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"Generation Porno" wird die Jugend heute oft genannt. Gemeint sind Kinder und Jugendliche, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Pornos zu schauen. Ganz so extrem ist die Wirklichkeit nicht. Doch unsere Autorinnen Sigrid Neudecker und Josephina Maier sprachen mit Jugendlichen, für die Pornokonsum mittlerweile so selbstverständlich ist wie Skateboardfahren oder Fußballspielen, manche hatten schon mit neun Jahren die ersten Filme gesehen – in einem Alter, in dem sie oft noch nicht einmal ganz genau wussten, was sie da genau guckten.

Am erschreckendsten aber ist, dass sich hierzulande kaum jemand des Themas annimmt. Geforscht wird nur wenig, die Lehrer werden allein gelassen und sind dann oft überfordert, und viele Eltern wissen nicht, was ihre Kinder das so schauen – geschweige denn, wie und wann sie ihre Sprösslinge aufklären sollen. Gegen diese Situation kann man polemisieren und auf die verkommene Jugend schimpfen – wie es so oft gemacht wird. Oder man kann sich darauf einstellen. Wir haben uns in unsere Titelgeschichte für Letzteres entschieden.

Im Heft 2/2009 berichteten wir in unserer Geschichte Die ideale Stadt über die umstrittenen Pläne für den Neubau eines Kohlekraftwerks in Berlin und über klimafreundliche Alternativen. Der Energieversorger Vattenfall hat jetzt auf die starken Proteste reagiert und will nun Strom aus Gas und Biomasse erzeugen.

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Jan Schweitzer, Chefredakteur ZEIT Wissen