Einstellungstest Ene mene mu ...
... den Job kriegst du! Viele Einstellungstests sind unseriös und wissenschaftlich nicht fundiert. ZEIT Wissen-Autorin Angelika Dietrich hat wichtige Informationen und Webseiten zusammengestellt.
"ALS DIE FRAGE ANSTAND, wer sein Nachfolger werden sollte, plante der Mittelständler aus der Freizeitbranche das Auswahlverfahren ganz genau: Er holte sich aus dem Internet Fragebögen und Tests, arbeitete einen umfangreichen Leitfaden mit den Anforderungen für den Job aus, führte gemeinsam mit einer Kollegin strukturierte Interviews mit den Bewerbern durch und ließ die letzten beiden Kandidaten eine Präsentation vorbereiten. Der bessere bekam den Job. Aber noch vor Ende der Probezeit trennte man sich wieder. Was war falsch gelaufen? (...)"
Deutsche Arbeits- und Organisationspsychologen schätzen, dass etwa 90 Prozent der Bewerbungsverfahren in deutschen Unternehmen falsch entworfen und damit unsinnig sind. Lesen Sie den vollständigen Text von Angelika Dietrich mit Fotos von Gulliver Theis in der Ausgabe 03/07 von ZEIT Wissen. Sie erscheint am 4. April 2007.
Eignungstests im Netz:
Die Stiftung Warentest hat im März
23 Online-Tests zur Berufswahl
geprüft. Mit "sehr gut" und "gut" bewertet wurden die sogenannten
Borakel-Tests
. Auf seriöse Tests vorbereiten kann man sich auf der Seite
www.dpwn.de
(auf den Button "Karriere" klicken, dann kommen Sie in ein Testcenter).
Buchempfehlung für eine gute Personalauswahl
:
Heinz Schuler: Psychologische Personalauswahl. Einführung in die Berufseignungsdiagnostik. Hogrefe Verlag. 3. unveränderte Auflage 2000, 246 Seiten. 32,95
Hier finden Sie Experten:
Heinz Schuler,
Uni Hohenheim
. Hier wird ein Interessensprofil für Studiengänge ausgearbeitet, und dazu werden Freiwillige gesucht, die einen Test beantworten und so helfen,
diesen zu verbessern
.
Andreas Frintrup, F&Personalpsychologie, www.personalentwicklung.de
Prof. Heinrich Wottawa, Projektteam Testentwicklung an der Ruhr-Universität Bochum (Leitung: Rüdiger Hossiep),
www.testentwicklung.de
Zum Thema:
Expertenrat
.
Mehr Tipps, die den Alltag erleichtern.
Das Magazin ZEIT Wissen im Netz
- Datum 10.04.2007 - 03:11 Uhr
- Quelle ZEIT Wissen
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Der Beitrag enthält zwei Behauptungen, die völlig aus der Luft gegriffen, durch Tatsachen nicht belegt und dem Leser ein völlig falsches Bild über die Bewerberauswahl vermitteln.
1. Behauptung:
"Deutsche Arbeits- und Organisationspsychlogen schätzen, dass etwa 90% der Bewerbungsverfahren in deutschen Unternehmen falsch entworfen und damit unsinnig sind."
Hier wird der Eindruck vermittelt, als stocherten die Firmen bei der Personalauswahl mit der Stange im Nebel. Kein Wort darüber, wie Personalfachleute Personal auswählen. Dazu gibt es reichlich Literatur; im Übrigen kann man Personaler einmal fragen, wie sie denn die richtigen Mitarbeiter finden.
2. Behauptung:
"Manche Tests sagen sogar vorher, ob jemand im Job mobben, trinken, klauen, blaumachen oder Insiderwissen weitergeben wird."
Der Leser staunt: Gibt es solche Tests wirklich? Und ist das überhaupt erlaubt?
Manche Unternehmer träumen davon, solche Informationen über Bewerber zu bekommen, weil sie dann Kosten sparen würden. Das hat nur einen Haken: Wenn es sie denn geben sollte diese Tests, dann taugen sie nichts. Die Ergenisse kann man gleich in den Papierkorb werfen.
Der frühere Chrysler-Chef Iacocca schreibt in seiner Biografie, dass er es schade fände, dass es keinen Apparat gebe, mit dem man feststellen könne, ob ein Bewerber künftig fleißig arbeiten werde. (Die deutsche Testpsychologie arbeitet daran!)
Die Entscheidung, wer eingetellt wird, ist eine Prognose. Die Testpsychlogie - als Wissenschaft stets auf der Höhe der Zeit und dem aktuellen Stand des Irrtums - will mit ihren Methoden Gewissheit vermitteln, die es nicht geben kann. Die Intuition ist bei der Einstellungsentscheidung der bessere Ratgeber. Praktiker haben immer schon auf ihren Bauch gehört. Wissenschaftler (Grigenzer und Gerhard Roth) bestätigen die Bedeutung der Intuition bei solchen Entscheidungen.
www.karlheinzlist-autor.de
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