Fehlerlesen Verstehen Sie Deutsch?

Von
© Mónica Rodriguez

Ehe ein Satz im ZEITmagazin oder in der ZEIT gedruckt wird oder bei ZEIT ONLINE erscheint, kommt er ins Korrektorat. Dort wartet unter anderem Oliver Voß auf ihn, der strengste aller Korrekturleser. Von ihm erhält die Redaktion ihre Texte in aller Regel mit dem Status "Korr. mit Not." zurück. Das heißt aber nicht, dass er seine liebe Not damit hatte, sondern es bedeutet "Korrigiert mit Notizen" – also mit Änderungswünschen.

An solchen Not.-Fällen will diese Kolumne Sie teilhaben lassen: Wir zeigen Ihnen jede Woche einen Satz, der in unseren Augen völlig korrekt war. Und der dann trotzdem von Oliver Voß an einer kritischen Stelle mit einer Notiz versehen wurde.

Zuerst sehen Sie nur den Satz ohne Notiz, damit Sie selbst über den Knackpunkt rätseln können. Auf der nächsten Seite zeigen wir Ihnen dann auch die Notiz im Originalwortlaut – und unser gestrenger Kollege erklärt, warum er uns diesen Änderungsvorschlag unterbreitet hat. Damit wir endlich verstehen: Was will der eigentlich?

Sein erster Fall

(Celestine Kpakou, in Deutschland aufgewachsen und nach 13 Jahren nach Togo abgeschoben, beantragt bei der dortigen Botschaft ein Visum, weil sie nach Deutschland zurückkehren möchte.)

Der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol, der früher an Celestines Schule unterrichtet hat, erklärte in einem Brief, dass man sich den Deutschkurs bei ihr sparen könnte.

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