© Teagan Glenane

Terrarium Bubikopf im Einmachglas

Den Sommer gehen zu lassen, ist schwer. Dieser Minigarten bringt einen mit ein bisschen Grün durch die kälteren Jahreszeiten. Und benötigt fast kein Wasser.

Als der viktorianische Botaniker Nathaniel Bagshaw Ward bei der Beobachtung von Insekten in einem Glasgefäß zufällig einen Farnsamen keimen sah, war das Terrarium geboren. Wenn Sie sich solch einen Minigarten unter Glas anlegen, können Sie den Pflanzen regelrecht beim Wachsen zusehen.

Das brauchen Sie:
ein Plastik- oder Glasgefäß (möglichst mit Deckel), Kies oder Kieselsteine, Torfmoos, Gärtnerkohle, (sterilisierte) Blumenerde, tropische oder subtropische Pflanzen, Steine, Treibholz.

Das können Sie pflanzen: In Terrarien ist es feucht, deswegen sollte man sich Pflanzen aussuchen, die es nasser mögen, zum Beispiel Peperomien (Zwergpfeffer), Purpurtute, Fittonie (Mosaikpflanze), Korbmarante, Dreimasterblume, Bergpalme, Bärlappgewächse, Moosfarne, Kanonierblume oder der Bubikopf.

So geht's:

1. Das Glasgefäß gründlich mit Spülmittel oder einer antibakteriellen Lösung reinigen, um schädliche Bakterien, Pilze oder Algen zu entfernen.

2. Das Gefäß ein paar Zentimeter hoch mit Kieselsteinen (oder Aquariumssteinen) füllen. Diese Drainageschicht sollte so dick sein, dass der Gefäßboden von oben nicht mehr zu sehen ist.

3. Feuchtes Torfmoos auf die Kieselsteine legen und gut festdrücken. An den Seiten des Gefäßes dürfen keine Lücken entstehen. Diese Schicht verhindert, dass die Wurzeln der Pflanzen in die Drainageschicht einwachsen, und spendet zugleich Feuchtigkeit.

4. Eine dünne Schicht Gärtnerkohle hinzufügen. Sie sorgt dafür, dass das Substrat immer frisch riecht und nicht sauer wird.

5. Sterilisieren Sie die Blumenerde im Backofen. Heizen Sie Ihren Ofen auf 220 Grad Celsius vor und geben Sie die Erde auf Backpapier. Dann kommt die Blumenerde für 15–20 Minuten in den Ofen. Wichtig: Beobachten Sie die Erde dabei, damit nichts anfängt zu sengen oder zu brennen. Füllen Sie die 3 bis 4 cm hoch in das Terrarium.

6. Das Terrarium bepflanzen. Die größten Pflanzen wirken in der Mitte am besten. Falls nötig, können die Wurzelballen um die Hälfte verkleinert werden.

7. Besprühen Sie Pflanzen und die Innenseiten des Terrariums mit Wasser. Den Deckel erst aufsetzen, wenn die Pflanzen sich trocken anfühlen.

Ein fertiges Terrarium kommt mehrere Monate ohne frisches Wasser aus, allerdings nur wenn es verschlossen ist. Terrarien ohne Deckel müssen wie andere Pflanzen regelmäßig bewässert werden. Wässern Sie lieber zu wenig als zu viel. Sollte sich Kondenswasser bilden, entfernen Sie den Deckel für einen Tag, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Schneiden Sie Ihre Pflanzen regelmäßig zurück, so verhindern sie, dass sie faulen. Der beste Platz für ein Terrarium ist ein beleuchteter Ort mit mindestens 50 cm Abstand zur direkten Sonneneinstrahlung.

Diese Anleitung stammt aus dem Buch "365 Tage Natur – fühlen schmecken entdecken" von Anna Carlile, erschienen im Edel Verlag, 2016.

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