dressing zwei Erdbeeren mit der Gabel zerdrücken und in ein Glas geben. Mit Zitronensaft und Mandelmus mischen und mit Kräutersalz und Pfeffer abschmecken.

Pinienkerne, Falafel und die Hälfte des Tofus in Olivenöl anbraten. Ständig rühren, damit Falafel und Tofu gleichmäßig braun werden.

Rucola und Erdbeeren auf einem Teller anrichten. Tofu und Falafel unterheben, dann mit dem Dressing übergießen. Mit Pinienkernen bestreut servieren.

Mit Süßkartoffeln wird der Spinatsalat zur Mahlzeit. © Vivien Hannah Belschner

Was die Sättigungsbeilage angeht, ist hier die Süßkartoffel der Star. So wird aus einem Spinatsalat ein Gericht mit Sexappeal.

Wer mag, streut Sonnenblumenkerne über den Belugalinsen-Salat. © Vivien Hannah Belschner

Auch Linsen rufen bei manchem Nicht-Veganer schlimme Kindheitserinnerungen hervor. Muss nicht sein, wenn sie so kreativ zubereitet werden wie hier.

Die vegane Zaziki-Variante verzichtet nicht auf reichlich Knoblauch. © Vivien Hannah Belschner

Mit "Kokosghurt" statt Joghurt kann auch der Strenggläubige an der Zaziki-Knoblauchfahne arbeiten. Gyros dazu muss natürlich ausfallen, stattdessen reicht Belschner Kürbispüree. 

Durch die Jahreszeiten: Zum Grapefruitsalat kommen Granatapfelkerne und Walnüsse. © Vivien Hannah Belschner

Und wer jetzt schon Sehnsucht nach dem nächsten Sommer hat, der kann sich vielleicht von diesem Grapefruitsalat mit Granatapfel und Walnüssen trösten lassen.

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