Sprachforschung »Pfuutaaaaak«

Julien Meyer erforscht Pfeifsprachen. Zurzeit entwickelt er das Online-Projekt »Le Monde Siffle«, durch das Pfeifende ihre Sprachen austauschen können.

In wie vielen Sprachen können Sie pfeifen?

In vielen, aber nur ein paar Wörter. Pfeifen ist keine eigene Sprache, sondern eher eine Aussprache. Eine Anpassung an die Umwelt, zum Beispiel, um über große Distanzen zwischen zwei Dörfern zu kommunizieren.

Sie könnten auch deutsch pfeifen?

Pfuuutaaaaaak , so klingt »Guten Tag«. Man pfeift die Vokale, I ist der höchste, O der tiefste Ton.

Wie haben Sie das gelernt?

Auf einer Weltreise. Überall habe ich pfeifende Menschen aufgenommen, so habe ich 34 gepfiffene Sprachen gesammelt.

Was ist das Schöne an Pfeifsprache?

Das Signal ist ganz klar, es klingt wie Musik, wie Vogelzwitschern. In Nordvietnam gibt es eigene Pfeiflyrik. Die Menschen pfeifen mit einem Blatt im Mund, das macht den Klang melodischer.

Welche Zukunft hat das Pfeifen?

Arme Leute sparen Geld: Pfeifen ist viel billiger, als mobil zu telefonieren.

Zum Thema

Hier einige Beispiele zum Anhören. Julien Meyer pfeift für Sie unter anderem "Guten Tag" und "Tschüß"

Website von Julien Meyer: Das Online-Projekt »Le Monde Siffle« mit Audiobeispielen »

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    • Quelle ZEIT Wissen 01/2007
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