Suri Cruise Sie redet wie eine Pressemitteilung

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Die Tochter von Tom Cruise und Katie Holmes hat ihrer Gitarrenlehrerin gekündigt und wird dafür kritisiert. Weil sie erst neun Jahre ist. Das wäre nicht nötig gewesen. Von

Katie Holmes hat mit ihrem Ex-Mann Tom Cruise offenbar ein kleines Monster hervorgebracht, ihre gemeinsame Tochter Suri. Eine "Horrorgöre", wie es auf der Website der Gala zu lesen ist. Das Kind hat nämlich seine Musiklehrerin "gefeuert" , so meldet es das Onlineportal der Bild-Zeitung. Suri wurde während eines Musicalbesuchs gefragt, ob sie denn ein Instrument spiele. Das Kind soll darauf hin geantwortet haben, dass sie es mal mit Gitarre probiert habe, sich die Wege von ihr und ihrer Musiklehrerin aber getrennt haben. "Sie war eine sehr nette Person, aber es hat einfach nicht funktioniert."

Das einzig Unheimliche an diesem Mädchen ist, dass sie offenbar schon mit neun Jahren reden kann wie eine Pressemitteilung. Suri wollte wohl keinen Gitarrenunterricht mehr nehmen. Das geht einer ganzen Menge von Kindern so, die ein Musikinstrument lernen. Gitarre spielen können ist schön, Gitarre lernen nicht unbedingt. Bis man am Lagerfeuer Bruce Springsteen nachspielen kann, ist es ein langer Weg elender Zupferei. Was aber hätten Katie Holmes und Tom Cruise tun können?

Experten raten, dass man ein Kind, behutsam mit einem Instrument vertraut machen soll. Und mehr auf die menschliche Bindung achten soll, als auf das künstlerische Profil des Musiklehrers. Wichtig ist, dass das Kind gerne Unterricht nimmt und eine positive Beziehung zur Musik bekommt. So wie Udo Lindenberg, der seine Klavierlehrerin so toll fand, dass er der Siebzigjährigen ein Lied widmete. Ein guter Rat ist es auch, als Elternteil selbst zusammen mit dem Nachwuchs Musikunterricht zu nehmen. Dazu hatte Katie Holmes aber vielleicht keine Zeit. Und Tom Cruise musste schon Gitarrenunterricht nehmen, als er vor ein paar Jahren die Hauptrolle in einem Musicalfilm spielte. Wenn nun aber Suri meint, dass es mit der Gitarrenlehrerin "nicht funktioniert", ist es also besser, man geht getrennte Wege.

Der einzige gute Grund für Suri, weiterhin Gitarre zu spielen, wäre gewesen, zu verhindern, dass man sich als Neunjährige von deutschen Boulevardjournalisten, die vielleicht auch kein Instrument beherrschen, sagen lassen muss, man sei eine Horrorgöre, die Musiklehrer feuert.

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Man unterschlägt oft, dass das Erlernen eines Instrumentes mit strukturiertem Üben verbunden ist. Das bedeutet, dass das Kind optimaler Weise täglich Übungen zur Gehörbildung, Fingerfertigkeit, Spieltechnik und Melodienspiel ausführen sollte.
Dieses "Programm" nimmt normalerweise die Mehrheit der Zeit ein. Der Lehrer führt einen Schüler dann nur durch diese Zeit und gibt Hilfestellung.

Anders sieht es aus, wenn das Instrument fast ausschließlich im Unterricht bewegt wird - dann gibt es kaum Fortschritte außer neuer Stücke, die dann herunter dilettiere werden, der Instrumentallehrer ist überfordert und das Kind ob des andauernden Scheiterns frustriert.

Hund erfordert Gassi gehen, Instrument erfordert tägliches üben.