Manipulation »Wenn ich eine Methode durchschaue, funktioniert sie oft nicht mehr«
Thorsten Havener tritt als Gedankenleser auf und erklärt in Seminaren, wie man beeinflusst wird – und selbst beeinflussen kann. Mit dem Arzt Michael Spitzbart hat er vor Kurzem sein zweites Buch herausgebracht: »Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten«.
ZEIT Wissen: Herr Havener, Sie gelten als ein Experte der Suggestion. Kriegt man denn auch Sie noch manchmal herum?
Havener: Ich gehe kaum in Supermärkten einkaufen. Aber auf Tankstellen riecht es auch unheimlich oft nach Kaffee und warmen Brötchen. Und Twix und Snickers sind genau dort, wo man beim Bezahlen hingucken muss. Wenn ich schon lange gefahren und müde bin, falle ich sehr oft darauf herein, obwohl ich mir vorgenommen habe, nichts Süßes zu essen.
ZEIT Wissen: Bei welchen Gelegenheiten manipulieren Sie selbst?
Havener: Glauben Sie mir, wenn man drei Kinder hat, weiß man, wie man etwas suggeriert. Die sind morgens furchtbar langsam, da nutze ich die ganze Bandbreite.
ZEIT Wissen: Wie zum Beispiel?
Havener: Als es im März wieder geschneit hat, habe ich zu meiner Tochter gesagt: Wir gehen heute im Schnee zur Schule! Wenn du dich schnell anziehst, sind wir früher draußen! Das hat gewirkt. Filigraner wird es, wenn man weiß, wie man Wörter benutzt. Mein Lieblingsbeispiel ist der richtige Gebrauch des Wortes »nicht«. Wenn Sie zu Ihrem Kind im Restaurant sagen: »Pass auf, dass das Glas nicht umfällt«, haben Sie das Glas im Kopf des Kindes bereits umfallen lassen. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es wirklich passiert. Wenn Sie aber sagen: »Pass bitte auf, dass das Glas stehen bleibt«, dann schlagen Sie eine ganz andere Richtung ein.
ZEIT Wissen: Das wirkt tatsächlich?
Havener: Wenn man es konsequent durchzieht, wirkt es prima!
- Datum 01.06.2010 - 10:52 Uhr
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- Quelle ZEIT Wissen 4/2010
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Ziemlich kurz...
Hätte ruhig noch detaillierter sein können
Tja, der Artikel soll Sie wahrscheinlich dazu manipulieren, das zugehörige Buch zu kaufen.
Tja, der Artikel soll Sie wahrscheinlich dazu manipulieren, das zugehörige Buch zu kaufen.
Tja, der Artikel soll Sie wahrscheinlich dazu manipulieren, das zugehörige Buch zu kaufen.
welches mit einem Halfter am Kopf auf der Weide stand.
Ein Riemen hatte sich gelöst und der untere Querriemen drückte dem Tier unten auf die Nase - ein deutliches Zeichen vom Reiter, dass das Pferd rückwärts gehen soll. Also ging das Tier ein paar Schritte rückwärts. Gleichzeitig muss es aber erkannt haben, dass die Ursache des Problems im Halfter selbst lag - es warf den Kopf zurück und damit das Halfter nach oben - Problem gelöst. Doch dann rutschte der Querriemen wieder nach unten ....
Wir schauen uns Werbung an, finden's ausgesprochen dämlich - und kaufen den Mist dann doch - vielleicht hilft's ja doch ...
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