© Lynn Hoefer

Gesunde Rezepte Die Bohne will Dill

Kurkuma und Kreuzkümmel, Zimt und Koriander: Solche Gewürze im Sonntagsessen machen aus Porridge und Eintopf eine exotische Angelegenheit und wärmen wunderbar im Winter. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Aus ihrer Studienzeit in den USA hat Lynn Hoefer folgendes Zitat mitgebracht: "Eat kale to stay healthy, eat grandma's apple cake to stay sane", frei übersetzt: Iss Grünkohl, um gesund zu bleiben – und Omas Apfelkuchen, um auf dem Boden zu bleiben. In der Praxis bedeutet das eine pflanzenbasierte Ernährung ohne Fertiglebensmittel – mit gelegentlichen Exkursionen zu dem, was ungesund, aber dann doch zu lecker zum Verzichten ist.

Hoefer lebt dort, wo sie aufgewachsen ist, im niedersächsischen Lüneburg. "In unserer Region wird Buchweizen angebaut, er kommt bei mir in den verschiedensten Gerichten vor: als Mehl, Porridge oder Proteinbeilage. Regional essen bedeutet nicht immer nur Kartoffeln!" Neben ihrem Masterstudium in BWL absolviert die 27-Jährige derzeit eine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin, ideale Voraussetzung also für ihren Blog Heavenlynn Healthy.

Auch wenn ihr aktuelles Lieblingsessen eine Summer-Roll-Bowl ist, kann sie sich sehr für die kalte Jahreszeit erwärmen. Niemals sonst schmecke warmer Haferbrei besser als jetzt, findet Lynn Hoefer, ganz zu schweigen von Eintöpfen. Generell setzt die Bloggerin auf wärmende Gewürze wie Kurkuma, Kreuzkümmel oder Zimt, von denen sich einige in ihrem Sonntagsessen wiederfinden. 

Als Hauptspeise gibt es Cannellini-Bohneneintopf mit Haselnüssen und Dill. Ein Gericht, das auch Hoefers Vater schmeckt, der oftmals skeptisch ist bei "komischen Gewürzen" wie Cayennepfeffer und Koriander. Die liebe Familie … Dazu passt eine weitere Lieblingsweisheit Lynn Hoefers: "Iss nur Dinge, die auch deine Oma essen würde. Mit Ausnahme von Quinoa. Ich liebe Quinoa!"

Cannellini-Bohneneintopf mit Haselnüssen und Dill

Zutaten:

  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 250 g Champignons
  • 1 Fenchel
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Zucchini
  • 3 Stängel Lauch
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Paprikapulver
  • ½ TL Zimt
  • ½ TL Chiliflocken
  • 4 EL natives Olivenöl
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1,5 l Wasser
  • 4 EL selbst gemachte Gemüsebrühenpaste oder alternativ Gemüsebrühe
  • 3 Dosen Cannellini-Bohnen (ca. 600 g Abtropfgewicht)
  • 1 Zitrone
  • Meersalz und Pfeffer

Toppings:

  • 1 Bund Dill und/oder glatte Petersilie
  • 2 Stängel frische Minze
  • 1 Stängel Koriander (optional)
  • 75 g Haselnüsse

Zubereitung:

Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Kräuter hacken. Zwiebeln und Knoblauchzehen abziehen und grob hacken. Bohnen abtropfen lassen. Haselnüsse halbieren.

Gewürze in einem großen Kochtopf für etwa drei Minuten erhitzen. Olivenöl, Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und etwa zwei Minuten lang scharf anbraten. Nun das geschnittene Gemüse mit Tomatenmark hineingeben und weitere fünf Minuten anbraten.

Mit Wasser beziehungsweise Gemüsebrühe ablöschen und auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach 20 Minuten die abgetropften Bohnen dazugeben und weitere fünf Minuten erhitzen.

In der Zwischenzeit in einer beschichteten Pfanne Haselnüsse drei bis vier Minuten lang ohne Fett rösten.

Den fertigen Eintopf mit Zitronensaft, Meersalz und Pfeffer abschmecken und mit Haselnüssen und Kräutern bestreut servieren.

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