Gesellschaftskritik Das ist echt okay

Von
Leonardo DiCaprio © Carlo Allegri / Reuters

Leonardo DiCaprio ist schon wieder solo. Die US-Zeitschrift People meldet das Beziehungs-Aus von DiCaprio und der Model-Schauspielerin Kelly Rohrbach. Dabei hatte es so gut angefangen mit den beiden. Sie wurden im Juni 2015 bei den CFDA Awards in New York erstmals zusammen gesehen, sichtlich einander zugewandt. Auch bei den US Open sah man sie gemeinsam. Dann im November die Trennung. Was bringt zwei so schöne Menschen auseinander? Von sogenannten Insidern will das People-Magazin erfahren haben: Die Liebenden hatten einfach zu viel zu tun. Zu wenig Zeit, zu viele Termine. DiCaprio müsse seinen neuen Film promoten, Kelly Rohrbach sei als Model und Schauspielerin sehr gefragt. Man wolle aber befreundet bleiben und habe sich einvernehmlich getrennt. Wir können uns ausmalen, wie das einvernehmliche Trennungsgespräch abgelaufen ist:

Leonardo DiCaprio (am Handy): Ah, Kelly, gut, dass ich Dich erreiche!

Kelly Rohrbach (am Handy): Sorry, Leo, ich war in den letzten Tagen so beschäftigt, ich bin einfach nicht dazu gekommen, ans Telefon zu gehen.

DiCaprio: Mach Dir keine Vorwürfe, ich wollte auch seit Tagen anrufen, aber I'm einfach too busy.

Rohrbach: Hey, das ist doch klar, Du musst Deinen neuen Film promoten, oder?

DiCaprio: Ja...

Rohrbach: Ja...

(lange Pause, in der beide nur die geschäftigen Hintergrundgeräusche des anderen hören)

DiCaprio (räuspert sich): Hrrchrm.

Rohrbach: Leo?

DiCaprio: Ja?

Rohrbach: Ich weiß, wie das ist. Ich bin ja auch gerade als Model und Schauspielerin sehr gefragt. Ich habe zur Zeit einfach keinen Termin frei für unsere Beziehung. Es geht einfach nicht, ich habe alle Optionen gecheckt, nichts frei bis 2017.

DiCaprio (lacht gequält): Ja, Kelly, so geht es mir auch. Ich weiß einfach nicht, wo ich unsere Beziehung zeitlich unterbringen soll. So schade! Weißt Du, Du bist so ein toller Mensch, ich könnte stundenlang einfach in Deine Augen schauen wie in einen blauen Himmel, an dem nie eine Wolke aufzieht. Aber die Stunden hab ich einfach nicht.

Rohrbach: Oh, Du Süßer, das hast Du so schön gesagt! Ich würde Dir gerne noch viele Minuten zuhören, aber ich hab' leider nicht einmal mehr drei Sekunden Zeit.

DiCaprio: Dafür hab ich volles Verständnis! Lass uns unbedingt Freunde bleiben!

Rohrbach: Ja, ich folge Dir auch weiter auf Twitter... Ich hab übrigens grüne Augen.

DiCaprio: Da siehst Du, wie viel es noch an Dir zu entdecken gibt! Vielleicht, wenn wir beide mal erfolglos und uninteressant sind, werden wir ganz viel Zeit für Gefühle haben, so wie die ganzen anderen Looser da draußen!

Rohrbach: Darauf freu ich mich schon! Dann kannst Du mir endlich auch mal Deine Deutsche Herkunft erklären...

DiCaprio: Das ist schnell erzählt: Meine Mutter Irmelin Indenbirken...

Rohrbach (hat schon aufgelegt)

20 Kommentare

The Revenant ...
Wiedergänger, ehe du im Orkus der Ablageschichten verschwindest, schnell noch eine Reminiszenz. An wen erinnert mich bloß das Foto vom bärtigen Leonardo Wilhelm?! Jaaa, an "The Complete Mr. Indenbirkin - a.k.a. Confidential report written and directed by ..." Nein, nicht Herr Satan persönlich - sondern Orson Welles im Urso-Look, wie der Bär Arkadin aus Erkenschwick, naturalisiert in grauslicher Wildnis auf dem Stimberg der Pflaumenkuchen. Und welches Trauma bewältigt Leo gerade, mit jener temporären Simplicissima an seiner Seite, die denselben Namen trägt wie ein großer saarländischer Film- und TV-Impresario? Citizen Rohrbach, Rohrbach? Ah, das "Boot", das da absteigt in die feuchten Tiefen des Ozeans der titanischen Anspielungen - Kahn oder Kane, egal: Leos letztes Wort wird nicht sein "Kate" oder "Rosebud", vielleicht - "Rose Buk"?! Dann sieht der Oscar wirklich nur noch aus wie eine treibende Eiswasserleiche ...

Aufklärung, werte Sabine W.? Können Sie haben - allerdings nehmen Sie bitte erst einmal Abstand vom Totschlag-Argument "Gala-Niveau". Darunter ließen sich mit gewisser Böswilligkeit sämtliche Texte der satirischen Literatur seit Menander und den römischen Sklavenkomödien unterbringen. Terenz im Nonnenkloster? Aber ja doch - auch die Hrotsvith von Gandersheim pflegte sich an Verhaltensweisen des Vulgus zu ergötzen. Für den Anfang lesen Sie bitte einmal den Dialog in der Schwätzersatire des Horaz (Sat. I, 9 - auch in Übersetzung sehr amüsant) nach: Fingiertes Alltagsgespräch auf der Flaniermeile Roms ...

Ich frage mich, wann sich wohl in den letzten Journalisten-Kopf die Erkenntnis verbreitet hat, dass im Deutschen, egal in welcher "Rechtschreibung", also sowohl in der "neuen" wie auch in der "alten", Personalpronomen wie "du", "dich", "dir", "ihr", "euch" usw. , aber auch Possessivpronomen wie "dein" usw. immer NUR in der BRIEF-Anrede groß geschrieben wurden, nie aber in anderen Zusammenhängen (wie z.B. hier in einem Fake-Telefonat). Scheint sich um eine Berufskrankheit zu handeln.

Ist halt einfach nur quatsch was Sie schreiben. Die Großschreibung der Anrede vereinfacht in jeder schriftlichen Form das Verständnis und wo sie redundant ist stört sie weder noch sollte es Sie stören. Alles klar? ;)
Rechtschreibregeln, hm, verändern sich. Wird sicher bald übernommen. Und wenn nicht mache ich es .z.B. trotzdem, bei Whatsapp, bei Facebook, wenn ich ein Zitat wiedergebe, überall... Nicht ärgern! ;)

Entschuldigen Sie, aber was mich stört, bestimme ich selbst und nicht Sie. Und wer nicht einmal das Substantiv "Quatsch" richtig schreiben kann (nämlich groß), abgesehen von etlichen fehlenden Kommas, sollte sich mit Sprachkritik zurückhalten. Und die Behauptung "Die Großschreibung der Anrede vereinfacht in jeder schriftlichen Form das Verständnis" ist eine steile These, mehr nicht.
Aber natürlich können Sie machen, was Sie wollen. Alles klar? ;)

Warum lassen Sie in der Wiedergabe eines Telefongesprächs die Personalpronomina mit einem großen Anfangsbuchstaben beginnen? Das ist der echten Schriftform, z.B. in einem Brief, vorbehalten und hier völlig sinnlos. Und warum schreiben Sie "Loser" mit zwei "o"? Ansonsten sehr witzig, nur leider nicht auch originell.

Neuere Kommentare anzeigenNeuere
Ältere Kommentare anzeigenÄltere