Gesellschaftskritik Eine grunzzufriedene Feministin

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Miss Piggy © Jens Kalaene / dpa

Her mit dem Champagner! Denn es gibt tatsächlich eine Feministin, die von allen geliebt wird. Miss Piggy bekommt heute, nach mehr als 40 Dienstjahren in der Muppet Show, den Sackler Center First Award des Brooklyn Museums. Sie wird damit als Wegbereiterin des Feminismus geehrt, wie zuvor die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison, die Regisseurin Julie Taymor oder Sandra Day O’Connor, die erste Richterin am Obersten Gerichtshof der USA. Miss Piggy habe "Temperament, Entschlossenheit und Mumm" bewiesen und Millionen von Frauen gelehrt, Hürden zu überwinden, begründet das Museum seine Wahl. "Moi is thrilled" ließ die Lady übermitteln.

Jetzt könnte man meinen, es sei kein gutes Zeichen für den Zustand des Feminismus, wenn seine derzeit würdigste Vertreterin eine Schweinepuppe mit Perlenohrringen und blonder Perücke ist, die noch dazu von einem Mann bewegt wird. Doch wir denken da sehr modern, und finden: Miss Piggy ist fleischgewordener Feminismus, denn auch im Sinne der Gleichberechtigung zeigt sie, dass nicht nur Männer Schweine sind.

Piggy ist eine Frau, die weiß, was sie will, und sich nicht davon abbringen lässt. Dazu zählen Karriere und schöne Klunker genauso wie ihr bürgerlicher Traum von der Ehe mit Kermit und den gemeinsamen Kindern. "Die Erziehungsarbeit", sagt sie, "würden wir uns natürlich teilen." 

Miss Piggy liebt Sex. Oder zumindest was in der Obenrum-Welt der Muppets untenrum so möglich ist: Verbal-Libido, Küsse und ein umwerfendes Temperament. Ob Miss Piggy weiß, dass "sexpositiver Feminismus" aktuelle Debatten anheizt, ist dabei eigentlich egal, denn sie könnte ihn selbst erfunden haben. 

Man kann sagen: Piggy ist grunzzufrieden mit ihrem Körper und lässt sich von Body Shaming und Magermodels nicht beeindrucken: "Stil gibt es in allen Größen. Je größer du bist, desto mehr Stil hast du." Wobei sie dennoch auch Ratschläge für Diäten gibt: "Iss nicht mehr, als du heben kannst."

Miss Piggy ist nicht perfekt, und es ist ihr egal. Sie ist egoistisch, selbstverliebt und manchmal auch aggressiv. "Schönheit liegt im Auge des Betrachters", sagt sie, und hilft mit einem ruppigen Hieb gerne dabei, die ihre zu erkennen.

Mit eben dieser Leidenschaft hat sie sich von einer Nebenrolle zur einzigen weiblichen Hauptrolle bei den Muppets vorgekämpft. Feministin dürfe man sie gerne nennen, sagt Piggy, Hauptsache ihr Name stehe ganz oben auf den Filmplakaten. So funktioniert das Schweinesystem des erfolgreichen Feminismus!

"Liebt euch selbst, dann liebt euch die Welt" rät Miss Piggy. "Und wenn ihr euch nicht selbst lieben könnt, dann fangt erst mal bei mir an und arbeitet euch langsam vor." Eine Frau muss kein Schwein sein, um in dieser Welt etwas zu erreichen. Aber es hilft, eine coole Sau zu sein.

43 Kommentare

Wenn Feminismus zum Selbstzweck wird,müssen eben auch Puppencharaktere als Idole herhalten,es gibt einfach zu viele Frauen, die sich nicht mehr von platten Ideologien die Welt erklären lassen und die ihren gesunden Menschenverstand einsetzen um ihre Alltgasbeachtungen zu erklären,nämlich daß es in der westlichen Welt nicht das Geschlecht ist,daß über Glück und Unglück entscheidet,sondern die indivuduelle Person.Danke liebe Mädels,daß ihr euch nicht einwickeln lasst.

Piggy? Von allen geliebt?

Piggy? Von allen geliebt?

Von mir nicht.

Im Gegensatz zu meinem Teddy, dem ich kürzlich das Bundesverdienstkreuz verliehen habe. Der verteilt gern auch mal einen ruppigen Hieb. Sein Lieblingsopfer ist die Alice-Schwarzer-Puppe ein Regalbrett weiter unten.

Für die Verleihungszeremonie hat sich leider kein Schwein interessiert. Es gab noch nicht einmal einen #Aufschrei.

da scheint mir eine juristische überprüfung durch anwältin sissy krauss aus berlin zwingend notwendig. schließlich werden in der figur der miss piggy frauen 1. mit puppen und 2. mit borstenviechern gleichgesetzt. das ist doch irgendwie menschenfeindlich u- verachtend und sicher auch volksverhetzend-unterdrückend. das gilt im hinblick auf die tierart natürlich besonders für menschinnen mit muslimischem sozialisationshintergrund.

sissy krauss übernehmen sie!!!

aber für piggy gibt's von mir natürlich donnernden applaus, applaus, applauuuussssssss!

@ Frl.Clarissa

@ Frl.Clarissa
Ich habe es noch -nie!- erlebt, dass sich eine Feministin mit Argumenten sachlich auseinandersetzt. Statt dessen bornierte Häme, frei vom Hohen Ross ad nauseam. Bitte seien Sie die erste, die meine (und nicht nur meine) dringlichste Frage in dem Zusammenhang mit dem preisgekrönten Schwein beantwortet: Warum ist ein Double Standard ok? Warum ist es beklatschenswert, wenn eine Frau einen Mann schlägt und eine Abscheulichkeit, wenns anders herum geschieht?
Ich danke Ihnen herzlich für eine ernst gemeinte Antwort ohne Arroganz

Ich werde es wohl nicht verstehen, wie man ein cholerisches, hysterisches Schwein mit Übergewicht und Zügen einer Borderline-Persönlichkeit als Vorreiterin des Feminismus feiern kann.

Aber offenbar fällt auch wenigen Foristen auf, dass es sich bei Miss Piggy um eine scherzhafte Verballhornung eines bestimmten Typs Frau handelt... man rate mal wer damit gemeint ist!
Wem das zuviel ist, der sollte sich überlegen, warum ausgerechnet ein Mann eine solche Figur erfunden hat und was er damit bezwecken wollte.

Vor allem wird so ein sehr schlechtes Bild suggeriert, nämlich das Gewalt ein Durchsetzungsmittel für den Feminismus ist.
Danke für den Artikel, zeigt er doch wie viel in den USA eigentlich schief läuft...

Wer in einer solchen Puppenfigur gleich wieder einen Akt des bösen Patriarchats vermutet und die anderen, komikhaft Überzeichneten männlichen Figuren nicht sehen will, zeigt wie vulgärfeministisch seine Sichtweise ist. Heute wäre so eine Figur mit unangenehmen Charakterschwächen wohl nicht mehr möglich, ohne einen Shitstorm von aufgebrachten Feministinnen zu riskieren. Verbunden mit dem üblichen Amerikabashing wird erst daraus eine Schieflage unserer Kultur.

Endlich mal eine würdige Preisträgerin!
Miss Piggy hatte auch harte Konkurrenz: Daisy Duck, Wilma Feuerstein und March Simpson. Herzlichen Glückwunsch!
Favoritin auf den nächsten Preis dürfe Penny aus The Big Bang Theory sein. Es können nicht immer nur Trickfiguren gewinnen.

köstlich,dieser Artikel

köstlich,dieser Artikel
mann hofft doch das auch Miss Schwarzer mitgelesen hat,Frau lernt auch nie aus
"Miss Piggy ist fleischgewordener Feminismus, denn auch im Sinne der Gleichberechtigung zeigt sie, dass nicht nur Männer Schweine sind."

Man kann Miss Piggys Verdienste um die Emanzipation gar nicht hoch genug einschätzen. Sie war der kreative Mastermind einer Show, der nahezu wöchentlich das traurige Schicksal drohte, von einem inkompetenten grünen Froschmännchen an die Wand gefahren zu werden. Lange vor Roseanne Barr zeigte sie den Comedy-Frauen dieser Welt, wie man im harten Kampf um Sendezeit das kokett getragene Schweinenäschen stets um ein paar Längen vorn behält. Dabei stach dieser vor Sozialkompetenz nur so strotzende Ausbund an weiblicher Teamfähigkeit in unnachahmlicher Manier so hochkarätige Konkurrenz wie Fozzie Bär, Scooter und Dr. Julius Speckschwarte aus. In ihren kapriziösen Roben wickelte sie mit unbestechlichem Charme sogar die beiden größten Kritiker der Sendung, Waldorf und Statler, um ihre zarten Hufe. Nebenbei führte sie in ihrer Funktion als erste Schweinin im Weltall die Raumfahrt in ein neues Zeitalter. Als glamouröse Ärztin "In der Tierklinik" trat sie in die Fußstapfen der berühmten Dian Fossey. Ihre grazile Erscheinung gilt bis heute als unerschütterlicher Beleg, dass Feminismus nicht unbedingt mit einem desexualisierenden Charisma einhergehen muss. Danke Miss Piggy!

Liebt euch selbst, ...

Liebt euch selbst, ...

... dann liebt euch die Welt. Wie fein von Miss Piggy beobachtet. Der Spruch könnte von Jesus sein, für den Eigenliebe Voraussetzung der Nächstenliebe ist: Liebe deine Nächsten wie dich selbst.

Emanzipation ist im Grunde logische Schlussfolgerung aus Jesu Wort, denn Liebe schließt Respekt ein. Man kann also nur (Ehe-)Partner respektieren, die man auf Augenhöhe wähnt. Wer sich für "Abbild und Abglanz Gottes" [1. Kor 11, 7] hält und die Partnerin für den eigenen Abglanz ("die Frau aber ist der Abglanz des Mannes"), wer sich für das Haupt, den Vormund seiner Partnerin hält und sie damit wie ein Kind behandelt, versagt ihr den schuldigen Respekt, der doch notwendige Bedingung für wahre Liebe ist.

Wer meint, als "Gehilfin" [1. Mose 2, 18] für den Partner gemacht worden zu sein, kann diesem ebensowenig auf Augenhöhe begegnen und weist einen Mangel an Respekt vor sich selbst, also an Eigenliebe auf. Da Nächstenliebe nicht nur nicht größer als Eigenliebe sein soll, sondern gar nicht sein kann, ist Emanzipation folgerichtig.

Sexismus ist wie sein eineiiger Zwillingsbruder Rassismus nicht nur gemein, sondern unlogisch. Um das Bedürfnis zu verspüren, sich für Gleichberechtigung (der Geschlechter, der Menschen beliebiger Ethnie etwa) einzusetzen, muss man keine lila Latzhosen und Doppelnamen tragen. Eine gewisse Intelligenz reicht aus.

Tertia Fraudens ...

Tertia Fraudens ...
Seit vielen Jahr'n auf Muppets Bühnen wagt folgendes sich zu erkühnen:
Manch Puppen taten und ein Schwein im Hühnerhof zusammen sein.
Die Gockel, wie oft Männer sind, ein Haufen Huhn und deshalb blind.
Das Schwein ein Weib, wie alle Säue von völliger Naturgetreue.
Die Szenerie war schönstes Ziel von Beifallsstürmen, sie gefiel.
Man trat heran und gab den Zotteln Charakterstärke, je nach Trotteln.
Die besten Sprüche kriegte sie, verbal entblößt das schnöde Vieh.
Miss Piggy schloss nicht träg die Lider, vom Wesen her so gar nicht bieder,
erhob die Stimme voller Zorn und nahm sich gerad' den Frosch aufs Korn.
Das Kermit quiekt, Mann sinnt auf Rache. Doch wägt man ab die Gendersache
der drei Partei'n, erklingt das Lied vom Rollenspiel mit/ohne Glied.
Versagt sei nur den tumben Kerlen der Spaß mit frecher Wörter Perlen.
Halt, bildet sich ein Satz mit "x", dann schallt es gleich: Das ist wohl nix.
Die Muppets krieg'n sich in die Wolle - worauf entschieden werden solle,
wer wohl den meisten Zuspruch hätte. Na, hätte, hätte, Perlenkette ...
trägt nur das Schwein. Das tut verspielt, weil es die schönste Gunst erhielt.
Applaus, Applaus, Applaus!

(Christian, hinterm Morgenstern, verzeih dem Frevler - er tat's gern.
Geraten sei den Logen-Alten: Jetzt einfach mal die Klappe halten)

Sie ist weder moralisierend-vorwurfsvoll-anklagend noch wälzt sie ihre Defizite auf andere ab. Sie braucht keine Ermutigungs-Claqueure und schon gar keine Sau-Beauftragte. Sie muss niemanden klein und schmutzig machen um selber stark zu sein. Was sie will kriegt sie schon - sie braucht keine Sonderprivilegien.
Alles in allem der Gegenentwurf zu unserer heutigen Durchschnittsfeministin.
Ne coole Sau halt ...

Sie ist weder moralisierend-vorwurfsvoll-anklagend noch wälzt sie ihre Defizite auf andere ab. Sie braucht keine Ermutigungs-Claqueure und schon gar keine Sau-Beauftragte. Sie muss niemanden klein und schmutzig machen um selber stark zu sein. Was sie will kriegt sie schon - sie braucht keine Sonderprivilegien.
Alles in allem der Gegenentwurf zu unserer heutigen Durchschnittsfeministin.
Ne coole Sau halt ...

Sie ist weder moralisierend-vorwurfsvoll-anklagend noch wälzt sie ihre Defizite auf andere ab. Sie braucht keine Ermutigungs-Claqueure und schon gar keine Sau-Beauftragte. Sie muss niemanden klein und schmutzig machen um selber stark zu sein. Was sie will kriegt sie schon - sie braucht keine Sonderprivilegien.
Alles in allem der Gegenentwurf zu unserer heutigen Durchschnittsfeministin.
Ne coole Sau halt ...

Sie ist weder moralisierend-vorwurfsvoll-anklagend noch wälzt sie ihre Defizite auf andere ab. Sie braucht keine Ermutigungs-Claqueure und schon gar keine Sau-Beauftragte. Sie muss niemanden klein und schmutzig machen um selber stark zu sein. Was sie will kriegt sie schon - sie braucht keine Sonderprivilegien.
Alles in allem der Gegenentwurf zu unserer heutigen Durchschnittsfeministin.
Ne coole Sau halt ...

Und das sie dann und wann mal zuschlägt (auch gerne mal Kermit) ist auch vollkommen feministisch korrekt? Und natürlich wird es nicht nur so dargestellt als sei es akzeptabel das sie schlägt, es ist sogar eine sich wiederholende Pointe.
Hier mal ein paar bsp.
https://www.youtube.com/w...
https://www.youtube.com/w...
https://www.youtube.com/w...
https://www.youtube.com/w...
https://www.youtube.com/w...
https://www.youtube.com/w...
https://www.youtube.com/w...

Ok, was wollen Sie uns sagen, dass Miss Piggy kein gutes Vorbild ist und sich deshalb als feministisches Motiv nicht eignet oder dass ein Feminismus, der ein solches Vorbild akzeptiert selbst defizitär ist?

Ihnen wird sicherlich aufgefallen sein, dass bei der Muppet Show oft mit Übertreibungen gearbeitet wird, um einen Punkt zu machen (Waldorf und Staler, Sam, Rizzo, etc.) und in diesem Kontext Gewalt auch eher nicht so die Ausnahme ist (Prof. Dr. Honigtau Bunsenbrenner und Assistent Beaker, Crazy Harry & eben auch Miss Piggy sind alle mehr oder minder gewaltverherrlichend).

Das die Message, dass sich Mädchen von Jungs nichts gefallen lassen müssen, auch durch Gewalt transportiert wird mag man bedauerlich finden, aber im Kontext der Serie da dem Feminismus die Schuld geben zu wollen finde ich schon etwas übertrieben.

PS: Ist Ihnen bewusst, dass Gewalt in den allermeisten Kinder und Jugendfilmen und Serien in der ein oder anderen Form vorkommt? Vom Kasperletheater, Max und Moritz und den grimmschen Märchen bis Spongebob, Käptn Blaubär und Tom&Jerry. Da jetzt dem Feminismus nen Strick draus drehen zu wollen - double standard?

@JanNK

@JanNK
Ich gebe nicht dem Feminismus schuld an der Figur oder an den Storylines, allerdings sehe ich es als bedauerlich an das so eine Figur einen Frauen-Preis bekommt und ALS Feministisch gefeiert wird und die Gewalt die sie ausübt vergessen wird.
Zum doppel Standard wie oft finden wohl folgende Szenarien in den von ihnen genannten Sendungen statt.
Gewalt von Frauen an Männer
Gewalt von Frauen an Frauen
Gewalt von Männern an Frauen
Gewalt von Männern an Männer

Es ist auch nicht perse die Gewalt sondern Gewalt die durch den Preis einen feminischtischen Kontext erhält somit andeutet das Frauen, wenn auch fiktional, die Männer schlagen gut genug sind einen Preis zuerhalten. Um es noch mal zusagen, ich gebe dem Feminismus an sich keine Schuld ich sehe es aber als Fehler an eine Figur wie Miss Piggy ALS Feministisch zu betrachten. Aus meiner Sicht tut man damit dem Feminismus, der Opfer sichtbar machen will und für alle da sein will, keinen gefallen.

@jamNK

@jamNK

in der tat ein doppelstandard oder fällt ihnen eine szene ein in der kermit miss piggy schlägt? oder können sie sich vorstellen was los wäre wenn in einem der kinder und jugendfilme eine männliche figur eine weibliche schlägt? natürlich nur "um einen punkt zu machen" (welcher wäre?)? und dann nichtmal der böse ist sondern gefeiert wird?

wie sie wissen gibt es nicht DEN feminismus, es gibt auch vernünftige strömungen die solche doppelstandards ablehnen. diese hier gehört nicht dazu.....

Aber nicht doch. Das Schlagen bei Widerspruch als Running-Gag ist eine erfrischende Durchbrechung „klassischer weiblicher Stereotype“.
Auch mit dem Gedenken an Einstein ("Beim Universum wäre ich mir jedoch nicht sicher"), für mich sehr interessant:
Warum wird Verhalten, dass einem Mann _unterstellt_ wird und zutiefst bekämpft und verabscheut wird, bei einer Frau plötzlich zu einem Symbol von, was haben Sie nochmal geschrieben Frau Thurm? "Entschlossenheit und Mumm"??
Wie wäre es denn mit einer Puppe für die Jungen, die entgegen der Rollenklischees für Männer, Frauen eben nicht als Prinzessinnen behandelt, sondern beleidigt und verprügelt? So. Als. Runninggag. Zur Belustigung der Jungs? Wär das nicht cool?
Feministinnen sind ja immer ganz schnell dabei, von den negativen Folgen durch Filme ect. auf Mädchen zu sprechen, warum gilt dies nicht umgekehrt?
Diese Normalisierung von Gewaltausübung gegen Männer in den Medien kennen wir. Der Filmtod ist ein schönes Beispiel dafür, zB. der Shootout im Polizeirevier in Terminator 2:
https://www.youtube.com/w...
Wir sehen zwischenzeitlich sogar bewaffnete Polizistinnen, zum Sterben dürfen aber nur Männer antreten, und das ist omnipräsent. Gewalt gegen Frauen ist einem Genre ganz groß: Bei Horrorfilmen, weil es die besondere Brutalität des Täters aufzeigt und Schauderndes Mitgefühl erregt. Sterben Männer, who cares! Die vollkommene Objektivierung…und gerade denen die es ändern wollen fällt nichts auf. Einstein-Feministinnen eben!

@kannnichtsein

@kannnichtsein

Sie sagen es, gottseidank gibt es wenig Material, in dem Männer Frauen schlagen (weil damit Stereotypen verstärkt und nicht umgekehrt würden).
Zu Miss Piggy: Bitte setzen Sie die Videos in ihren Kontext. Vor 35, 40 Jahren waren die Geschlechterverhältnisse doch ganz andere. Da war eine Frau, die sich gegen Männer durchzusetzen versteht etwas herausragendes, ein Vorbild. Der Schlag ist das rhetorische Mittel, mit dem der Sachverhalt umgesetzt und auch für Kinder verständlich gemacht wird.

Ich will die Gewalt nicht rechtfertigen oder verharmlosen, aber ich denke, wenn Sie die Figur so aus dem Zusammenhang lösen und auf diesen einen Aspekt abstellen, dann tun Sie der Figur unrecht.

Lassen Sie uns doch einfach froh sein, dass viele moderne Kindersendungen gänzlich ohne Gewalt gegen Frauen oder Männer durch das Gegengeschlecht auskommt - einverstanden? :)

@janNK

@janNK

nun, "es war damals eine andere zeit" hört man als rechtfertigung ja öfters, nur das ein schlag jetzt oder damals ein rhetorisches mittel sein soll ist neu.

nur ist die frage was mit dem heute ist, die muppet show läuft nach wie vor im tv und kinder interessieren oder verstehen nur äußerst selten den historischen kontext (sofern sie denn der prämisse zustimmen dass damals das schlagen von männern als "rhetorisches stilmittel" in ordnung war).
sie erinnern sich an die diskussion um das wort "neger" in kinderbüchern?
wenn sie diesen kindern nun begleitend erklären dass das schlagen als "rhetorisches stilmittel" nicht (mehr) ok ist, wie wollen sie diesen nun erklären dass die figur die dieses wählte 2015 (nicht 1975) einen preis dafür bekommt?

um ihre eingangsfrage nochmal zu beantworten: ja, Miss Piggy IST kein gutes Vorbild ist deshalb als feministisches Motiv nicht geignet bzw. eine feministische strömung der ein solches Vorbild akzeptiert ist defizitär.

"Sie sagen es, gottseidank

"Sie sagen es, gottseidank gibt es wenig Material, in dem Männer Frauen schlagen (weil damit Stereotypen verstärkt und nicht umgekehrt würden)."

Sorry, aber das ist einfach lächerlich. Sie meinen also es gibt ein Stereotyp nachdem Männer frauen schlagen?

Nichts, wirklich nichts ist verpönter, gesellschaftlich stärker sanktioniert als gewalt von Männern gegen frauen.

Wie feministisch verbrämt muss man eigentlich sein um solche Realitäten nicht zu erkennen? "Männer schlagen keine Frauen" das ist das zentrale mem.

Und ich bin der festen Überzeugung dss Männer und jungs mehr Selbstvertrauen gegen frauen brauchen. Schauen Sie sich doch mal an, 70 prozent der dt. Männer reicht es mit dieser gleichstellungspolitik, doch sie halten alle die klappe. Weil man frauen helfen will. Aber es schadet ihnen selber, wenn Männer Bedürfnisse nicht artikulieren. So schaukelt sich dann gewalt auf.

Achja, und die Männer die sich kritisch äußern, werden beschämt und gesilenced. Männer jammern nicht, sie halten die klappe. Und Männer schlagen eben keine frauen, echte Männer tragen sie auf Händen. Aber all dies erodiert...Männer merken wie sie vom feminismus behandelt werden...

@JanNK

@JanNK
Die Videos die ich gepostet hab da ist ein einziges Video vielleicht in dem Zeitraum. Ich bin in den 80zigern geboren für mich ist es Sterotypisch das Männer die Frauen schlagen böse sind, Frauen die Männer schlagen akzeptabel sind.
Das ich mich bei der Figur momentan darauf beschränke, ist lediglich eine Folge dessen das andere diesen Punkt vollständig ausklammern, was auch der Grund dafür ist das sie den Preis erhält. Warum machen sie mir den Vorwurf der Beschränkung und den anderen nicht das sie es ausklammern?
Wie soll ich darauf Hinweisen ohne das ich mich "beschränke"?

Sie haben zuvor noch gesagt "dass Gewalt in den allermeisten Kinder und Jugendfilmen" vorkommt nun sprechen sie von "viele moderne Kindersendungen gänzlich ohne Gewalt". Also allermeist ist für mich eine Synonym für fast alle, wie da noch viele übrig bleiben ist mir ein Rätsel.

Ich hab vorhin ne lange Antwort geschrieben, die das Internet (oder mein unsauberer Umgang damit geschluckt hat). Deshalb jetzt kurz und Bündig @ alle
Lest bitte das:
http://www.netzwerkgegeng...

Da steht drin, dass Inszenierungen von Gewalt eben auch immer mehr ist als Gewalt, dass bei der Frage nach der Rechtfertigung der Darstellung (von Gewalt) auch dessen Kontext und die Absichten der Handelnden mit einbezogen werden müssen und das der Kontexte, in denen die Figuren agieren, ebenfalls entscheidende Faktoren sind (dabei meine ich durchaus auch die Kontexte in denen die Figuren gesehen werden).

Meiner Auffassung nach lassen Sie (alle) in Ihrer Kritik viele dieser Punkte außer Acht, wenn Sie lediglich auf die Gewalttat und das Geschlecht der interagierenden abstellen.
Ich kann Ihre Kritik (Daniel312) nichtsdestotrotz sehr gut verstehen und hätte mir eine breitere Debatte dieses Punktes gewünscht.

Mfg,
JanNK

@janNK

@janNK

sehr schade dass ihre richtige antwort verschwunden ist und sie nur lediglich auf einen link verweisen können. es wäre hilfreich gewesen ihre interpretation und den bezug zum aktuellen thema zu lesen, ohne dies ist die diskussion leider an einem toten punkt.

Sehr schöner, humoriger Artikel der mit einem netten Zwinkern geschrieben ist. Die vielen Doppeldeutigkeiten haben mich jedenfalls sehr erheitert und Mrs. Piggy ist einfach cool IMhO.

Typisch aber mal wieder Kommentare wie von "IchbingegenSchabracken" oder "Zielspieler" die einfach immer noch nichts vom Feminismus begriffen haben und ihre ewig gestrigen Klischees und Vorurteile über 'den' Feminismus aus ihren Mottenkisten herauskramen müssen.

Aber das verdirbt mir den Artikel auch nicht. 8)

Miss Piggy, eine Heldin meiner Kindheit. Ich wollte immer so unbekümmert und drauflos sein wie Sie, meine Mutter meinte aber das zieme sich nicht! :-))
Jedenfalls ist Miss Piggy noch so frisch und zeitlos aktuell, wie vor zwanzig Jahren, was auch die hier kommentierenden Waldorfs und Statlers mit ihren stereotypen Kommentare wieder beflissen beweisen.

Obwohl, NEIN!
Ich will die alten, kauzigen, aber liebenswerten Herrschaften nicht beleidigen. Ich denke es gibt passendere Entsprechungen für die hier regelmäßig zu Frauenthemen kommentierenden Altvorderen, zumindest was deren Kompetenz für Feminismus, zeitgemäßes Rollenverständnis, Einfühlungsvermögen, und allgemein Frauen betrifft. Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper fällt mir da spontan ein, gepaart mit dem Selbstbewusstsein von Dr. Rajesh Ramayan Koothrappali.
Anderseits haben die reflexhaften Kommentare auch Unterhaltungswert in ihrer rührenden einfältigen Klischeehaftigkeit. Also Jungs, schreibt bitte weiter eure kleinen spaßigen Kommentare und erheitert uns Frauen mit eurer antiquierten Weltsicht. ;-)

Haben Sie gerade geschrieben, Frauen sind Schweine? Ich fass es nicht!

"Eine Frau muss kein Schwein sein, um in dieser Welt etwas zu erreichen. Aber es hilft, eine coole Sau zu sein."

Achso. Puh. Nochmal gerettet. Sind also doch nur die Männer Schweine. Und es stimmt, eine Frau muss keine sau sein um etwas zu erreichen. Es reicht einfach frau zu sein...

da haben sie die sexistische preisverleihung nicht verstanden. diesen preis gibt es nicht dafür dass miss piggy eine frau ist sondern ein aggressives, egoistisches schwein was nach ansicht der jury eigentlich eine männerdomäne ist.
man muss einsehen dass ein großteil der bewegung wirklich nur noch aktionistische trollerei ist, als nächstes bekommt vermutlich ein weiblicher wildpinkler oder weiblicher vergewaltiger den preis weil: männerdomäne.

Man kann Miss Piggys Verdienste um die Emanzipation gar nicht hoch genug einschätzen. Sie war der kreative Mastermind einer Show, der nahezu wöchentlich das traurige Schicksal drohte, von einem inkompetenten grünen Froschmännchen an die Wand gefahren zu werden. Lange vor Roseanne Barr zeigte sie den Comedy-Frauen dieser Welt, wie man im harten Kampf um Sendezeit das kokett getragene Schweinenäschen stets um ein paar Längen vorn behält. Dabei stach dieser vor Sozialkompetenz nur so strotzende Ausbund an weiblicher Teamfähigkeit in unnachahmlicher Manier so hochkarätige Konkurrenz wie Fozzie Bär, Scooter und Dr. Julius Speckschwarte aus. In ihren kapriziösen Roben wickelte sie mit unbestechlichem Charme sogar die beiden größten Kritiker der Sendung, Waldorf und Statler, um ihre zarten Hufe. Nebenbei führte sie in ihrer Funktion als erste Schweinin im Weltall die Raumfahrt in ein neues Zeitalter. Als glamouröse Ärztin "In der Tierklinik" trat sie in die Fußstapfen der berühmten Dian Fossey. Ihre grazile Erscheinung gilt bis heute als unerschütterlicher Beleg, dass Feminismus nicht unbedingt mit einem desexualisierenden Charisma einhergehen muss. Danke Miss Piggy!

Miss Piggy, eine Heldin meiner Kindheit. Ich wollte immer so unbekümmert und drauflos sein wie Sie, meine Mutter meinte aber das zieme sich nicht! :-))
Jedenfalls ist Miss Piggy noch so frisch und zeitlos aktuell, wie vor zwanzig Jahren, was auch die hier kommentierenden Waldorfs und Statlers mit ihren stereotypen Kommentare wieder beflissen beweisen.

Obwohl, NEIN!
Ich will die alten, kauzigen, aber liebenswerten Herrschaften nicht beleidigen. Ich denke es gibt passendere Entsprechungen für die hier regelmäßig zu Frauenthemen kommentierenden Altvorderen, zumindest was deren Kompetenz für Feminismus, zeitgemäßes Rollenverständnis, Einfühlungsvermögen, und allgemein Frauen betrifft. Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper fällt mir da spontan ein, gepaart mit dem Selbstbewusstsein von Dr. Rajesh Ramayan Koothrappali.
Anderseits haben die reflexhaften Kommentare auch Unterhaltungswert in ihrer rührenden einfältigen Klischeehaftigkeit. Also Jungs, schreibt bitte weiter eure kleinen spaßigen Kommentare und erheitert uns Frauen mit eurer antiquierten Weltsicht. ;-)

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