12 große Fragen Gibt es die Weltformel?
Das ganze Universum in eine Formel zu fassen, die auf ein T-Shirt passt: Das ist der große Traum der Physiker. Von jeher versuchen sie, ihre Theorien so zu vereinheitlichen, dass nur eine übrig bleibt – die »Theorie von allem«. Mittlerweile sind sie ziemlich entnervt. »Der Boden der Physik ist übersät mit Leichen von vereinheitlichten Theorien«, sagte Freeman Dyson einmal. Derzeit zanken zwei Denkschulen – die Stringtheorie und die Schleifen-Quantengravitation – um den richtigen Ansatz. Doch beiden mangelt es an Beweisen.
Eine Weltformel müsste alle Elementarteilchen erklären und die Kräfte, die zwischen ihnen wirken. Im Urknall, so die Annahme, gab es nur eine Kraft. Die habe sich dann in die heute bekannten Grundkräfte aufgespalten: den Elektromagnetismus, die schwache und die starke Wechselwirkung und die Gravitation. Die schwache Wechselwirkung wirkt zwischen Teilchen, die starke hält die Quarks in den Teilchen zusammen.
Vor vierzig Jahren wurden der Elektromagnetismus und die schwache Wechselwirkung vereint, die starke Wechselwirkung bleibt bis heute außen vor. Das aktuelle Standardmodell mit seinen 17 Teilchen enthält zwar diese drei Kräfte, vereinigen kann es sie nicht. Außerdem fehlt die Gravitation.

Die Schwerkraft hat sich im Projekt Weltformel als besonders sperrig erwiesen. Einstein hat sie in der Relativitätstheorie beschrieben. Die gilt für Galaxien, das ganz Große also. Für das ganz Kleine, die Elementarteilchen, gilt die Quantentheorie. Beide vertragen sich nicht, weil ihre Konzepte von Raum und Zeit unterschiedlich sind. Das macht nichts, solange das Kleine klein bleibt und das Große groß. Vor dem Urknall aber war das Universum auf winzigem Raum geballt, sodass in der ersten Sekunde beide Theorien eine Rolle spielten. Das funktioniert mathematisch nicht.
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Der beste Kandidat für eine allumfassende Theorie ist derzeit die Stringtheorie, nach der die Teilchen schwingenden Saiten gleichen. Die Vorteile: Da die Strings eine Ausdehnung haben, schrumpft das Universum im Urknall nicht auf null. Das Matheproblem ist gelöst. Und aus den Formeln purzelt ein Schwerkraft-Teilchen heraus, das Graviton. Die Nachteile: Es sind elf Dimensionen nötig, damit die Theorie funktioniert. Zudem wird man sie kaum prüfen können, denn sie hat wohl unendlich viele Lösungen. Mit dem Teilchenbeschleuniger LHC am Cern wollen die Physiker zumindest nach ersten Indizien für die Stringtheorie suchen, den supersymmetrischen Teilchen.
Die Schleifen-Quanten-Gravitation dagegen geht davon aus, dass Raum und Zeit nicht kontinuierlich sind, sondern in Krümel zerfallen. Die könnten einen Lichtstrahl beeinflussen, der zehn Milliarden Jahre durchs All unterwegs war. Das Teleskop Glast soll diese Veränderungen aufspüren, mehr als ein erster Hinweis wäre das aber nicht.
Der Nobelpreisträger Robert Laughlin rät schon dazu, sich von der Weltformel zu verabschieden: Nicht alle Phänomene ließen sich auf fundamentale Gesetze zurückführen. Auf dem Weltformel-Friedhof wird es wohl noch voller.
- Datum 04.09.2009 - 20:20 Uhr
- Serie 12 Fragen der Wissenschaft
- Quelle ZEIT Wissen 01/2009
- Kommentare 10
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eine Weltformel, die sich schon heute auf ein t-shirt drucken ließe und auch bewiesen ist:
Liebe = Liebe
...an dieser weltformel können sich ja physiker, politiker und alle anderen orientieren, solange eine alternative im jeweiligen metier nicht gefunden oder eindeutig bewiesen ist...
;)
@futurePilot: das is ne Tautologie und deshalb vollkommen nutzlos!
E=m*2 x A - (f1-f2) : z
Noch besser aber ist sie in den Köpfen der Menschen aufgehoben. Also wenn es sie gibt, dann nur für alle...
Gemäß dem alten chinesischen Weisen Laotse bringt das Tao die Einheit hervor, die Einheit bringt die Zwei hervor, diese die Drei und diese die manifestierte Welt der zehntausend Dinge. (leicht abgewandelt aus Wikipedia).
Anders ausgedrückt: Die ursprüngliche Energie erzeugt kurz nach dem Urknall Materie, die dehnt sich aus (Raum und Zeit) und reagiert miteinander zu den "zehntausend Dingen".
Die Ur-Energie tritt also nicht nur als Teilchen (Materie) oder Wellen (Reaktionen) sondern auch als Zeit-Raum in Erscheinung.
All dies Vorhaben, die "Weltformel" zu finde, ist und bleibt reine Übermut. Schon seit meiner Kindheit bin ich ein großer Liebhaber der Physik im Allgemeinen, doch einen Sinn hinter der modernen "Geisterjagd" in der Physik sehe ich nicht. Insgesamt glaube ich, dass in der Wissenschaft heutzutage viel mehr behauptet und geraten, und viel weniger gedacht wird, als das früher der Fall war.
Die Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte gaben uns nicht zu verstehen, dass wir der Sache gewachsen wären, oder dem Ziel näher kämen das Universum zu verklären. Es herrscht viel eher immer mehr die begründete Überzeugung, dass die Natur sich durch ihre immense Komplexität der menschlichen Erkenntnismöglichkeit entzieht. Es wird nicht leichter, es ist ein unrealistischer Eifer der viele Physiker heutzutage immer noch in falsche Richtungen treibt. Ein Haschen nach Wind. Da vermisst man Wissenschaftler wie Einstein, Planck und Qurie doch sehr.
Das die genannte Überzeugung geboren wurde ist zugleich Wunder und Verzögerung der sicheren Katastrophe. Zivilisationen verdarben und verderben noch immer durch ihre eigene Überheblichkeit, und genau dies steht der ganzen Menschheit bevor. Nein, nicht durch ein selbst produziertes, schwarzes Loch.
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Gepriesen sei der HERR. Seine Gedanken sind unergründlich. Und gepriesen sei sein Sohn, Jesus Christus.
Das Universumsformelpaket ist von 5 "Verrückten" mit IQs zwischen 142 und 208 in den Jahren 1988 bis 1996 theoretisch
ausgebrütet worden !
Nach einstimmiger Abstimmung musste leider von einer Veröffentlichung abgesehen werden, da wir hier leider auf dem Planet der Affen sind, der keine Homosapiens Systematicus erlaubt!
Die Medallie hat einen Gravitationsantrieb auf der einen und eine Kontinentalplattenstanze auf der anderen Seite !
Mit dem Formelpaket ist alles völlig klar geworden, woran die Wissenschaft noch 1.000 Jahre erfolglos arbeiten wird,
weil Homosapiens Empathicus nicht aus seinen evolutionsbedingten Denkrastern heraus kommt !
Quarksternkollabierungen, Strohdichte bei massiven Schwarzen Löchern, schiefe Sternscheibe mit angeblich falscher Sternenpopulation in Andromeda, Universumsexpansion im sichtbaren Bereich, gravitative Kavitationsblasen, usw. ist allles völlig Klar!
Nur Tiere können damit einfach nicht umgehen !
Wenn man 72 Fakultäten, davon 9 im elementaren Kern, drauf hat, die Mathematik um ein paar Operationszeichen, sowie die
Physik um einige Bestandteile erweitert, und mathematische Idealisierungen, die definitiv in physikalischem Schwachsinn enden, herausfiltert, gemischt mit diversen Geistesblitzen, dann ist man in der Lage, in 22 Jahren sich nur noch mit Nachkommastellenpräzisierungen zu beschäftigen!
Fortschritt ist das Werk der Unzufriedenen!
Die Geschichte lehrt den Menschen, dass die Geschichte den Menschen nichts lehrt !
LIQ
Kürzlich habe ich zum Thema Weltformel einen Artikel von roland Meissner im The General Science Jounal gelesen.
Der Autor geht davon aus, das man alle Arten der Wechselwirkung aus der Differentialgleichung II. Ordnung herleiten kann. Eine Weltformel gibt es also.
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