Gute Ernährung als Prävention gegen Depression
»Natürlich sind Darmbakterien nicht die einzige Ursache für psychische Probleme«, sagt auch Mayer. Und natürlich bekommt niemand nur deswegen Depressionen oder Angststörungen, weil er sich falsch ernährt. Aber: Die Ernährung scheint einer von vielen verschiedenen Umständen zu sein, die darüber entscheiden, ob es jemandem psychisch gut oder schlecht geht. »Wir sollten uns von der Vorstellung verabschieden, dass es nur eine Ursache für psychische Probleme gibt«, sagt der Grazer Neurogastroenterologe Peter Holzer. »Es sind ganz sicher immer verschiedene Faktoren beteiligt – Umwelteinflüsse ebenso wie Veranlagungen. Die Frage ist, welche Veränderung man am ehesten korrigieren kann.«
- Essgewohnheiten im Vergleich
Dass man nicht ewig fasten sollte, ist klar: Auf Dauer wirkt sich eine Nulldiät negativ auf die Gesundheit aus. Kurzzeitfasten scheint aber durchaus hilfreich zu sein, wenn es als eine Art Zäsur gesehen wird, um danach auf eine andere, gesündere Ernährungsweise umzusteigen – das zeigen wissenschaftliche Studien. Und im Alltag ein leichtes Hungergefühl zu ertragen, weil man die Kalorienzufuhr etwas einschränkt, könnte sogar Alterungs- prozessen entgegenwirken – zumindest in Tierversuchen funktioniert das.
- Low-Carb und Konzentrationsdiät
Low-Carb-Ernährung und Konzentrationsdiät sind, trotz Unterschieden im Detail, vom Prinzip her recht ähnlich: Beide setzen darauf, extreme Schwankungen des Blutzuckerspiegels zu vermeiden, indem in erster Linie Produkte mit raffiniertem Zucker oder Weißmehl gemieden werden. Steigt der Blutzucker nicht so rasch und stark an, muss der Körper weniger von dem Hormon Insulin bilden. Dieses sorgt dafür, dass Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert wird, wo er zur Energiegewinnung dient oder in Form von Fettdepots gespeichert wird. Anhänger des Low-Carb-Prinzips argumentieren, so vermeide man auf Dauer Übergewicht und dessen gesundheitlichen Nachteile. Ob das im Alltag tatsächlich funktioniert, ist umstritten. Beide Ernährungsformen schaden gesunden Menschen aber wohl auch nicht: Da sie viel Gemüse, pflanzliche Öle, Vollkornprodukte, Nüsse und Fisch beinhalten, erfüllen sie die meisten Kriterien für eine gesunde Ernährung. Ähnliches gilt auch für die ayurvedische Ernährung. Gesundheitlich vorteilhaft könnte vor allem sein, dass alle diese Ernährungsmuster viel Wert auf das Frühstück legen: Wer frühstückt, so zeigen Studien, senkt sein Risiko für Übergewicht.
- Fast Food
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Als nicht gesund gilt hingegen Fast Food wie Burger und Pommes: Es enthält viele gesättigte Fettsäuren und vor allem Salz – beides gilt als schädlich für das Herz-Kreislauf-System. Wer hin und wieder Fast Food isst, wird davon aber nicht sterben.
Generell gilt für die Ernährung: Möglichst abwechslungsreich, möglichst farbig sollte sie sein, eher gemüsebetont, mit vielen Vollkornprodukten, frischem Fisch und wenig Fleisch. Und natürlich sollte man insgesamt nicht zu viel essen – auch wenn es gesunde Lebensmittel sind. Wer dazu noch regelmäßig Sport treibt, tut nicht nur etwas für seinen Körper, sondern auch für seinen Kopf.
Eine gute Ernährung könnte in Zukunft für die Prävention von Depressionen eine wichtigere Rolle spielen, so die Hoffnung. Vielleicht motiviert die Aussicht auf dauerhaft gute Laune ja noch ein bisschen mehr, sich an die üblichen Ernährungsempfehlungen zu halten. Denn was als gesund für den Körper gilt, scheint auch gesund für den Geist zu sein: viel Obst und Gemüse, viele Vollkornprodukte, viel Fisch und pflanzliche Öle – und bloß nicht zu viel essen.
So gesund, dass das Essen nicht mehr schmeckt, sollte es aber nicht sein. Denn der Genusseffekt sei vermutlich das, was am unmittelbarsten auf die Psyche wirke, sagt Mayer: »Wir haben schon am ersten Lebenstag, beim ersten Schluck Milch gelernt, welch unglaublich positive Gefühle gutes Essen auslösen kann.«
- Datum 01.10.2010 - 09:23 Uhr
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- Quelle ZEIT Wissen 5/2010
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... die Million Jahre seit Homo ergaster ohne die Ratschläge von Ernährungsexperten zu überleben? Seit wann gibt es Milch im Überfluss, seit wann gibt es zu allen Jahreszeiten Früchte, seit wann gibt es Getreidepapp ( Brot ), seit wann gibt es Suppe? Glauben wir wirklich, dass ein Cromagnon in der Höhle erst mal "Cerealien in gesunder Milch mit viel Vitamin C D" eingepfiffen hat, bevor er auf die Arbeit ging ( Mammuts jagen )?
Und wir haben nicht "schon am ersten Lebenstag, beim ersten Schluck Milch gelernt, welch unglaublich positive Gefühle gutes Essen auslösen kann", sondern das ist vorverdrahtet, um die entsprechenden Reaktionen auszulösen, damit der Säugling nicht verhungert.
@nicolai überleben hat wenig mit lebensqualität zu tun
@artikel und milch...wer kann sich daran erinnern wie sein erster schluck milch geschmeckt hat???
@nicolai überleben hat wenig mit lebensqualität zu tun
@artikel und milch...wer kann sich daran erinnern wie sein erster schluck milch geschmeckt hat???
Das muss also stimmen!
Seltsam wie hier Versuche ins Gegenteil geschrieben werden. Der schwedische Versuch, Supersize Me nachzustellen, kam zum entgegengesetzten Ergebnis des Filmes und gilt als einer der belege, daß es sich beim Filmemacher um einen Fälscher handelt.
http://www.dradio.de/dkul...
Auch die oft behauptete Epidemie von Fettleibigen in Europa ist eine Propagandalüge.
Ein typische Werbeartikel für Functionel Food also.
Ein interessanter Aufsatz, allerdings (das Ayurveda wurde schon angesprochen) wußte man das alles irgendwie auch schon.
Auch ich habe durch Ernährungsumstellung in den letzten Jahren eine gewisse melancholische Neigung sehr zum positiven beeinflußen können.
1. generell weniger essen
2. weitgehend auf Industrieprodukte verzichten
3. Zucker und Zuckeraustauschstoffe meiden Ausnahme: Stevia
4. viel Obst (Ananas!, Papaya!!!, Granatapfel, Banane, Mango!) aber auch alle anderen Sorten
5. viel Gemüse und wenig Fleisch
6. Hirse und Kichererbsen regelmäßig in die Mahlzeiten einbauen!!!
7. wenig Alkohol
8. statt Kafee, lieber Tee falls eine anregende Wirkung gewünscht ist lieber (in kleinen Mengen) Guarana aus dem Reformhaus verwenden
9. wenig Säfte und ähnliches konsumieren, lieber Kräutertees: Brombeer, Cistus, Minze, ua. gerne mit Stevia gesüsst.
10. weniger Kuhmilchprodukte, mehr von Schaf und Ziege
Wirkungen (nachhaltig)
weniger aggressiv, besser gelaunt, vollkommen normalisierter Blutdruck, sehr guter Schlaf, Gewichtsreduktion, gesteigerte Konzentrationsfähigkeit, praktisch keine Erkältungskrankheiten seit vielen Jahren, allgemein mehr Lebensenergie, gewisse Gelenkbeschwerden sind praktisch verschwunden
Try it!
@nicolai überleben hat wenig mit lebensqualität zu tun
@artikel und milch...wer kann sich daran erinnern wie sein erster schluck milch geschmeckt hat???
... gäbe es Sie heute nicht. Es gibt ein paar Hinweise, auf welchen Nahrungsmix wir in 1 Million Jahren von der Evolution getrimmt worden sind, seit Erfindung des Ackerbaus ( vor 15.000 Jahren = 1,5% der Geschichte ) werden Menschen nicht mehr artgerecht gehalten und ernährt, Geschwafel von Ernährungs"experten" hin oder her. Erst heutzutage wir leben Dank weltweiter Transporte von Lebensmitteln im "Paradies der Steinzeit". Was die "lebenswichtige" Milch angeht: Wie kam ein Steinzeitler an frische Milch? Ganz einfach, er hat eine wilde Büffelkuh gemolken ... daraus ergeben sich gleich zwei Fragen: Wie viel Milch kriegt man aus einer wilden ( = nicht auf Milchertrag gezüchteten ) Büffelkuh? Und bald noch wichtiger: Wie oft kan man das machen?
Und was den Säugling angeht: Man braucht sich nicht selbst zu erinnern, wie die Muttermilch schmeckt, man braucht nur einen Säugling zu beobachten ...
... gäbe es Sie heute nicht. Es gibt ein paar Hinweise, auf welchen Nahrungsmix wir in 1 Million Jahren von der Evolution getrimmt worden sind, seit Erfindung des Ackerbaus ( vor 15.000 Jahren = 1,5% der Geschichte ) werden Menschen nicht mehr artgerecht gehalten und ernährt, Geschwafel von Ernährungs"experten" hin oder her. Erst heutzutage wir leben Dank weltweiter Transporte von Lebensmitteln im "Paradies der Steinzeit". Was die "lebenswichtige" Milch angeht: Wie kam ein Steinzeitler an frische Milch? Ganz einfach, er hat eine wilde Büffelkuh gemolken ... daraus ergeben sich gleich zwei Fragen: Wie viel Milch kriegt man aus einer wilden ( = nicht auf Milchertrag gezüchteten ) Büffelkuh? Und bald noch wichtiger: Wie oft kan man das machen?
Und was den Säugling angeht: Man braucht sich nicht selbst zu erinnern, wie die Muttermilch schmeckt, man braucht nur einen Säugling zu beobachten ...
... gäbe es Sie heute nicht. Es gibt ein paar Hinweise, auf welchen Nahrungsmix wir in 1 Million Jahren von der Evolution getrimmt worden sind, seit Erfindung des Ackerbaus ( vor 15.000 Jahren = 1,5% der Geschichte ) werden Menschen nicht mehr artgerecht gehalten und ernährt, Geschwafel von Ernährungs"experten" hin oder her. Erst heutzutage wir leben Dank weltweiter Transporte von Lebensmitteln im "Paradies der Steinzeit". Was die "lebenswichtige" Milch angeht: Wie kam ein Steinzeitler an frische Milch? Ganz einfach, er hat eine wilde Büffelkuh gemolken ... daraus ergeben sich gleich zwei Fragen: Wie viel Milch kriegt man aus einer wilden ( = nicht auf Milchertrag gezüchteten ) Büffelkuh? Und bald noch wichtiger: Wie oft kan man das machen?
Und was den Säugling angeht: Man braucht sich nicht selbst zu erinnern, wie die Muttermilch schmeckt, man braucht nur einen Säugling zu beobachten ...
In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.
... ich denke, es war Seneca, körperbehindert, aber mit wachem Geist, als er an einer Gladiatorenschule vorbeihinkte und dort die Gladiatoren üben sah, angesichts derer er gesagt haben soll: "Es wäre wünschenswert, wenn in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wäre!"
Unsere Philolügen haben das ins Gegenteil sinnentstellt.
... ich denke, es war Seneca, körperbehindert, aber mit wachem Geist, als er an einer Gladiatorenschule vorbeihinkte und dort die Gladiatoren üben sah, angesichts derer er gesagt haben soll: "Es wäre wünschenswert, wenn in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wäre!"
Unsere Philolügen haben das ins Gegenteil sinnentstellt.
... ich denke, es war Seneca, körperbehindert, aber mit wachem Geist, als er an einer Gladiatorenschule vorbeihinkte und dort die Gladiatoren üben sah, angesichts derer er gesagt haben soll: "Es wäre wünschenswert, wenn in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wäre!"
Unsere Philolügen haben das ins Gegenteil sinnentstellt.
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