Wissenschaft »Kann man Liebe beweisen?«

fragt Eckart von Hirschhausen, Arzt und Buchautor

Manche eingeritzte Herzen halten länger als die Liebe. Diese Beweise der Zuneigung sind einfacher zu erbringen als den Beweis der Liebe selbst

Manche eingeritzte Herzen halten länger als die Liebe. Diese Beweise der Zuneigung sind einfacher zu erbringen als den Beweis der Liebe selbst

Ja, im Gehirn 

Eckart von Hirschhausen
Eckart von Hirschhausen

Eckart von Hirschhausen ist an Liebesfragen gerade besonders interessiert. Er ist Arzt, Moderator, Autor und Kabarettist in einer Person.

»Es gibt mehrere Arten der Liebe, die meiner Meinung nach im Prinzip alle eine Kombination aus Sexualtrieb, romantischer Liebe und Bindung sind. Die Wissenschaft kennt mittlerweile einige der dazugehörigen Schaltkreise im Gehirn. Meine Kollegen und ich haben Gehirnregionen gefunden, die mit romantischer Liebe in Verbindung gebracht werden können. Wir haben 49 Testpersonen mittels Gehirnscan untersucht, die entweder frisch verliebt, seit durchschnittlich 21 Jahren verheiratet waren oder gerade verlassen worden waren. Sie alle zeigten verstärkte Aktivität in denselben Regionen, die eindeutig Teil des Schaltkreises für romantische Liebe sind. Man kann sie also beweisen. Ein Mysterium bleibt, warum man sich ausgerechnet in diese Person verliebt und nicht in jene. Aber auch auf diese Frage werden wir bald Antworten haben.«

Helen Fisher, Anthropologin, Rutgers University

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Leser-Kommentare
  1. Regel #1: Wenn man wissen will, was Liebe garantiert NICHT ist, befrage man einen "life scientist"; das bestätigt sich auch hier, aber die beiden anderen Stellungnahmen sind auch absurd sinnlos, nicht nur wegen ihrer Kürze. Dittami immerhin sollte im ersten Semester noch einmal neu anfangen, wo man (hoffentlich) die Unterscheidung zwischen Ursache und Wirkung, Substrat und Äußerlichkeit vermittelt erhält. Wie man Liebe "beweisen" können soll (wozu überhaupt???), wenn man keine Vorstellung davon hat, was sie inhaltlich sei, erschliesst sich mir nicht. Aber sicherlich arbeiten Neurophysiologen schon am Nachweis, in welcher der beiden Hirnhemisphären sie lokalisiert ist...dann ist das Problem des Fragestellers jedenfalls gelöst, oder? Mit dem Vorwurf "Du liebst mich nicht mehr" konfrontiert bräuchte man dann nur noch den Gang ins nächste Labor anzutreten. Noch ein großer Schritt für die Menschheit.

  2. Gott ist die Liebe, Gott kann man nicht beweisen (siehe Kant), quod erat demonstrandum

  3. Das Schlüssel-Schloß-Prinzip steht für dauerhafte Liebe.

    Man kann versuchen, den Trieb für Liebe zu halten. Der Versuch zur Zweisamkeit ist gescheitert, wenn man Danach einfach ein ungutes Gefühl zurück behält. Auch die Übereinstimmung in intellektueller Hinsicht ist kein Garant für Zweisamkeit - eben nicht hinreichend.

    Was eingangs erwähnt wurde ist wohl richtig: Es sind eine Vielzahl von Faktoren erforderlich, um auch noch nach 40 Ehejahren festzustellen, dass es bedauerlich gewesen wäre, diese Frau nicht getroffen zu haben.

  4. Bald wird "die Wissenschaft" auch Gott beweisen. Das geht so: Wenn man gezeigt hat, dass immer dann, wenn ein Mensch an Gott denkt, "bestimmte Schaltkreise"
    im Hirn aktiv sind, dann hat man Gott bewiesen. Auch wenn man nicht weiss, was man damit eigentlich bewiesen hat.

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    Gottesbeweis geht so:

    "Ich weigere mich zu beweisen, dass ich existiere", sagt Gott, "denn ein Beweis ist gegen den Glauben, und ohne Glauben bin ich nichts."

    "Aber", sagt der Mensch, "der Babelfisch ist doch eine unbewusste Offenbarung, oder nicht? Er hätte sich nicht zufällig entwickeln können. Er beweist, dass es Dich gibt, und damit gibt es dich, Deiner eigenen Definition zufolge, nicht. Quod erta demonstrandum."

    Gottesbeweis geht so:

    "Ich weigere mich zu beweisen, dass ich existiere", sagt Gott, "denn ein Beweis ist gegen den Glauben, und ohne Glauben bin ich nichts."

    "Aber", sagt der Mensch, "der Babelfisch ist doch eine unbewusste Offenbarung, oder nicht? Er hätte sich nicht zufällig entwickeln können. Er beweist, dass es Dich gibt, und damit gibt es dich, Deiner eigenen Definition zufolge, nicht. Quod erta demonstrandum."

  5. Gottesbeweis geht so:

    "Ich weigere mich zu beweisen, dass ich existiere", sagt Gott, "denn ein Beweis ist gegen den Glauben, und ohne Glauben bin ich nichts."

    "Aber", sagt der Mensch, "der Babelfisch ist doch eine unbewusste Offenbarung, oder nicht? Er hätte sich nicht zufällig entwickeln können. Er beweist, dass es Dich gibt, und damit gibt es dich, Deiner eigenen Definition zufolge, nicht. Quod erta demonstrandum."

    Antwort auf "Feld- und Wiesenschaft"
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    Der Babelfisch wird als kleine Kreatur beschrieben, die sich ins Ohr einführen lässt und dem Träger ein Verständnis aller gesprochenen Sprachen ermöglicht. Babelfisch ist also ein Symbiont. Gott ist also auch ein Symbiont ?

    Der Babelfisch wird als kleine Kreatur beschrieben, die sich ins Ohr einführen lässt und dem Träger ein Verständnis aller gesprochenen Sprachen ermöglicht. Babelfisch ist also ein Symbiont. Gott ist also auch ein Symbiont ?

  6. „Ein Mysterium bleibt, warum man sich ausgerechnet in diese Person verliebt und nicht in jene. Aber auch auf diese Frage werden wir bald Antworten haben.“ (Helen Fisher)

    Wollen wir das denn überhaupt?

    „Die Liebe, von der wir träumen, gibt es nicht.“ (Ingelore Ebberfeld)

    Ich kann nicht fragen, ob sie die Liebe nicht kennt, das wäre unschicklich. Aber ich kann für mich sagen, dass es sie gibt- ich erlebe sie jeden Tag neu!

    „Forscher hätten gern eine eindeutige Definition für Liebe, doch sie ist ein Prozess, kein Zustand.“ (John Dittami)

    Absolut einer Meinung

    • ddkddk
    • 16.01.2010 um 0:17 Uhr

    eine Steuerung durch chemische Reize auf unser Gehirn unter Berücksichtigung unserer genetischen Programmierung, die letztendlich dazu dient, dass ein Paar eine gewisse Mindestzeit zumsammenbleibt, um die Aufzucht und Pflege unserer Nachkommen für die Zeit sicherzustellen, in der sie unbedingt diese Betreuung brauchen, um unter günstigen Bedingungen überleben zu können.

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    Sie Armer - tut mir Leid.

    • vikvik
    • 16.01.2010 um 23:17 Uhr

    zu einfach, ich bin schwul und lebe in einer Beziehung, Kinder kann ich daher keine haben, soll ich ihrer Logik zu folge mir die Frage stellen, wozu ich eine Beziehung brauche???

    Falls Sie eine Beziehung haben, führen Sie diese Beziehung nur aus dem Grund um Kinder zu haben?

    Sie Armer - tut mir Leid.

    • vikvik
    • 16.01.2010 um 23:17 Uhr

    zu einfach, ich bin schwul und lebe in einer Beziehung, Kinder kann ich daher keine haben, soll ich ihrer Logik zu folge mir die Frage stellen, wozu ich eine Beziehung brauche???

    Falls Sie eine Beziehung haben, führen Sie diese Beziehung nur aus dem Grund um Kinder zu haben?

  7. "Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf."
    1. Korintherbrief 13,7
    Das hört sich für "moderne-aufgeklärte" Menschen kläglich an.
    Sind zivilisierte Menschen zu intelligent und kalt für die wahre Liebe?
    Für das Ende der Tage ist geschrieben, dass die Ungerechtigkeit überhandnehmen wird und die Liebe in vielen erkalten..
    Erkenntnis des weltlichen mit Gleichgültigkeit gepaart frisst Liebe?

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