Hypnotiseur kann sich jeder nennen. Die Fachgesellschaften raten daher, sich nur Ärzten oder Zahnärzten anzuvertrauen, die entsprechende Fortbildungen nachweisen können. Schätzungsweise 2000 Mediziner arbeiten in Deutschland mit Hypnose. Zwei Drittel von ihnen sind Dentisten. Das ist naheliegend, denn in ihren Praxen gibt es besonders viele Angstpatienten. Angst vor dem Bohrer ist in 87 Prozent der Fälle Anlass für die Hypnose beim Zahnarzt. In 71 Prozent der Fälle konnten die Dentisten ihren Patienten nach eigenen Angaben schon nach einer Sitzung die Angst nehmen. Außerdem wird bei Würgereiz sowie zur Schmerzkontrolle gerne hypnotisiert. Auch Speichelfluss und Blutungen lassen sich so steuern. Humanmediziner setzen die Hypnose vor allem im Rahmen psychotherapeutischer Interventionen ein, etwa bei psychosomatischen oder posttraumatischen Störungen, Ängsten, Süchten oder Abhängigkeiten. Häufig unterstützt die Hypnose zum Beispiel die Behandlung von Essstörungen und die Raucherentwöhnung. Auch in der Schmerztherapie wird Hypnose immer wichtiger, Operationen unter Trance sind in Deutschland aber noch die Ausnahme. Die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten nicht, sie liegen meist zwischen 80 und 150 Euro pro Sitzung.
Informationen und Therapeuten finden sich unter www.hypnose-dgh.de (Deutsche Gesellschaft für Hypnose) und www.dgzh.de (Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose). Alle Fachgesellschaften sind unter www.hypnose.de aufgelistet.