Sonntagsessen Kraft aus Kokos

In diesen Pralinés steckt reinste Energie, die kann man vor Weihnachten gut gebrauchen. Ein Sonntagsessen für alle, die einfach mal ihre Ruhe vor dem Sturm haben wollen. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Elli Riepler lebt in der Nähe von Bregenz am Bodensee, also im Dreiländereck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Beste aus allen Welten vereint sie auch beim Kochen und Backen. Ihr momentanes Lieblingskochbuch? Kochen mit Freunden, in dem der Autor Christian Wrenkh ausschließlich vegetarische Rezepte teilt. "Dabei bin ich weder Vegetarierin, noch koche ich gerne mit Freunden", lacht Riepler. Am liebsten ist sie tatsächlich allein in ihrer Küche, hört Musik und bereitet Gerichte zu, bestehend aus dem, was im Vorratsschrank steht. "Kurze Zutatenlisten und alltagsfähige Rezepte, die wirklich schmecken", dafür kann sie sich begeistern.

Mit ihrer Oma verbindet die Österreicherin die Erinnerung an aufwendig hergestellte Hagebuttenmarmelade. Eine selbst gemachte Marmelade wäre auch etwas für ihre Linzer Törtchen, deren Rezept weiter unten steht. Natürlich kann man auch auf ein fertiges Produkt zurückgreifen. Wenn man wie Riepler zweifache Mutter ist, muss es manchmal schnell gehen. Pragmatisch wurde sie auch im Umgang mit ihrer Reiseleidenschaft. "Bevor wir Kinder hatten, haben mein Mann und ich unheimlich gerne ferne Länder besucht. Momentan stehen eher Kurztrips und Heimaturlaub auf dem Programm." Zum Glück hat sie es von ihrem Wohnort aus nicht weit über die Grenzen von wenigstens zwei anderen Ländern.

In der Vorweihnachtszeit widmet sich Riepler dem, wofür ihr 2014 gegründetes Blog Lieber backen dem Namen nach steht. Für ihr Sonntagsessen schlägt sie diese weihnachtlichen Schoko-Haselnuss-Pralinen vor. Gut möglich, dass die Regel "Mama allein in der Küche" kurz vor Jahresende aufgehoben ist und Rieplers Töchter mitbacken, oder wenigstens naschen dürfen.

Rezept für weihnachtliche Schoko-Haselnuss-Pralinen

 Zutaten:

  • 200 g Vollmilch-Kuvertüre (40 % Kakaoanteil)
  • 125 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 125 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • ausreichend gemahlene, geröstete Haselnüsse zum Wälzen

Zubereitung:

Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen. Einige Minuten auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit Frischkäse, Puderzucker und Vanillinzucker mit einem Handrührgerät gut vermengen, dann geschmolzene Kuvertüre unter die Masse rühren. Etwa dreißig Minuten in den Kühlschrank stellen, bis die Masse fest geworden ist.

Mit einem Teelöffel die Masse portionieren und schnell zu Kugeln formen. Je wärmer sie wird, desto schlechter lässt sie sich verarbeiten. Falls nötig, die noch zu verarbeitende Masse immer wieder für fünf bis zehn Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sie wieder fester wird.

Anschließend in den gemahlenen Haselnüssen wälzen und in Pralinenförmchen platzieren. Luftdicht verschlossen im Kühlschrank einige Stunden fest werden lassen.

Die Pralinen lassen sich sowohl kühl als auch bei Zimmertemperatur lagern.

Fondant-Kekse

Angefangen zu bloggen hat Riepler, als sie während des Mutterschutzes mit Fondant, einer weichen Zuckermasse, zu experimentieren begann. Viele Jahre später backt und bemalt sie im Advent diese Fondant-Kekse. Sie sehen sozusagen wie gemalt aus und eignen sich dementsprechend gut als Geschenk.

Rotkehlchen-Linzer

Der große Auftritt für die selbst gemachte oder wenigstens selbst ausgesuchte Marmelade: Rotkehlchen-Linzer.

Cantuccini mit Mandeln

Italiener genießen Cantuccini das ganze Jahr über. In der Toskana etwa ergeben sie in Kombination mit dem Süßwein Vin Santo einen vollwertigen Nachtisch. Ein Argument, jetzt endlich mit dem Cantuccini-Backen zu beginnen, ist ihr herrliches Mandelaroma. Nüsse gleich Advent, so einfach ist das.

Kokos-Energiebällchen

Auch Kokosmakronen sind für viele nur in vorweihnachtlicher Stimmung genießbar. Stattdessen rollt die Bloggerin diese Kokos-Energiebällchen. Gute Idee, schließlich ist Energie etwas, das man gerade jetzt gut gebrauchen kann.

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