Wir müssen reden "Ist das jetzt sapiosexuelles Begehren?"

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ZEITmagazin ONLINE: Auf Dating-Plattformen wie Tinder oder Ok Cupid grassiert seit einiger Zeit die Selbstbeschreibung "sapiosexuell". Die soll zum Ausdruck bringen: Deine Intelligenz ist mir wichtiger als dein Äußeres. Gibt es tatsächlich Menschen, die körperlich erregt werden durch eine Diskussion über Gravitationsantriebe?

Ulrich Clement: Es gibt in der Sexualforschung selten etwas, das ich für ausgeschlossen halte. Auch wenn die körperliche Erregung kein typisches Indiz ist, kann man nicht abstreiten, dass Intelligenz im Zwischengeschlechtlichen ein Werbefaktor ist. Intelligenz ist attraktiv, weil sie verspricht, dass jemand Ressourcen hat und auch auf lange Sicht eine interessante Perspektive bietet. Hinzu kommt, dass das Empfinden von Attraktivität, wie überhaupt jede Emotion, über das Gehirn läuft. Das ist erst mal nichts speziell Sapiosexuelles.

ZEITmagazin ONLINE: Aber womöglich ist es eine Reaktion auf unsere stark von Bildern getriggerten Anbahnungsmöglichkeiten? Eine Rückbesinnung darauf, dass es nicht nur auf ein hübsches Gesicht ankommt?

Clement: Ob das einen Gegentrend darstellt, ist eine interessante Frage. Es gibt zahlreiche Studien, die prüfen, was am Partner als attraktiv gilt. Früher ergab das: An Männern sind es materielle Ressourcen, also Geld, Statussymbole, eine einflussreiche Position, an Frauen ist es ihre Schönheit. Neuere Studien zeigen, dass Frauen an Männern Humor und Intelligenz schätzen. Diese Eigenschaften stechen materielle Ressourcen inzwischen aus.

ZEITmagazin ONLINE: Woher kommt dieser Wandel?

Clement: Die alte Formel gilt umso mehr, je ungleicher die Geschlechter in einer Gesellschaft gestellt sind. In einer traditionellen Gesellschaft, in der Reichtum und Ressourcen in Männerhänden liegen, müssen Frauen mit ihrer Schönheit auf den Markt gehen. Je mehr sich die Gleichberechtigung durchsetzt und Frauen wirtschaftlich unabhängiger von Männern werden, desto weniger zählt diese Formel.

ZEITmagazin ONLINE: Der amerikanische Evolutionspsychologe Geoffrey Miller hat nachgewiesen, dass der IQ eines Mannes mit der Qualität seines Spermas korreliert. Würde das nicht – zumindest aus der Sicht eines Evolutionspsychologen – unmittelbar erklären, warum Frauen auf kluge Männer stehen?

Clement: Die Studie gibt es. Aber ich kenne keine Studie, die belegt, dass Intelligenz direkt die genitale Durchblutung des Gegenübers aktiviert. Und die Frage ist: Braucht man überhaupt eine biologische Erklärung? Kann man nicht die Tatsache, dass Intelligenz attraktiv ist, auch ohne Biologie erklären? Einfach damit, dass der Mann mehr Unterhaltungswert bietet, mehr Vitalität, dass man langfristiger planen kann, um zusammen die Welt zu bestehen. Solche Eigenschaften hängen ebenfalls mit der Intelligenz zusammen – ganz unabhängig davon, was die Spermienmenge hergibt.

ZEITmagazin ONLINE: Der Schluss, den Miller aus seiner Studie gezogen hat, lautet: Männer haben nur deswegen Humor und Intellekt ausgebildet, um auf die Qualität ihres Spermas hinzuweisen.

Clement: Um diese These zu vertreten, braucht es jedenfalls Humor! Aber im Ernst: Forscher wie er gehen sogar noch weiter. Sie sagen, Kultur sei entstanden, weil Männer um Frauen gerungen hätten. Deshalb hätten Männer ihre Höhlen mit Bildern bemalt, Kathedralen gebaut oder große Reden gehalten.

ZEITmagazin ONLINE: Und die Frauen prüfen kritisch, ob das Ganze gut genug ist?

Clement: Das folgt zumindest aus dieser Argumentation. Denn wenn bei Männern die Qualität ihres Höhlengemäldes oder ihrer Rede zur Geschäftsjahresbilanz in direkter Korrelation zu ihrem Sperma stünde, dann ergäbe das Prüfen – zumindest nach Meinung von Evolutionspsychologen – durchaus Sinn.

Ulrich Clement

Prof. Dr. Ulrich Clement ist systemischer Paartherapeut und Sexualforscher. Zuletzt ist sein neustes Buch "Think Love. Das indiskrete Fragebuch" bei Rogner & Bernhard erschienen. In Heidelberg betreibt Ulrich Clement eine Privatpraxis für Coaching, Paar- und Sexualtherapie.

ZEITmagazin ONLINE: Vor allem aber sagt es doch etwas über die potenzielle Qualität der Partnerschaft aus, die ich mit dem tollen Höhlenmaler dann eingehen werde.

Clement: Das ist der wichtigere Aspekt, wenn man schon evolutionspsychologisch argumentiert. Es geht es ja nicht nur um den Kopulationserfolg, sondern auch um die Nachhaltigkeit bei der Brutpflege.

ZEITmagazin ONLINE: Um das beurteilen zu können, darf die Frau aber auch nicht ganz dumm sein.

Clement: Deswegen – so auch Millers Idee – haben sich die Intelligenz von Männern und Frauen im Zuge der Evolution gleichermaßen entwickelt: Die Frauen müssen ihrerseits intelligent sein, um zu erkennen, ob der Mann intelligent ist.

ZEITmagazin ONLINE: Tatsächlich hat man den Eindruck, dass sich im Großen und Ganzen ebenso intelligente Partner zusammentun. Stimmt das?

Clement: Im Durchschnitt ja. Denn wenn der Partner zu dumm ist, enttäuscht er mich dauernd. Wenn er zu klug ist, bin ich enttäuscht, weil ich ihn nicht erreichen kann. Dieses Streben nach Ähnlichkeit hat eine sinnvolle Funktion.

ZEITmagazin ONLINE: Gilt, was den Intellekt betrifft, nie die Aussage "Gegensätze ziehen sich an"?

Clement: Den Fall gibt es schon auch. Nach wie vor gibt es Männer, die sich leichter tun mit Frauen, die nicht so intelligent sind wie sie selbst.

ZEITmagazin ONLINE: Warum gibt es signifikant mehr Männer, die auf Frauen stehen, denen sie intellektuell überlegen sind, als andersherum?

Clement: Weil eine Frau, die den Mann aufgrund seiner Fähigkeiten bewundert, ihn in seiner Männlichkeit stabilisiert. Das nennt man eine narzisstische Kollusion. Die beiden spielen gemeinsam ein Stück: Der eine stellt sich als großartig dar, und die andere bewundert ihn in dieser Großartigkeit. Damit ergänzen sie sich wunderbar.

ZEITmagazin ONLINE: Was habe ich als Frau von dieser Aufführung?

Clement: Dass Sie Teil eines großartigen Menschen sind. Wenn Sie diesen bewundern, werden Sie selbst großartig, weil er ja Sie zur Partnerin hat.

ZEITmagazin ONLINE: Und dieser Mechanismus funktioniert in der beschriebenen Mann-Frau-Konstellation besser als andersherum?

Clement: Für Männer scheint es – zumindest erotisch – nichts herzugeben, eine Frau für ihre Intelligenz zu bewundern. Fragen Sie mal in Ihrem Bekanntenkreis: "Kannst du dir vorstellen, einen weniger klugen Partner attraktiv zu finden?" Die meisten Männer stimmen zu, und die meisten Frauen lehnen dankend ab. Fragen Sie hingegen: "Findest du es attraktiv, wenn dein Partner klüger ist?" Dann ist es genau umgekehrt.

ZEITmagazin ONLINE: Wie kann man das erklären?

Clement: Männer sind leichter kränkbar, was ihren Intellekt angeht. Und Frauen haben ein sehr gutes Gespür dafür, wo sie Männer in ihrer Potenz herabsetzen könnten. Deshalb zeigen sie sich nicht so intelligent, wie sie vielleicht sind. In bestimmten Situationen ist das natürlich ein selbstschädigendes Verhalten, aber beim Flirten kann dieses Verhalten auch klug sein. Wenn Frauen wirkliches Interesse an einem Mann haben, dann lassen Sie es ihm eher durchgehen, dass er ihnen ausführlich die Welt erklärt – auch wenn sie davon normalerweise die Krätze kriegen.

ZEITmagazin ONLINE: Die Amerikanerin Bix Warden will festgestellt haben, dass die Figur der  Bibliothekarin überproportional häufig Protagonistin in erotischen Männerfantasien ist. Wie erklären Sie das?

Clement: Der erotische Kick einer Fantasie läuft immer darüber, dass es ein Hindernis zu überwinden gilt. In diesem Beispiel geht es vermutlich nicht um die Intelligenz der Bibliothekarin, die sich darin äußern mag, dass sie über Bücher Bescheid weiß, sondern um deren Sprödigkeit. Die Bibliothekarin steht ja für eine etwas papierene Persönlichkeit. Der Kick bestünde in der Vorstellung, diese Frau aus der Reserve zu locken und ihr zu zeigen, dass hinter ihren Brillengläsern auch eine Sinnlichkeit lauert. Die zu stimulieren kann sehr erotisierend sein.

ZEITmagazin ONLINE: Auf der anderen Seite gibt es Fälle wie Sokrates, der weder gut ausgesehen haben soll, noch Reichtum oder eine gesellschaftliche Stellung hatte – und den dennoch viele begehrten, nicht nur Frauen im Übrigen. Ein zweieinhalb Jahrtausende alter Beleg für Sapiosexualität?

Clement: Leider ist die Quellenlage zu Sokrates' Liebesleben nicht sehr belastbar. Aber es kann gut sein, denn gerade die Auffälligen, die Humorvollen, die Intelligenten sind die Interessanten. Das gilt generell.

ZEITmagazin ONLINE: An mir selbst habe ich beobachtet, dass ich durchaus davon träume, meinen Lieblingsschriftsteller auf ein tolles Gespräch zu treffen, allein aufgrund der Tatsache, dass seine Sätze in mir viel zum Schwingen bringen. Ist das nur intellektuelle Neugier oder schon ein sapiosexuelles Begehren?

Clement: Zunächst müssen wir festhalten, dass Sie von einer fantasierten Figur schwärmen. Vermutlich ist er ganz anders, als Sie ihn sich aufgrund seiner Bücher ausdenken.

ZEITmagazin ONLINE: Schwärmen? Ich verhalte mich also wie jemand, der an den Lippen seines Lieblingssängers hängt und dessen Bilder googelt?

Clement: Über das Schwärmen dringt das Gefühl in den Körper: Man singt die Lieder, man rezitiert die Worte, man denkt an diesen Menschen. Dadurch wird es embodied, wie Psychologen sagen, das Gefühl wird ein körperliches. Es betrifft dann allerdings den gesamten Körper, nicht nur die Genitalien.

ZEITmagazin ONLINE: Was ist der Unterschied zwischen einem Abend mit einem Mann, der toll ist, weil ich mich blendend unterhalte, und einem Flirt?

Clement: Die Unterhaltung kann durchaus alle Eigenschaften eines Flirt haben. Der Charme des Flirtens liegt in seinem offenen Ausgang: Es kann nichts passieren oder man geht zusammen ins Bett oder es wird eine Liebesgeschichte daraus.

ZEITmagazin ONLINE: Dann kann ich als fest Gebundene gar nicht flirten?

Clement: Doch, es gibt ja noch andere Optionen, als gemeinsam ins Bett zu gehen: Es können sich weitere Gespräche ergeben oder eine interessante Korrespondenz entstehen.

ZEITmagazin ONLINE: Was auch sehr befriedigend sein kann, weil es einen in der eigenen Attraktivität bestätigt.

Clement: Bestätigung ist entscheidend, beim Flirten wie beim Thema Sapiosexualität. Intelligenz kann ja nur für jemanden interessant sein, der seinerseits intelligent ist und gewissermaßen auf sie eingehen kann. Dabei darf der Intelligenzbegriff nicht zu eng gefasst werden, denn eine Frau, die mit einem Atomphysiker zusammen ist, muss mit ihm nicht fachlich diskutieren können. Im Gesprächsniveau, im Humor, im Sprachwitz hingegen braucht dieses Paar eine Ähnlichkeit, ohne die es langfristig wohl nicht miteinander zurecht käme. Es kommt auf die Empathiefähigkeit, das Selbstbewusstsein, die Lebendigkeit eines Menschen an, darauf, dass er mein Resonanzkörper sein kann. Das ist wie bei einer Gitarre, deren Saiten auch nur mit einem entsprechenden Resonanzkörper klingen können.

ZEITmagazin ONLINE: Kann man überhaupt anhand eines gemessenen Intelligenzquotienten Rückschlüsse auf die Qualität des Sex ziehen? Haben die Mitglieder der Partnerbörse von Mensa besonders viel Spaß?

Clement: Ich würde es ihnen gönnen, aber ich weiß es nicht. Jedenfalls gibt es auch für das Gegenteil, für den alten, blöden Spruch "Dumm fickt gut" keinerlei wissenschaftliche Belege.


13 Kommentare

Ich habe den ganz starken Verdacht, hier reden ein nicht sapiosexueller Therapeut und eine nicht sapiosexuelle Reporterin über etwas, was zu erfassen sie deshalb emotional außerstande sind. Entsprechend werden Menschen, die wissen, wie es sich anfühlt (im besten Wortsinne), sapiosexuell zu sein, dieses Interview nur schulterzuckend verfolgen und klar erkennen, daß die beiden nicht nachfühlen können, worüber sie reden. Und dann können sie's auch lassen.

Das soll keine Abwertung sein, aber man kann jeden anderen Trigger nehmen, der eine Komponente zu Erregung beisteuert - wenn die Gesprächspartner ihn nicht teilen, bleibt der Text schal.

@J.Becker: Evolutionsbiologie vs. Kulturanthropologie

"Im Schnitt stammen 80% der Handabdrücke in der Höhlenmalerei von Frauen". Lassen sie sich von solchen Statistiken nicht in die Irre führen! In unserem Fachgebiet sind viele Studien politisch "verseucht"- nur weil die Hände kleiner scheinen, heißt es noch lange nicht, dass es Frauenhände sind.
Und bitte übertragen sie soetwas nicht auf "Sexualität". Ist ihnen mal aufgefallen, dass Abbildungen/Überlieferungen davon äußerst selten in der Frühgeschichte sind. Warum? Wahrscheinlich weil Fi**en früher normal war und keiner Kunst bedurfte.

Zu dieser albernen Höhlenmaler-These muss ich als Archäologin jetzt aber etwas sagen.
Wir Geisteswissenschaftler müssen so manches Mal erdulden, wenn die Kollegen aus der Biologie oder Cheemie uns ohne genaue Kenntnisse als unwissenschaftlich betiteln.
Aber dort, wo die Evolutionsbiologie auf Kulturanthropologie trifft, werden ihre eigenen Thesen unbelegbar.
Im Fall der Höhlenmalerei haben mehrere neuere Studien, die die abgebildeten Handabdrücke und deren geschlechtsspezifische Anatomie untersuchten, gezeigt, dass die Malereien wohl mehrheitlich von Frauen stammen (im Schnitt zu etwa 80%).
Damit löst sich diese These des sexuell attraktiven männlichen Höhlenmalers in Luft auf.

Wenn man sich klar macht, dass Frauen auf Status reagieren, wird auch das Beispiele von Sokrates klar. Status lässt sich auf unterschiedlichen Skalen erreichen und Frauen legen auf unterschiedliche Skalen wert. Aber es geht immer um Status. Dem steht nicht entgegen, dass der Status eines Philosophen unter Vorstandsvorsitzenden ähnlich niedrig ist, wie umgekehrt.

Ich denke es ist schlicht so, dass in unserer aufgeklärten Gesellschaft die Bedeutung des Sexuellen für eine Begegnung mit dem anderen Geschlecht (oder auch dem gleichen) schlicht auf ein angemessenes Maß heruntergefahren worden ist. Der Mensch bringt immer erfolgreicher seine Triebe unter Kontrolle. So wie wir z.B. schon länger anderen für ein Stück Fleisch keinen mehr über den Schädel ziehen.

Eine der wichtigsten Eigenschaften, um es in unserer Gesellschaft nach oben zu schaffen, ist die Kontrolle von Impulsen und die Unterdrückung von Affekten (zur Handlung werdende Trieben). Diese Tatsache werden jetzt vor allem diejenigen kritisieren, denen genau das schwer fällt, das ändert aber nichts daran.

Insofern ist die Erkenntnis, dass eine interessante kommunikative Ebene für die Zweisamkeit letztendlich wesentlich gewinnbringender (und damit begehrenswerter) ist, als irgendein unproduktives Rumgehopse auf- und übereinander ist also nichts anderes als zeitgemäß. Eine zeitgemäße Erfolgsstrategie eben.

"Sapiosexuell" ist auch nur ein Alibi, um sich selbst den eigenen Hang nach "schnöder" körperlicher Vereinigung schön zu reden. Man hält das Fähnlein hoch, um sich möglichst einfach und doch treffend vom Pöbel abzuheben, der doch nur Sex will. Auch wenn Er ach so intellektuell sein soll: In der Kiste (und vor allem hinterher) spielt das dann keine Rolle mehr. Tinder und Co. sind Spielplätze für die schnelle Nummer. War so. Ist so. Wird immer so sein.

Ich kann dem ersten Kommentar nur zustimmen.
Was wäre denn das Gegenteil von jemanden, der "sapiosexuell" ist? Eine Frau (bzw. Mann), die aufs Geld, den Yachtclub-Ausweis, auf den Riesenschwengel, oder eben auf das restliche Äußere achtet.
Kaum Dinge, die man gern zugibt - bis auf eine Ausnahme: Die Körpergröße des Mannes. Nur hier besteht kein Konflikt zwischen gesellschaftlichen Ideal und biologischer Prägung. Folgerichtig sieht man, um beim Beispiel Tinder zu bleiben, zahllose Frauen, die als Warnung "1,80m" angeben, was als öffentliche Absage an kleine(re) Männer verstanden werden kann.

"Das wichtigste Sexualorgan sitzt zwischen den Ohren"

Milton Diamond, Professor für Anatomie und reproduktive Biologie an der University of Hawaii

Je intelligenter ein Mensch ist, desto mehr Phantasie hat er. Je mehr Phantasie eine Person hat, desto lustvoller ist ihr Sexualleben mit sich selbst. Je besser die Autoerotik ist, desto befriedigender ist Sex mit Anderen. Folgt: "Intelligent fickt besser."

Ich habe den ganz starken Verdacht, hier reden ein nicht sapiosexueller Therapeut und eine nicht sapiosexuelle Reporterin über etwas, was zu erfassen sie deshalb emotional außerstande sind. Entsprechend werden Menschen, die wissen, wie es sich anfühlt (im besten Wortsinne), sapiosexuell zu sein, dieses Interview nur schulterzuckend verfolgen und klar erkennen, daß die beiden nicht nachfühlen können, worüber sie reden. Und dann können sie's auch lassen.

Das soll keine Abwertung sein, aber man kann jeden anderen Trigger nehmen, der eine Komponente zu Erregung beisteuert - wenn die Gesprächspartner ihn nicht teilen, bleibt der Text schal.

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