Nackte Männer Rebellen mit Hühnerbrüsten

© cydonna / photocase.de

Von wegen metrosexuell, retrosexuell oder spornosexuell, ein neuer Männertyp prägt die urbane Freikörperkultur: Die Aerosexuellen ziehen blank. Von

Es gab eine Zeit, da gehörte der nackte männliche Oberkörper auf die Baustelle, in den Schrebergarten oder bestenfalls nur in die Privatgemächer. Bereits vergangenes Jahr war es modern, ihn in aller Öffentlichkeit zu präsentieren, jetzt wird es zu einer Plage: Die Männer ziehen blank. Obenrum ist immer Herrentag, sobald das Thermometer die 25 Grad passiert. Durch Parks und städtische Brachflächen keuchen Läufer mit derart schweißtropfenden Oberkörpern, dass man sich schon glücklich schätzt, wenn sie ihre Hosen anbehalten. An der Kassenschlange im Supermarkt könnte man freiliegendes Rückenfell kämmen und beim Mittagstisch in der Sonne wird man von den Brustwarzen fremder Männer angestarrt.

Die nackten Oberkörper sind, wie auch schon der Schnauzbart, ein Lifestyle-Konsens – sepiafarben gedacht. Bisschen Hippie, bisschen Truck Stop. Das Problem der All-inclusive-Hotels ist nun eines des öffentlichen Raumes, nur dass es hierfür weder Warn- noch Verbotsschilder gibt.

In Zeiten, da der Push-up auch als Unterhose für den Mann angeboten wird, in Form von Shapewear mit bum lift (Po-Heber) und frontal enhancement (Penisvergrößerung), ist offensichtlich, dass der männliche Körper sich den gleichen Vermarktungsstrategien unterwirft wie der weibliche. Der hypersexualisierte Mann ist nun nichts anderes als ein Objekt unter Objekten. Armseliger hat Gleichberechtigung nie ausgesehen.

Männern ohne Oberkörperbekleidung kann man kaum noch entkommen. © Chris Hondros/Getty Images

Lange war die Arbeit am eigenen Körper den Working-Class-Heroes der Vorstädte vorbehalten, nachdem das frontalbespoilerte Auto als Politur des Selbstwerts ausgedient hatte. In Fitnesscentern, Tattoostudios, und wenn es weich auf hart kam, auch Waxingsalons, wurde die Körperkunst zur befristeten Vollendung gebracht. Natürlich musste es ein Fußballspieler sein, der die Osmose des Körperkults zwischen Muckibudisten und studentischen Hilfskräften überhaupt erst möglich machte: David Beckham wurde als Mannschaftskapitän der Metrosexuellen gelabelt und als Vorbild verkauft. Er konnte sich herrlich auf heller Bettwäsche räkeln. 

Seit vergangener Woche spricht man nun von Spornosexuals, wenn man jene körperfokussierten Selbstperformer klassifizieren möchte, die aus den Umkleidekabinen Bilder ihres gestählten Torsos twittern. Sporno, jenes Kofferwörtchen aus Sport und Porno, wurde von dem Journalisten Mark Simpson ("Daddy of the Metrosexual, the Retrosexual & the Spornosexual") formuliert, der seit zwanzig Jahren die Selbstkonzepte männlicher Selbstdarstellung etikettiert.

Als Spornosexuals bezeichnet Simpson die Ronaldos dieser Welt: Männer, die ihren Körper täglich im Fitnessstudio retuschieren, sich beim Reden zärtlich an den übertrainierten Brustmuskel fassen und bei inneren Werten an das perfekte Verhältnis von Muskelmasse und Körperfett denken. Ihr Leben ist ein einziger Werbespot für sich selbst und sie fordern für sich mehr babeness ein, als sie ihrer Freundin zugestehen.

Die oberkörperfreien Großstadtmänner sind hingegen nur wenig an der eigenen Körperlichkeit interessiert. Distinktion ist ihnen wichtiger als Diskretion, kraft ihres Geistes verstehen sie sich als Antipoden zu den Körpernarzissten. Die oftmals hühnerbrüstigen Medienagenturmitarbeiter erinnern in Silhouette und Körperteint bisweilen an eine ungebackene Apfeltasche – was sie nicht im Geringsten davon abhält, sich an der frischen Luft überall und sofort frei zu machen. Wir haben es offenbar mit einem gänzlich neuen Typ von Mann zu tun: dem Aerosexuellen.

Männlichkeit wird nicht mehr durch Muskeln demonstriert, sondern durch den Mut, sich als muskellos zu entblößen. Der Aerosexuelle ist von den stets wechselnden Männerbildern seiner Jugend so irritiert, dass er sein sexuelles Attraktivitätsstreben auf die Optimierung des Bartwuchses durch Rasur-Verweigerung und seine Fähigkeit zum Zehn-Finger-Tippen beschränkt. Bei jungen Frauen, die im Retrorausch die bauchfreien Hochzeiten der Spice-Girls mit bunten Büstenhaltern als Oberbekleidung zelebrieren, kommt der Aerosexuelle grundsätzlich irre gut an.

Wahrscheinlich wird der Aero den Sporno ein wenig überdauern. Hallo, mein Name ist Tom und ich bin spornosexuell – das will ja keiner sagen. Im Streben nach der perfekten Männlichkeit müssen aber die Vertreter beider Gattungen noch dazu lernen, denn die plötzliche Körperlichkeit überfordert ja nicht nur Frauen. Also werden wir die Augen schließen, und darauf warten, dass ein Mann zum anderen sagt: Zieh Dir was über!

47 Kommentare

Eigentlich könnte man auch denken, dass wir sonst keine Sorgen haben, wenn es solche Sorgen sind. Andererseits wäre das doch eine Zielgruppe für Hautkrebsvorsorgeuntersuchen, besonders die bleichen Toastscheiben dürften nach ungeschütztem Sonnengenuss eher die Farbe von einem Hummer annehmen.
Wie kann die Zeit hier nur vergessen auf den Sonnenschutz hinzuweisen, dass ist ja fast unverantwortlich!

Berliner Befindlichkeiten.

Die Autorin bleibt ihrem Rezept treu: Äusserlichkeiten im Verhalten des Grossstädters beobachten, diese Äusserlichkeiten in einen geschlechtsspezifischen Kontext setzen (der Schlüsselreiz für Foristen), vermeintliche "Stereotype" erkennen (der rote Faden ihrer Glossen), Deutungshoheit reklamieren, ohne einen eigenen Standpunkt anzubieten, Spott drüberkippen, das ganze mit ein paar originellen Wortschöpfungen und Alliterationen garnieren, und fertig ist der Riemen.

Form statt Substanz. Berlin eben.

@Farbenfreundin das ist keine Satire. Jedenfalls lässt es die Autorin nicht, wie es journalistische Standards verlangen, erkennen. Deshalb bleibt uns nur anzunehmen, sie meint das ernst. Über Satire, schreibt man auch "Satire" drüber, ansonsten wäre es ja den Lesern gegenüber ja ziemlich unfair, sie absichtlich zu veräppeln.

Is notiert: Sandalen dürfen wir nicht mehr tragen, Socken darin schon gar nicht. Kurze Hosen? Pfui Teufel! Schwitzen müssen wir, es sei denn wir haben Oberkörper wie Arnie Schwarzenegger. Werde das nun alles berücksichtigen und freue mich im Gegensatz, keine fetten Würschte mehr zwischen Damen-T-Shirt und tief(f)liegender Damen-Jeans in der U-Bahn sehen zu müssen. Und ich muss sagen, darauf freue ich mich wirklich sehr.

Giftige Reaktionen von empörten Männern wie aus dem Bilderbuch. Hahaha, ich brech zusammen! Leute, das ist eine Kolumne, eine gut geschriebene sowieso! In einer immer prüder werdenden Welt wundert es schon, dass das nur für Frauenkörper gilt - siehe auch die Kampagne #FreeTheNipple.
Nackte Männer in the city... oh sorry, da darf man weder drüber lächeln noch eine Satire schreiben. Schräge Welt...

Ich mach das schon seit dem ich klein bin, was ist daran Mode? Wenn es mir zu heiß ist, ziehe ich mein T-Shirt aus, egal was die anderen denken. Natürlich nicht in der City, in den öffentl. Grünanlagen, am See und am Kanal schon. Da bin ich nicht der einzige. Bei ein paar jungen Männern kann man schon sehen, dass sie dies aus Körperkult machen, bei der Mehrheit geht es jedoch einfach ums Schwitzen und weil es angenehmer ist.

Einfach nur eine weitere Kolumne über Mode, Körper und Körpermode. Ich kann nicht unbedingt eine spezielle Abneigung der Autorin gegen nackte Männerkörper in der Öffentlichkeit erkennen. Es scheint sich vielmehr um eine generelle Abneigung gegen diese Erscheinung abzuzeichnen. Was sie zu dieser generellen Abneigung bewegt, macht sie leider nicht transparent und man darf auch annehmen, dass ihr die genauen Beweggründe selbst nicht ganz klar sind.
Daraus wieder einmal einen Geschlechterdiskurs nach dem Schema Mann vs Frau zu machen, wie es hier in der Kommentarspalte geschieht, erfüllt mich immer noch mit Erstaunen.
Der ganze Genderdiskurs scheint mir in seiner medialen Ablichtung zunehmends eine vergiftete Debatte geworden zu sein, in der sich die Geschlechter lediglich als antagonistische Interessenvertreter gegenüberstehen, ganz so als ob die biologische Kategorie Geschlecht von ebenso dichotomer Kraft wäre wie die Unterscheidung in Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Große Güte, Jungs, geht's

Große Güte, Jungs, geht's noch? Überschrift gelesen, weil man gedacht hat, es wird mal wieder Zeit, die Lederkutte unterm Sofa rauszukramen, auch wenn die in den letzten Jahren in den Schultern bissel weit und um den Bauch ein bissel eng geworden ist? Könnt ihr euch nicht einfach freuen, dass die Kolumne gut geschrieben ist und amüsant? Wer mit seinem Schlips schon über den Boden schleift, muss sich nicht wundern, wenn andere drauftreten. Und wer ein wenig Spott nicht ertragen kann, soll halt was anderes lesen...

Bedenklicher, und vor allem bedrohlicher, als ein paar Männer, die sich mit nacktem Oberkörper in der Öffentlichkeit zeigen, finde ich die vielerorts zu beobachtende Vernichtung der Natur zugunsten moderner Kulturpflanzen.
Dagegen lohnte es sich, sich einzusetzen (wenn man schon eine ästhetische Ader hat)!

Interessanter Beitrag in mehrfacher Hinsicht. Zunächst mal ist die sogenannte „Hühnerbrust“ ein medizinisches Problem, über das man sich genauso wenig erheben sollte, wie über zu kleine Brüste, Sommersprossen oder zu breite Hüften. Das als ersten Punkt zum Thema Intoleranz. Umso bemerkenswerter scheint es ja zu sein, dass zwar die nackten Oberkörper als Aufhänger dienen, das eigentlich Problem der Autorin aber die „häßlichen“ nackten Oberkörper zu sein scheinen. Was in Zeiten der Mädchenmannschaften und Selbstbestimmtheitsblogs eher ein armes Thema ist. Da ändern auch Wortschöpfungen wie Aerosexuell oder Beckham-Vergleiche nix dran. Insofern: Bitte mal die Anti-Sexismus-Nadel wieder eichen...

Liebe Frau Janovsky,

es tut mir leid, dass Sie mit nackten männlichen Oberkörpern nichts anfangen können. Ich gebe Ihnen absolut Recht, dass Sie nicht gezwungen sein sollten, sie anzusehen. Aber wer zwingt Sie? Sie erwähnen „Brustwarzen fremder Männer“, die Sie „anstarren“? Sind es rein anatomisch-logisch nicht eher Ihre Augen, die auf die Brustwarzen starren? Am tiefsten blicken lässt aber dieser Satz: „Durch Parks und städtische Brachflächen keuchen Läufer mit derart schweißtropfenden Oberkörpern, dass man sich schon glücklich schätzt, wenn sie ihre Hosen anbehalten.“ Was hat den das Schwitzen eines Mannes beim Sport damit zu tun, ob er nun eine Hose trägt oder nicht? Vermischen Sie da nicht etwas? Was ich sonst zu Ihrem Männer-Hass-Text denke lesen Sie unter www.jenshealth.de/blog/je...

Herzlichst und vollständig bekleidet,

Ihr Jens Health

"Wenn es Ihnen nicht gefällt

"Wenn es Ihnen nicht gefällt was Sie sehen, dann schauen Sie doch weg." Das scheint für viele Kommentatoren die einzige Antwort zu sein. Hier war die Rede vom öffentlichen Raum, das ist der Ort, der nur durch gegenseitige Rücksichtnahme erträglich ist. Gegenseitige Rücksichtnahme heißt auch, dass man sich in der Öffentlichkeit mit seinen Privatangelegenheiten zurückhält. Dazu gehört auch, dass man nicht durch die Innenstadt schlurft, als ob man Rasenmähen ginge. Aber was soll's: Ich setz mich dann demnächst mit dem Ghettoblaster ins Cafe: "Wenn Ihnen nicht gefällt, was Sie hören, dann halten Sie sich doch die Ohren zu!"

Der Körper des Mannes war schon immer Gegenstand von Spott und Belustigung von Frauen. Da hat die Autorin nichts Neues erfunden.

Es gibt Frauen, die den männlichen Körper in seinen unterschiedlichen Facetten als positiv empfinden. Kommt wirklich in unserer Gesellschaft noch manchmal vor. Wie der Rest der Frauenwelt das macht, dass sie trotz all des Ekels mit Männern dann doch noch schlafen, bleibt das größte Rätsel unserer Zivilisation.

Beim FKK wird seltsamerweise kein Mensch wegen des Aussehens belächelt oder verspottet. Vielleicht ist es einfach Erziehungssache. Doch gerade dorthin würde sich keine Frau heutzutage trauen, zu gross die Scham. Vielleicht projizieren Frauen eigene Probleme einfach auf Männer. Immerhin sind sie endlos grausam gegen sich selbst. Ich kann mich an den Bericht über einen transsexuellen Mann erinnern. Der Mann war endlos glücklich darüber endlich mal ein Männerbäuchlein zu haben.

Tja, Männlein und Weiblein entsprechen in der Regel nicht einem klassischen Schönheitsideal. Und Männlein und Weiblein, sind manchmal oder auch häufiger reichlich schwabbelig beisammen. Und machmal ist ihnen auch ziemlich warm. Dann machen Sie sich frei, so what?! Nicht hingucken ist eine gute Möglichkeit. Und dass mir einer beim Essen mit nacken Oberkörper gegenübersitzt, - nein, das ist mir noch nicht passiert, aber ich lebe schließlich auf dem Land ;-).
Nieder mit der Diktatur des ästhetischen Zeitgeist-Geblubbers!
Ist Ihnen - werte Autorin (ich vermute Sie sind eine Sie) klar, daß sie als Kommentatorin alltäglicher Phänomene und die weniger ansehnlichen Männlein, die sie so harsch angehen eine kollusive Gemeinschaft bilden? Sie gäbe es nicht gäbe es nicht die (und vice versa).

Was uns die Damenwelt seit jeher im Sommer präsentiert, steht dem, was sie im Artikel kritisieren, in absolut nichts nach. Fette Schenkel in Leggings, Schwabbelhintern eingepfercht in Hotpants oder Rettungsringe die unterm Top hervorquellen.. all das dürfen wir Männer uns alljährlich im Sommer angucken. Ist das schön? Nein. Spielt das eine Rolle? Nein. Also lassen Sie doch jedem Menschen seine Freiheit sich so zu kleiden, wie er sich wohlfühlt.
Der Artikel erinnert mich doch stark an jene Feministen, die auch von "stare rape" reden...

Die Grundversorgung (mit Sex) ist in modernen Zeiten absolut gestört also muss sich die moderne Frau und der moderne Mann ganz modern auf der Straße zeigen. Es ist wie ein Placebo-Köder. Nur anschauen - nicht anfassen. Denn in der Nähe beginnen die Ängste, ob man dem pervers hoch gezüchteten Zeitgeist entspricht, der so ziemlich jede Bewegung und jede Kommunikation in Coca-Cola Spots vorgemacht macht. Und viele sind eben keine solche Konsumtypen, erfüllen also die Ansprüche nicht - und steigen um auf berührungsfreien Exhibitionismus. Ein Kompromiss. Eine Verbeugung vor einem idiotischen Zeitgeist. Und eine Kapitulation.

Mal gasnz ehrlich. Die Authorin ja teilweise recht. Aber: Bitte nicht so einseitig liebe Authorin. Was Sie in Bezug auf die Männerwelt schreiben, habe sich nicht nur ich mir im Bezug auch (!) auf die Damen gedacht. Und damit stehe ich nicht alleine.

Grundsätzlich finde ich zu mindestens 80 % weder die aufgedrängte Nacktheit von Männchen noch Weibchen äußerst ästhethisch.

Sei es der von Ihnen zitierte behaarte Männerrücken, sei es das "outfit" der Damenwelt.

Sie werden sicherlich nicht behaupten wollen, dass - ich bitte um Vergebung der adipösen Leser, aber das ist nicht persönlich oder abschätzig gemeint - es sonderlich elegant ist, wenn ein derart knappes Oberteil verwendet wird, so dass für jeden zwangsweise ersichtlich wird, dass der gepiercte Bauchnabel mehr in Höhe Knie als im Bereich der Hüften hängt.
Auch belästigend und aufdrängend sind die - egal bei welcher Statur oder bei welchem Geschlecht - zu niedrig geschnittenen Hosen mit dem supertollen String oder der karierten Shorts, die mittlerweile bei einer Vielzahl von Exhibitionisten bereits im Stand zu sehen sind. Leute, egal welches Geschlecht, egal welche Figur, nicht jeder will Eure baren Hintern oder Eure Unterwäsche uaf Dauer sehen.

Ich weiß auch nicht was die ganze Hetzerei gegen Socken im Sommer bringt. Sandalen, Sandaletten oder wie auch immer. Viele Menschen sollten dringend Socken tragen, ganz egal ob Männlein oder Weiblein. Es ist absolut furchtbar, wenn eine aufgebrezelte "Tussie" mit ungepflegten Füßen in ihren Sandaletten aufkreutz und meint, wunder was sie ist. Ein Großteil der Damenwelt trägt Hornhaut, dass mancher Schleifstein neidisch werden würde. Besonders toll auch wenn die Herrenwelt - dem Aufschrei gegen Socken in Sandalen folgend - ihre ungeschnittenen Zehennägel präsentieren. Die Steigerung mit Nagelpilz lasse ich jetzt einmal außen vor.Wenn eie attraktive Frau schick gekleidet (die Betonung liegt auf gekleidet) zu sehen ist schaue ich nicht weg. Aber was uns tagtäglich zwangsweise serviert wird, das ist schon dreist. Und in einer gewissen Anzahl von Fällen wünscht man sich die Zwangs Burka herbei, alleine um die Furcht vorzeitiger Erblindung zu verrringern.Nein, es ist nicht schönes daran, wenn kaum bekleidete Typen mit barem Oberkörper am Esstisch sitzen. Aber genauso wenig schön ist es, wenn spärlich bekleidete Weiber (abgesehen von einer wirklich schönen Frau) bestenfalls mit einem knappen Bikini am Esstisch sitzen. Das muss nicht sein. Manche Alibi Bikinis verdeckten bestenfalls die Brustwarze, der Rest an Brust, Bauch, etc. quiltt hervor. Das braucht auch niemand beim Essen.

"An meinem Bildnis sollt Ihr

"An meinem Bildnis sollt Ihr mich erkennen" (Jan Böhmermann). Böhmermann? Böhmermann!! Liebe Redaktion, Sie schrecken ja vor gar nichts zurück. Aerosexuell - das heißt also hipsterhibbelige "Lufthoheit über dem Schmalbrustcorpus". Der Luftikus probiert eben alles aus, auch hemd- und hemmungsloses Chestdumping (sic!). Daraufhin würde Böhmermann-geschädigter Poldi (Sie wissen schon, gerade Santo Andre) nur antworten, in ausreichendem Arsenal-English: "Bläck Pugs are Chest without Klose Shave".

Was nackte Haut doch immer an Kontroversen auslösen kann. Der Mensch ist die einzige Spezies, die mit ihrem natürlichen Erscheinungsbild auf Kriegsfuß steht und das dann noch als Merkmal der zivilisatorischen Überlegenheit wertet.

Im Übrigen hätte Frau Janovsky ihre implizite Botschaft auch in weniger Worten abfassen können, nämlich dass nach ihrem Geschmack nur ansehnliche Männer oben herum blank ziehen sollten. Warum um den heißen Brei herumreden? Hoffentlich hört niemand darauf, es lebe die Lockerheit.

Spornosexuell existiert tatsächlich, eine sehr gute Beobachtung Mark Simpsons, aber Aerosexuell, wirklich? Jedes Jahr im Sommer gibt es ein paar wenige Männer, die oberkörperfrei rumlaufen, vielleicht ist ihnen tatsächlich einfach nur zu warm wie hier bereits kommentiert wurde oder das ist ein Großstadtphänomen im ohnehin freien Berlin, wo manch junge Menschen ein lockerers Verhältnis zu ihrem Körper und den Erwartungen der GEsellschaft pflegen?
www.meltemtoprak.de

"An meinem Bildnis sollt Ihr

"An meinem Bildnis sollt Ihr mich erkennen" (Jan Böhmermann). Böhmermann? Böhmermann!! Liebe Redaktion, Sie schrecken ja vor gar nichts zurück. Aerosexuell - das heißt also hipsterhibbelige "Lufthoheit über dem Schmalbrustcorpus". Der Luftikus probiert eben alles aus, auch hemd- und hemmungsloses Chestdumping (sic!). Daraufhin würde Böhmermann-geschädigter Poldi (Sie wissen schon, gerade Santo Andre) nur antworten, in ausreichendem Arsenal-English: "Bläck Pugs are Chest without Klose Shave".

Was nackte Haut doch immer an Kontroversen auslösen kann. Der Mensch ist die einzige Spezies, die mit ihrem natürlichen Erscheinungsbild auf Kriegsfuß steht und das dann noch als Merkmal der zivilisatorischen Überlegenheit wertet.

Im Übrigen hätte Frau Janovsky ihre implizite Botschaft auch in weniger Worten abfassen können, nämlich dass nach ihrem Geschmack nur ansehnliche Männer oben herum blank ziehen sollten. Warum um den heißen Brei herumreden? Hoffentlich hört niemand darauf, es lebe die Lockerheit.

Spornosexuell existiert tatsächlich, eine sehr gute Beobachtung Mark Simpsons, aber Aerosexuell, wirklich? Jedes Jahr im Sommer gibt es ein paar wenige Männer, die oberkörperfrei rumlaufen, vielleicht ist ihnen tatsächlich einfach nur zu warm wie hier bereits kommentiert wurde oder das ist ein Großstadtphänomen im ohnehin freien Berlin, wo manch junge Menschen ein lockerers Verhältnis zu ihrem Körper und den Erwartungen der GEsellschaft pflegen?
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