Andersrum ist auch nicht besser Hex-hex!

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Ich kenne keinen einzigen heterosexuellen Menschen, der sich verzweifelt wünscht, homosexuell zu sein. Selbst meine Freundin Lara, die nach jeder Trennung, jedem missglückten Date oder unbefriedigenden One-Night-Stand theatralisch "Ich glaub, ich werd lesbisch" stöhnt, hat irgendwann erkannt, dass ihr Gejammer nur ein Euphemismus für "Ich sollte aufhören, Arschlöcher zu daten" ist.

Im Gegenzug gibt es allerdings viele Homosexuelle, die ziemlich viel dafür geben würden, Heteros zu sein – aus strategischen Gründen, um anderen einen Gefallen zu tun oder aus Selbsthass. Weil sie es nicht aushalten, anders zu lieben als die grob überschlagenen 90 Prozent der Restbevölkerung. Für dieses Phänomen gibt es sogar einen Namen: ichdystone Sexualorientierung.

Diese Verhaltensstörung hat es bis in die ICD-10 geschafft, die Liste, in der die Weltgesundheitsorganisation WHO international anerkannte Krankheiten sammelt. Ichdystone Sexualorientierung trägt die Nummer F66.1, für die, die nachlesen möchten. Die Kurzfassung des Eintrags: Krank sind nicht die Homosexuellen, sondern die Menschen, die mit allen Mitteln gegen ihre sexuelle Orientierung kämpfen. Das könnten streng genommen auch Heteros sein. Nur dass selbst Lara weiß, dass ihr Klagen sie nicht weiterbringt. Ihr Begehren ist (und bleibt vermutlich) heterosexuell.

Eine Orientierung lässt sich eben nicht so einfach ändern, auch nicht, wenn man das gerne will. Eine Erkenntnis, die leider nicht alle Menschen teilen. Viele Gruppierungen haben sich der Heilung von Homosexualität und der Gleichmachung der Menschen verschrieben. Sie beten, veranstalten Exorzismen und betreiben Umerziehungscamps, wie es hochnotkomisch in dem amerikanischen Spielfilm But I’m a Cheerleader persifliert wird. Glaubt man Aussteigern, pendeln die Camps irgendwo zwischen sadistischem Internat und schwulen Bootcamp-Fantasien – und ja, es gibt sie auch in Deutschland.

Angeboten werden sogenannte Konversionstherapien von religiösen Gruppen. Und die Feindbilder sind bei allen gleich: Homosexualität, Gender-Mainstreaming, Feminismus. Davon will die sogenannte Ex-Gay-Bewegung bevorzugt Heranwachsende heilen. Die Folge bei den Opfern sind schwere psychische Störungen. Weshalb in immer mehr Bundesstaaten der USA die "Therapien" zumindest bei Jugendlichen verboten sind. In Deutschland hingegen nennen die Vereine diese Praxen verharmlosend "Veränderung" und bemühen sich völlig legal, Homosexuellen ihre Homosexualität auszutreiben.

Allein der Gedanke, dass so etwas funktionieren könnte! Was sich dann noch so alles austreiben ließe: den Schwaben die Kehrwoche und dem Seehofer seine stolzgeschwollene Brust, den Brandstiftern die Angst und uns allen der Rassismus. Ein Träumchen. Realitätspotenzial: null.

Das musste selbst die größte internationale Ex-Gay-Vereinigung Exodus einsehen. Nach 37 überaus aktiven Jahren (und regelmäßigen spektakulären Rückfällen bei den Führungskräften der Vereinigung – allesamt selbst Ex-Gays) erklärte Exodus die Methode als gescheitert und löste sich 2013 auf. Spitzenbeweis dafür, dass das Konzept der "Homo-Heilung" in etwa so effektiv ist wie der Trend, Linkshändern durch Prügel die Benutzung der linken Hand auszutreiben. Oder Frauen das Denken, indem man sie verbrennt. Oder Kindern die Flausen durch Einsperren.

Apropos Flausen: Eine solche Homo-Dämonenaustreibung braucht man sich nicht vorzustellen wie eine Kopie von Der Exorzist. Jede Dorfdisko bietet mehr grünen Nebel und konvulsivisch zuckende Körper als eine Ex-Gay-Therapie. Man stelle sich einen Priester vor, der paralysiert rhythmische Gebete lallt. Hat wenig Glamour? Eben. Vielleicht funktioniert es deshalb nur so lala.

Immerhin ein wenig glamouröser geht es bei den Menschen zu, die sich nach jahrzehntelangem Selbsthass für gottgewollte Selbstliebe entschieden haben. Sie nennen sich "Ex-Ex-Gay". Ich erzählte Lara davon. Die einen Lachanfall bekam. "Ex-Ex", gluckste sie. "Ich will auch!"

37 Kommentare

Tja, so ist der Welten Lauf... :-) Aber mal ehrlich: die wenigsten Menschen - eingeschlossen ich selbst - machen sich Gedanken um die Befindlichkeiten, Probleme oder Gefühle ihrer Mitmenschen, wenn Sie diese nicht persönlich nachvollziehen können. Ich über hier meist Nachsicht, solange meine persönlichen Grenzen nicht überschritten werden. Ist zwar auf Dauer keine praktikable Lösung, aber ich sehe durchaus auch Fortschritte bei den LGBTQ-Rechten....

"Krank sind nicht die Homosexuellen, sondern die Menschen, die mit allen Mitteln gegen ihre sexuelle Orientierung kämpfen."

Das Problem ist, dass sich die Homo-"Heiler*innen ganz explizit auf genau diesen erwähnten ICD-10-Schlüssel berufen, um ihre Pseudo-"Therapien" als angeblich offiziell anerkannt zu rechtfertigen. Für sie besteht die Lösung des Problems der "Ichdystonie" eben nicht darin, für Selbstakzeptanz der Betroffenen zu sorgen, sondern darin, ihnen bei der Unterdrückung ihrer Sexualität zu "helfen" - mit den bekannten gefährlichen Folgen bis hin zum Suizid. Das gesellschaftliche Problem der Homo-Feindlichkeit wird zu einem persönlichen psychologischen Problem umgedeutet und auf dem Rücken der Opfer ausgetragen, statt es gesamtgesellschaftlich zu lösen.
Das politische Ziel dahinter ist es offenbar, diese spezielle Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nicht als gesellschaftliches Problem zu sehen, sondern sie gleichsam zum Naturzustand zu erklären. Und hier wird es nicht nur für die direkt Betroffenen gefährlich, sondern für alle queeren Menschen und letztlich für die ganze Gesellschaft.

Die Vulgärisierung der Sprache nimmt auch in den"Qualitätsmedien" zu. Während es früher in der guten alten Zeit noch Usus war, auf Gossensprache zu verzichten, ist dies heutzutage umgekehrt - die Verwendung von Begriffen wie "Arschloch", "Wichser", "scheißen" usw. scheint mittlerweile einfach Standard geworden zu sein.
Schade.

Zum Thema: zwar mag man das Ganze lachhaft finden, aber für die Betroffenen ist es das weniger.

Ohne den Artikel gelesen zu haben, aber es ist mittlerweile medizinisch erwiesen und durch anerkannte Studien nachgewiesen, dass Homosexualität, genau wie Heterosexualität, angeboren ist.
Sie kann nicht nachträglich verändert werden, weder durch Exorzismus, noch durch psychatrische Maßnahmen. Jedem, der das bezweifelt, möchte ich doch bitte ans Herz legen, mal eben seine Augen- oder Haarfarbe zu wechseln.

I. Savic, P. Lindström: PET and MRI show differences in cerebral asymmetry and functional connectivity between homo- and heterosexual subjects. In: Proc Natl Acad Sci USA. 2008, PMID 18559854; doi:10.1073/pnas.0801566105

Glenn Wilson, Quazi Rahman: Born Gay. The Psychobiology of Sex Orientation. London: Peter Owen Publishers 2005

Die Ursache für Homosexualität liegt in der Entwicklung des Gehirns und ist multifaktoriell. Sie ist nicht allein durch Genetik oder biochemische Abläufe erklärbar und tritt sporadisch, ähnlich einer Mutation, auf.
Sexuelle Identität und sexuelle Präferenz sind einem in die Wiege gelegt und können nur unterdrückt, aber niemals verändert werden.

"The mechanisms behind the present observations are unknown.
In accordance with discussions about the sexual dimorphism of the
brain, three factors have to be taken into account: environmental
effects, genetics, and sex hormonal influences. ... As to the genetic factors, the current view is that they may play a role in male homosexuality, but they seem to be insignificant for female homosexuality ... The present study does not allow narrowing of potential explanations, which are probably multifactorial, including interplay between pre- and postnatal testosterone and estrogen, the androgen and estrogen receptors, and the testosterone-degrading enzyme aromatase."
Aus der ersten angeführten Studie. Das klingt jetzt nicht gerade nach "es ist mittlerweile medizinisch erwiesen und durch anerkannte Studien nachgewiesen, dass Homosexualität, genau wie Heterosexualität, angeboren ist."
Die Studie zeigt, dass es Unterschiede in den Gehirnen der Vergleichsgruppen gibt, aber wie die zustande kommen, ob sie irgendwie "angeboren" oder irgendwie "erworben" sind, lässt sie ausdrücklich offen.

Siehe oben.
Sind sie heterosexuell? Falls ja: Haben sie sich jemals ernsthaft vorgestellt, etwas mit einem Mann anzufangen? Nein?
Genauso so denkt ein homosexueller Mann auch bezüglich Frauen.
Mit dem Unterschied, dass es einen gewissen gesellschaftlichen Druck auf ihn gibt, doch "normal" zu sein.

@ nonono99 Naja, die Menschen sind ja nicht körperlich zu 100% steril. Lange Zeit haben homosexuelle eben mit einem Partner des anderen Geschlechts geheiratet, gelebt und Kinder gezeugt. Man wollte ja als homosexueller nicht auffallen.

Des Weiteren heißt "etwas in die Wiege gelegt zu bekommen" nicht, dass es genetisch sein muss. Es gibt ja auch eine Entwicklung im Mutterbauch.

Moin,

dass sich sexuelle Präferenzen nicht weg-exorzieren lassen ist heute allen einigermaßen normalverständlichen Menschen klar.
Da die eigene Sexualität aber auch ein eminenter Teil des Selbstbildes ist, folgert daraus, dass "Mann" oder "Frau" eben keine rein gesellschaftlich konstruierten Rollen sondern biologisch bedingte Vorgaben sind.
Kann man auch versuchen, zu exorzieren. Wird aber mit ebenso wenig Erfolg passieren.

CU

Exorzismus sollte bei Gefängnisstrafe verboten werden, denn es handelt sich um traumatisierenden Mummenschanz religiöser Fanatiker, die auch nicht davor zurückschrecken, ihre Opfer zu Tode zu foltern. Oft genug ist das schon geschehen. Steht auf einer Stufe mit Voodoo. Ich weiss nicht, wie man in modernen Zeiten so etwas nicht unter Strafe stellen kann. Es ist genau so widerlich, wie genitale Verstümmelung.

Alle derzeitigen "Konversationtherapien" sind unfug, kein Wunder, denn die biologischen Grundlagen der sexuellen Orientierung sind ja bisher völlig unklar.

Was aber wenn sich das ändert und eine tatsächliche Änderung der Sexuellen Orientierung möglich werden würde? Dürfte man eine solche Behandlung dann denen anbieten, die sie wünschen? Denn wenn Menschen unter ihrer sexuellen Orientierung leiden und es ein wirksames Mittel dagegen gäbe, dann scheint es eigentlich naheliegend, es auch zu nutzen. Allerdings könnte auch gesellschaftlicher Druck auf Menschen entstehen, die mit ihrer sexuellen Orientierung glücklich sind, sich trotzdem einer Therapie zu unterziehen.

Man leidet unter der sexuellen Orientierung als solcher ungefähr so sehr wie an der Form der Nasenlöcher. Was Leid auslöst, sind die Reaktionen der lieben Mitmenschen, von denen einige nicht kapieren, dass die sexuelle Orientierung genetisch festgelegt ist. Man kann sich auch nicht für oder gegen die natürliche Augenfarbe entscheiden.

Interessanterweise wird männliche Homosexualität viel mehr verteufelt als weibliche, nicht nur in Deutschland, wo nur Schwule bestraft werden konnten (was so bescheuert ist, wie die Nasenlöcherform unter Strafe zu stellen).

Schwulenhass ist eine Nebenwirkung des Patriarchats, das die vermeintliche Überlegenheit des Mannes über die Frau mit der Penetration begründet: Penetrieren ist in Ordnung, Penetriertwerden ehrenrührig. "Geficktwerden" heißt im Deutschen auch "Übervorteilt werden" und ist negativ konnotiert. Da sind noch Urinstinkte im Spiel, die eine zivilisierte Gesellschaft überwinden muss. Bei vielen Säugetieren wie Hyänen ist es eine Unterwerfungsgeste, so zu tun, als ließe man sich besteigen. Unterlegene eines Kampfes machen sie, damit die Siegreichen von ihnen ablassen (gilt für beide Geschlechter).

Schwule stellen diese alberne Männlichkeitsdefinition im Gegensatz zu Lesben infrage und ziehen sich deshalb eher den Hass von Einzellern zu.

Als ein von Homosexualität "Betroffener" sage ich voller Überzeugung : "biologische Grundlagen" oder die teilweise hanebüchenen Thesen verschiedener Vertreter aus Wissenschaft, Religion, Philosophie oder schlicht borniertem Kleinbürgertum sind mir völlig egal!

Niemand (!) kann sich seine sexuelle Identität aussuchen und kein (!) Teenager würde freiwillig "schwul" als sexuelle Präferenz wählen. Die mehrheitlich "hetero" veranlagte Gesellschaft kann die Konsequenzen eines "Coming-out" gar nicht nachvollziehen. Ich persönlich hatte als 16-jähriger wahnsinnige Angst vor der Reaktion meiner konservativen Eltern, besonders meines Vaters. Die gesamte Familie reagierte bestenfalls "verhalten": meine sexuelle Identität war fortan ein Tabu-Thema. Und bis heute haftet mir unterschwellig das Bild des "Familien-Schandflecks" an.

Den Rest meiner Jugend war ich nahezu täglich den homophoben Anfeindungen meiner Mitschüler, Vereinskameraden sowie völlig fremder Menschen ausgesetzt. Die Reaktionen reichten von "einfach ignorieren" über "offen diskriminieren" bis hin zu gemeinschaftlichem "Mobbing" und körperlicher Gewalt. Es gab Zeiten, in denen ich mir inständig wünschte, "hetero" zu sein.

Heute würde es mir jedoch im Traum nicht einfallen, meine Sexualität ändern zu wollen. Sie wurde mir angeboren und ist untrennbar mit mir verbunden. Jede "Therapie" kann also nur eines bedeuten: die vollständige Unterdrückung der Sexualität! Danke, aber nein danke...

Natürlich ist die sexuelle Orientierung angeboren, nur bedeutet das nicht auch gleichzeitig das sie auch vor Änderung sicher ist. Die Augenfarbe oder auch die Form der Nasenlöcher kann man inzwischen mittels schönheitschirurgischer Methoden ändern, irgendwann könnte auch die sexuelle Orientierung nicht mehr vor Veränderungen sicher sein. Genauso wie nur die wenigsten unter ihrer Augenfarbe oder ihren Nasenlöchern leiden, werden vermutlich auch nur die wenigstens Menschen ihre sexuelle Orientierung ändern wollen. Die Frage ist: Was mit dem kleinen Rest? Dürfte man eine solche medizinische Behandlung anbieten, genauso wie eben auch die Laserbehandlung zur Veränderung der Augenfarbe angeboten wird oder müsste man sie verbieten um Homosexuelle dafür zu schützen, das gesellschaftlicher Druck auf sie aufgebaut wird, eine entsprechende Behandlung auf sich zu nehmen obwohl sie mit ihrer sexuellen Orientierung völlig zufrieden sind?

Auch Parallelen zur Transsexualität bieten sich an: Männliche oder weibliche Genitalien sind angeboren und die allermeisten Menschen mit ihren Genitalien auch sehr zufrieden, aber für eine kleine Gruppe passt es nicht, also wird auf eigenen Wunsch operativ geändert.

"Niemand (!) kann sich seine sexuelle Identität aussuchen und kein (!) Teenager würde freiwillig "schwul" als sexuelle Präferenz wählen."

Ja. Es ist aber gut vorstellbar, das mit künftigen medizinischen Erkenntnissen und Möglichkeiten, das eben nicht mehr gilt und eine Änderung möglich wird. Müsste man entsprechendes verbieten? Muss es Forschungsverbote geben, damit nie eine entsprechende Möglichkeit entstehen kann? Wird die Gesellschaft künftig Homosexualität gegenüber so aufgeschlossen sein, das auch das Vorhandensein entsprechender Möglichkeit kein Problem darstellt?

Der Beitrag beginnt mit "Ich kenne keinen...", der zweite Absatz setzt dann dagegen "Im Gegenzug gibt es viele..." Mal ganz abgesehen davon, dass dafür auch keine Quelle angegeben wird, sondern nur ein Name genannt wird, der dann aber doch wieder eine neutrale Sache beschreibt, scheint mir sowohl "Kein Heterosexuller möchte homosexuell sein" genauso gewagt wie "Viele Homosexuelle möchten heterosexuell sein" - auch wenn die Argumente, gestützt auf weit verbreiteten Vorurteilen über das Leben von Heterosexuellen und Homosexuellen, plausibel sind.

Gleich zum ersten Satz "Ich kenne keinen einzigen heterosexuellen Menschen, der sich verzweifelt wünscht, homosexuell zu sein." Ich wünsche es mir nicht, ich bin es und ziehe als Transmann die Konsequenz. Ich bin keine heterosexuelle Frau. Ich habe es versucht, ich kann es nicht. Hex-hex hilft nix. Das Gleiche für lesbische Transfrauen. Was Sie nicht kennen, ist einfach für Sie nicht existent.

Gay ist oft wie Höhenangst
Endlich einen Namen..... ichdystone...
Da wir schwarz weiß denken ziehen wir leider auch Grenzen. Und dann reißen wir die Grenzen wieder nieder und nennen das Freiheit und da Freiheit der übergeordnete Begriff ist, verliert man langsam den Bezug zum Ursprung.
Ohne Grenzen wäre nämlich ein Gay auch ein Hetero. Und in freieren Ländern wie in Asien ist ein großer Teil der Heteros auch gay, schon alleine weil eine Vagina Weisheit bedeutet. Wir sind halt in allem etwas erstarrt und der Zeit hinterher. Ich liebe es auch gay zu spielen...
Homosexualität ist wie soziale Medien so bequem und schick und "so lala". Man spielt mit, mitgegangen ist dann mitgefangen.
Und der erste Schritt zur Homosexualität war oft die Angst vor dem Unbekannten in Frauen. Homosexualität ist scheinbar grenzenlos, aber auch wie Höhenangst.

Für die Homosexuellen hier ist das natürlich ein wichtiges Thema.

Was dabei wundert ist, dass die sich Christen nennen und versuchen, sich christlich zu gebärden. Jesus, der Religionsstifter, hat sie verdammt und ihnen versprochen, dass sie nie des Himmelreichs teilhaftig werden können. Weil sie besonders schlimme Sünder seien.

Gott selbst hat sie schon 2000 Jahre vorher in Sodom und Gomorrha bestraft. Der scheint auch nicht besonders von diesen Art der Lebensführung eingenommen zu sein.

Was mich wundert ist, dass die dann unbedingt Christen -die Anhänger alter Märchen- sein wollen. Seine Sexualität kann man doch auch ohne zu beten ausüben. :-)

vielleicht bin ich dafür schon zu alt.
Aber ich meine, selbst in den Siebzigern hat es kaum noch Schwule gegeben, die auf derlei Zeug reingefallen sind. Solche Geschichten taugen doch eigentlich nur noch, um sich über , sagen wir religiöse Außenseiter, lustig zu machen. Früher fand ich das mal fast lustig.
Heute sehe ich das fast auf einem Niveau mit "Herrenwitzen". Es lachen bestimmte Kreise darüber.
Ich kannte mal einen schwulen, schwarzen Zeugen Jehovas - mehr Minderheit ging gar nicht. Sicher nicht glücklich, aber trotzdem ein origineller und netter Mensch.

Dass Minderheiten oft sein wollen wie die Mehrheit und die Mehrheit in den seltensten Fällen wie die Minderheit, ist doch völlig banal.

Wenn ein tendenziell Schwuler eine Familie haben will und ihm Sex nicht so wichtig ist, er eine Partnerin findet, die ähnlich tickt,...
Amateure, die bei anderen Verhaltensstörungen diagnostizieren, sollten lieber ihre eigenen Neurosen pflegen.
Ansonsten leben und leben lassen.

So ist es, und jegliche Belehrungen über sprachliche Korrektheit - die in diesem Artikel gar nicht stattfinden - sind absolut überflüssig. Anständiges Benehmen im Umgang mit Menschen und Respekt vor dem, was diesen Menschen wichtig ist, ist gefragt. Wer zum Beispiel von einer Frau erfährt (auf welchem Wege auch immer), dass sie sexuell lesbisch orientiert ist, und ihr ungefragt berichtet, dass er/sie das toll oder "ganz normal" findet oder auch noch fragt, "wie das so ist", ist - sorry - genauso bescheuert wie diese ganzen Anti-Homo-Prediger, aus welchem Lager auch immer.

Ebenfalls moin,
dann möchte ich doch anmerken, dass die zitierte Wikipediaquelle auch nicht von 2% spricht, sondern im Ergebnis davon, dass aus den verschiedensten Gründen eine echte statistische Erfassung kaum möglich ist. Aus den dort zitierten Primärquellen ergibt sich daher je nach Fragestellung ein Anteil jedenfalls zeitweise Homosexueller an der Gesamtbevölkerung zwischen 0,4% und 50%. Bemessen daran sind 2% oder 10% nur noch Rundungsungenauigkeiten.

Moin Moin,

wennschon sollten die Selbsteinschätzung der Befragten zählen, oder? Dann klingt das anders: "1,3 bzw. 0,6 Prozent der in Deutschland lebenden Befragten als schwul bzw. lesbisch sowie 2,8 bzw. 2,5 Prozent als bisexuell ein"
und
"Australien ... 1,6 Prozent der Männer als homosexuell und 0,9 Prozent als bisexuell; 0,8 bzw. 1,4 Prozent der befragten Frauen gaben an, lesbisch bzw. bisexuell zu sein"
Großbritannien ... 1,1 Prozent aller befragten Personen als schwul oder lesbisch einschätzten ...
USA ... 1,7 Prozent der amerikanischen Männer zwischen 15 und 44 Jahren als homosexuell."
Canada: "1.0% reported that they consider themselves to be homosexual and 0.7% considered themselves bisexual." (http://www.statcan.gc.ca/...)
GB "1.5 per cent of adults in the UK identified themselves as Gay, Lesbian or Bisexual." (http://webarchive.nationa...)
Eine "zeitweilige" Attraktivität des gleichen Geschlechtes mit homosexuell gleichzusetzen würde den Anteil zwar zahlenmäßig scheinbar erhöhen, umgekehrt aber auch wieder senken wenn man eine "zeitweilige" Attraktivität des anderen Geschlechtes reinrechnet. Dann wird aber jede Aussage beliebig. Daher ist die Selbsteinschätzung immer noch die sicherste Methode und liefert auch auffallend konsistente Zahlen.
Die 50% habe ich in den offenen Quellen beim Querlesen nicht gesehen.

CU

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