Elektroautos Strom für die Straße

Elektroautos sollen die Umwelt schonen und die Gesellschaft mobil halten, wenn das Öl zur Neige geht. Nun entscheidet sich in den Labors, ob sie den hohen Erwartungen gerecht werden können. Fieberhaft suchen Forscher nach dem Rezept für den perfekten Akku

Autobatterien liefern im Elektroauto den Strom fürs Fahren. Das schont die Umwelt, doch noch sind die Akkus so teuer wie ein Kleinwagen

Autobatterien liefern im Elektroauto den Strom fürs Fahren. Das schont die Umwelt, doch noch sind die Akkus so teuer wie ein Kleinwagen

Es geht um historische Gerechtigkeit. Wenn im Jahr 2030 tatsächlich fünf Millionen Elektroautos in Deutschland unterwegs sein werden, wie es der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung vorsieht, wird eine alte Rechnung beglichen. Denn die ersten Automobile waren Elektroautos. Mindestens 30 Jahre vor dem ersten Kraftwagen mit Verbrennungsmotor fuhren Elektromobile durch die Gegend und stellten Geschwindigkeitsrekorde auf. 1899 erreichte der belgische Produzent Camille Jenatzy mit seinem Gefährt über 100 Kilometer pro Stunde. Um die Jahrhundertwende gab es in New York Taxi-Fuhrparks mit Elektroantrieb.

Die Vorteile der Stromer gegenüber den Brennern waren offensichtlich: Prima Beschleunigung praktisch aus dem Stand, drei- bis viermal so hohe Energieeffizienz, die Fahrzeuge liefen leise und brauchten kein Getriebe. Der entscheidende Nachteil und der Grund dafür, dass Otto und Diesel den Elektroantrieb dauerhaft abhängten: Elektrische Energie lässt sich miserabel an Bord bunkern.

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Im Fokus von Forschern und Entwicklern weltweit steht darum die Batterie. Den aktuellen Stand der Forschung markiert die Lithium-Ionen-Technologie. Anfang der neunziger Jahre brachte Sony die ersten kleinen LiIo-Batterien heraus. Sie überzeugten durch hohe Leistung, lange Lebensdauer und kurze Ladezeiten und setzten sich rasch in Kleingeräten wie Mobiltelefonen, Laptops und Modellflugzeugen durch. Doch im Auto wollte sie zunächst kaum jemand haben. Denn das silbrig glänzende Lithium sorgt als Elektrodenmaterial nicht nur für sehr hohe Spannungen. Es ist auch unangenehm reaktionsfreudig.

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Schon kleine Beschädigungen, erst recht hohe Temperaturen und übermäßige Ladespannungen können dazu führen, dass die Zellen in die Luft gehen. Dann steht wieder mal ein Laptop in Flammen. In Betrieben, die Handys reparieren, fliegt dem Meister schon mal der Akku um die Ohren. Für den Betroffenen ist das weniger gefährlich als ärgerlich. »Mehr passiert in der Regel nicht«, sagt Jens Tübke, Batterieforscher am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie im badischen Pfinztal. »Im Auto dagegen sieht das ganz anders aus.« Dort steckt so viel Energie im Akku, dass er zur Bombe werden kann.

In Labors und Werkstätten stehen zur Ermahnung der Mitarbeiter gelegentlich angekokelte Batterien herum. Meist hat ein Kollege bloß kurz sein Werkzeug falsch angesetzt. Eine Einzelzelle steht unter 3,6 Volt elektrischer Spannung, bei einem Kurzschluss wird sie heiß und bläht sich auf. In der fertigen Batterie addieren sich die Einzelspannungen vieler Zellen – bei der enormen Energiedichte kann ein leichtfertiger Kontakt fatal enden.

Deswegen setzt Tübkes Kollege Kai-Christian Möller vom Würzburger Fraunhofer-Institut für Silicatforschung statt auf eine leicht entflammbare Batterieflüssigkeit auf ein nicht brennbares Polymer. Leider müssen sich die Elektronen dann durch den gelartigen Kunststoff quälen. Das Laden dauert deutlich länger, die Leistung kann nicht so schnell abgerufen werden.

Die sächsische Firma Li-Tec, ein Gemeinschaftsunternehmen von Evonik und Daimler, will die Sicherheitsprobleme auf andere Art lösen. Normalerweise trennt eine dünne Plastikfolie die beiden Elektroden. Schon bei 140 Grad schmilzt sie wie eine Plastiktüte auf der heißen Herdplatte, ein Kurzschluss droht. Li-Tec verwendet eine mit Keramikpartikeln beschichtete Membran. Die verkraftet bis zu 700 Grad Celsius, allerdings nimmt auch hier die Leistungsfähigkeit etwas ab. Dafür sollen die Zellen selbst nach 4000 Ladezyklen nicht schlappmachen – wichtig für Elektroautos, die jeden Tag geladen werden. Leistungsschwache Handyakkus tauscht man aus. Doch Akkus für Elektroautos kosten derzeit noch so viel wie ein Kleinwagen. Im kommenden Jahr will Li-Tec seine sicheren und langlebigen Autobatterien ausliefern.

Leser-Kommentare
    • -Ziet-
    • 21.05.2010 um 19:59 Uhr

    1990 machte ich bei BBC Heidelberg ein Praktikum im Forschungslabor. Schon damals war die Auto-Batterie das Große Ding, bei dem alle auf den Durchbruch warteten.

    Seitdem hörte ich immer wieder, daß Forschungsgelder von diversen Stellen angefordert wurden, aber nicht ausreichend bereit gestellt wurde. Die Erforschung von mobilen sicheren Energie-Speichern ist schon immer bekannt für ihre Material-Forschungs-bedingten langen Erforschungs- & Test-Zeiten.

    Wer Geld zur Verfügung stellt, denkt aber immer in weit kürzeren Verwertungs-Zyklen, auch die Deutsche Politik. Auch die Konzerne denken zu Kurzfristig, sogar die Autoindustrie beweist das ständig. UND DAS IST DAS PROBLEM beim Thema Akku.

    Bei der Erforschung des optimalen Akkus wird ständig im Grenzbereich von Materialeigenschaften geforscht oder gar erst neue Material-Legierungen erfunden werden. Die Grundlagenforschung ist Zeit- als auch Geld-Intensiv.

    Wäre der Akku 1990 zur Chefsache in Deutschland erklärt worden, wären wir heute ca 10 Jahren weiter. Damals aber reichte die Fantasie vieler Entscheider (z.B. Politiker) noch nicht so weit ... entsprechend wenig Geld stand der Forschung zur Verfügung.

    In den 90er Jahren wurde von Kanzler Kohl sogar die Solarindustrie genötigt kürzerzutreten, was viele Mittelständler dazu brachte nach USA auszuwandern oder KnowHow an Japanische Konzerne zu verkaufen.

    Es hat viele Jahre an Ausdauer und Konsequenz gefehlt! - die Konservativen waren zu lange beharrlich und Ol-fixiert.

  1. Dem Internetauftritt der Firma DBM Energy aus Berlin zufolge, gibt es bereits einen sogenannten leistungsstarken "Kolibri AlphaPolymer Akku", der automobile Reichweiten von ca. 500 Kilometer möglich machen soll. Dafür bekam die Firma im Februar 2010 sogar einen Innovationspreis verliehen. Allerdings wurden bisherige Offerten der Firma an die deutsche Automobilindustrie bislang geflissentlich ignoriert. Mal sehen, wie lange die asiatischen Hersteller tatenlos zuschauen. In Asien werden bekanntermaßen gerne deutsche Erfindungen aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt (siehe MP3-Player etc.).

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    ... denn alles was ich bislang davon gelesen habe deutet auf keine besonderen Leistungsdaten hin.

    Sie können natürlich gerne Quellen anführen, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Wobei dies bei etlichen Formulierunngen seitens des Herstellers wohl nicht möglich ist... denn diese sind pures Marketing-Geschwätz.

    Soweit ich das sehe, liegt der "Kolibri AlphaPolymer Akku" mit ca. 115Wh/kg eher am unteren Ende der Energiedichte heutiger Lithium-Akkus. In eine heutige Li-Zelle für E-Autos kann man dank der modernen Seperatoren einen Zimmermannsnagel schlagen, ohne dass die Zelle abfackelt.

    Darüber hinaus sind alle Li-Akkus nicht besonders schwer zu recyceln... und nebenbei bemerkt: Jeder Li-Akku für E-Autos hat einen Wirkungsgrad von mehr als 95% beim normalen Laden.

    Leider sind deutsche Firmen nicht führend in der Akku-Technologie, sondern japanische und vor allem südkoreanische Firmen.

    ... denn alles was ich bislang davon gelesen habe deutet auf keine besonderen Leistungsdaten hin.

    Sie können natürlich gerne Quellen anführen, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Wobei dies bei etlichen Formulierunngen seitens des Herstellers wohl nicht möglich ist... denn diese sind pures Marketing-Geschwätz.

    Soweit ich das sehe, liegt der "Kolibri AlphaPolymer Akku" mit ca. 115Wh/kg eher am unteren Ende der Energiedichte heutiger Lithium-Akkus. In eine heutige Li-Zelle für E-Autos kann man dank der modernen Seperatoren einen Zimmermannsnagel schlagen, ohne dass die Zelle abfackelt.

    Darüber hinaus sind alle Li-Akkus nicht besonders schwer zu recyceln... und nebenbei bemerkt: Jeder Li-Akku für E-Autos hat einen Wirkungsgrad von mehr als 95% beim normalen Laden.

    Leider sind deutsche Firmen nicht führend in der Akku-Technologie, sondern japanische und vor allem südkoreanische Firmen.

  2. ... denn alles was ich bislang davon gelesen habe deutet auf keine besonderen Leistungsdaten hin.

    Sie können natürlich gerne Quellen anführen, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Wobei dies bei etlichen Formulierunngen seitens des Herstellers wohl nicht möglich ist... denn diese sind pures Marketing-Geschwätz.

    Soweit ich das sehe, liegt der "Kolibri AlphaPolymer Akku" mit ca. 115Wh/kg eher am unteren Ende der Energiedichte heutiger Lithium-Akkus. In eine heutige Li-Zelle für E-Autos kann man dank der modernen Seperatoren einen Zimmermannsnagel schlagen, ohne dass die Zelle abfackelt.

    Darüber hinaus sind alle Li-Akkus nicht besonders schwer zu recyceln... und nebenbei bemerkt: Jeder Li-Akku für E-Autos hat einen Wirkungsgrad von mehr als 95% beim normalen Laden.

    Leider sind deutsche Firmen nicht führend in der Akku-Technologie, sondern japanische und vor allem südkoreanische Firmen.

    • Jenss
    • 22.05.2010 um 1:56 Uhr

    Das größte Dilemma für saubere Elektroautos ist nicht der Akku sondern der Strom selber.

    Wo soll den der saubere Strom herkommen. Ohne auch noch Autos "betanken" zu müssen macht der saubere Strom (Wasser Wind und Sonne) gerade mal 15% am StromMix aus.

    Wenn wir jetzt nicht nur Kohle- und Atomstrom ersetzen wollen sondern auch noch zusätzlich die Elektroautos mit Strom beliefern wollen, wie soll das gehen? Wie viele Windräder sollen denn gebaut werden? Wasserkraft ist ziemlich ausgereizt in Deutschland. Biomasse hat ihre Grenzen schließlich wollen wir ja noch was essen und brauchen die Wälder um Pellets für unsere Heizungen zu produzieren. Sonne ist potenziell genug da, aber zu mehr als einem 10 fachen des jetzigen heutigen Preises.

    Wie die Energiewende wirklich gelingen kann habe ich noch nirgends vorgerechnet bekommen. Falls jemand einen Link zur Hand hat?

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    "Wie die Energiewende wirklich gelingen kann habe ich noch nirgends vorgerechnet bekommen. Falls jemand einen Link zur Hand hat?"
    --------------------------------------------------

    Lesen Sie das Buch "Energieautonomie" von Hermann Scheer. Dort werden Ihre Fragen schlüssig beantwortet.

    weshalb das alles jetzt erst kommt; und wer damals versagte.!

    Sowie das erste tragfähige Emobil auf dem deutschen Markt erschent, werde ich umsatteln. Voraussichtlich also nächstes Jahr.

    Ich nehme die nun stattfindende Entwicklung als Chance zur persönlichen Teilhabe an einer Umstellung auf das Emobil.
    Allein die Vorstellung einer geräuscharmen öffentlichen Umgebung durch das Emobil, zudem der Wegfall der Abgase, und einer recht leisen Fahrgastzelle, macht mir meine Entscheidung leicht!
    Es sei allen gegönnt, daß diese lauten und stinkenden Verbrennungsmotoren in die Historien-Kiste verschwinden!

    Und ich habe schon mal überlegt, was für einen Radius ich täglich fahre. (Großstadt) Maximal 60 km! Da reicht das Emobil allemal.

    ... sind weder der Akku oder die Stromerzeugung, sondern solche Leute wie Sie, Jenss.

    Alle PKW auf E-Antrieb umzustellen würde ca. 70-100TWh zusätzlichen Strom benötigen. Wir verbrauchen heute ca. 580TWh Strom in Deutschland und exporterien auch noch 20-25TWh Strom netto ins Ausland.

    Oder um Ihnen einige Zahlen zu nennen:

    Um diese 100TWh zusätzlich zu produzieren benötigt es nur 9 weitere Kohlekraftwerke à la Moorburg (bei ca. 80% Verfügbarkeit). Dabei wäre der CO2-Ausstoß pro Kilometer dann nicht schlechter, als bei heutigen Autos. Verbrennt man das Öl statt in Autos in GuD-Kraftwerken, sinkt der Ausstoß hingegen deutlich.

    Da aber auch die Erneuerbaren Energien zulegen werden, ist der Strom kein Problem.

    ... bezüglich Ihrer Anmerkungen zu den Erneuerbaren Energien:

    1. Windkraft

    Die Zahl der heutigen WKA von ca. 24.000 Stück (an Land) wird sich vermutlich bis 2050 nur wenig erhöhen. Denn es werden zwar einige tausend neue im Meer gebaut, aber gleichzeitig werden viele kleine an Land durch weniger aber wesentlich größere und leistungsstärkere ersetzt werden.

    Dadurch können zukünftig 25-30% des gesamten Stroms aus deutscher Windkraft kommen.

    2. Wasserkraft

    Ist in Deutschland wirklich relativ ausgereizt, möglich sind aber vor allem noch kleine Laufwasserkraftwerke und neuartige Wasserkraftwerke (z.B. Osmose-/Wellen-/Strömungskraftwerke). Diese dürften zusammen mit den alten Wasserkraftwerken (ohne die Pumpspeicher) auf vielleicht 10% des gesamten Stroms kommen.

    3. Biomasse

    Natürlich hat Biomasse Grenzen... aber diese sind noch lange nicht ausgereizt. Nur ist das auch eine Frage des sinnvollen Umgangs mit Biomasse, z.B. kein ineffizienter Biosprit. Genau so ist es sinnvoller, die Häuser richtig zu dämmen und so problemlos 50% Heizenergie zu sparen, statt einfach Holzpellets zu verheizen.

    Bringt 20-30% des Stroms.

    4. Solarenegie

    In 5 Jahren kostet der Strom von der eigenen PV-Anlage auf dem Dach nicht mehr, als der Strom aus der Steckdose. Auch werden die Kosten für PV weiter fallen, ich gehe letzlich von ca. 20-35% heutiger Kosten aus.

    Bringt 20-30% des gesamten Stroms.

    5. Geothermie

    Die haben Sie gar nicht erwähnt, sie hat aber soviel Potential wie die Windenergie.

    "Wie die Energiewende wirklich gelingen kann habe ich noch nirgends vorgerechnet bekommen. Falls jemand einen Link zur Hand hat?"
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    Lesen Sie das Buch "Energieautonomie" von Hermann Scheer. Dort werden Ihre Fragen schlüssig beantwortet.

    weshalb das alles jetzt erst kommt; und wer damals versagte.!

    Sowie das erste tragfähige Emobil auf dem deutschen Markt erschent, werde ich umsatteln. Voraussichtlich also nächstes Jahr.

    Ich nehme die nun stattfindende Entwicklung als Chance zur persönlichen Teilhabe an einer Umstellung auf das Emobil.
    Allein die Vorstellung einer geräuscharmen öffentlichen Umgebung durch das Emobil, zudem der Wegfall der Abgase, und einer recht leisen Fahrgastzelle, macht mir meine Entscheidung leicht!
    Es sei allen gegönnt, daß diese lauten und stinkenden Verbrennungsmotoren in die Historien-Kiste verschwinden!

    Und ich habe schon mal überlegt, was für einen Radius ich täglich fahre. (Großstadt) Maximal 60 km! Da reicht das Emobil allemal.

    ... sind weder der Akku oder die Stromerzeugung, sondern solche Leute wie Sie, Jenss.

    Alle PKW auf E-Antrieb umzustellen würde ca. 70-100TWh zusätzlichen Strom benötigen. Wir verbrauchen heute ca. 580TWh Strom in Deutschland und exporterien auch noch 20-25TWh Strom netto ins Ausland.

    Oder um Ihnen einige Zahlen zu nennen:

    Um diese 100TWh zusätzlich zu produzieren benötigt es nur 9 weitere Kohlekraftwerke à la Moorburg (bei ca. 80% Verfügbarkeit). Dabei wäre der CO2-Ausstoß pro Kilometer dann nicht schlechter, als bei heutigen Autos. Verbrennt man das Öl statt in Autos in GuD-Kraftwerken, sinkt der Ausstoß hingegen deutlich.

    Da aber auch die Erneuerbaren Energien zulegen werden, ist der Strom kein Problem.

    ... bezüglich Ihrer Anmerkungen zu den Erneuerbaren Energien:

    1. Windkraft

    Die Zahl der heutigen WKA von ca. 24.000 Stück (an Land) wird sich vermutlich bis 2050 nur wenig erhöhen. Denn es werden zwar einige tausend neue im Meer gebaut, aber gleichzeitig werden viele kleine an Land durch weniger aber wesentlich größere und leistungsstärkere ersetzt werden.

    Dadurch können zukünftig 25-30% des gesamten Stroms aus deutscher Windkraft kommen.

    2. Wasserkraft

    Ist in Deutschland wirklich relativ ausgereizt, möglich sind aber vor allem noch kleine Laufwasserkraftwerke und neuartige Wasserkraftwerke (z.B. Osmose-/Wellen-/Strömungskraftwerke). Diese dürften zusammen mit den alten Wasserkraftwerken (ohne die Pumpspeicher) auf vielleicht 10% des gesamten Stroms kommen.

    3. Biomasse

    Natürlich hat Biomasse Grenzen... aber diese sind noch lange nicht ausgereizt. Nur ist das auch eine Frage des sinnvollen Umgangs mit Biomasse, z.B. kein ineffizienter Biosprit. Genau so ist es sinnvoller, die Häuser richtig zu dämmen und so problemlos 50% Heizenergie zu sparen, statt einfach Holzpellets zu verheizen.

    Bringt 20-30% des Stroms.

    4. Solarenegie

    In 5 Jahren kostet der Strom von der eigenen PV-Anlage auf dem Dach nicht mehr, als der Strom aus der Steckdose. Auch werden die Kosten für PV weiter fallen, ich gehe letzlich von ca. 20-35% heutiger Kosten aus.

    Bringt 20-30% des gesamten Stroms.

    5. Geothermie

    Die haben Sie gar nicht erwähnt, sie hat aber soviel Potential wie die Windenergie.

  3. "Wie die Energiewende wirklich gelingen kann habe ich noch nirgends vorgerechnet bekommen. Falls jemand einen Link zur Hand hat?"
    --------------------------------------------------

    Lesen Sie das Buch "Energieautonomie" von Hermann Scheer. Dort werden Ihre Fragen schlüssig beantwortet.

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    • Jenss
    • 23.05.2010 um 18:41 Uhr

    Leider konnte ich das Buch noch nicht lesen, werde es mir aber besorgen. Ich habe mir diverse Rezessionen von dem Buch angesehen. Scheinbar soll autonom im kleinen Solarstrom produziert werden.

    Dies ist technisch wohl möglich, aber sehr sehr teuer. Zur Zeit Faktor 10 zu Kohle und Faktor 4 zu Wind, nur grob geschätzt.

    Ich habe auf der Suche nach einer Quelle diesen interessanten deutschsprachigen Artikel gefunden

    http://www.heise.de/tp/r4...

    der wiederum auf diese englischsprachige Webseite verlinkt.

    http://www.withouthotair....

    Viel Spaß beim lesen

    • Jenss
    • 23.05.2010 um 18:41 Uhr

    Leider konnte ich das Buch noch nicht lesen, werde es mir aber besorgen. Ich habe mir diverse Rezessionen von dem Buch angesehen. Scheinbar soll autonom im kleinen Solarstrom produziert werden.

    Dies ist technisch wohl möglich, aber sehr sehr teuer. Zur Zeit Faktor 10 zu Kohle und Faktor 4 zu Wind, nur grob geschätzt.

    Ich habe auf der Suche nach einer Quelle diesen interessanten deutschsprachigen Artikel gefunden

    http://www.heise.de/tp/r4...

    der wiederum auf diese englischsprachige Webseite verlinkt.

    http://www.withouthotair....

    Viel Spaß beim lesen

  4. weshalb das alles jetzt erst kommt; und wer damals versagte.!

    Sowie das erste tragfähige Emobil auf dem deutschen Markt erschent, werde ich umsatteln. Voraussichtlich also nächstes Jahr.

    Ich nehme die nun stattfindende Entwicklung als Chance zur persönlichen Teilhabe an einer Umstellung auf das Emobil.
    Allein die Vorstellung einer geräuscharmen öffentlichen Umgebung durch das Emobil, zudem der Wegfall der Abgase, und einer recht leisen Fahrgastzelle, macht mir meine Entscheidung leicht!
    Es sei allen gegönnt, daß diese lauten und stinkenden Verbrennungsmotoren in die Historien-Kiste verschwinden!

    Und ich habe schon mal überlegt, was für einen Radius ich täglich fahre. (Großstadt) Maximal 60 km! Da reicht das Emobil allemal.

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    Ich habe mir ein ähnliches Ziel gesetzt wie Sie, nämlich mein jetztiges konventionelles Auto noch so lange weiter zu fahren, bis Akkus ohne chemisches Innenleben zur Verfügung stehen, die die Voraussetzung für kostengünstige, langlebige Elektroautos sind, die mehrere Hundert km ohne Aufladestopp fahren können. Falls eine solche Technologie zeitnah (in max. 5 Jahren) die Marktreife erreichen sollte, werden wir im Jahr 2030 nicht wie prognostiziert nur kümmerliche 5 Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland fahren sehen, sondern Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden dann bei den Neuzulassungen keine Rolle mehr spielen.

    • baumge
    • 25.05.2010 um 12:45 Uhr

    Ich fahre seit 15 Monaten mit meinem TWIKE elektrisch und pedalunterstützt. Täglich 100km insgesamt nun 30.000km. Ich bin total begeistert. Bis aber die automobil aufgerüsteten Normalautos ernsthaft elektrisch konkurenzfähig fahren, muss entweder der Benzinpreis auf mindestens 5 Euro hochschnellen oder es vergeht noch viel Zeit in der geträumt werden darf. Echte "Alternativen" sollen durch die Ankündigungswellen der Öl-Lobby doch nur tot gemacht werden. Wers nicht glaubt darf gerne in meinem 40.000 Euro teuren TWIKE mal den Weg zur Arbeit mitfahren, dann erkläre ich auch gerne, warum so ein Fahrzeug umgerechnet nur 0,3 Liter Benzin auf 100km verbraucht und warum ein Elektro-Normalauto das 10-fache braucht und dadurch eine gigantische Batterie bei geringer Reichweite benötigt.

    Ich habe mir ein ähnliches Ziel gesetzt wie Sie, nämlich mein jetztiges konventionelles Auto noch so lange weiter zu fahren, bis Akkus ohne chemisches Innenleben zur Verfügung stehen, die die Voraussetzung für kostengünstige, langlebige Elektroautos sind, die mehrere Hundert km ohne Aufladestopp fahren können. Falls eine solche Technologie zeitnah (in max. 5 Jahren) die Marktreife erreichen sollte, werden wir im Jahr 2030 nicht wie prognostiziert nur kümmerliche 5 Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland fahren sehen, sondern Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden dann bei den Neuzulassungen keine Rolle mehr spielen.

    • baumge
    • 25.05.2010 um 12:45 Uhr

    Ich fahre seit 15 Monaten mit meinem TWIKE elektrisch und pedalunterstützt. Täglich 100km insgesamt nun 30.000km. Ich bin total begeistert. Bis aber die automobil aufgerüsteten Normalautos ernsthaft elektrisch konkurenzfähig fahren, muss entweder der Benzinpreis auf mindestens 5 Euro hochschnellen oder es vergeht noch viel Zeit in der geträumt werden darf. Echte "Alternativen" sollen durch die Ankündigungswellen der Öl-Lobby doch nur tot gemacht werden. Wers nicht glaubt darf gerne in meinem 40.000 Euro teuren TWIKE mal den Weg zur Arbeit mitfahren, dann erkläre ich auch gerne, warum so ein Fahrzeug umgerechnet nur 0,3 Liter Benzin auf 100km verbraucht und warum ein Elektro-Normalauto das 10-fache braucht und dadurch eine gigantische Batterie bei geringer Reichweite benötigt.

  5. Elektroautos - nun hat sich die (vor allem grün inspierierte) Politik der Sache angenommen und will sie - koste es was es wolle- vorantreiben. Kosten war für die Polltik ja noch nie ein Argument - man hat ja die Steuerzahler.

    Aber - nichts ist so ernüchternd wie der Blick auf die Fakten, wie in diesem Artikel, mal wieder. Was nützen all die Forschungsfortschritte, sensationellen neuen Entdeckungen, wenn das PRODUKT TECHNISCH NICHT MARKTREIF ist??

    Sagen wir doch zur Abwechslung mal nüchtern, was Sache ist: die E-Auto wird in den kommenden 20 Jahren nicht den Durchbruch schaffen, egal wieviele Milliarden die Politik hineinpumpt, und wie sehr sie die heutigen Autofahrer weiter schikaniert.

    Überlassen wir es den Konzernen die davon eine Ahnung haben (wie z.B. Toyota) den Umbau der Antriebstechnik in kleinen vernünftigen Schritten voranzutreiben, und erinnern die grünen Visionäre daran, dass es nicht ihr Geld ist, das sie gerade jetzt wieder mit neuer Subventionitis verplempern.

    Sonst geht die Entwicklung in eine ähnlich abstruse Richtung wie bei der Energiepolitik: statt für sündhaft teures Geld überflüssige Photovoltaik-Anlagen auf Millionen Dächern zu installieren, sollte man solch einleuchtende Projekte wie Desertec fördern und Sonnenenergie in der Sahara erzeugen, statt unter deutschen Wolken. Und vielleicht heisst die Lösung für den Autoantrieb ja doch Bio-Treibstoffe statt Elektrobatterie.. Wer weiss das schon heute?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wenn Sie sich auch nur ein bißchen genauer mit dem Vorhaben "Desertec" beschäftigen würden, dann würden Sie ob der damit einhergehenden mannigfaltigen politischen Probleme garantiert nicht von "einleuchtend" schwadronieren.

    Mal ganz abgesehen von dem enormen Investitionsvolumen, das wer bezahlen darf ? Stellen Sie sich hier mal die Frage nach "sündhaft teurem Geld"!

    Das Engagement einiger maßgeblicher Stromgiganten bei "Desertec" zielt auf eine weitere abhängige Versorgung des Endkunden ab. Energieautonomie heißt das Zaubermittel dagegen.

    Ich bin kein grüner Visionär, aber besitze eine gute Portion Aufgeschlossenheit für neue Konzepte; die alten Konzepte sind nachweislich schon jetzt ein Anachronismus!

    Wenn Sie sich auch nur ein bißchen genauer mit dem Vorhaben "Desertec" beschäftigen würden, dann würden Sie ob der damit einhergehenden mannigfaltigen politischen Probleme garantiert nicht von "einleuchtend" schwadronieren.

    Mal ganz abgesehen von dem enormen Investitionsvolumen, das wer bezahlen darf ? Stellen Sie sich hier mal die Frage nach "sündhaft teurem Geld"!

    Das Engagement einiger maßgeblicher Stromgiganten bei "Desertec" zielt auf eine weitere abhängige Versorgung des Endkunden ab. Energieautonomie heißt das Zaubermittel dagegen.

    Ich bin kein grüner Visionär, aber besitze eine gute Portion Aufgeschlossenheit für neue Konzepte; die alten Konzepte sind nachweislich schon jetzt ein Anachronismus!

  6. ... sind weder der Akku oder die Stromerzeugung, sondern solche Leute wie Sie, Jenss.

    Alle PKW auf E-Antrieb umzustellen würde ca. 70-100TWh zusätzlichen Strom benötigen. Wir verbrauchen heute ca. 580TWh Strom in Deutschland und exporterien auch noch 20-25TWh Strom netto ins Ausland.

    Oder um Ihnen einige Zahlen zu nennen:

    Um diese 100TWh zusätzlich zu produzieren benötigt es nur 9 weitere Kohlekraftwerke à la Moorburg (bei ca. 80% Verfügbarkeit). Dabei wäre der CO2-Ausstoß pro Kilometer dann nicht schlechter, als bei heutigen Autos. Verbrennt man das Öl statt in Autos in GuD-Kraftwerken, sinkt der Ausstoß hingegen deutlich.

    Da aber auch die Erneuerbaren Energien zulegen werden, ist der Strom kein Problem.

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