Ernährung Die Wahrheit über unser EssenSeite 5/5
Nicht überall sorgt man sich so um das Empfinden der Tiere. Das sah Frigga Wirths, Veterinärin vom Deutschen Tierschutzbund, auf anderen Schlachthöfen. »Leider ist nicht garantiert, dass die Schlachtung ohne Schmerz und Angst abläuft«, sagt sie. Es komme vor, dass Tiere beim Entbluten nicht ausreichend betäubt seien. In seltenen Fällen würden sie sogar noch leben, wenn sie weiterverarbeitet werden.
Kritik üben Tierschützer auch an der Mast. »Schweinehaltung in Deutschland ist ein trauriges Kapitel«, sagt Elke Deininger von der Akademie für Tierschutz. Meistens müssten die Tiere auf Spaltenböden stehen, hätten zu wenig Bewegung, kein Stroh zum Wühlen und keine Abwechslung. Und Ferkel würden in der Regel ohne Betäubung kastriert.
Wer etwas für den Tierschutz tun möchte, muss mehr Geld bezahlen. Denn wenn die Tiere unter besseren Bedingungen leben, mehr Platz und Auslauf haben, wird das Fleisch teurer. »Landwirte, die tiergerecht produzieren, müssen auch mehr verdienen«, sagt Deininger.
Der Nachtisch: Der Wackelpudding – das Finale aus Farbe
An Schweineschwarte denkt wohl niemand, wenn der herrlich süße Schwabbel auf der Zunge zergeht. Doch Gelatine, die aus der Schwarte hergestellt wird, ist nach Wasser und Zucker die wichtigste Zutat der Götterspeise. Ohne sie würde der Pudding nicht so schön wackeln.
Götterspeise ist ein Meisterwerk der Lebensmitteldesigner. Zwar liegt ihr Nährwert nahe null, umso größer ist dafür der Unterhaltungswert. Zum Glibberfaktor kommt das grelle Grün. Die Farbstoffe Chinolingelb, Gelborange S und Patentblau V lassen das echte Waldmeistergrün verblassen.
Der bunte Spaß hat aber vielleicht Folgen, die nicht lustig sind. Einige Farbstoffe stehen im Verdacht, Kinder hyperaktiv zu machen. Hinweise darauf lieferte zuletzt eine Studie von Psychologen der University of Southampton. Über Wochen testeten sie Farbstoffmischungen und ein Placebo an Kindern. Eltern und Lehrer berichteten in einigen Fällen von Verhaltensänderungen. Zwar war der Effekt gering, dennoch beschloss das EU-Parlament, einen Warnhinweis einzuführen. »Farbstoff kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen« muss von 2010 an auf Lebensmitteln stehen, die Farbstoffe wie Gelborange S und Chinolingelb enthalten.
Eine andere Nebenwirkung wird dort nicht erwähnt: »Farbstoffe können pseudo-allergische Reaktionen auslösen«, sagt Torsten Zuberbier, Sprecher am Allergie-Centrum-Charité. Manche Menschen bekämen nach dem Verzehr gefärbter Speisen Quaddeln. Außerdem könnten die Stoffe Neurodermitis verstärken. »Im Vergleich zu vielen natürlichen Lebensmitteln sind solche Reaktionen bei Farbstoffen aber eher selten.« Ein Großteil der Substanzen ist für die meisten unbedenklich.
Unser Verhalten manipulieren sie trotzdem: Farben können beeinflussen, welche Lebensmittel wir kaufen. »Knallige Töne signalisieren Frische und Bekömmlichkeit«, sagt die Psychologie-Professorin Gisla Gniech von der Universität Bremen. Hersteller kennen solche Assoziationen genau, neue Produkte erproben sie an Testpersonen. Ein intensives Gelb im Käse wecke bei vielen den Eindruck, die Kuh habe auf einer Frühlingswiese geweidet, sagt Gniech. Oft wird mit Betacarotin nachgeholfen.
Sogar das Geschmacksempfinden können Farben beeinflussen. Das zeigte ein Gummibärchentest, den Gniech entwickelt hat. Alle Probanden gaben an, dass rote Bärchen ihnen am besten schmeckten. Mit verbundenen Augen konnte sie jedoch fast niemand herausschmecken. Von 100 Probanden erkannten nur drei sicher alle Farben. Gniech folgert: »Farbe bestimmt unseren Geschmack viel mehr, als man denkt.«
Wie sie uns täuschen kann, zeigte auch ein anderes Experiment. US-Forscher setzten Freiwilligen Götterspeise vor, deren Farbe nicht zum Geschmack passte. Der gelbe Pudding schmeckte nach Cassis, der rote nach Zitrone. Die Tester ließen sich so beirren, dass sie den echten Geschmack nicht erkannten. Welch ein Triumph für die Lebensmittelchemie.
- Datum 08.10.2009 - 14:29 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 05.08.2009 Nr. 05
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Leider 'kochen' auch Leute die Zeit hätten Gerichte aus der Retorte, in Schulkantinen wird regelmäßig aufbereitete industrielle Kost angeboten, angeblich aus Kostengründen. Mittlerweile finde ich Kochshows eher überflüssig, weil sie so gar nichts mit der Wirklichkeit auf deutschen Tellern zu tun haben aber einen Jamie Oliver würde ich mir hier doch wünschen, er hat mit seiner Initiative für gesundes Essen in Schulen so einiges bewirkt - auch bei den Eltern.
Mir persönlich wird von dem vorgefertigten Essen schlecht, esse ich es in größeren Mengen. Nach einer pubertären Fertigpizza - und MacDonalds-Phase ist mein Sohn nun, da er selbst kocht, zu frischer Kost zurückgekehrt - so wie er es aus seiner Kindheit kennt.
Für mich ist es unverständlich, dass der Lebensmittelindustrie nicht mehr auf die Finger geschaut wird. Aus ökonomischen Gründen (wer bezahlt für die Übergewichtigen, die Diabetes-Kranken etc.?) und ökologischen Gründen (Verpackungsmüll, Transportkosten usw.) müsste das längst geschehen.
für einen Bericht, der absolut lesenswert ist und eine unhaltbare Situation an deutschen Esstischen widerspiegelt. Vielleicht ist es vielen zu anstrengend - Berichten über den Islam bzw. Moslems in Deutschland folgen hier ja regelmäßig hitzige Debatten unter den Lesern. Dabei ist das Thema Ernährung und insbesondere industriell gefertigte Nahrungsmittel in meinen Augen eines der streitbarsten unserer Zeit. Aber es ist ein schleichendes Gift, das sich durch die Hintertür unseres Bewußtseins seinen Einlass in die Küchen der zeitknappen Mennschen gebahnt hat. Es kommen kaum Skandale ans Tageslicht, Kennzeichnungen werden durch massive Lobbyarbeit verwaschen und für die Politik ist es lästig, da Publicityunwirksam. Mittlerweile hat ein jeder Bekannte oder Familienmitglieder, die mit schwerwiegenden Krankheiten wie Krebs, Arteriosklerose oder Diabetes kämpfen. Kein Zusammenhang mit der Ernährung?? Wer sich den 3 Stunden-Marathon von DSDS und Konsorten reinpfeift, hat "keine Zeit", frisch zu kochen. Ist klar.
...das hier kaum einer reagiert, denn solche Artikel halten den Deutschen den Spiegel vor's Gesicht. Ein Volk das innerhalb seines Kontinents am wenigsten fuer Nahrung ausgibt, damit man einen BMW/Mercedes/Audi/usw. fahren kann. Das sind doch mal Prioritäten!
"Geschmack" ist sowieso ein Gut was den meisten Leuten verlorengegangen ist, vermutlich werden bald Köche als Künstler angehimmelt und die Kochplatte zuhause wird durch ne Standleitung zum Pizzadienst ersetzt.
...das hier kaum einer reagiert, denn solche Artikel halten den Deutschen den Spiegel vor's Gesicht. Ein Volk das innerhalb seines Kontinents am wenigsten fuer Nahrung ausgibt, damit man einen BMW/Mercedes/Audi/usw. fahren kann. Das sind doch mal Prioritäten!
"Geschmack" ist sowieso ein Gut was den meisten Leuten verlorengegangen ist, vermutlich werden bald Köche als Künstler angehimmelt und die Kochplatte zuhause wird durch ne Standleitung zum Pizzadienst ersetzt.
...das hier kaum einer reagiert, denn solche Artikel halten den Deutschen den Spiegel vor's Gesicht. Ein Volk das innerhalb seines Kontinents am wenigsten fuer Nahrung ausgibt, damit man einen BMW/Mercedes/Audi/usw. fahren kann. Das sind doch mal Prioritäten!
"Geschmack" ist sowieso ein Gut was den meisten Leuten verlorengegangen ist, vermutlich werden bald Köche als Künstler angehimmelt und die Kochplatte zuhause wird durch ne Standleitung zum Pizzadienst ersetzt.
Richtig schockierend wird erst der Blick in deutsche WGs. Bis ich in meine WG eingezogen bin, wusste ich nicht, dass man so überhaupt Leben kann. Seitdem fällt für mich auch die sehr sporadische Fertigpizza aus.
Selbstgekocht dauert vielleicht länger, aber Nudeln in Olivenöl anbraten und frisch geriebenen Parmesan darüber reiben geht fast genause schnell. Bei den richtigen Zutaten liegen geschmacklich Welten dazwischen.
Richtig schockierend wird erst der Blick in deutsche WGs. Bis ich in meine WG eingezogen bin, wusste ich nicht, dass man so überhaupt Leben kann. Seitdem fällt für mich auch die sehr sporadische Fertigpizza aus.
Selbstgekocht dauert vielleicht länger, aber Nudeln in Olivenöl anbraten und frisch geriebenen Parmesan darüber reiben geht fast genause schnell. Bei den richtigen Zutaten liegen geschmacklich Welten dazwischen.
Richtig schockierend wird erst der Blick in deutsche WGs. Bis ich in meine WG eingezogen bin, wusste ich nicht, dass man so überhaupt Leben kann. Seitdem fällt für mich auch die sehr sporadische Fertigpizza aus.
Selbstgekocht dauert vielleicht länger, aber Nudeln in Olivenöl anbraten und frisch geriebenen Parmesan darüber reiben geht fast genause schnell. Bei den richtigen Zutaten liegen geschmacklich Welten dazwischen.
Mit Nahrung nehmen wir Ordnung in unseren Körper auf - je weiter der Weg von der Ernte der Rohstoffe bis zum Verzehr des Nahrungsmittels, desto mehr Entropie sammelt sich in der Nahrung.
Es gibt Ernährungswissenschaftler, die herausgefunden haben, dass durch die Oxidation und andere mit dem Alterungsprozess der Nahrung verbundene Veränderungen dazu führen, dass während der Verdauung / Assimilation eine Substanz erzeugt wird, die „Homocystin" genannt wird und für Gefäßverengung zuständig ist. Es ist nicht das Cholesterin, das schädlich ist (das Gehirn besteht zu 80% aus Cholesterin), sondern eine Abwandlung die als 'Homocystin' bezeichnet wird.
Man kann dem vorbeugen durch frische, Vitamin-B haltige Nahrung. Je weniger abgepacktes man ißt, desto geringer ist das Risiko der Artiriosklerose und anderer Gefäßerkrankungen.
Die regelmäßige Ausübung der Transzendentalen Meditation verringert übrigens das Risiko von Herzerkrankungen um 50% - das ist das Ergebniss einer von der US-Gesundheitsbehörde finanzierten Langzeitstudie: Während der TM funktioniert das Gehirn als eine Ganzheit und assimiliert mehr Cholesterin als bei Personen, die ihr Gehirn nicht auf diese Art und Weise trainieren. Gleichzeitig hat die regelmäßige Ausübung der T.M. einen harmonisierenden Effekt auf das Parasympatische Nervensystem, von dem die wichtigsten Lebensfunktionen im Körper abhängen.
„mens sana in corpore sano" läßt sich also auch umkehren: ein gesunder Körper durch einen entspannten Geist :-)
Nicht Homocystin sondern Homocystein ist das Problem für unsere Gefäße. Homocytin bildet sich unter Zusammenschluss zweier Moleküle Homocystein, welches dann, mit dem Urin aus dem Körper ausgeschieden in der Diagnostik als Nachweis eines zu hohen Homocytsein- (welches schädlich ist) spiegels dient.
Zum Thema Cholesterin noch ein paar Worte: Es ist korrekt, wenn Sie behaupten, dass wir im Hirn eine ganze Menge Cholesterin besitzen, jedoch sollte man dabei beachten, dass es sich bei dieser Cholesterinart um eine körpereigene Produktion handelt, da mit der Nahrung zugeführtes Cholesterin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Cholesterin an sich ist auch nicht das Problem, sondern nur der Transporter (das VLDL - very low density lipoprotein), welcher durch Wechselwirkungen mit den HDLs (high density lipoproteins). Es kommt über viele Reaktionswege zur Arteriosklerose.
Dennoch ist es per se nicht schlecht, Cholesterin zu sich zu nehmen. Nur ist wichtig, dass das Verhältnis von HDL zu VLDL ausgewogen bleibt. Dies kann man schnell beim nächsten Arztbesuch überprüfen lassen. Wichtig ist Fett für die Ernährung aber auf jeden Fall. Wir brauchen es für viele Stoffwechselvorgänge. Nur sollte man auf die Fettart und -menge achten! Bis zu 30% am Tag an der Gesamtenergiezufuhr sind völlig in Ordnung. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass man viele ungesättigte Fettsäuren zu sich nimmt. Da kann auch gern mal etwas mehr Olivenöl genommen werden. :)
Viele Grüße
Nicht Homocystin sondern Homocystein ist das Problem für unsere Gefäße. Homocytin bildet sich unter Zusammenschluss zweier Moleküle Homocystein, welches dann, mit dem Urin aus dem Körper ausgeschieden in der Diagnostik als Nachweis eines zu hohen Homocytsein- (welches schädlich ist) spiegels dient.
Zum Thema Cholesterin noch ein paar Worte: Es ist korrekt, wenn Sie behaupten, dass wir im Hirn eine ganze Menge Cholesterin besitzen, jedoch sollte man dabei beachten, dass es sich bei dieser Cholesterinart um eine körpereigene Produktion handelt, da mit der Nahrung zugeführtes Cholesterin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Cholesterin an sich ist auch nicht das Problem, sondern nur der Transporter (das VLDL - very low density lipoprotein), welcher durch Wechselwirkungen mit den HDLs (high density lipoproteins). Es kommt über viele Reaktionswege zur Arteriosklerose.
Dennoch ist es per se nicht schlecht, Cholesterin zu sich zu nehmen. Nur ist wichtig, dass das Verhältnis von HDL zu VLDL ausgewogen bleibt. Dies kann man schnell beim nächsten Arztbesuch überprüfen lassen. Wichtig ist Fett für die Ernährung aber auf jeden Fall. Wir brauchen es für viele Stoffwechselvorgänge. Nur sollte man auf die Fettart und -menge achten! Bis zu 30% am Tag an der Gesamtenergiezufuhr sind völlig in Ordnung. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass man viele ungesättigte Fettsäuren zu sich nimmt. Da kann auch gern mal etwas mehr Olivenöl genommen werden. :)
Viele Grüße
Nicht Homocystin sondern Homocystein ist das Problem für unsere Gefäße. Homocytin bildet sich unter Zusammenschluss zweier Moleküle Homocystein, welches dann, mit dem Urin aus dem Körper ausgeschieden in der Diagnostik als Nachweis eines zu hohen Homocytsein- (welches schädlich ist) spiegels dient.
Zum Thema Cholesterin noch ein paar Worte: Es ist korrekt, wenn Sie behaupten, dass wir im Hirn eine ganze Menge Cholesterin besitzen, jedoch sollte man dabei beachten, dass es sich bei dieser Cholesterinart um eine körpereigene Produktion handelt, da mit der Nahrung zugeführtes Cholesterin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Cholesterin an sich ist auch nicht das Problem, sondern nur der Transporter (das VLDL - very low density lipoprotein), welcher durch Wechselwirkungen mit den HDLs (high density lipoproteins). Es kommt über viele Reaktionswege zur Arteriosklerose.
Dennoch ist es per se nicht schlecht, Cholesterin zu sich zu nehmen. Nur ist wichtig, dass das Verhältnis von HDL zu VLDL ausgewogen bleibt. Dies kann man schnell beim nächsten Arztbesuch überprüfen lassen. Wichtig ist Fett für die Ernährung aber auf jeden Fall. Wir brauchen es für viele Stoffwechselvorgänge. Nur sollte man auf die Fettart und -menge achten! Bis zu 30% am Tag an der Gesamtenergiezufuhr sind völlig in Ordnung. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass man viele ungesättigte Fettsäuren zu sich nimmt. Da kann auch gern mal etwas mehr Olivenöl genommen werden. :)
Viele Grüße
Wenn man das liest muss man sich schon so seine Gedanken machen. Wenn man z.B. Spareribs essen will bei denen man weis was damit passiert ist sollte diese schon beim guten alten Metzgerladen kaufen und dann aich selbst zubereiten.
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