Pseudo-Wissenschaft Für dumm verkauft
Ein Stuttgarter Institut macht seit Jahrzehnten mit unseriösen Studien Schlagzeilen. Den Auftraggebern ist das egal
Für Sex nehmen sich die Erfurter 13 Minuten Zeit, die Berliner nur neun. Bier oder Saft aus Glasflaschen zu trinken bereitet den Deutschen messbar mehr Genuss als das Trinken aus Dosen oder Getränkekartons. Zwei Drittel der CDU/CSU-Wähler bevorzugen Frauen mit großer Oberweite, zwei Drittel der Grünen-Wähler finden dagegen kleine Brüste attraktiv.
Alle paar Monate erreichen Zahlen wie diese die deutsche Öffentlichkeit. Sie werden von der Bild- Zeitung zitiert, aber auch von der Süddeutschen Zeitung, der FAZ, der ZEIT, Spiegel Online, stern und dpa. Die Meldungen haben eines gemeinsam: den Absender, ein »Institut für Rationelle Psychologie« in Stuttgart. Klingt seriös, doch Wissenschaftler zweifeln an den Sensationsmeldungen. Stimmen all die kuriosen Befunde wirklich, mit denen das Institut für Rationelle Psychologie die Deutschen seit Jahrzehnten versorgt?
Im Internet präsentiert sich die Einrichtung als »multidisziplinäre Forschungsgemeinschaft mit 21 Forschungsgruppen und 5 Arbeitsgruppen«. Laut ihrer Referenzliste war die Firma bereits für gut 500 Unternehmen und Organisationen tätig – darunter viele bekannte von adidas bis ZDF.
Die Datenbank der Wirtschaftsauskunftei Creditreform verzeichnet für die »G.R.P. Gesellschaft für Rationelle Psychologie OHG« in Stuttgart 70 Millionen Euro Umsatz (Stand 2004) bei zwei Beschäftigten (2005). Das klingt nach einem interessanten Geschäftsmodell.
Chefdenker der GRP ist offensichtlich Henner Ertel. Er wird in Medienberichten als »Professor für Neuropsychologie« zitiert. Ordentliche Professoren hinterlassen Spuren im wissenschaftlichen Schrifttum. Von Ertel dagegen ist in Literaturdatenbanken der Psychologie nur eine einzige Veröffentlichung zu finden: das Werk Erotika und Pornographie. Andere Psychologieprofessoren haben nie von ihm gehört. Dafür hat Ertel etliche populäre Bücher verfasst, etwa Die Kunst, aus der Hand zu lesen. Ertel räumt am Telefon ein, dass er kein ordentlicher Professor ist, sondern den Titel nur verliehen bekommen hat. Von wem, will er nicht sagen, weil das etwas mit Politik zu tun habe, und »dann heißt es Amigo oder sonst was«.
Ein Blick ins Zeitungsarchiv zeigt Ertel als Rundumexperten für alles irgendwie Psychologische. Kaum ein Thema, zu dem er und sein Institut in den vergangenen Jahrzehnten nichts beizusteuern hatten. Fernsehen mache friedlich und erhöhe die Schulleistungen der Kinder, meldete der stern 1977 unter Berufung auf die Gesellschaft für Rationelle Psychologie. Im Playboy warnte Ertel 1992 davor, »Schiedsrichter mit menschlichen Maßstäben zu messen«. Er wolle zwar nicht behaupten, sie seien ein wenig faschistoid, aber »das Persönlichkeitsprofil geht in diese Richtung«. Außerdem beschäftigt er sich mit Sex (»Mein Rat: Macht Euch scharf mit Spielchen, die Ihr gerne habt!« [1] ), Sex (Sex im Flugzeug »hat signifikant zugenommen« [2] ) und Sex (»Kreative Berufe befähigen zur Lust« [3] ).
Ertel ans Telefon zu bekommen ist nicht schwer. Ein Labor zeigen oder sich einem persönlichen Gespräch stellen will er allerdings nicht.
Nach eigenen Angaben hat das Institut ein Panel von 40000 Bürgern zur Hand, von denen eine Auswahl regelmäßig befragt wird. Ertel lässt die Leute auch gern verkabeln und verfolgt angeblich ihre Hirnströme, während sie per Tastendruck am Computer Fragen beantworten. Anhand der Hirnströme glaubt er zu erkennen, dass der Proband eigentlich Antwort eins drücken will, obwohl er Antwort zwei wählt: »Sie können im Gehirn kein falsches Ergebnis produzieren.«
Eine umstrittene These. »Auch physiologische Messungen können verzerrte oder mehrdeutige Ergebnisse liefern«, sagt der Düsseldorfer Psychologie-Professor Reinhard Pietrowsky. »Das beste Beispiel ist der Lügendetektor. Den kann man sehr wohl austricksen«. Der Tübinger Professor Niels Birbaumer, eine Autorität auf dem Gebiet der Psychophysiologie, hat den Namen Henner Ertel noch nie gehört. Nach der Lektüre von zwei Papieren des Instituts hegt er arge Zweifel an Ertels Seriosität: »Der Mann hat die Literatur gut studiert und viele Schlagwörter übernommen und baut daraus ein krauses Sammelsurium von Versprechungen, die er natürlich nicht einlösen kann.«
Das Magazin »Men’s Health« druckt regelmäßig Ertels Umfrageergebnisse ab. Im März 2006 ging es um den Mut der Männer in 60 deutschsprachigen Städten [4] . Die Kölner besitzen demnach einen »Mut-Quotienten« knapp unter der Schwelle zum Heldentum. Die Wiener dagegen zeichnen sich durch »sehr große Feigheit« aus. Die Methode hinter diesen Befunden war typisch Ertel. In jeder Stadt wurden angeblich mehrere Dutzend Männer verkabelt und bekamen Gefahrensituationen vorgespielt. Die dabei erfassten psychophysiologischen Werte vom Blutdruck über die Hautleitfähigkeit bis zu den Gehirnströmen wurden dann in nicht näher beschriebener Weise zum »Mut-Quotienten« verrechnet.
Der emeritierte Heidelberger Psychologie-Professor Manfred Amelang meldet Zweifel an. Er hat sich ein Forscherleben lang mit Persönlichkeitseigenschaften befasst und ein Standardwerk darüber geschrieben. Das »genügt definitiv nicht«, sagt er zum Bericht des Instituts. Es hätte festlegen müssen, welche Verhaltensweisen es mit Mut meint. Und es hätte belegen müssen, dass sein »Mut-Quotient« tatsächlich zeigt, wer zu solchen Heldentaten neigt. Doch solche Daten will das Institut nicht vorlegen – angeblich aus Zeitgründen.
Ähnliche Rätsel gibt eine Glücksstudie auf, die Men’s Health im Mai 2006 veröffentlichte [5] und die von der Bild- Zeitung bis zur FAZ zitiert wurde. Am glücklichsten sind demnach die Münchner und die Stuttgarter, während Chemnitz praktisch geschlossen Trübsal bläst. Zufällig war gerade die Studie eines anderen Instituts erschienen, das Bremen als glücklichste Stadt sah. Beim Institut für Rationelle Psychologie hingegen liegt die Hansestadt in der unteren Tabellenhälfte.
Natürlich hatte das Institut die Leute nicht einfach nach ihrem Glück gefragt, sondern mit seinen Apparaturen »wirklich gesicherte Werte« erhoben, wie Ertel am Telefon prahlt. Doch wie dieser »Glücks-Quotient« geeicht wurde, verrät er genauso wenig wie beim »Mut-Quotienten«. Schon wie er zustande kommt, ist Geschäftsgeheimnis. »Sie haben es doch nicht ernst gemeint, dass Sie unsere Verrechnungsformeln für die psychophysiologischen Daten haben wollen?«, mailt er. So lebt es sich für das Institut bequemer. Kein Wissenschaftler der Welt kann die Ergebnisse nachprüfen. Und die Redaktion von Men’s Health ? Chefredakteur Wolfgang Melcher verteidigt die unkritische Haltung des Magazins. Die Redakteure seien nun mal keine Wissenschaftler. »Man braucht ein gewisses Grundvertrauen, das ist klar.« Zudem ist die Redaktion gegenüber dem Institut nicht in der besten Verhandlungsposition. Viele der von Men’s Health zitierten Studien sind – sofern die Angaben stimmen – so aufwendig, dass sie normalerweise Zehntausende Euro kosten würden. Von Ertel bekommt die Zeitschrift sie deutlich billiger.
Möglich ist dies laut Ertel und Melcher, weil die rationellen Psychologen zumindest teilweise auf bereits vorhandene Daten zurückgreifen. Seltsam nur, dass das Magazin selbst ein Riesenprojekt wie die Städte-Mutprobe, für die angeblich 3840 Männer untersucht wurden, als »Exklusivstudie« verkauft.
Schwer nachzuvollziehen ist auch die Finanzierung von Ertels aufwendiger Pornostudie, die 1990 als Buch erschien [6] . Demzufolge befragte die GRP fast 6000 Deutsche. Vor allem versorgte sie 2300 Frauen und Männer mit Pornofilmen und verfolgte bis zu 24 Wochen lang mit psychophysiologischen Messungen, wie die Probanden darauf reagierten.
Die Resultate schafften es nicht nur in die Emma, den Spiegel und die ZEIT. Sie wurden sogar vom Brockhaus unter dem Eintrag »Pornographie« zusammengefasst: »Nach neuesten repräsentativen Umfragen zum Konsum von Erotika und P. in der Bundesrep. Dtl. nimmt nur eine Minderheit von P.-Konsumenten pornograph. Abbildungen als Realitätsausschnitt wahr und verwendet sie als direkte Handlungsanweisung (H. ERTEL)« [7] . Auf Deutsch: Männer werden von Pornografie nicht zu frauenverachtendem Verhalten bis hin zu Vergewaltigungen angeregt. Mit diesem Vorwurf forderten Feministinnen damals ein Pornoverbot.
Wer hat die laut stern 1,6 Millionen Mark teure Studie bezahlt? Nicht die Pornoindustrie, »wie der Autor glaubhaft versichert«, schrieb Emma 1991, »finanziert wurde sie fast vollständig aus einem Mitarbeiter-Fonds der GRP, in den die Überschüsse aus der gutbezahlten Auftragsforschung fließen« [8] . Heute äußert sich Ertel anders: »Die Beate war sehr großzügig.« Die Beate Uhse AG bestätigt auf Nachfrage, es seien »einige Tausend« Mark bezahlt worden. Die Sache bleibt mysteriös.
Auch die Pornostudie basiert auf Messgrößen, von denen Ertel nicht preisgibt, wie sie zustande kommen, darunter ein sogenannter »Aktivierungs-Index«. Kunden bekommen die geheimen Formeln ebenso wenig zu sehen wie andere Wissenschaftler. Ertel will sich nur daran messen lassen, ob sich seine Ratschläge bewähren: »Da gibt es den schönen Satz: Wer heilt, hat recht.«
Die hemdsärmeligen Methoden des Instituts für Rationelle Psychologie werden von Kunden nicht hinterfragt. »Die Ergebnisse sind in der Regel schlüssig«, sagt Walter Koppenhöfer, Marketingleiter der Adler Modemärkte. Ihm hat Ertel Daten zu aktuellen Markttrends geliefert. »Es wird jetzt nicht im Detail hinterfragt: Woher kommt diese Zahl?« Auch bei der Brauerei Veltins war man durchaus zufrieden mit jener Studie, in der Getränken aus Glasflaschen ein höherer Genusswert bescheinigt wurde. Der Bericht gab sich ja auch schwer wissenschaftlich: »Die Intensität des Genusswertes, den ein Getränk für die Konsumenten besitzt, steigt proportional mit der Anzahl der Dimensionen des Getränke-Erlebnisraums.« Nur die entscheidenden Angaben zur Auswertung der Daten fehlten wieder mal. »Es ist vollkommen diffus, wie das berechnet wurde«, sagt Psychologie-Professor Pietrowsky über den Institutsbericht. »Ich würde das als Gutachter ablehnen.«
Fast alle Studien des Instituts sind mangels genauer Angaben nicht nachprüfbar. Doch es gibt eine Untersuchung, in der kein selbst erfundenes Maß verwendet wird, sondern ein geläufiges: der aus Gewicht und Körperlänge errechnete Body-Mass-Index (BMI). Es war ein Vergleich der 50 größten deutschen Städte, aus dem Rostock als »Deutschlands dickste« hervorging, wie Men’s Health im Mai 2005 berichtete.
Das Statistische Bundesamt veröffentlichte später eine BMI-Tabelle für dasselbe Jahr. Die ist zwar nach Ländern aufgeschlüsselt, aber für die drei Stadtstaaten lassen sich beide Erhebungen vergleichen. Und da gibt es erhebliche Diskrepanzen [9] . In Hamburg liegen sie über zwei BMI-Punkte auseinander – mehr als der Unterschied zwischen dem ersten und dem letzten Platz im amtlichen Ländervergleich. Auf eine Nachfrage mit der Bitte um eine Erklärung reagierte die GRP nicht.
Stattdessen folgte im Januar 2008 ein neuer Fettatlas aus dem Hause Ertel. Diesmal wurde angeblich fast 20000 Menschen ein Maßband um die Hüfte und den Bauch gelegt. Denn bisherige Methoden, so sekundierte der Mens Health- Chefredakteur in einer Pressemitteilung, hätten »falsche Ergebnisse gebracht«.
Ob das Institut für Rationelle Psychologie Daten erfindet oder nur wissenschaftlich angreifbar arbeitet, lässt sich von außen schwer beurteilen. Sicher ist: Die Verrentung von Ertel wird für die bunten Seiten vieler Zeitungen ein herber Schlag sein. Aber vielleicht kann seine Frau Ulrike den Betrieb aufrechterhalten, sie führt schon jetzt offiziell die Geschäfte und wirbt auf der Website des Instituts für ihre erotischen Grafiken [10] . Die Wissenschaft soll darunter nicht leiden. Die Grafikerin Ulrike Ertel führt den Titel »Prof. h.c.«.
[1] ELLE vom 1. Juli 1996, Seite 68.
[2] STERN vom 30. Juli 1998. Seite 139.
[3] KÖLNER EXPRESS vom 8. Dezember 1994, Seite 1.
[4] MEN´S HEALTH, März 2006, Seite 42.
[5] MEN´S HEALTH, Mai 2006, Seite 42.
[6] Henner Ertel: Erotika und Pornografie - repräsentative Befragung und psychophysiologische Langzeitstudie zu Konsum und Wirkung. Psychologie Verlags Union, München 1990.
[7] Brockhaus Enzyklopädie, 18. Auflage, 1992, Band 17, Seite 369.
[8] EMMA, Heft 3/1991, Seite 38.
[9] Das Statistische Bundesamt nennt folgende Durchschnitts-BMI: Bremen 25,1; Berlin 25,0; Hamburg 24,8. Das Institut für Rationelle Psychologie veröffentlicht folgende Zahlen: Bremen 24,83; Berlin 23,00; Hamburg 22,52.
[10] www.grp-net.com, zuletzt aufgerufen am 8. Mai 2008.
- Datum 09.07.2008 - 14:08 Uhr
- Quelle ZEIT Wissen 04/2008
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Wer mit der Fackel der Aufklärung durch die dubiose Publizistik wandert, kann noch manchen Bart ansengen, um sehr frei GCL zu zitieren.Zunächst: zum "Professor". Wenn ich mich recht entsinne, gibt es im deutschsprachigen Raum in Österreich und Baden-Württemberg eine Titelvergabe durch die jeweilige Regierung. Beim Standort Stuttgart läge es wohl nahe, die dortige Landesregierung zu verdächtigen - der deutsche Großorientalist seligen Angedenkens, Gerhard Konzelmann, soll - wenn ich hier wiederum auf mein schwaches Gedächtnis rekurrieren darf - den noblen Titel aus dieser Quelle getragen haben. Es wäre immerhin ein hübscher schwäbischer Klüngel.Desweiteren: Zu den Produzenten halbgar-unverdaulicher Medienhäppchen des geschilderten Zuschnitts würde ich ohne Weiteres mindestens ein Institut zählen, dessen Personal freilich zumindest über seriös-vorzeigbare Titel verfügt: Das Rheingold-Institut in Köln veröffentlicht regelmäßig Studien, die auf sog. qualitativen Marktanalysen beruhen. Die Methode scheint darin zu bestehen, dass ein Gran Empirie so heftig interpretiert wird, bis es zur medienverwertbaren Stichflamme taugt. Abnehmer der solcherart zustandekommenden Meldungen sind dann natürlich wieder alle üblichen Verdächtigen - von der Blut- und Busenpresse bis hin zu den boulevard-co-marodierenden Teilen der seriösen Medien. Vgl. für unterhaltsame Lektüre: http://www.rheingold-onli...Wünschenswert wäre es - neben einer ohnehin stets anzumahnenden stärkeren Präsenz der seriösen Wissenschaft im medialen Tagesgeschäft - in konkreten Einzelfällen häufiger die an sich seriösen Medien gegeißelt zu sehen, wenn sie wieder einmal aus Unterhaltungsgründen zweifelhafte oder Schrott-Empirie bringen.Verdummt wird hier nämlich eigentlich niemand, der nicht ohnehin schon denkfaul ist. Richtig ärgerlich ist es hingegen, seine Lesezeit verschwendet zu sehen, weil von Seite der Schreibenden/Sendenden ein Unterhaltungswunsch unterstellt wird.Martin Rath
Leider sieht man an der geringen Resonanz zu diesem Artikel, dass ein sich kritisch Auseinandersetzen mit dem Populärwissenschftlichen wenig Beachtung findet. Zu wünschen wäre, dass Journalisten eine Grundbildung in sachen Methoden und Techniken empirischer (sozial)Forschung vorweisen müssten. Grundsätzlich ist es ein absoluter Witz eine "wissenschaftliche" Studie vorzulegen ohne, dass deren einzelne methodischen Schritte in nachvollziehbarer Weise dokumentiert(A.Diekmann) werden. Man sollte solche Versuche wissenschaftlichen Arbeitens ignorieren oder zumindest als vorwissenschaftliche Pseudoversuche deklarieren. Um dies auf eine prägnante und bekannte Formel herunterzubrechen "Ohne Kommunikation keine Wissenschaft". Dieser Ertl ist also für die wissenschaftliche Landschaft im epistemologischen Bereich völlig irrelevant, leider aber ein grosses Ärgernis für die seriöse Wissenschaft, da er offensichtlich nichteinmal eine Grundausbildung in sachen wissenschaftliches Arbeiten und deren Ethik genossen hat oder diese total ignoriert. Von Zeitungen wie "die Zeit" und "Sueddeutsche" erwarte ich natürlich, dass sie nicht!!! auf einen fahrenden Zug sofort aufspringen sondern ersteinmal schauen wo die Reise hingehen soll, eine Lemmingpresse brauchen wir nicht, sonst können wir uns gleich mit nur einer Zeitung begnügen. Überhaupt wäre es doch eine schöne Distinktionsstrategie(und Distinktion ist doch vor allem im Medienbereich erwünscht) sich durch kritische Berichte über Zeitungsartikel in anderen Zeitungen hervorzuheben, ganz zu schweigen von dem Gewinn der daraus für die Qualität der Informationen entstehen würde.
Guter Kommentar - Aber lesen Sie auch die andere Seite - und lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen. Die Gefahr ist bei Ihnen ja nicht gegeben.(Entfernt wg. Mehrfachpostings. Die Redaktion/jk)
Leider sieht man an der geringen Resonanz zu diesem Artikel, dass ein sich kritisch Auseinandersetzen mit dem Populärwissenschftlichen wenig Beachtung findet. Zu wünschen wäre, dass Journalisten eine Grundbildung in sachen Methoden und Techniken empirischer (sozial)Forschung vorweisen müssten. Grundsätzlich ist es ein absoluter Witz eine "wissenschaftliche" Studie vorzulegen ohne, dass deren einzelne methodischen Schritte in nachvollziehbarer Weise dokumentiert(A.Diekmann) werden. Man sollte solche Versuche wissenschaftlichen Arbeitens ignorieren oder zumindest als vorwissenschaftliche Pseudoversuche deklarieren. Um dies auf eine prägnante und bekannte Formel herunterzubrechen "Ohne Kommunikation keine Wissenschaft". Dieser Ertl ist also für die wissenschaftliche Landschaft im epistemologischen Bereich völlig irrelevant, leider aber ein grosses Ärgernis für die seriöse Wissenschaft, da er offensichtlich nichteinmal eine Grundausbildung in sachen wissenschaftliches Arbeiten und deren Ethik genossen hat oder diese total ignoriert. Von Zeitungen wie "die Zeit" und "Sueddeutsche" erwarte ich natürlich, dass sie nicht!!! auf einen fahrenden Zug sofort aufspringen sondern ersteinmal schauen wo die Reise hingehen soll, eine Lemmingpresse brauchen wir nicht, sonst können wir uns gleich mit nur einer Zeitung begnügen. Überhaupt wäre es doch eine schöne Distinktionsstrategie(und Distinktion ist doch vor allem im Medienbereich erwünscht) sich durch kritische Berichte über Zeitungsartikel in anderen Zeitungen hervorzuheben, ganz zu schweigen von dem Gewinn der daraus für die Qualität der Informationen entstehen würde.
Guter Kommentar - Aber lesen Sie auch die andere Seite - und lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen. Die Gefahr ist bei Ihnen ja nicht gegeben.(Entfernt wg. Mehrfachpostings. Die Redaktion/jk)
Für dumm verkaufen- ein übler Bazillus unserer Epoche, verbreitet von Leitmedien und Ministerien. Und nicht nur windige „Institute“ und selbsternannte „Wissenschaftler“ sind darunter, sondern exakt zu diesem Zweck mit Steuergeldern initiierte „Untersuchungen“, oft von eigens dafür gegründeten und unterhaltenen Einrichtungen (z.B. BIG). Besonders berüchtigt: das BMFSJF. Seit nahezu zwei Jahrzehnten wird dort vor Fälschungen und Gefälligkeitsstudien nicht zurückgeschreckt, um der feministischen Ideologie zum Durchbruch zu verhelfen. Beispiel "Gewalt": 'Jede dritte Frau....'. Wer weiß schon, daß die Altersgrenze so weit gezogen wurde, daß die Kriegsgeneration entgegen internationalen Gepflogenheiten noch statistisch einbezogen wurde. http://www.welt.de/print-...Wem sind die vorgegebenen, aberwitzigen Kriterien geläufig wie "Keine Komplimente sind Gewalt" z.B. http://www.awofrauenhauss... oder „Eine Bedrohung ist auch dann eine Bedrohung, wenn es die Bedrohte nicht als solche empfindet“ (AG Saalfeld). Dies sind die unheilvollen Zutaten, die den Rechtsstaat spätestens seit der Verabschiedung des "Gewaltschutzgesetzes" mit seiner Beweislastumkehr unwürdig machen und primär auf die Initiative des Propagandaministeriums BMFSJF zurückzuführen sind. Die internationale Forschung wurde vollständig ausgeblendet: http://www.csulb.edu/~mfi...Wer realisiert überhaut noch, daß Opfer von Gewalt in realitas fast ausschließlich Männer sind, in Kriegen, in der ganz "normalen" Kriminalität? Gerne verdrängt wird unsere ehemalige KBWlerin und jetzige Vorsteherin des Justizwesens, Zypries in Sachen Kuckuck: Sie wollte private Vaterschaftstests unter Strafe stellen. Interessant: der Nachweis der Straftat Personenstandsfälschung selbst als Straftatsbestand! Leider gingen ihre Versuche mit Gefälligkeitsgutachten fehl: Die 10 % Kuckucke brachte schlicht und ergreifend die Transplantationsmedizin ans Tageslicht.„Gehaltsdiskriminierung“: "Dabei geht es jedoch nicht um unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit, erläuterte der EU-Kommissar Spidla. Ein wichtiger Grund für das große Lohngefälle in Deutschland sei vielmehr, dass viele Frauen Teilzeit arbeiteten“. http://www.welt.de/wirtschaft/article2081707/In_Deutschland_verdienen_Frauen_viel_weniger.html. Täuschen und fälschen. In der Tat ist nicht ein einziger Prozeß wegen Lohndiskriminierung bekannt geworden. Dafür jede Menge dämlicher Artikel in der Zeitgeistpresse.„Im zwanzigsten Jahrhundert werden diejenigen in einer Gesellschaft die eigentliche Macht ausüben, die fähig sind, ihre Sprachregelung in der Gesellschaft durchzusetzen. Dann ist die Wahl der Begriffe und der Sprache kein Nebenkriegsschauplatz, sondern dann wird der Kampf um die Sprache zur entscheidenden Schlacht“ (Nietsche).Und als Dreingabe ein besonders Begnadeter: "Das Wesen der Propaganda ist - ich möchte fast sagen: eine Kunst. Und der Propagandist ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Künstler der Volkspsychologie. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, täglich und stündlich sein Ohr an den Herzschlag des Volkes zu legen und zu lauschen, wie es schlägt, und seine Maßnahmen auf den Takt dieses Herzschlages einzurichten.Das Wesen der Propaganda ist deswegen unentwegt die Einfachheit und die Wiederholung. Nur wer die Probleme auf die einfachste Formel bringen kann und den Mut hat, sie auch gegen die Einsprüche der Intellektuellen ewig in dieser vereinfachten Form zu wiederholen, der wird auf die Dauer zu grundlegenden Erfolgen in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung kommen" (Goebbels Tagebuch, Eintragung vom 29. Januar 1942).Ich indes bin dem lieben Gott dankbar, dass er in Anbetracht solcher Chuzpe männliche Gehirne das Web 2.0 ersinnen ließ.
Henner Ertel wird ja auch wieder von der alten/neuen EMMA-Chefin bemüht, um die nächste PorNo-Kampagne "wissenschaftlich" zu stützen. Da kommen dann solche Zukunftprognosen wie "Was da auf unsere Gesellschaft zukommt, ist das Grauen". Mehr von dem Zeugs:http://www.emma.de/pornog...Der Mann hat das Bundesverdienstkreuz verdient. ;-)
Henner Ertel wird ja auch wieder von der alten/neuen EMMA-Chefin bemüht, um die nächste PorNo-Kampagne "wissenschaftlich" zu stützen. Da kommen dann solche Zukunftprognosen wie "Was da auf unsere Gesellschaft zukommt, ist das Grauen". Mehr von dem Zeugs:http://www.emma.de/pornog...Der Mann hat das Bundesverdienstkreuz verdient. ;-)
Leider sieht man an der geringen Resonanz zu diesem Artikel, dass ein sich kritisch Auseinandersetzen mit dem Populärwissenschftlichen wenig Beachtung findet. Zu wünschen wäre, dass Journalisten eine Grundbildung in sachen Methoden und Techniken empirischer (sozial)Forschung vorweisen müssten. Grundsätzlich ist es ein absoluter Witz eine "wissenschaftliche" Studie vorzulegen ohne, dass deren einzelne methodischen Schritte in nachvollziehbarer Weise dokumentiert(A.Diekmann) werden. Man sollte solche Versuche wissenschaftlichen Arbeitens ignorieren oder zumindest als vorwissenschaftliche Pseudoversuche deklarieren. Um dies auf eine prägnante und bekannte Formel herunterzubrechen "Ohne Kommunikation keine Wissenschaft". Dieser Ertl ist also für die wissenschaftliche Landschaft im epistemologischen Bereich völlig irrelevant, leider aber ein grosses Ärgernis für die seriöse Wissenschaft, da er offensichtlich nichteinmal eine Grundausbildung in sachen wissenschaftliches Arbeiten und deren Ethik genossen hat oder diese total ignoriert. Von Zeitungen wie "die Zeit" und "Sueddeutsche" erwarte ich natürlich, dass sie nicht!!! auf einen fahrenden Zug sofort aufspringen sondern ersteinmal schauen wo die Reise hingehen soll, eine Lemmingpresse brauchen wir nicht, sonst können wir uns gleich mit nur einer Zeitung begnügen. Überhaupt wäre es doch eine schöne Distinktionsstrategie(und Distinktion ist doch vor allem im Medienbereich erwünscht) sich durch kritische Berichte über Zeitungsartikel in anderen Zeitungen hervorzuheben, ganz zu schweigen von dem Gewinn der daraus für die Qualität der Informationen entstehen würde.
(Entfernt wg. Doppelpostings. Die Redaktion/jk)
(Entfernt wg. Doppelpostings. Die Redaktion/jk)
that octopy are oversexed.
Glaube keiner Umfrage, die du nicht selbst gefälscht hast!
und auch selbstkritisch als Wissenschaftler. Die meisten Dissertationen oder Artikel sind, entgegen aller Intentionen, fuer den normalen Menschen einfach nicht zugaenglich.Es ist doch auch so, dass in den Sozialwissenschaften noch immer ein gewisser Schreibstil vorherrscht, der einfach nicht zum Ueberfliegen geeignet ist. Dann kommt bei quantitativen Artikeln auch noch die immer komplexere Statistik hinzu. In meinem Feld ist gerade die polynomiale Regression furchtbar "in". Die kann nur noch mit dreidimensionalen Graphen wiedergegeben werden. Hinzu kommen Effektgroessen im .15-.35 Bereich. Komplizierter Text mit entsprechend komplizierten Graphiken und wir wundern uns, dass das niemand lesen will. Stattdessen regen wir uns darueber auf, dass Journalisten keine Ahnung von Empirie und wissenschaftlichen Standards haben. Vielleicht sollten wir uns an der Nase packen und unsere Ergebnisse fuer das Gros der Menschen besser zugaenglich machen.Auf den meisten Konferenzen, die ich bisher besucht habe kommt es immer wieder zu erhitzten Debatten, warum die "dummen" Manager von unseren Resultaten keinen Gebrauch machen. Auf der anderen Seite kommen dann die Praktiker, die dann in die Runde werfen, dass die Ergebnisse zum groessten Teil nicht praxisrelevant sind. D.h. komplizierter Text, kaum Relevanz, im Allgemeinen wenig Aussagekraft und komplizierte Statistik. Mich wundert es ueberhaupt nicht, dass dann lieber auf dubiose aber Schlagzeilen kreierende Pseudowissenschaft zurueckgegriffen wird. Passt doch auch wunderbar in unsere schnellebige Gesellschaft.
Ich gebe dir recht; es ist nur so, daß viele Doktoranden/Institute... dafür gefördert werden, daß die soundsoviel Artikel in Fachzeitschriften unterbringen. Daß da öfter mal das Rad neu erfunden wird, ist nachvollziehbar. Ich hoffe, das ist jetzt keine unerlaubte Werbung; ich lese aus der Bibliothek die "Spektrum der Wissenschaft" (deutscher Ableger der "Scientific American") da schreiben zur Hälfte Forscher Artikel über ihre Arbeit. Mit ner halbwegs ordentlichen Allgemeinbildung kapiert man auch was die einem sagen wollen, auch zu "komplizierteren" Themen.Die deutsche Bild der Wissenschaft (les ich auch, aus der Bibliothek halt), da schreiben meist Journalisten; entweder isses informationstechnisch m.E. öfters ungenügend oder die ham selber nicht kapiert, wodrüber die schreiben.Bei der "Zeit" geht das noch, sofern die Autoren genügend von ebenjener haben um ordentlich recherchieren und nachdenken zu können.Diese rechnergenerierten Regressionen sind tw. wirklich Kaffesatzleserei; und das nicht nur bei "weichen" Themen wie Sozialem.Habe mal Bauing studiert; ganz schlimm wars bei vielen Studien/Diplomarbeiten im Bereich Baustoffkunde; mal salopp gesagt wurde da sehr oft ein bißchen Matsch zusammengerührt; der unter verschiedenen Bedingungen weiterbehandelt (Wärme, Feuchte...), dann wurden die zerkloppt und die Ergebnisse in Excel eingegeben, ne Regression drübergeschmissen, die einen Graphen erahnen lies, eventuelle Ausreißer geschönt; nunja und fertig war die nächste nichtssagende Arbeit, die eine Korrelation zwischen dem Einsatz von bunten Sand auf die Druckfestigkeit eines Betons in Sibirien bestätigte*g*...Zur Not kann man ja auch noch an der Skalierung der Achsen rumschieben, irgendwas kommt immer raus.Zu obigem Institut; m.E. las ich da irgendwo schomma was, daß die eher mit Nebel umgebene "Zusammenhänge" raushauen.
Sie haben recht! (Rest entfernt wg. Doppelpostings. Die Redaktion/jk)
Ich gebe dir recht; es ist nur so, daß viele Doktoranden/Institute... dafür gefördert werden, daß die soundsoviel Artikel in Fachzeitschriften unterbringen. Daß da öfter mal das Rad neu erfunden wird, ist nachvollziehbar. Ich hoffe, das ist jetzt keine unerlaubte Werbung; ich lese aus der Bibliothek die "Spektrum der Wissenschaft" (deutscher Ableger der "Scientific American") da schreiben zur Hälfte Forscher Artikel über ihre Arbeit. Mit ner halbwegs ordentlichen Allgemeinbildung kapiert man auch was die einem sagen wollen, auch zu "komplizierteren" Themen.Die deutsche Bild der Wissenschaft (les ich auch, aus der Bibliothek halt), da schreiben meist Journalisten; entweder isses informationstechnisch m.E. öfters ungenügend oder die ham selber nicht kapiert, wodrüber die schreiben.Bei der "Zeit" geht das noch, sofern die Autoren genügend von ebenjener haben um ordentlich recherchieren und nachdenken zu können.Diese rechnergenerierten Regressionen sind tw. wirklich Kaffesatzleserei; und das nicht nur bei "weichen" Themen wie Sozialem.Habe mal Bauing studiert; ganz schlimm wars bei vielen Studien/Diplomarbeiten im Bereich Baustoffkunde; mal salopp gesagt wurde da sehr oft ein bißchen Matsch zusammengerührt; der unter verschiedenen Bedingungen weiterbehandelt (Wärme, Feuchte...), dann wurden die zerkloppt und die Ergebnisse in Excel eingegeben, ne Regression drübergeschmissen, die einen Graphen erahnen lies, eventuelle Ausreißer geschönt; nunja und fertig war die nächste nichtssagende Arbeit, die eine Korrelation zwischen dem Einsatz von bunten Sand auf die Druckfestigkeit eines Betons in Sibirien bestätigte*g*...Zur Not kann man ja auch noch an der Skalierung der Achsen rumschieben, irgendwas kommt immer raus.Zu obigem Institut; m.E. las ich da irgendwo schomma was, daß die eher mit Nebel umgebene "Zusammenhänge" raushauen.
Sie haben recht! (Rest entfernt wg. Doppelpostings. Die Redaktion/jk)
Henner Ertel wird ja auch wieder von der alten/neuen EMMA-Chefin bemüht, um die nächste PorNo-Kampagne "wissenschaftlich" zu stützen. Da kommen dann solche Zukunftprognosen wie "Was da auf unsere Gesellschaft zukommt, ist das Grauen". Mehr von dem Zeugs:http://www.emma.de/pornog...Der Mann hat das Bundesverdienstkreuz verdient. ;-)
... dafür liebe ich die ZEIT, bitte mehr davon! Mit umfangreichen Quellenangaben und recht intensiv recherchiert, schön dass es sowas noch gibt.Ich hoffe der Artikel trägt dazu bei, die (wahrscheinlich weitgehend ausgedachten) Verblödungsstatistiken aus unseren Meinungsblättchen zu vertreiben und künftig mehr auf die Seriösität und Unabhängigkeit der Institute zu achten. Ich wette man könnte noch jede Menge solcher Institute entzaubern, welche die mit ihren Statistikfälschungen richtig Politik machen...
Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen.Wir werden für alle, die es interessiert, am Dienstag, den 12.8.
eine vollständige Darstellung zu allen wahrheitswidrigen Behauptungen
und Verleumdungen auf unsere Web-Seite stellen. http://www.grp-net.com/Nach dem Prozess können wir allen Interessenten auch die als Anlagen zitierten Beweismittel und Dokumente zur Verfügung stellen.Sie können uns aber auch eine E-Mail senden info@grp-net.com, wir schicken Ihnen dann die Darstellungen als pdf-Datei.Sicher ein Lehrbeispiel über Freie Journalisten, die wohl alles
schreiben müssen, um ihre Beiträge zu verkaufen. (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen dieser Art. Die Redaktion/jk)Also lesen
Sie auch die andere Seite. Wir haben natürlich kein Printmedium, mit
dem wir unsere Darstellung verbreiten können. Aber wir hoffen, hier
einige kritische Geister zu finden, die nicht alles glauben, was
Journalisten schreiben.
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