Umfrage Leserfragen zur Naturmedizin
ZEIT Wissen hat die Leser gebeten, Fragen zur Alternativmedizin und speziell zur Phytotherapie zu stellen. Die wichtigsten Antworten
© AFP/Getty Images

In einer Klinik im chinesischen bei einer Moxibustion. Bei dieser Behandlung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden bestimmt Punkte des Körpers erhitzt
Welche Alternativmethoden haben eine wissenschaftlich erwiesene Wirkung?
Viele Methoden in der Alternativmedizin sind reiner Unsinn. Doch bei einigen Verfahren zeigen Studien eindeutig einen Nutzen, bei anderen gibt es zumindest Hinweise darauf. Besonders gut nachgewiesen sind die Wirkungen vieler Pflanzenpräparate.
Der Nutzen von Entspannungstechniken, Meditation und in wenigen Anwendungsgebieten auch der Akupunktur ist ebenfalls belegt. Hinweise auf eine Wirkung gibt es bei der Blutegel-Therapie in der Schmerzbehandlung von Knieverschleiß (Arthrose) und bei der Osteopathie in der Therapie von Rückenschmerzen.
- Datum 12.02.2010 - 18:02 Uhr
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- Quelle ZEIT Wissen 2/2010
- Kommentare 17
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Diese Antwort ist im Grunde nicht falsch, aber ein wenig zu dünn, denn viele pflanzliche Arzneien aus der Phytotherapie oder Kräuterheilkunde wirken eigentlich homöopathisch, auch wenn sie in keiner Weise potenziert sind.
Hahnemann selbst hat das Wirkprinzip der von ihm entwickelten "Homöopathie" – was so viel heißt wie "gleiches Leiden" – ja durch einen Pflanzenversuch entdeckt. Er hat nämlich festgestellt, dass die Rinde des China-Baumes deshalb als Kräuterarznei so hilfreich bei Malaria eingesetzt werden konnte, weil diese Rinde in einem gesunden Menschen einen ähnlichen Zustand erzeugen konnte. Hahnemann hatte bei der Übersetzung einer wissenschaftlichen Abhandlung des englischen Arztes Cullen, über die Wirksamkeit der Chinarinde bei Malaria, als Pharmazeut nicht nachvollziehen können, weshalb die Wirkung auf Gerb und Bitterstoffe zurückzuführen sein sollte. Er startete darauf hin einen Selbstversuch in dem er entdeckte, dass er als gesunder Mensch in einem Gebiet in dem es keine Malaria gab, so lange er einen Tee von dieser Rinde zu sich nahm, wechselhafte Fieberzustände entwickelte.
Die Homöopathie basiert also auf Erfahrungen aus der Kräuterheilkunde, die deshalb zurecht als Erfahrungsheilkunde anzusehen ist.
Iim nächsten Kommentar gibt es weitere Antworten.
Es ist davon auszugehen – und zahlreiche homöopathische Arzneimittelprüfungen bestätigen dies – das viele erfolgreiche Phytotherapeutika ihren zum Teil erstaunlichen Erfolg ebenfalls dem homöopathischen Heilungsprinzip zu verdanken haben. Nur ist dies weder von den Kräuterheilkundigen noch von anderen Medizinrichtungen reflektiert und gewürdigt.
Richtig ist aber auch, dass homöopathische Arzneien aus verschiedenen Bereichen stammen und nicht nur aus Pflanzen, sondern auch aus tierischen und mineralischen Stubstanzen hergestellt werden.
Das Prinzip der Homöopathie funktioniert definitiv auch mit Phytotherapeutika, sofern diese nach dem Ähnlichkeitsprinzip gewählt würden. Doch hat Hahnemann den Vorteil der Arbeit mit so genannten potenzierten Arzneien entdeckt und erforscht und hat somit viel Leiden von den Menschen genommen, denn so wirksam die Belladonna bei bestimmten Leiden sein kann, so sehr ist sie doch auch eine für den Organismus giftige Substanz.
Durch den Einsatz potenzierter Arzneien, in denen zwar kein einziges Molekül der Ausgangssubstanz mehr enthalten ist, deren Information jedoch weiterhin Wirkung zeigt (hierzu gibt es zahlreiche wissenschaftliche Versuchsreihen, die die Wirksamkeit selbst hoch potenzierter Arzneien beweisen) bleiben die negativen Folgen einer solchen Therapie aus und der Patient kann wie Hahnemann es gefordert hat, schnell sanft und dauerhaft geheilt werden.
Peter Mohr
www.animalmundi.com
Gestatten Sie mir noch eine Anmerkung, zu einer Tatsache, die gern und immer wieder ignoriert wird.
In einer Zeit in der die Homöopathie sich massiven Angriffen aus den Reihen der Pharmaindustrie ausgesetzt sieht und in der ihr fehlende Wissenschaftlichkeit unterstellt wird, möchte ich in Erinnerung bringen, dass niemand geringeres als Hahnemann als einer der ersten Ärzte von Krankheitserregern sprach, als noch niemand eine Idee davon hatte, dass es Bakterien oder Viren geben könnte. Doch was noch viel wichtiger ist, er war der erste Arzt, der die Wirkung von Arzneisubstanzen systematisch und sowohl in der Tiefe als auch der Breite ihrer Wirkungsweise auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene untersucht und dokumentiert hat.
Ein ähnlich breit angestztes Untersuchungsverfahren einer Gesamtwirkung von arzneilichen Substanzen läßt in so genannten anerkannten Wissenschaftskreisen definitiv auf sich warten.
Die Bachblüten sind von dem ehemaligen Homöopathen Dr. Bach entwickelt worden, der die Bedeutung des geistige-emotionalen Befindens eines Patienten auf seine Gesundheit verstanden hat und angeregt durch Ideen, wie wir sie auch in der Anthroposophie wieder finden, dass nämlich die Blüten von Pflanzen einen direkten Bezug zu dieser geistigen Ebene des Menschen repräsentieren, diese Erkenntnis in einer eigenständigen Therapieform umgesetzt hat. Der Bachblütentherapie.
weiter im nächsten Kommentar
Peter Mohr
www.animalmundi.com
…Hier bleibt anzumerken, dass dies gleichzeitig eine Einschränkung der Wirksamkeit bedeutet. In der Homöopathie wird in der Regel die Wirkung der ganzen Pflanze genutzt in der Bachblütentherapie nur die der Blüte.
Daher beschränkt sich die Bachblütentherapie ja auch auf eine kleine Anzahl von Heilpflanzen und schließt andere Substanzen aus.
Das Wirkungsspektrum der Homöopathie ist daher nicht nur umfangreicher sondern auch durch inzwischen mehr als 3000 geprüften homöopathischen Arzneien in der Lage auf fast jeden Zustand von Patienten die passende Antwort zu finden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Peter Mohr
www.animalmundi.com
"Das Zwiebelsäckchen ist ein altbekanntes Hausmittel. - Einzig Schmerzmittel helfen den Kindern nachgewiesenermaßen." - Ja, was denn nun?? - Und so ziehen sich die Antworten durch alle Fragen. - Ist das alles, was Alternativmedizin@zeit.de zu bieten hat? - Da bin ich aber sehr froh, eine Mutter gehabt zu haben, die bei meiner Mittelohrentzündung wußte, was hilft. Schmerzunterdrückung ist zumindest keine Heilung.
Ich kann das hier einfach nicht so stehn lasse, am Ende ließt noch jemand den Kommentar und glaubt dem Schreiber. Ich will hier nur ein ein Paar merkwürdige Zufälle hinweisen.
1. Unter jedem Artikel findet sich die Internetadresse www.animalmundi.com. Diese fürt auf die Seite einer Schule für Tierheilpraktik welche von Geschäftsführer Peter Mohr geführt wird. Es wird zudem der Begriff "Studium" benutzt um die Besucher in die Irre zu führen und ihnen den Eindruck zu vermitteln, es handele sich um eine anerkannte akademische Ausbildung. DEM NICHT SO IST. Das natürlich jemand der seinen Lebensunterhalt damit verdient Homöopahtie zu lehren einen positven Kommentar schreiben muss leuchtet ein.
2. Es wird das Ähnlichkeitsprizip als wirkungsvoll und Teil der "Erfahrungsheilkunde" dargestellt. Das hat nichts mit Wissenschaft zu tun, das ist pure Propaganda. Nach dem Motto "Hauptsache es hört sich für ungebildete Leute gut an".
Zum Änlichkeitsprizip noch ein paar Worte. Herr Hahnemann, der begründer dieser wirren Idee, hat diese im Selbstversuch mit Chinarinde belegt. Was sich jedoch vor einigen Jahren herausgestellt hat, ist das es sich bei seiner Reakion um eine allergische Reaktion gehandelt haben muss, da Chinarinde beim gesunden Menschen keine von ihm beschriebenen Symptome auslöst.
ERGO wenn die Idee der Ähnlichkeit schon falsch ist, fällt alles darauf basierende wie ein Kartenhaus zusammen.
was Sie da erzählen. -
zu 1. von towlie288:
Sich ein Bild vom Autor zu machen ist wichtig, leider stellen Sie sich hier nicht so offen dar. Ihnen ist scheinbar nicht bekannt, das das Wort Studium unter anderem folgende Bedeutung hat: "intensive (wissenschaftliche) Auseinandersetzung mit einer Sache oder Sachverhalt", somit können Sie nicht grundsätzlich davon ausgehen, die Anwendung des Begriffs sei irreführend sofern sie nicht ein Hochschulstudium o. ä. beschreibt!
zu 2. von towlie288:
Propaganda ist grundsätzlich nicht negativ sondern legitim um eigene Überzeugungen zu vertreten (sofern keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden).
Übrigens hat Samuel Hahnemann (nachfolgend H.) seine Theorie nicht durch seine Arzneimittelprüfung mit Chinarinde belegt sondern ist erst nach weiteren sechs Jahren Forschung (1796) mit seinem entdecktem Prinzip an die Öffentlichkeit getreten, in einem damals sehr angesenen Fachjournal (Hufeland). Von Verwirrung kann hier also keine Rede sein. In den nachfolgenden Jahren hat die Klassische Homöopathie immer wieder Wirksamkeit bewiesen, so auch durch H. Behandlungserfolge bei der Fleckfieberepidemie 1813, als bei Leipzig gegen Napoleon gekämpft wurde.
Fortsetzung folgt....
Fortsetzung:
Der Umstand, ob die von H. erlebten Symptome bei dem Chinarindenversuch allergische Reaktionen waren oder nicht (er hatte Jahre zuvor bereits eine Malariaerkrankung durchlebt) ist nebensächlich für die Klassische Homöopathie, aber das er durch diese Erfahrung überhaupt erst auf die Idee kam, mit diesem Prinzip zu arbeiten, ist ein Geschenk für viele bis heute erfolgreich behandelten Patienten.
Das Ähnlichkeitsprinzip ist übrigens schon von Hippokrates und Paracelsus erwähnt worden, fand aber nur in der Signaturenlehre Anwendung, selbst die Bibel kennt das Prinzip (Die feurige Schlange, 4. Buch Moses 21,6).
Nun, Ihr ERGO mag logisch sein, allerdings sagt das nichts über den Wahrheitsgehalt Ihrer Argumentation aus!
Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, das man unvoreingenommen Sachverhalte prüft und erforscht. Genauso wird auf dem Gebiet der Klassischen Homöopathie gearbeitet. Ich wünsche mir, dass auch Sie den Mut besitzen, die Klassische Homöopathie im wissenschaftlichen Sinne zu prüfen um dann mit Ihren Erfahrungen eine neue Diskussion anzustoßen. Gerne auch mit konstruktiver, belegter Kritik!
Liebe Grüße
was Sie da erzählen. -
zu 1. von towlie288:
Sich ein Bild vom Autor zu machen ist wichtig, leider stellen Sie sich hier nicht so offen dar. Ihnen ist scheinbar nicht bekannt, das das Wort Studium unter anderem folgende Bedeutung hat: "intensive (wissenschaftliche) Auseinandersetzung mit einer Sache oder Sachverhalt", somit können Sie nicht grundsätzlich davon ausgehen, die Anwendung des Begriffs sei irreführend sofern sie nicht ein Hochschulstudium o. ä. beschreibt!
zu 2. von towlie288:
Propaganda ist grundsätzlich nicht negativ sondern legitim um eigene Überzeugungen zu vertreten (sofern keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden).
Übrigens hat Samuel Hahnemann (nachfolgend H.) seine Theorie nicht durch seine Arzneimittelprüfung mit Chinarinde belegt sondern ist erst nach weiteren sechs Jahren Forschung (1796) mit seinem entdecktem Prinzip an die Öffentlichkeit getreten, in einem damals sehr angesenen Fachjournal (Hufeland). Von Verwirrung kann hier also keine Rede sein. In den nachfolgenden Jahren hat die Klassische Homöopathie immer wieder Wirksamkeit bewiesen, so auch durch H. Behandlungserfolge bei der Fleckfieberepidemie 1813, als bei Leipzig gegen Napoleon gekämpft wurde.
Fortsetzung folgt....
Fortsetzung:
Der Umstand, ob die von H. erlebten Symptome bei dem Chinarindenversuch allergische Reaktionen waren oder nicht (er hatte Jahre zuvor bereits eine Malariaerkrankung durchlebt) ist nebensächlich für die Klassische Homöopathie, aber das er durch diese Erfahrung überhaupt erst auf die Idee kam, mit diesem Prinzip zu arbeiten, ist ein Geschenk für viele bis heute erfolgreich behandelten Patienten.
Das Ähnlichkeitsprinzip ist übrigens schon von Hippokrates und Paracelsus erwähnt worden, fand aber nur in der Signaturenlehre Anwendung, selbst die Bibel kennt das Prinzip (Die feurige Schlange, 4. Buch Moses 21,6).
Nun, Ihr ERGO mag logisch sein, allerdings sagt das nichts über den Wahrheitsgehalt Ihrer Argumentation aus!
Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, das man unvoreingenommen Sachverhalte prüft und erforscht. Genauso wird auf dem Gebiet der Klassischen Homöopathie gearbeitet. Ich wünsche mir, dass auch Sie den Mut besitzen, die Klassische Homöopathie im wissenschaftlichen Sinne zu prüfen um dann mit Ihren Erfahrungen eine neue Diskussion anzustoßen. Gerne auch mit konstruktiver, belegter Kritik!
Liebe Grüße
kallewestrich.blogspot: Wie halten Sie es mit Ihrem körpereigenen Candida albicans oder den verwandten Arten? Hegen und pflegen oder regelmäßig mit Diäten killen? Ob Pilze im Darm Krankheitssymptome hervorrufen können oder nicht, das ist nicht wissenschaftlich bewiesen, die Therapie- und Buchangebote jedoch boomen seit langem.
und Konsorten: Nix hegen und pflegen; bei Diäten bleiben immer welche versteckt hinter Darmzoten übrig, und freuen sich, wenn's vorbei ist: Elektroakupunktur - da versteckt sich keiner mehr, er flüchtet (eigene Erfahrung).
Wollen Sie über die Meridiane an die Darmpilze ran? Die haben sich regelrecht festgebohrt in der Darmwand. Ein entfernter Stimulus soll sie zum Loslassen bringen? Wie geht das denn?
Was tun, wenn im Blut - der erste Bluttest, der das bei mir aussagt - nicht nur Candida parapsilosis (soll die Nerven angreifen, Haut, Darm) und C. krusei (systemische Mykosen), sondern auch Vakuolen und Faden-, Spulwürmer gefunden wurden? Welcher ärztliche Test bringt schon das Ergebnis? Keiner! Oder wird nicht drüber gesprochen? Warum? Ist das redundant für Ärzte? Wieso?
ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, daß mir MORA-Elektroakupunktur sehr gut geholfen hat. Eine solche Akupunktur setzt nicht an einzelnen Akupunkturpunkten an, sondern wird über den ganzen Körper eingegeben (Hände und Füße sind beteiligt). - Es muß doch machbar sein, Ihren behandelnden Arzt danach zu fragen. -
und Konsorten: Nix hegen und pflegen; bei Diäten bleiben immer welche versteckt hinter Darmzoten übrig, und freuen sich, wenn's vorbei ist: Elektroakupunktur - da versteckt sich keiner mehr, er flüchtet (eigene Erfahrung).
Wollen Sie über die Meridiane an die Darmpilze ran? Die haben sich regelrecht festgebohrt in der Darmwand. Ein entfernter Stimulus soll sie zum Loslassen bringen? Wie geht das denn?
Was tun, wenn im Blut - der erste Bluttest, der das bei mir aussagt - nicht nur Candida parapsilosis (soll die Nerven angreifen, Haut, Darm) und C. krusei (systemische Mykosen), sondern auch Vakuolen und Faden-, Spulwürmer gefunden wurden? Welcher ärztliche Test bringt schon das Ergebnis? Keiner! Oder wird nicht drüber gesprochen? Warum? Ist das redundant für Ärzte? Wieso?
ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, daß mir MORA-Elektroakupunktur sehr gut geholfen hat. Eine solche Akupunktur setzt nicht an einzelnen Akupunkturpunkten an, sondern wird über den ganzen Körper eingegeben (Hände und Füße sind beteiligt). - Es muß doch machbar sein, Ihren behandelnden Arzt danach zu fragen. -
Eine exellente Adresse, um sich wissend zu machen (und nicht einfach blind zuzuschlagen) ist Natur und Medizin, 45276 Essen, Am Deimelsberg 36, Tel. (0201) 5 63 05 70. - Auch im Internet erreichbar. -
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