Heimarbeit übers Netz Nebenjob 2.0

Korrigieren, Fotografieren, Besserwissen. Das Internet hat Heimarbeit wieder attraktiv gemacht. Auf vielen Portalen lässt sich mit wenig Aufwand Geld verdienen.

Sandra Brunsch bringt ihre Freunde groß raus. Einer lächelt vom Poster der örtlichen Sparkasse, andere werben in einem Blatt für Gartenfreunde, und sogar ihre Haustiere hat Brunsch in Szene gesetzt. »Ich habe schon immer nebenbei fotografiert, aber seit ich meine Bilder bei Fotolia anbiete, verdiene ich Geld damit«, sagt sie. Über das Portal fotolia.de können Hobbyfotografen ihre Werke für ein paar Euro je Download verkaufen, das Unternehmen erhält eine Provision.

Brunsch ist eine von vielen Internetnutzern, die mithilfe des Webs aus ihrem Hobby einen lukrativen Nebenjob gemacht haben. Wer früher nebenbei im Netz Geld verdienen wollte, verramschte seinen Trödel bei Auktionshäusern wie eBay.

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Heute lässt sich mit zahlreichen Portalen aus persönlichen Interessen Kapital schlagen. »Die technische Entwicklung ermöglicht vielseitigere Geschäftsmodelle«, sagt Jonathan Dörr, Geschäftsführer des Zentrums für Internetforschung und Medienintegration der Ludwig-Maximilians-Universität in München. »Die Verbreitung von Breitband-Internet und die sinkenden Zugangskosten machen Verdienstportale besonders lohnend.«

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Große Firmen geben ihre Miniaufträge an die Webgemeinschaft ab und lassen die Nutzer kurze Werbetexte schreiben, E-Mail-Adressen überprüfen oder Bild- und Datensätze auswerten. Die Firmen drücken so ihre Kosten, die Onlinejobber verdienen sich ein Taschengeld und arbeiten, wann und wo sie wollen.  

Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski, 26, Autor, verfasst Kurztexte für Firmen, die Aufträge bekommt er auf textbroker.de. Pro Wort verdient er 1,2 Cent.

Der Auftragsdichter

»Ich habe Germanistik und Anglistik studiert. Auf textbroker.de bekommt man für das Schreiben von Texten Geld, als Bewerbung muss man eine Textprobe schicken. Danach richtet sich, wie viel man verdient. Das liegt zwischen 0,7 und 5 Cent pro Wort, ich bekomme 1,2 Cent. Meist schreibe ich über Kochen und Kinder oder etwas über Autos. Das Gute an diesem Nebenjob ist, dass man ihn zu Hause machen kann und oft ganz kurze Texte verlangt werden. Viel lieber würde ich allerdings Songtexte schreiben, aber wer bestellt so etwas schon über ein Internetportal? Nur einmal wollte jemand Balladen haben, dem habe ich dann zehn Liebesgedichte geschrieben. Kein Problem, schließlich habe ich so etwas im Germanistikstudium oft genug gelesen.«

Das Internetportal Humangrid zahlt seinen »Clickworkern« fünf bis sieben Cent je Minijob, also zum Beispiel pro recherchierter Adresse. Das Dortmunder Unternehmen hat nach eigenen Angaben schon mehr als 10.000 Mitarbeiter im Netz. »Für den Anbieter rechnet sich das nur, wenn viele mitmachen«, sagt Jonathan Dörr. Vorbild sind amerikanische Portale wie »Mechanical Turk«, die schon seit Längerem kleine Firmenaufträge an Privatleute vermitteln. 

Jörg und Sabine Bütow

Jörg und Sabine Bütow, 46 und 45, Informatiker und Hausfrau, erledigen Kleinstjobs auf humangrid.de. Pro Aufgabe gibt es 5 bis 7 Cent.

Die Minijobber

»Als Wirtschaftsinformatiker arbeite ich viel im Internet. Das Portal humangrid.de kommt genau wie ich aus Dortmund, in der Lokalzeitung stand ein Bericht darüber. Meine Frau und ich sind dann beide ›Clickworker‹ geworden. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, setze ich mich oft noch an meinen Laptop und erledige ein paar Miniaufträge, zum Beispiel überprüfe ich für eine Universität E-Mail-Adressen oder verbessere für eine Firma ihre Software- anleitung. Die Ergebnisse werden von Humangrid kon- trolliert. Wenn man zuverlässig ist, lässt sich damit gut nebenher etwas verdienen. Man kann aber nicht mit festen Aufträgen kalkulieren. Manchmal ist wochenlang nichts zu holen, und plötzlich kommen viele Jobs auf einmal rein.«

Die Nebenjob-Community macht inzwischen einigen etablierten Firmen ernsthaft Konkurrenz. Das Portal Fotolia bringt mit seinem riesigen Onlinearchiv, das acht Millionen Bilder enthält, und einem Heer von Hobbyfotografen sogar Marktführer wie die amerikanische Agentur Getty Images in Bedrängnis. Nach eigenen Angaben ist Fotolia schon Europas gefragteste Bilddatenbank. Zeitungen, die immer häufiger mit knappem Budget auskommen müssen, kaufen gern günstige Bilder, Grafiken und Illustrationen. Zum Verdruss vieler Profifotografen. 

Sven Rosenhauer

Sven Rosenhauer, 30, Personalreferent beim Roten Kreuz, verkauft Uni-Arbeiten auf grin.com. Meist verdient er 2 bis 3 Euro je Download.

Der Textverwerter

»Als ich einige Zeit in Bristol studiert habe, musste ich unheimlich viele Hausarbeiten schreiben. Ich fand es schade, dass die nach der Abgabe einfach so auf meiner Festplatte herumlagen. Deshalb habe ich sie bei grin.com angeboten. Das ist leicht verdientes Geld. Man muss nur die Texte hochladen und bekommt alle drei Monate eine Abrechnung. Mein Tipp: Lieber Arbeiten auf Deutsch anbieten, meine englischen haben sich nicht so gut verkauft. Jetzt habe ich meine Diplomarbeit über ›Kulturelle Vielfalt im Bereich der Kommunikation‹ eingestellt. Für die hatte ich eine 1,0 bekommen. Weil sie so lang ist, berechnet grin.com für den Download satte 250 Euro. Ganz ehrlich: So viel würde ich dafür nicht ausgeben. Wäre trotzdem schön, wenn sie jemand kauft.«

Wenn der Nebenjob im Netz aber das schnelle, große Geld verspricht, solle man vorsichtig sein, sagt Jonathan Dörr. »Solche Angebote sollte man genau prüfen.« Denn auch unter den Online-Jobcentern gibt es unseriöse Anbieter. Dörr warnt vor allem vor Websites, die mit Schneeballsystemen hohe Profite erzeugen wollen.

Sandra Brunsch

Sandra Brunsch, 34, Inhaberin einer Firma für Gartenlandschaftsbau, verkauft Fotos auf fotolia.com für ein jeweils ein paar Euro.

Die Fotografin

»Mein Bruder hat mir vorgemacht, wie man im Internet Geld verdienen kann. Er hat seine 3-D-Animationen verkauft. In einer Fotografiezeitschrift bin ich dann auf fotolia.com gestoßen. Am Anfang wurden viele Fotos abgelehnt. Ich brauchte einige Zeit, um herauszufinden, welche Art von Bildern gefragt ist: vor allem farbenfrohe Motive, möglichst Menschen, die Gefühle zeigen. Ich fotografiere vor allem meine Freunde und Bekannten. Es ist auch gut, Themenbilder zu Festtagen anzubieten. Kurz vor Ostern habe ich die Kaninchen meines Vaters fotografiert, das hat sich ziemlich gut verkauft. Wer bei Fotolia mitmachen möchte, sollte nicht unterschätzen, wie lange man an der Bildbearbeitung sitzt. Da braucht man wirklich Leidenschaft für dieses Hobby.«

Manchmal wird aber aus dem Online-Nebenverdienst sogar ein Offline-Geschäft. Johannes Regnitz hatte seinen Ratgeber Cool ohne Alk, in dem er auch seine persönliche Trinkergeschichte erzählt, auf die Seite des Personal-Publishing-Portals Xinxii gestellt. Regnitz’ E-Book wurde so oft angeklickt, dass ein Verlag es inzwischen veröffentlicht hat, auf Papier.

 
Leser-Kommentare
  1. Wohl kaum - außer man hat wirklich Glück.

    Als Hobbyphotograph hat man bei "Stock Agencies" keine Chance - da wird die Qualität des Glas (Objektiv) bemängelt... oder auch sonst viele Kleinigkeiten.
    Dazu muss man Photos durchaus nachbearbeiten - oder, weil es sich besser verkauft Bilder ausschneiden etc. dafür braucht es Software und Geduld...

    Amateure die sich für das Thema interessieren haben eher eine Chance.

    (Ich gehe davon aus das mein erster Kommentar aufgrund von Netzwerkverlust nicht ankam.... hoffentlich kein Doppelpost...)

  2. [...] Eigentlich muss man schon von ehrenamtlichen Tätigkeiten sprechen, die viele Zeit für so wenig (keine) Lorbeeren! Die Unternehmen sparen jede Menge Geld, natürlich... Jungunternehmer suchen sich z. B. für den provisionsgebundenen Anzeigenverkauf Opfer, die nie was sehen von ihrem Lohn. "Weltunternehmen", Schneeballsysteme, Marktforschung, Werbefirmen nützliche Idioten. Wenigverdiener glauben an die letzte Rettung. Es ist keine Chance, sondern Beschiss! Das muss man mal klar sagen.

    Bitte verlinken Sie in Ihren Kommentaren nicht auf Ihren Blog, wie in der Netiquette beschrieben. Danke. Die Redaktion/sh

  3. ...ein paar Vollzeitjobs, mit denen man sich ernähren kann, verschwunden.

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    (Was ich jetzt anmerke, trifft nicht auf alle Bereiche des Netzes zu!)

    Sie sagen es. Das ist oft nichts weiter als Outsourcing von Arbeitskräften. In einem professionellen Forum für 3D Animation las ich einmal, wie jemand von einer "Werbeagentur" jemanden suchte, der ihm einen Weltraumbahnhof inklusive sich bewegender Menschen und Raumschiffe als Sequenz animieren sollte. Für 400 Euro. Das ist selbstverständlich absolut unseriös. Doch noch bevor der Beitrag gelöscht wurde, fand sich jemand dazu bereit.
    Aber letztlich entscheiden wir selbst. Wir sind schnell dabei Politiker, Manager, auch Spitzensportler usw. für ihr Einkommen und Handeln zu verteufeln. Aber ein sozialer Markt beginnt da, wo wir selbst mit den Füßen abstimmen. Das eine Friseuse nur skandalös entlohnt werden kann wenn wir lediglich 4 Euro für einen Haarschnitt bezahlen wollen liegt auf der Hand.
    Das Netz bietet da noch ganz andere Möglichkeiten. Und da sind nicht nur die Firmen schuld, die das wollen. Auch die, die daran partizipieren tragen eine Teilschuld. Wir wollen selbst fair bezahlt werden, aber sobald wir auch andere fair bezahlen sollen, hört die Solidarität auf.

    (Was ich jetzt anmerke, trifft nicht auf alle Bereiche des Netzes zu!)

    Sie sagen es. Das ist oft nichts weiter als Outsourcing von Arbeitskräften. In einem professionellen Forum für 3D Animation las ich einmal, wie jemand von einer "Werbeagentur" jemanden suchte, der ihm einen Weltraumbahnhof inklusive sich bewegender Menschen und Raumschiffe als Sequenz animieren sollte. Für 400 Euro. Das ist selbstverständlich absolut unseriös. Doch noch bevor der Beitrag gelöscht wurde, fand sich jemand dazu bereit.
    Aber letztlich entscheiden wir selbst. Wir sind schnell dabei Politiker, Manager, auch Spitzensportler usw. für ihr Einkommen und Handeln zu verteufeln. Aber ein sozialer Markt beginnt da, wo wir selbst mit den Füßen abstimmen. Das eine Friseuse nur skandalös entlohnt werden kann wenn wir lediglich 4 Euro für einen Haarschnitt bezahlen wollen liegt auf der Hand.
    Das Netz bietet da noch ganz andere Möglichkeiten. Und da sind nicht nur die Firmen schuld, die das wollen. Auch die, die daran partizipieren tragen eine Teilschuld. Wir wollen selbst fair bezahlt werden, aber sobald wir auch andere fair bezahlen sollen, hört die Solidarität auf.

  4. (Was ich jetzt anmerke, trifft nicht auf alle Bereiche des Netzes zu!)

    Sie sagen es. Das ist oft nichts weiter als Outsourcing von Arbeitskräften. In einem professionellen Forum für 3D Animation las ich einmal, wie jemand von einer "Werbeagentur" jemanden suchte, der ihm einen Weltraumbahnhof inklusive sich bewegender Menschen und Raumschiffe als Sequenz animieren sollte. Für 400 Euro. Das ist selbstverständlich absolut unseriös. Doch noch bevor der Beitrag gelöscht wurde, fand sich jemand dazu bereit.
    Aber letztlich entscheiden wir selbst. Wir sind schnell dabei Politiker, Manager, auch Spitzensportler usw. für ihr Einkommen und Handeln zu verteufeln. Aber ein sozialer Markt beginnt da, wo wir selbst mit den Füßen abstimmen. Das eine Friseuse nur skandalös entlohnt werden kann wenn wir lediglich 4 Euro für einen Haarschnitt bezahlen wollen liegt auf der Hand.
    Das Netz bietet da noch ganz andere Möglichkeiten. Und da sind nicht nur die Firmen schuld, die das wollen. Auch die, die daran partizipieren tragen eine Teilschuld. Wir wollen selbst fair bezahlt werden, aber sobald wir auch andere fair bezahlen sollen, hört die Solidarität auf.

    Antwort auf "und schon wieder..."
    • Zleser
    • 23.03.2010 um 13:50 Uhr

    Selbst nach kurzer Prüfung im Netz kann man feststellen, daß die genannten Stundenverdienste absolut utopisch sind. Wenn 7 cent/ Auftrag bezahlt werden, müssten über 100 Aufträge/Stunde erledigt werden!

    Aus meiner Sicht stellt der Artikel etwas rosig dar, was erstens nicht rosig ist und was sich zweitens rasant zu einem Ersatz für bisher regulär bezahlte Arbeit entwickelt.

    Leider besteht nicht für jeden/jede die Chance, solche Verdienstmöglichkeiten zu ignorieren. Auch gerade in der relativ gut ausgebildeten Mittelschicht gibt es eine schnell wachsende Zahl von Personen, die sich gezwungen sehen, in dieser Weise ein Zubrot zu verdienen.

    Anstatt den sozialen Abstieg für jedermann sichtbar mit einem Job an der Aldikasse oder im Schnellrestaurant bekennen zu müssen, kann man zu Hause anonym für einen Hungerlohn ackern ohne, daß die Nachbarschaft etwas bemerkt.

    Das Thema hätte einen aufmerksameren und kritischen Blick verdient anstatt die Phrasen, mit denen neue Nutzer für diese Art von Plattformen angeworben werden, abzudrucken.

    Ein Kollege von FOCUS hat getestet und gefunden..Zitat:
    "Zu Humangrid zurückgekehrt, erwirtschafte ich noch einige Euros. Mein Vermögen beläuft sich nach fünf Stunden Arbeit auf fünf Euro und 53 Cent – für mich kein brauchbarer Plan B. "

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    ZITAT: "Selbst nach kurzer Prüfung im Netz kann man feststellen, daß die genannten Stundenverdienste absolut utopisch sind. Wenn 7 cent/ Auftrag bezahlt werden, müssten über 100 Aufträge/Stunde erledigt werden!"

    Wenn der betreffende Clickworker tatsächlich nur Aufträge für 7 Cent erledigt, stimmt Ihre Rechnung. Allerdings trifft das auf die Wenigsten unserer Mitarbeiter zu. Die Bandbreite der Honorare auf clickworker.com reicht von Centbeträgen bis zu Projekten, bei denen mehrere Euro pro Auftrag verdient werden - je nachdem, ob die Bearbeitung nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt, ob längere Texte gefordert sind oder eigene Recherche notwendig ist.

    Der Kollege vom FOCUS, der nach 5 Stunden bei etwas über 5 Euro gelandet ist, dürfte aufgrund seiner erst kurz vorher erfolgten Registrierung nur noch keinen Zugang zu den umfangreicheren Projekten gehabt haben. Dafür sind eigene Trainings notwendig.

    Daniel Marz - Clickworker Support & Community Management
    humangrid GmbH

    ZITAT: "Selbst nach kurzer Prüfung im Netz kann man feststellen, daß die genannten Stundenverdienste absolut utopisch sind. Wenn 7 cent/ Auftrag bezahlt werden, müssten über 100 Aufträge/Stunde erledigt werden!"

    Wenn der betreffende Clickworker tatsächlich nur Aufträge für 7 Cent erledigt, stimmt Ihre Rechnung. Allerdings trifft das auf die Wenigsten unserer Mitarbeiter zu. Die Bandbreite der Honorare auf clickworker.com reicht von Centbeträgen bis zu Projekten, bei denen mehrere Euro pro Auftrag verdient werden - je nachdem, ob die Bearbeitung nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt, ob längere Texte gefordert sind oder eigene Recherche notwendig ist.

    Der Kollege vom FOCUS, der nach 5 Stunden bei etwas über 5 Euro gelandet ist, dürfte aufgrund seiner erst kurz vorher erfolgten Registrierung nur noch keinen Zugang zu den umfangreicheren Projekten gehabt haben. Dafür sind eigene Trainings notwendig.

    Daniel Marz - Clickworker Support & Community Management
    humangrid GmbH

  5. ZITAT: "Selbst nach kurzer Prüfung im Netz kann man feststellen, daß die genannten Stundenverdienste absolut utopisch sind. Wenn 7 cent/ Auftrag bezahlt werden, müssten über 100 Aufträge/Stunde erledigt werden!"

    Wenn der betreffende Clickworker tatsächlich nur Aufträge für 7 Cent erledigt, stimmt Ihre Rechnung. Allerdings trifft das auf die Wenigsten unserer Mitarbeiter zu. Die Bandbreite der Honorare auf clickworker.com reicht von Centbeträgen bis zu Projekten, bei denen mehrere Euro pro Auftrag verdient werden - je nachdem, ob die Bearbeitung nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt, ob längere Texte gefordert sind oder eigene Recherche notwendig ist.

    Der Kollege vom FOCUS, der nach 5 Stunden bei etwas über 5 Euro gelandet ist, dürfte aufgrund seiner erst kurz vorher erfolgten Registrierung nur noch keinen Zugang zu den umfangreicheren Projekten gehabt haben. Dafür sind eigene Trainings notwendig.

    Daniel Marz - Clickworker Support & Community Management
    humangrid GmbH

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    ... oder auch Selbst-Ausbeutung. Und wenn ich das Argument von Herrn Marz lese, dass die 7 Cent für einen Auftrag ja nur für die Mitarbeiter ohne Zusatztrainings gelten, dann fragt man sich, wie viel ein Mitarbeiter mit Zusatztraining wohl bekommt? Sind es dann 14 Cent pro Auftrag? Oder gar 21 Cent pro Auftrag? Aber selbst beim 3-fachen Honorar müssten dann 33 Aufträge pro Stunde erledigt werden (also rund 2 Sekunden pro Auftrag), um dann auf popelige 6,93 Stundenlohn zu kommen.

    Liebe Unternehmer! Wenn Ihr schon mit den globalen Sachzwängen kommt und womöglich noch mit dem Argument, dass die Lohnarbeiter in Indien und China so viel billiger sind - bei denen sind aber auch die Mieten, die Krankenversicherungen, die Lebensmittel und alles andere auch sehr viel billiger als hier. Wenn die Mitarbeiter dort so toll sind, dann vergebt doch auch die Dienstleistungsaufträge dorthin. Von so etwas kann man hier wirklich nicht die Kosten fürs Leben bestreiten!

    ... oder auch Selbst-Ausbeutung. Und wenn ich das Argument von Herrn Marz lese, dass die 7 Cent für einen Auftrag ja nur für die Mitarbeiter ohne Zusatztrainings gelten, dann fragt man sich, wie viel ein Mitarbeiter mit Zusatztraining wohl bekommt? Sind es dann 14 Cent pro Auftrag? Oder gar 21 Cent pro Auftrag? Aber selbst beim 3-fachen Honorar müssten dann 33 Aufträge pro Stunde erledigt werden (also rund 2 Sekunden pro Auftrag), um dann auf popelige 6,93 Stundenlohn zu kommen.

    Liebe Unternehmer! Wenn Ihr schon mit den globalen Sachzwängen kommt und womöglich noch mit dem Argument, dass die Lohnarbeiter in Indien und China so viel billiger sind - bei denen sind aber auch die Mieten, die Krankenversicherungen, die Lebensmittel und alles andere auch sehr viel billiger als hier. Wenn die Mitarbeiter dort so toll sind, dann vergebt doch auch die Dienstleistungsaufträge dorthin. Von so etwas kann man hier wirklich nicht die Kosten fürs Leben bestreiten!

  6. ... oder auch Selbst-Ausbeutung. Und wenn ich das Argument von Herrn Marz lese, dass die 7 Cent für einen Auftrag ja nur für die Mitarbeiter ohne Zusatztrainings gelten, dann fragt man sich, wie viel ein Mitarbeiter mit Zusatztraining wohl bekommt? Sind es dann 14 Cent pro Auftrag? Oder gar 21 Cent pro Auftrag? Aber selbst beim 3-fachen Honorar müssten dann 33 Aufträge pro Stunde erledigt werden (also rund 2 Sekunden pro Auftrag), um dann auf popelige 6,93 Stundenlohn zu kommen.

    Liebe Unternehmer! Wenn Ihr schon mit den globalen Sachzwängen kommt und womöglich noch mit dem Argument, dass die Lohnarbeiter in Indien und China so viel billiger sind - bei denen sind aber auch die Mieten, die Krankenversicherungen, die Lebensmittel und alles andere auch sehr viel billiger als hier. Wenn die Mitarbeiter dort so toll sind, dann vergebt doch auch die Dienstleistungsaufträge dorthin. Von so etwas kann man hier wirklich nicht die Kosten fürs Leben bestreiten!

  7. Die Honorare für unsere Aufträge sind – wie bereits in meinem ersten Posting geschrieben – unter anderem abhängig von Umfang, Aufwand und Schwierigkeit. So bekommt man für das Erstellen von Texten in der Regel ein höheres Honorar als für Korrekturtätigkeiten.

    Die Honorar-Spanne ist insgesamt allerdings deutlich höher als von Ihnen vermutet: Diejenigen Aufträge, die mit Centbeträgen honoriert werden, sind eben auch dementsprechend schnell erledigt. Daneben gibt es aber ebenfalls Aufträge, welche mit mehreren Euro (aktuell bis zu 3.50 Euro) pro Auftrag vergütet werden und die dann (umgerechnet) auch in deutlich höheren Stundenlöhnen resultieren. Zwei bis drei dieser Aufträge pro Stunde zu bearbeiten, ist für einen etwas geübten Clickworker absolut machbar.

    Schwankungen sind hierbar natürlich immer gegeben, je nach Auftragslage kann mal die eine, mal die andere Sorte Aufträge überwiegen.

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