Forscher zur Bundestagswahl "Wir brauchen endlich Ganztagsschulen"
Es wurde lange genug über Schulmodelle debattiert, sagt die Bildungssoziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin Jutta Allmendinger. Nun ist es Zeit zu handeln

© David Ausserhofer
Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung
"In der neuen Legislaturperiode müssen wir zügig umsetzen, was schon lange erkannt ist: Der hohe Anteil bildungsarmer Schüler muss gesenkt werden. Wir sollten am unteren Rand der Gesellschaft ansetzen, nicht an der Spitze. Warum?
Ein Zehntel unserer Kinder hat keinen Schulabschluss, ein Viertel zu geringe Kompetenzen. Auf dem Arbeitsmarkt werden sie kaum Chancen haben, jetzt nicht und nach der Krise noch weniger. Verweigern wir ihnen Bildung, verweigern wir ihnen das Bürgerrecht auf gesellschaftliche Teilhabe. Außerdem entgehen unserer Wirtschaft und unserem Sozialsystem qualifizierte Kräfte.
Die Zeit für moralische Appelle ist vorbei. Wir brauchen Ganztagsschulen. Eine Bildungsrepublik dürfe nicht am Mittagessen scheitern, hat Lord Ralf Dahrendorf treffend gesagt. Das mag albern klingeln.

Doch wenn wir von Müttern eine eigenständige Absicherung fordern, wie zuletzt wieder bei der Reform des Unterhaltsrechts, wann sollen sie dann mit warmem Essen auf ihre Kinder warten? Wann sollen sie deren soziale Kompetenz fördern, sie zum Sportverein fahren? Schulen müssen endlich den sozialstaatlichen Wandel nachvollziehen, Unterricht von acht bis zwei Uhr genügt nicht mehr.
In den Schulen der Zukunft müssen Lehrer und Sozialpädagogen eng zusammenarbeiten und Kinder individuell zu fördern. Es bedarf anderer Betreuungsschlüssel und eines neuen Dienstrechts. Die Trennung nach Schularten wird weitgehend überflüssig.
Erst- und Drittklässler, Fünft- und Achtklässler können fach- und begabungsspezifisch zusammen unterrichtet werden. Zudem müssen die Schulen bei klar festgelegten Lernzielen ein hohes Maß an Autonomie haben. Können wir uns all das leisten? Natürlich. Wir werden weniger investieren müssen als jetzt in die Konjunkturpakete, die Wirkung wird aber nicht so schnell verpuffen. Die neue Regierung muss rasch handeln und darf sich nicht auf die Grenzen ihrer Kompetenzen berufen."
Protokoll: JENS UEHLECKE
- Datum 21.07.2009 - 16:17 Uhr
- Quelle ZEIT Wissen 04/2009
- Kommentare 14
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@Verweigern wir ihnen Bildung, verweigern wir ihnen das Bürgerrecht auf gesellschaftliche Teilhabe. Außerdem entgehen unserer Wirtschaft und unserem Sozialsystem qualifizierte Kräfte.
Das mantraartige Wiederholen der ewiggleichen Vorwürfe an das deutsche Bildungssystem machen diese nicht wahrer. Treibt eigentlich das Mühlrad das Wasser oder umgekehrt? Diese Schüler, zum großen Teil mit Migrationshintergrund, gehen nicht deswegen ohne Bildungsabschluß von der Schule, weil sie von voreingenommenen Lehrer selektiert und benachteiligt werden, sondern deswegen, weil sie auf Grund nicht vorhandener Begabungen oder mangelnder Sprachkenntnisse oder beidem nicht in der Lage sind, die leistungsmäßigen Mindestanforderungen zu erbringen. Da viele Migranten aus den Unterschichten der jeweiligen Herkunftsländer kommen, sind deren Kinder ebenfalls, wie alle emirischen Erfahrungen belegen, im Durchschnitt weniger begabt als die Kinder aus Mittelschichten. Kommen dann noch mangelnde Sprachkenntnisse hinzu, weil in den Elternhäusern lediglich die Sprache des Herkunftslandes und nicht die deutsche benutzt wird, dann ist ein Scheitern in der Schule vorprogrammiert. Für diese Dinge kann das einheimische Bildungssystem und noch weniger seine Struktur nicht verantwortlich gemacht werden.
Es ist eine gefährliche, ideologisch motivierte Fehleinschätzung zu glauben, wenn man diese leistungsschwachen Schüler mit den leistungsstärkeren zusammensteckt, daß man da nur kräftig umzurühren braucht, und heraus kämen bessere Schulleistungen. Minderbegabte Kinder bleiben auch in einer Gesamtschule minderbegabt. Wer aus seiner eigenen Schulzeit miterlebt hat, wie bereits ein einziger Quertreiber in einer Klasse in der Lage ist, den Gesamtunterricht zu behindern, der wird einsehen, daß sich hier die Gesamtleistungen nicht verbessern, sondern verschlechtern werden, da so den leistungsfähigeren Schülern ein angemessener Unterricht unmöglich gemacht wird.
Es gab einmal Zeiten, da hat man das Lernen vor allem als Sache der Schüler gesehen und deren Leistungen als Ergebnis von Begabung als auch von Mühe und Fleiß gesehen. Unsere Bildungspolitiker scheinen diese elementaren Erfahrungen vergessen zu haben, oder sie weigern sich, diese aus politischen oder ideologischen Gründen zur Kenntnis zu nehmen. Beides keine guten Voraussetzungen, um die Pisa-Ergebnisse in Deutschland anzuheben. Vielleicht ist es für uns als Wahlvolk Zeit für die Erkenntnis, daß hier einige Leute, unter andern auch Frau Allmendinger, auf dem falschen Platz sitzen.
sehr zutreffend. Genau das versuchen zuviele sogenannte Fachleute aber zu vertuschen. Die positiven Möglichkeiten in diesem offenen Bildungssystem Schulabschlüsse zu erreichen waren nie besser, die Integrationsangebote noch nie umfangreicher und trotzdem verweigert ein Anteil der Bevölkerung schulische Bildung und anschließend geregelte Berufstätigkeit um den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren.
Die soziale Versorgtheit der bildungsfernen Familien sichert u.a. der Bezug von Kindergeld, auch bei völlig kontraproduktivem Verhalten der Eltern, wenn es um die Bildung ihres Nachwuchses geht. Eine Verpflichtung zum Spracherwerb, zum regelmäßigen Schulbesuch, zum erfolgreichem Erlernen von allgemeinen Normen und Regeln dieser Gesellschaft hat leider weiterhin keinen Bezug zur Auszahlung bzw. einer Einbehaltung des Kindergeldes. Fadenscheinig ist darum das Engagement derjenigen mit "Helfersyndrom" die sich und ihre Branche, über die Verschleierung der verursachenden Zuständen legitimieren, und noch mehr Geld und Verständnis ohne jede Gegenleistung einfordern. Wenn man den Kindern aus diesen bildungsfernen Milieus wirklich helfen will, dann müssen ihre Eltern wenn sie sich unfähig oder unwillig verhalten unter Zugzwang geraten, sonst erreicht man garnichts. Ein Staat der so mit öffentlichen Mitteln fördert hat auch ein öffentliches Recht zu fordern.
da hat man das Lernen vor allem als Sache der Schüler gesehen und deren Leistungen als Ergebnis von Begabung als auch von Mühe und Fleiß gesehen."
Ich erinnere mich sehr gut! Das waren die Zeiten, in denen die Mutter mit Abitur ihrem Kind am Nachmittag bei den Schulaufgaben half und damit dafür sorgte, dass es einen Vorsprung vor dem Kind bekam, dessen Mutter berufstätig sein musste (z.B. Kriegerwitwe) und ihrem Kind eine derartige Unterstützung nicht bieten konnte.
Eine Ganztagsschule in der von 14 bis 16 Uhr (unter Aufsicht und mit Hilfestellung) Schulaufgaben gemacht würde, wäre schon ein Gewinn. Die übrige Zeit sollte Freizeit sein, damit Sport, musische Begabungen etc. nicht zu kurz kommen.
Das Allerwichtigste ist aber, dass Klassenstärken von 20 Schülern und mehr verboten werden müssten. Die sind für Lehrer und Schüler unzumutbar!
I. Sprachen kann man lernen
Ganztagsschulen sind sicherlich geeignet um bei Migrantenkindern Deutsch zu fördern. Setzt lediglich voraus das die Politik Ghettos, z.B. durch Sozialwohnungen in "guten Vierteln", verhindert.
II. Begabungen kann man lernen
Natürlich kann man erst die Kombination "ABC" schreiben, wenn man "A", "B" und "C" gelernt hat. Begabung heißt lediglich das jemand im Gegensatz zu den meisten anderen bereits "A","B" und "C" gelernt hat. Der Artikel schlägt als individuelle Förderung vor:
"Erst- und Drittklässler, Fünft- und Achtklässler können fach- und begabungsspezifisch zusammen unterrichtet werden."
III. Schulen sind zum lernen da
insbesondere wenn es immer weniger Hausfrauen gibt.
Es gab einmal Zeiten, da hat man das Lernen vor allem als Sache der Schüler gesehen und deren Leistungen als Ergebnis von Begabung als auch von Mühe und Fleiß gesehen.
In den Zeiten, aus denen Sie berichten, gab es allerdings auch keine Schulen mit 80% Migrantenkindern, kein Hartz IV, kein 24h-TV. Leider oder eher zum Glück sind daher auch die Einstellungen von gestern nicht mehr zur Lösung aktueller Probleme der Bildungspolitik geeignet: es gibt deutlich weniger Kinder insgesamt, weniger Hausfrauen, deutlich weniger Geschwister, höheren Bildungsdruck (G8), mehr Migration, mehr religiöse und kulturelle Unterschiede, weniger Integration als damals.
Zum Glück sind unsere Bildungsbundespolitiker etwas flexibler als Ihre Vorstellungen, die hart an der Grenze zu Rassismus und ewig gestriger Ausländerfeindlichkeit liegen.
Sie legen den Finger in die Wunde.
Die Benachteiligung von Migranten ist ein gern erzähltes Märchen, um das katastrophale Versagen von Politik und Wirtschaft der letzten 30 Jahre zu vertuschen.
Genauso liegt der Fall bei den "Ganztagsschulen", die werden nicht gefordert um den Kindern bessere Chancen zu geben, sondern um die verehrten Frauen schneller in den Arbeitsmarkt zu drücken.
Durch die Bevölkerungsentwicklung hat die Wirtschaft Angst, dass die Löhne zu sehr steigen, deshalb müssen Frauen einen Beruf ergreifen: um weiterhin ein Überangebot an Arbeitskräften zu haben.
Die Schweiz hat die höchste "Hausfrauenquote" in Europa und die Schweiz ist das reichste Flächenland in Europa.
Warum ist das wohl so?
sehr zutreffend. Genau das versuchen zuviele sogenannte Fachleute aber zu vertuschen. Die positiven Möglichkeiten in diesem offenen Bildungssystem Schulabschlüsse zu erreichen waren nie besser, die Integrationsangebote noch nie umfangreicher und trotzdem verweigert ein Anteil der Bevölkerung schulische Bildung und anschließend geregelte Berufstätigkeit um den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren.
Die soziale Versorgtheit der bildungsfernen Familien sichert u.a. der Bezug von Kindergeld, auch bei völlig kontraproduktivem Verhalten der Eltern, wenn es um die Bildung ihres Nachwuchses geht. Eine Verpflichtung zum Spracherwerb, zum regelmäßigen Schulbesuch, zum erfolgreichem Erlernen von allgemeinen Normen und Regeln dieser Gesellschaft hat leider weiterhin keinen Bezug zur Auszahlung bzw. einer Einbehaltung des Kindergeldes. Fadenscheinig ist darum das Engagement derjenigen mit "Helfersyndrom" die sich und ihre Branche, über die Verschleierung der verursachenden Zuständen legitimieren, und noch mehr Geld und Verständnis ohne jede Gegenleistung einfordern. Wenn man den Kindern aus diesen bildungsfernen Milieus wirklich helfen will, dann müssen ihre Eltern wenn sie sich unfähig oder unwillig verhalten unter Zugzwang geraten, sonst erreicht man garnichts. Ein Staat der so mit öffentlichen Mitteln fördert hat auch ein öffentliches Recht zu fordern.
da hat man das Lernen vor allem als Sache der Schüler gesehen und deren Leistungen als Ergebnis von Begabung als auch von Mühe und Fleiß gesehen."
Ich erinnere mich sehr gut! Das waren die Zeiten, in denen die Mutter mit Abitur ihrem Kind am Nachmittag bei den Schulaufgaben half und damit dafür sorgte, dass es einen Vorsprung vor dem Kind bekam, dessen Mutter berufstätig sein musste (z.B. Kriegerwitwe) und ihrem Kind eine derartige Unterstützung nicht bieten konnte.
Eine Ganztagsschule in der von 14 bis 16 Uhr (unter Aufsicht und mit Hilfestellung) Schulaufgaben gemacht würde, wäre schon ein Gewinn. Die übrige Zeit sollte Freizeit sein, damit Sport, musische Begabungen etc. nicht zu kurz kommen.
Das Allerwichtigste ist aber, dass Klassenstärken von 20 Schülern und mehr verboten werden müssten. Die sind für Lehrer und Schüler unzumutbar!
I. Sprachen kann man lernen
Ganztagsschulen sind sicherlich geeignet um bei Migrantenkindern Deutsch zu fördern. Setzt lediglich voraus das die Politik Ghettos, z.B. durch Sozialwohnungen in "guten Vierteln", verhindert.
II. Begabungen kann man lernen
Natürlich kann man erst die Kombination "ABC" schreiben, wenn man "A", "B" und "C" gelernt hat. Begabung heißt lediglich das jemand im Gegensatz zu den meisten anderen bereits "A","B" und "C" gelernt hat. Der Artikel schlägt als individuelle Förderung vor:
"Erst- und Drittklässler, Fünft- und Achtklässler können fach- und begabungsspezifisch zusammen unterrichtet werden."
III. Schulen sind zum lernen da
insbesondere wenn es immer weniger Hausfrauen gibt.
Es gab einmal Zeiten, da hat man das Lernen vor allem als Sache der Schüler gesehen und deren Leistungen als Ergebnis von Begabung als auch von Mühe und Fleiß gesehen.
In den Zeiten, aus denen Sie berichten, gab es allerdings auch keine Schulen mit 80% Migrantenkindern, kein Hartz IV, kein 24h-TV. Leider oder eher zum Glück sind daher auch die Einstellungen von gestern nicht mehr zur Lösung aktueller Probleme der Bildungspolitik geeignet: es gibt deutlich weniger Kinder insgesamt, weniger Hausfrauen, deutlich weniger Geschwister, höheren Bildungsdruck (G8), mehr Migration, mehr religiöse und kulturelle Unterschiede, weniger Integration als damals.
Zum Glück sind unsere Bildungsbundespolitiker etwas flexibler als Ihre Vorstellungen, die hart an der Grenze zu Rassismus und ewig gestriger Ausländerfeindlichkeit liegen.
Sie legen den Finger in die Wunde.
Die Benachteiligung von Migranten ist ein gern erzähltes Märchen, um das katastrophale Versagen von Politik und Wirtschaft der letzten 30 Jahre zu vertuschen.
Genauso liegt der Fall bei den "Ganztagsschulen", die werden nicht gefordert um den Kindern bessere Chancen zu geben, sondern um die verehrten Frauen schneller in den Arbeitsmarkt zu drücken.
Durch die Bevölkerungsentwicklung hat die Wirtschaft Angst, dass die Löhne zu sehr steigen, deshalb müssen Frauen einen Beruf ergreifen: um weiterhin ein Überangebot an Arbeitskräften zu haben.
Die Schweiz hat die höchste "Hausfrauenquote" in Europa und die Schweiz ist das reichste Flächenland in Europa.
Warum ist das wohl so?
Den ersen Sätzen kann ich ja noch zustimmen.
Aber wie kommt der Zusammenhang mit Ganztagsschulen?
Ich bezweifle stark, dass Ganztagsschulen die Bildungsprobleme lösen können.
Deutschland ist in der Vergangenheit mit seinem Halbschultagmodell vergleichsweise zu Ganztagesschulmodellen anderer Länder überaus gut gefahren. Das ist Tatsache. Und plötzlich müssen wir den anderen nacheifern.
Aufmerksamkeit und Konzentration sinken am Nachmittag ohnehin auf ein niederstes Maß. Dadurch wird der Bildungsaspekt recht dürftig gerechtfertigt, wie ich meine. Desweiteren nehmen wir den Kindern dadurch die Chance ihre Kindheit selbstständig zu erfahren, Talente und Soziale Fähigkeiten auszubauen und auch mal ihre eigene Zeit einzuteilen zu erlernen. Was wir brauchen, sind keine systemkonformen Vorzeigefachidioten, die auf fremden Bereichen null Kompetenz aufweisen, sondern kritische, gebildete Menschen. Doch dafür muss man an anderen Bereichen ansetzen - nicht durch möglichst frühes, möglichst vieles und möglichst langes eintrichtern von "Wissen".
Bietet den Jugendlichen Alternativen an zu Nachmittagsgerichtshows & co.
Sportvereine, ehrenamtliche Posten, Projekte zum forschen und entwickeln, alles freiwillig und ohne Notendruck. Es gäbe so einiges...
Bietet den Jugendlichen Alternativen an zu Nachmittagsgerichtshows & co.
Sportvereine, ehrenamtliche Posten, Projekte zum forschen und entwickeln, alles freiwillig und ohne Notendruck. Es gäbe so einiges...
Genau dafür sind Ganztagsschulen gedacht. Den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zu geben, mit ihresgleichen zusammen zu sein und etwas sinnvolles zu machen, fernab vom Trash-TV.
So wie ich das verstanden habe, ist es nicht Ziel und Sinn den Schülern von 15:00 bis 17:00 Lateinvokabeln einzutrichtern.
Bietet den Jugendlichen Alternativen an zu Nachmittagsgerichtshows & co.
Sportvereine, ehrenamtliche Posten, Projekte zum forschen und entwickeln, alles freiwillig und ohne Notendruck. Es gäbe so einiges...
Genau dafür sind Ganztagsschulen gedacht. Den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zu geben, mit ihresgleichen zusammen zu sein und etwas sinnvolles zu machen, fernab vom Trash-TV.
So wie ich das verstanden habe, ist es nicht Ziel und Sinn den Schülern von 15:00 bis 17:00 Lateinvokabeln einzutrichtern.
ist Intelligenz nicht zwingend ein planbarer "Zuchterfolg". Umgekehrt ist es eben so wenig zwingend, dass Unterschichteltern ausschliesslich Blödbacken in die Welt setzen. Es ist viel mehr so, dass der frühkindliche Entwicklungsprozess in extremer Weise von der Umwelt abhängt. Was wir uns da zur Zeit leisten, ist ein definitives "Perlen vor die Säue". Wir brauchen jedes Kind, das begabt ist, in diesem Land. Das "Dichter&Denker"-Image funktioniert wirtschaflich nämlich nur, so lange es genügend qualifizierte Ingenieure gibt.
Ob es allerdings Zusammenhänge gibt zwischen Insel-Genpools mit tradierter Cousin/Cousinen-Heirat und systematisch auftretender Unterbegabung, vermag ich nicht zu sagen, und wenn ich es sagen könnte, wär's politisch unkorrekt. Das nur zu Kommentar No.1.
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Lassen wir Taten folgen:
Werden Sie Mitglied, wählen Sie die Piratenpartei.
Für Freiheit und Demokratie.
Denn etwas besseres als den Tod finden wir überall.
@Wir brauchen jedes Kind, das begabt ist, in diesem Land. Das "Dichter&Denker"-Image funktioniert wirtschaflich nämlich nur, so lange es genügend qualifizierte Ingenieure gibt.
Diese Begabungen müssen aber da sein. Politisch-korrektes Gesundbeten oder Placebomaßnahmen wie die Änderung der Schulstruktur können da nichts ändern.
@Ob es allerdings Zusammenhänge gibt zwischen Insel-Genpools mit tradierter Cousin/Cousinen-Heirat und systematisch auftretender Unterbegabung, vermag ich nicht zu sagen, und wenn ich es sagen könnte, wär's politisch unkorrekt.
Eben.
@Wir brauchen jedes Kind, das begabt ist, in diesem Land. Das "Dichter&Denker"-Image funktioniert wirtschaflich nämlich nur, so lange es genügend qualifizierte Ingenieure gibt.
Diese Begabungen müssen aber da sein. Politisch-korrektes Gesundbeten oder Placebomaßnahmen wie die Änderung der Schulstruktur können da nichts ändern.
@Ob es allerdings Zusammenhänge gibt zwischen Insel-Genpools mit tradierter Cousin/Cousinen-Heirat und systematisch auftretender Unterbegabung, vermag ich nicht zu sagen, und wenn ich es sagen könnte, wär's politisch unkorrekt.
Eben.
Bietet den Jugendlichen Alternativen an zu Nachmittagsgerichtshows & co.
Sportvereine, ehrenamtliche Posten, Projekte zum forschen und entwickeln, alles freiwillig und ohne Notendruck. Es gäbe so einiges...
Genau dafür sind Ganztagsschulen gedacht. Den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zu geben, mit ihresgleichen zusammen zu sein und etwas sinnvolles zu machen, fernab vom Trash-TV.
So wie ich das verstanden habe, ist es nicht Ziel und Sinn den Schülern von 15:00 bis 17:00 Lateinvokabeln einzutrichtern.
Vielleicht sollte man in diesem Falle überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, eine andere Bezeichnung als Schule für Ganztagssschulen zu benutzen, denn bisher war doch wohl die Schule vor allem der Ort, an dem Kindern hauptsächlich akademisches Wissen vermittelt wird bzw. ihnen das Werkzeug geboten wurde, sich derartiges Wissen anzueignen.
Eine Ganztagschule mit Mittagessen und nachmittaglichen Aktivitäten könnte eventuell als JAOmPF (Jugend-Aufbewahrungs-Ort mit Pepp und Futter) bezeichnet werden?
Vielleicht sollte man in diesem Falle überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, eine andere Bezeichnung als Schule für Ganztagssschulen zu benutzen, denn bisher war doch wohl die Schule vor allem der Ort, an dem Kindern hauptsächlich akademisches Wissen vermittelt wird bzw. ihnen das Werkzeug geboten wurde, sich derartiges Wissen anzueignen.
Eine Ganztagschule mit Mittagessen und nachmittaglichen Aktivitäten könnte eventuell als JAOmPF (Jugend-Aufbewahrungs-Ort mit Pepp und Futter) bezeichnet werden?
@Wir brauchen jedes Kind, das begabt ist, in diesem Land. Das "Dichter&Denker"-Image funktioniert wirtschaflich nämlich nur, so lange es genügend qualifizierte Ingenieure gibt.
Diese Begabungen müssen aber da sein. Politisch-korrektes Gesundbeten oder Placebomaßnahmen wie die Änderung der Schulstruktur können da nichts ändern.
@Ob es allerdings Zusammenhänge gibt zwischen Insel-Genpools mit tradierter Cousin/Cousinen-Heirat und systematisch auftretender Unterbegabung, vermag ich nicht zu sagen, und wenn ich es sagen könnte, wär's politisch unkorrekt.
Eben.
sehr zutreffend. Genau das versuchen zuviele sogenannte Fachleute aber zu vertuschen. Die positiven Möglichkeiten in diesem offenen Bildungssystem Schulabschlüsse zu erreichen waren nie besser, die Integrationsangebote noch nie umfangreicher und trotzdem verweigert ein Anteil der Bevölkerung schulische Bildung und anschließend geregelte Berufstätigkeit um den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren.
Die soziale Versorgtheit der bildungsfernen Familien sichert u.a. der Bezug von Kindergeld, auch bei völlig kontraproduktivem Verhalten der Eltern, wenn es um die Bildung ihres Nachwuchses geht. Eine Verpflichtung zum Spracherwerb, zum regelmäßigen Schulbesuch, zum erfolgreichem Erlernen von allgemeinen Normen und Regeln dieser Gesellschaft hat leider weiterhin keinen Bezug zur Auszahlung bzw. einer Einbehaltung des Kindergeldes. Fadenscheinig ist darum das Engagement derjenigen mit "Helfersyndrom" die sich und ihre Branche, über die Verschleierung der verursachenden Zuständen legitimieren, und noch mehr Geld und Verständnis ohne jede Gegenleistung einfordern. Wenn man den Kindern aus diesen bildungsfernen Milieus wirklich helfen will, dann müssen ihre Eltern wenn sie sich unfähig oder unwillig verhalten unter Zugzwang geraten, sonst erreicht man garnichts. Ein Staat der so mit öffentlichen Mitteln fördert hat auch ein öffentliches Recht zu fordern.
Hier mal ein paar Fakten, die der im Artikel geäußerten Meinung den Boden unter den Füssen entzieht.
"Migrantenförderung
Modell, Versuch und Irrtum"
Von Hartmut Esser
http://www.faz.net/s/RubC...
[Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und formulieren Sie Kritik sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
da hat man das Lernen vor allem als Sache der Schüler gesehen und deren Leistungen als Ergebnis von Begabung als auch von Mühe und Fleiß gesehen."
Ich erinnere mich sehr gut! Das waren die Zeiten, in denen die Mutter mit Abitur ihrem Kind am Nachmittag bei den Schulaufgaben half und damit dafür sorgte, dass es einen Vorsprung vor dem Kind bekam, dessen Mutter berufstätig sein musste (z.B. Kriegerwitwe) und ihrem Kind eine derartige Unterstützung nicht bieten konnte.
Eine Ganztagsschule in der von 14 bis 16 Uhr (unter Aufsicht und mit Hilfestellung) Schulaufgaben gemacht würde, wäre schon ein Gewinn. Die übrige Zeit sollte Freizeit sein, damit Sport, musische Begabungen etc. nicht zu kurz kommen.
Das Allerwichtigste ist aber, dass Klassenstärken von 20 Schülern und mehr verboten werden müssten. Die sind für Lehrer und Schüler unzumutbar!
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