Andersrum ist auch nicht besser Das hatte niemand auf dem Gaydar

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Model Cara Delevingne: zu schön, um lesbisch zu sein? © Andreas Rentz/Getty Images

Mein Gaydar ist kaputt. Und das spätestens seit der Weihnachtsfeier, der vierten von gefühlten Hundert. Wie viele ging auch diese mit zu viel Wein einher und damit ausgelösten Enthemmungen. Zwischen Prosecco und Gänsekeule flirteten zwei Kolleginnen miteinander. Ich hätte bei jeder der beiden darauf geschworen, dass sie auf Männer, Männer und Männer stehen würde. Tun sie aber nicht, stellte sich raus, und taten sie noch nie.

Man sagt gerne, dass Lesben und Schwule Antennen füreinander hätten, man nennt das Gaydar. Das Kofferwort aus gay und Radar steht für eine mysteriöse Fähigkeit, dass wir Homos andere Homos orten wie Fledermäuse ihre Beute. Das Konzept ist umstritten, auch innerhalb der Szene. Ich dachte trotzdem, ich hätte einen ausgeprägten Gaydar, aber seit der Weihnachtsfeier habe ich da so meine Zweifel. Zumindest scheint er schlecht justiert.

Geschichten, in denen Heteromänner von Schwulen angemacht werden, und von Lesben, die Heterofrauen angraben, kennt man seit Jahrzehnten zur Genüge. Nun aber haben sich die Ebenen verschoben, nicht nur bei mir. Bei den Schwulen gibt es wegen des Straight Acting neuerdings Irrungen und Verwirrungen. Erkennungsfaktoren wie das gebrochene Handgelenk und den Diskant in der Stimme findet man nur noch in Travestieshows. Oder wenn Heteros Schwule zu imitieren versuchen. Bei Lesben sieht's nicht anders aus. Mittlerweile trägt die halbe Szene lange Haare und die Hälfte der Heteras kurze. Keine Lesbe hat mehr Latzhosen an, aber jede Fashionista hat eine im Schrank, von Karohemden gar nicht zu reden. Bei heterosexuellen Frauen sind Flats die neuen Heels und nicht wenige Lesben tragen jetzt auch Pfennigabsatz. Mit Äußerlichkeiten kommt man heutzutage also nicht weiter. Umso weniger in Zeiten, in denen jedes Starlett, das was auf sich hält, mit dem Lesbischsein flirtet. Ich sag nur Miley Cyrus, ich sag nur Wie-hieß-die-Tochter-von-Johnny-Depp-und-Vanessa-Paradis-noch-gleich, ich sag nur Aguilera, Spears, Madonna.

Wo soll das bitte schön hinführen, wenn alle plötzlich so tun als ob? Wie soll man wissen, was man zu erwarten hat, wenn sich kein Mensch mehr an die Regeln hält? Am Ende flirten schwule Männer mit Heteros und Heteros mit Lesben und die wieder mit Frauen, die sie für lesbisch halten, derweil die wirklich lesbische Frau ungesehen an ihnen vorbeischlendert. Da ist Chaos vorprogrammiert. Bei der Vorstellung kriegt man beinahe Verständnis für all die, die verzweifelt nach der guten alten Zeit rufen. Die Frauen am liebsten beschürzt am Herd sehen würden und Männer mit Messern zwischen den Zähnen und Bomben im Gepäck die Welt retten. Das sind schließlich Codes, die man versteht.

Stattdessen wird die Welt immer komplizierter. Auch dank einer Studie, die behauptet, eigentlich seien alle Frauen lesbisch oder maximal bi, aber eigentlich lesbisch. Durchgeführt wurde sie von Wissenschaftlern der Universität Essex, die 345 Frauen Bilder von nackten Männern und Frauen zeigten. Überraschung! Alle Frauen wurden von Frauenbildern erregt. Nicht alle allerdings von Männerbildern. Was heißt das nun? Dass Frauen breiter aufgestellt sind in ihrer Begehrensstruktur? Vielleicht. Dass Frauen Sexualobjekte sind, selbst für Frauen? Vermutlich auch.

Kürzlich sagte Cate Blanchet anlässlich des Filmes Carol, in dem sie eine Lesbe spielt, sie wolle ihre Sexualität nicht gelabelt wissen. Denn, findet sie, "In 2015 the point should be: Who cares?" Im Jahr 2015 sollte das keinen mehr interessieren.

Wäre schön, aber bis es soweit ist, bleiben uns wenigstens noch ein paar rolemodels. Anne Will und Dunya Hayali, Ellen DeGeneres und Ellen Page, und neuerdings auch Kristen Stewart und Cara Delevingne. Wobei der Letzteren sowieso kaum jemand ihre sexuelle Präferenz abnimmt, weil sie angeblich zu schön ist, um lesbisch zu sein. Behaupten zumindest viele Heteros und eine Handvoll Lesben, die mental irgendwo in den Achtzigern steckengeblieben sind, als auch die Lesbenwelt noch schlicht und einfach war, und aus Butch, Femme und Ökolesbe bestand. Der Gaydar dieser Exemplare muss derzeit völlig durchdrehen – die Heteras üben sich nämlich dieser Tage auch im Butch-Acting.

Auf eins dieser Exemplare traf ich kürzlich in einem Klamottenladen. Kurze Haare, Undercut, tätowierte Arme, hoch sitzende Levis-Jeans und ein in den Hosenbund gestopftes Band-T-Shirt. Slayer, wenn ich mich recht erinnere. Eine echte Baby-Butch, dachte ich. Wie süß! Mir wurde auf eine Art warm, wie es sonst nur bei YouTube-Videos vom ersten Wurf einer ausgestorben geglaubten Katzenrasse passiert. Ich verlor die Frau kurz aus den Augen und spürte sie erst bei den Umkleidekabinen wieder auf. Sie knutschte mit einem ebenfalls tätowierten Mann mit Vollbart und Herrendutt.

29 Kommentare

Die verlinkte Studie ist sehr interessant. Die darin geäußerte Aussage, Frauen seien alle lesbisch oder bi, ist natürlich Unfug. Nur, weil eine Frau vom Anblick einer anderen Frau erregt wird, heißt ja nicht, dass sie mit ihr auch Sex haben will! Aber, was die Studie zeigt: Es hat einen ganz natürlichen Grund, dass in den Medien mehr nackte Frauen als nackte Männer auftauchen. Weil die Leserinnen (und sicher auch die Leser, dazu dürfte es genügend Studien geben) die nackten Frauen eben erregender finden als die nackten Männer. So einfach ist das. Hat also alles überhaupt nichts mit Sexismus zu tun, wie uns immer eingeredet wird, sondern mit ganz natürlichen Präferenzen.

Ihr Kommentar
"Weil die Leserinnen (und sicher auch die Leser, dazu dürfte es genügend Studien geben) die nackten Frauen eben erregender finden als die nackten Männer."

Vielleicht nicht erregender, sondern einfach nur schöner, wobei die Schönheit nicht nur auf die äußere Erscheinung beschränkt ist.
Ich finde Frauen grundsätzlich attraktiver; die meisten achten mehr als Männer auf ihr Äußeres, wissen sich besser zu kleiden. Ihre Bewegungen sind eleganter und harmonischer, nicht nur beim tanzen, Frauen sind meist zurückhaltender, haben bessere Manieren, kein Machogehabe, wie frau das oft im Beruf erlebt. So sehen das auch die meisten meiner Freundinnen, die überwiegend Heteros sind, so. Wenn da nur nicht die Hormone wären.
Natürlich ist das pauschal, wir Menschen sind ja variantenreich wie das Leben. Meine bisherigen Erfahrungen mit Frauen waren tiefer als mit Männern, die eher ihre Interessen durchsetzen wollten, als gemeinsame zu finden. Echte Frauenversteher sind halt meistens gay und somit keine Partner fürs Leben.

Wie sagte schon Daphne in "Manche mögen's heiß":
"Wir würden uns mit Männern niemals abgeben. Diese schrecklichen haarigen Biester, die alles antatschen müssen. Und dabei wollen sie alle nur dasselbe von einem Mädchen."

Da sind wir Frau doch ganz anders! :-)

Schön, dass das Thema sprießt! Einen sehr interessanten Blickwinkel eröffnest du hier!
Ich hab selbst vor ca einer Woche einen Beitrag zum Thema verfasst...hab ebenfalls Cate Blanchett zitiert.. allerdings geht mein Beitrag noch einem Schritt weiter. Oder eher in eine entgegengesetzte Richtung.

Vielleicht hast du ja Lust (oder auch gern alle anderen) mal reinzulesen! Ich wär auf Feedback neugierig!

www.carolinscheler.com/20...

Beste Grüße!

Hallo ZON,

dieser Beitrag hat mir super gut gefallen, vieles wußte ich vorher nicht. Vielleicht sehe ich selbst sogar aus wie eine Butch? Ich trage die Haare am liebsten richtig kurz (sogar mit leichtem Undercut neuerdings), ich hasse Handtaschen (lieber habe ich Rucksäcke!), und ich mag auch keine hohen Schuhe. Zu maskuliner Kleidung dann ein schönes Augen Make-up - der Kontrast gefällt mir richtig gut!
Ich bin zwar hetero, aber ich sehe (und fühle) mich nicht als "typische" Frau.

Ich finde es macht Spaß, mit Geschlechterklischees zu spielen. Es ist schön, dass wir in einer Zeit leben, in der man sich keine Gedanken mehr machen muss, wenn man "anders" ist oder zumindest "anders" aussieht.
Früher habe ich mich dafür eher noch geschämt, aber heute finde ich mich schön, so wie ich bin. Wenn jemand denkt, ich sei eine Butch - warum nicht? Ich empfände das als Kompliment! Schließlich mußten wir Frauen uns diese Art der Freiheit hart erkämpfen.

Frau Witte, Ihr Artikel hat mich in meinem guten Selbstgefühl bestärkt, weil Sie so leicht und humorvoll geschrieben haben - danke dafür!

Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

Die von der Autorin genannte Studie ist vollkommen unseriös und vielfältig widerlegt. Frauen sind natürlich nicht öfter bisexuell als Männer. Allerdings wächst der Mediale Druck auf Frauen, es doch mal mit einer anderen Frau auszuprobieren. Diese Propaganda wird weitestgehend von heterosexuellen Männern betrieben, weil es ihre eigenen sexuellen Fantasien bedient. Man suggeriert den Frauen, es sei in ihrer natur, bi zu sein, und außerdem sei das ja viel cooler. So werden sie erneut zu Sexobjekten der Männer gemacht. Wie in der Sexualforschung weitgehend bekannt, war es bis in die 80er Jahre im Gegenteil so, dass mehr Männer als Frauen bisexuelle Erfahrungen gemacht haben. Erst als Homosexualität in den Medien präsenter wurde, und die Männer ihre entsprechenden Erfahrungen schlechter verdrängen konnten, ging diese Tendenz zurück. Seit Ende der 80er machen tatsächlich mehr Frauen bisexuelle Erfahrungen als Männer, aber nicht, weil alle Frauen grundsätzlich bi sind, sondern weil man ihnen andauern nahelegt, dass dies erstrebenswert sei, und es ständig ästhetisiert wird, währenddessen Bisexualität bei Männern immer noch abgewertet wird. Bevor man zu dem Thema Sexualität etwas schreibt, sollte man sich halt ausführlich wissenschaftlich damit auseinandersetzen, sonst wird man sehr Leicht opfer unserer immer noch patriarchalen Vorstellungswelt. Der ganze Artikel ist daher ein kompletter Fail. Echt armselig, vor allem von einer Frau.

Dass die meisten Hetero-Frauen auch von Frauen erregt werden, ist ein interssantes Phänomen. Die beste Erklärung, die ich dazu gehört habe: Wir sehen jeden Tag Frauen in sexualisierten Situationen: Unterwäsche-Plakate, Bond-Girls, Musikvideos etc. Die Verbindung "Frauen-Sex" in unserem Kopf ist so trainiert, dass sie auch bei Frauen anschlägt, die nicht auf Frauen stehen. Also wenn's um Sex geht, sind wir genauso schlau wie der Pawlowsche Hund. Aber das ist ja nichts Neues.

Daß Frauen mehrheitlich gern schöne Frauen sehen, ist auch der Grund dafür, daß auf Zeitschriftentiteln – egal ob für Männer oder Frauen – praktisch ausschließlich (gephotoshoppte) Frauen zu sehen sind.
Oder daß in Pornos (egal ob für Heteromänner oder beliebige Frauen) Frauen optisch dominieren.

Ich las dazu vor Jahren die Deutung, daß Frauen tendenziell eher dazu neigten, sich in die dargestellten Personen hineinzuversetzen, während Männer sich eher in den Photographen oder Kameramann hineinversetzten.

Hach, lustig.

Ich nehme mir als Mann mal raus, für die Männer zu sprechen, und glauben Sie mir, der Gaydar funktioniert immer noch. Wenn man ihn wie die Autorin auf gebrochene Handgelenke reduziert, dann ist das schon immer richtig schief gegangen.
Straight acting ist beileibe kein neues Phänomen, sondern war früher verbreiteter denn je. Und was heißt überhaupt straight acting?
Eine Menge Männer in den deutschen Fußgängerzonen dürften den oberflächlichen Kriterien der Autorin entsprechen - weil Ihre Frauen sie so zurecht machen und die auf weibliches Wohlwollen fixierten Kerle das mit sich machen lassen.

Und ich nehme mir raus, an Ihrem Gaydar zu zweifeln. Ich weiß, man kann schon vieles an Blicken erkennen, vor allem wenn die Erkennung gewollt ist, aber so ganz zuverlässig ist das dann doch nicht.

Das Handgelenk alleine wird aber tatsächlich gar nicht funktionieren.

Wo geht es hier in dem Artikel überhaupt um Sex? Geht doch nur um Klischees und darum, dass diese oft nicht mehr zutreffen. Gefeiert wird hier auch niemand. Klingt eher so, als ob da jemand traurig wäre, dass man Schwule und Lesben "gar nicht mehr erkennen kann" (das war aber auch schon immer so) oder plötzlich Heteros für Homos hält, weil die plötzlich nicht mehr so viel Angst davor haben, dass man sie für einen Homo halten könnte und sich daher offenbar einfach die Frisur, die Klamotten und das Verhalten so machen, wie es ihnen gerade gut gefällt.

Weiß auch nicht, wo sie da Leute für irgendwas feiern sehen oder gar die Frage, wer mit wem Sex hat, aufkommen soll.

Ich finde Frauenkörper auch ästhetischer als die von Männern, dennoch bin ich weder lesbisch noch bi. Das liegt an den runden Formen und hat nichts mit der sexuellen Präferenz zu tun. Frauen werden auch bei Erotikfilmen von Frauen möglicherweise eher erregt weil sie sich eher in das Gegenüber hineinversetzen können. Studien haben auch gezeigt, dass Frauen sogar auf kopulierende Affen reagieren, was das ganze untermauert.

Ich denke es gibt nur wenig Hass auf Homosexuelle in Deutschand, waere mir auf jeden Fall nicht bekannt,Ich denke das Problem ist,das so viel davon gesprochen wird, ein regelrechter Hype, das kotzt halt an, man sollte das Thema nicht staendig ueberbewerten

Darum geht es dabei gar nicht, zumindest nicht bei jedem, sondern um eine Sicherheit, die für die "Hetero-Gesellschaft" nicht wichtig ist. Wenn ein (hetero) Mann mit einer (hetero) Frau flirtet, ist der Korb i.d.R. das Schlimmste, was passieren kann; bei Homosexuellen sieht dies ganz anders aus, wenn aus Versehen, mal ein heterosexuelles Exemplar angesprochen wird — natürlich ist dies nur pauschal gesagt, aber fragen Sie doch mal.

Oma hatte mit ihren Ratschlägen ja auch nicht immer recht, gell?

Was soll man dazu sagen? Homosexuelle wurden derart ausgegrenzt, misshandelt und drangsaliert, dass sich nach einiger Zeit Merkmale herausbilden mussten. Wie eben das gebrochene Handgelenk. Es gibt Länder, da ist es noch gang und gäbe den Homosexuellen die Hand zu brechen, auf das sie nie wieder Hand anlegen mögen...

Dann wurde Deutschland etwas offener und die bisher versteckten Homos dachten, sie könnten jetzt "normal" sein, aber hatte die Vorstellung, dass Homosexualität normal ist, wenn sie ausgelebt wird, wie bei den bekannten Homos. Deshalb sah eine ganze Generation so verrückt und auffallend aus.
Das ist wie mit Amerikanern, die nach Deutschland fahren und Lederhose anziehen, weil sie nur Bilder von Bayern kennen.

Heute haben wir eine neue Generation. Die Zahl derer, die in den Medien von einer Abnormität oder Perversion sprechen, sinkt. Die Zahl derer, die offen zu ihrer Homosexualität stehen, steigt. Und plötzlich sieht man: Homos sind normale Menschen, die nicht auffällig gekleidet sind oder betont unauffällig. Und schon sehen alle gleich aus, egal ob Homo oder Hetero.

Ist auch wichtig, die gesellschaftliche Abneigung gegen Homos wird erst verschwinden, wenn der Gedanke "Homos sehen aus wie bei der Gayparade" aus den Köpfen verschwunden ist.

Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.

"Ist auch wichtig, die gesellschaftliche Abneigung gegen Homos wird erst verschwinden, wenn der Gedanke "Homos sehen aus wie bei der Gayparade" aus den Köpfen verschwunden ist."

Danke. Sie beschreiben damit eine Entwicklung, die eigentlich niemand gut finden kann; weder die "auffälligen"-Homos noch die "unauffälligen"-Homos. Das echte Leben ist nunmal kein CSD, wo nackt auf einem Wagen getanzt wird. Leider habe ich das Gefühl — vielleicht ist es sehr subjektiv —, dass selbst der ein oder andere aus der Szene dies vergisst.

Hallo ZON,

dieser Beitrag hat mir super gut gefallen, vieles wußte ich vorher nicht. Vielleicht sehe ich selbst sogar aus wie eine Butch? Ich trage die Haare am liebsten richtig kurz (sogar mit leichtem Undercut neuerdings), ich hasse Handtaschen (lieber habe ich Rucksäcke!), und ich mag auch keine hohen Schuhe. Zu maskuliner Kleidung dann ein schönes Augen Make-up - der Kontrast gefällt mir richtig gut!
Ich bin zwar hetero, aber ich sehe (und fühle) mich nicht als "typische" Frau.

Ich finde es macht Spaß, mit Geschlechterklischees zu spielen. Es ist schön, dass wir in einer Zeit leben, in der man sich keine Gedanken mehr machen muss, wenn man "anders" ist oder zumindest "anders" aussieht.
Früher habe ich mich dafür eher noch geschämt, aber heute finde ich mich schön, so wie ich bin. Wenn jemand denkt, ich sei eine Butch - warum nicht? Ich empfände das als Kompliment! Schließlich mußten wir Frauen uns diese Art der Freiheit hart erkämpfen.

Frau Witte, Ihr Artikel hat mich in meinem guten Selbstgefühl bestärkt, weil Sie so leicht und humorvoll geschrieben haben - danke dafür!

Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

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